Bücherbrief

Glitzen, Glimmern und Glitschen

10.06.2024. Sasa Stanisic schenkt uns in einem virtuos komponierten Spiel zehn Minuten einer möglichen Zukunft, Yan Lianke erkundet in einer schonungslosen Parabel die chinesische Wirklichkeit, Alhierd Bacharevic wirft mit Punk und Poesie einen dystopischen Blick auf Europa, und Ron Leshem klärt über Verirrungen nach dem 7. Oktober auf.  Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Juni.
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Weitere Anregungen finden Sie in in der Lyrikkolumne "Tagtigall", dem "Fotolot", in der Kolumne "Vorworte", in unseren Büchern der Saison, den Notizen zu den jüngsten Literaturbeilagen und in den älteren Bücherbriefen.


Literatur

Yan Lianke
Der Tag, an dem die Sonne starb
Roman
Matthes und Seitz Berlin. 366 Seiten. 25 Euro

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In einem schönen Text in Literary Hub wies Yan Lianke vor gut einem Jahr darauf hin, wie wenig Wert er darauf lege, außerhalb seiner Heimat als der meist zensierte Schriftsteller Chinas bezeichnet zu werden. Zensur sei im Ausland auch ein Weg zur Anerkennung, jenseits künstlerischer Qualität, schrieb er. (Unser Resümee) Ganz außen vor lassen kann man das Thema als Kritiker zwar nicht, aber auch künstlerisch erfuhr Liankes Roman höchstes Lob: Er erzählt die Geschichte des vierzehnjährigen Li Niannian, der, ausgegrenzt von der Dorfgemeinschaft, zum Chronisten unheimlicher Begebenheiten während eines heißen Sommers wird: Immer mehr Dorfbewohner beginnen zu schlafwandeln und begehen entsetzliche Verbrechen, es wird gemordet und geraubt, ohne Rücksicht auf Verluste. NZZ-Kritikerin Katharina Borchardt bewundert einmal mehr, wie der Autor die Wirklichkeit nicht nur beschreibt, sondern erkundet. In der mit Mythen, Legenden, Fantastischem und Allegorien angereicherten Geschichte erkennt sie nicht zuletzt das Schicksal der chinesischen Gesellschaft, die parallel zu den "politischen Exzessen" des Staates in Trägheit erstarrt. Im Guardian stellt Isabel Hilton fest, dass Lianke angesichts des moralischen Verfalls Chinas weniger Satire zulässt als in den Vorgängerromanen, in der NY Times bewundert Julian Gewirtz Liankes universelle, so schonungslose wie brutale Vision über die menschlichen Kräfte, die die heutigen globalen Umwälzungen vorantreiben.

Alhierd Bacharevic
Europas Hunde
Roman
Voland und Quist Verlag. 744 Seiten, 36 Euro

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Bereits 2017 im Original erschienen, in Belarus längst als "extremistisch" verboten, liegt das mehr als 700 Seiten umfassende Opus magnum von Alhierd Bacharevic nun auf Deutsch vor. Die Kritiker sind hingerissen. In diesem epischen Meisterwerk feiert Bacharevic den Sieg der Fantasie über die Realität, jubelt im Dlf Kultur Olga Hochweis, tief beeindruckt, wie der Autor die formal und inhaltlich äußerst unterschiedlichen sechs Teile des Romans durch Anspielungen und Doppelgänger-Motive subtil miteinander verknüpft. Handlungsorte sind neben Belarus und Russland auch Paris, Prag oder Berlin im Jahr 2050. Einige Handlungsstränge reißen die Rezensenten kurz an: So folgt Hochweis neben Science-Fiction-Szenarien etwa einem eigenbrötlerischer Minsker, der mit "Balbuta" die Sprache einer totalen Freiheit erfindet, deren Grammatik und Wortschatz dem Roman angehängt sind. Auch FAZ-Kritikerin Sieglinde Geisel empfiehlt nachdrücklich diesen großen, wagemutigen Roman, in dem Bacharevic bereits 2017 eine erstaunlich hellsichtige, dystopische Zukunftsvision entwarf, in der Russland sich in ein Imperium des totalen, vom Rest der Welt isolierten Schreckens verwandelt, das sich Belarus längst einverleibt hat. Ein Melancholie und Humor vereinendes Meisterwerk politischer Subversion, dessen Vielstimmigkeit und Sprachwucht Thomas Weiler brillant ins Deutsche übersetzt hat, schließt sie. Bacharevic beschwört "mit Punk, Poesie und Prosa Widerstandswillen und Wachheit", meint Standard-Kritiker Ingo Petz. Eine anderthalbstündige Lesung von Bacharevic ist auf YouTube zu finden.


Miranda July
Auf allen vieren
Roman
Kiepenheuer und Witsch Verlag. 416 Seiten. 25 Euro

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Es hat knapp zehn Jahre gedauert, bis uns die amerikanische Filmemacherin, Performance-Künstlerin und Schriftstellerin Miranda July einen neuen Roman beschert - nun liegt er in deutscher Übersetzung vor und die KritikerInnen sind restlos begeistert. July ist genau die richtige Autorin, um einen Roman über die Wechseljahre zu schreiben, meint in der SZ Marie Schmidt. Es geht um eine Frau Mitte 40, die auf einer zweiwöchigen Reise eine Affäre mit einem jungen Tankstellenwächter hat, ihr ganzes Geld für die Verschönerung eines Motelzimmers ausgibt und nach der Rückkehr zu Kind und Mann nicht mehr wirklich in der Lage ist, ihr altes Leben wiederaufzunehmen. Wechseljahreroman? Da würde Beate Tröger im Dlf Kultur widersprechen: Sie liebt July für die überraschenden, nicht selten "skurrilen" Volten, die sie auch in diesem Roman einbaut, der so viel mehr sei als ein schnöder Beziehungsroman oder Whodunit: Amüsiert liest sie nicht nur, wie die Erzählerin mit ihrer besten Freundin Jordi über Lügen, Träume, Begehren, Frauen in der Mitte ihres Lebens sinniert, sie lacht auch laut über Julys zahlreiche Pointenfeuerwerke. Blendend unterhalten fühlt sich auch FAS-Kritiker Tobias Rüther, im WDR5 liest Christoph Ohrem "eine Art Manifest und Feier weiblicher bzw. menschlicher Lust in jedweder Form."

Sasa Stanisic
Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne
Roman
Luchterhand Literaturverlag. 256 Seiten.  24 Euro
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Auch wenn kein Kritiker das neue Buch von Sasa Stanisic einem Genre zuordnen kann, sind sie einstimmig begeistert: Jan Wiele (FAZ) verfällt sofort Stanisics unverkennbarem Ton - und wird von dem in Bosnien-Herzegowina geborenen Autor doch aufs Neue überrascht: Ausgehend von einer Kindheit in den Neunzigern im Heidelberger Stadtteil Emmertsgrund, einem "Brennpunkt", in dem viele MigrantInnen leben, spielt Stanisic verschiedene Vergangenheiten und vor allem Zukünfte durch: So gibt es hier etwa einen Proberaum, in dem man zehn Minuten einer möglichen Zukunft durchspielen kann. Pointenreich und in einer Mischung aus Fakt und Fiktion, Erinnerung und Fantasie erzählt Stanisic etwa von einem Sommer auf Helgoland oder von Heine-Lektüre im Heidelberger Wald, lobt Wiele. Auch Judith von Sternburg (FR) fühlt sich merklich wohl zwischen den träumerischen und flunkernden Figuren, die Stanisic hier auftreten lässt, darunter die titelgebende Witwe oder ein Vater, der Erfolge im Spiel Pokemon Go feiert. Für Sternburg ist das Buch ein komplexes, virtuos komponiertes Spiel, mit viel Witz und literarischer Courage. In der SZ betont Marie Schmid vor allem, wie schwungvoll der Autor Erzählebenen und Stilregeln, aber auch Idiolekte und Dialekte durcheinanderwirbelt. Einmal mehr überzeugt sie Stanisic mit einem "absoluten Gehör" für die deutsche Sprache. In der ARD-Sendung "Druckfrisch" empfiehlt Denis Scheck das Buch.


Elsa Morante
La Storia
Klaus Wagenbach Verlag. 768 Seiten. 38 Euro

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Als Elsa Morantes Roman "La Storia" 1974 in Italien erschien, war er beim Publikum ein Erfolg, bei der Kritik nicht, erinnert Zeit-Rezensent Eberhard Rathgeb: Der Roman über eine junge Grundschullehrerin aus armen Verhältnissen, die 1941 von einem deutschen Soldaten vergewaltigt wird, zwei Söhne auf die Welt bringt, Besatzung und Naziterror überlebt, beide Söhne nach dem Krieg verliert und schließlich in der Psychiatrie stirbt, kam im angespannten marxistischen Italien der Siebziger nicht gut an, weiß der Kritiker. Auch heute verlangt der Roman dem Leser einiges an Geduld ab, aber er lohnt die Mühe, versichert er. Morante scheint den Roman in einem "Rausch" geschrieben zu haben, glaubt der Rezensent, der sich von dem überschäumenden Sprachfluss mitreißen lässt: Das "Glitzen, Glimmern und Glitschen" von Fischleibern nimmt er eher wahr als Reflexionen, dennoch sind die Stimmen all jener zu vernehmen, die in der "Maschinerie der Herrschaft" untergingen, versichert er. Einem Roman, der so lange nachhallt und das "Band der Nähe", das alle Wesen miteinander verbindet, offenlegt, verzeiht Rathgeb auch den ein oder anderen naiven Moment. Große Literatur legt uns auch Katharina Teutsch ans Herz, deren Dlf-Kritik es lohnt, in Gänze zu hören. Ein zentrales Werk der italienischen Nachkriegsliteratur ist das, versichert sie, und die hervorragende Übersetzung von Maja Pflug und Klaudia Ruschkowski wird ihm voll und ganz gerecht.


Sachbuch

Ron Leshem
Feuer
Israel und der 7. Oktober
Rowohlt Verlag. 320 Seiten. 25 Euro

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Bisher haben erst Welt-Kritiker Marko Martin und Dlf-Kultur-Kritiker Carsten Hueck dieses Buch des israelischen Schriftstellers und ehemaligen israelischen Geheimdienstoffiziers Ron Leshem besprochen. Leshem, dessen Onkel und Tante von der Hamas ermordet wurde und dessen Cousin zu den Geiseln gehört, protokolliert hier nicht nur minutiös die Ereignisse und Folgen des 7. Oktobers, er wirft auch einen Blick auf die gespaltene israelische Gesellschaft. Für Martin ist das Buch weit mehr als eine "gebündelte Nachrichtenchronik und Terroranalyse", er entnimmt dem Buch etwa, dass auch palästinensische Zivilisten an dem Massaker beteiligt waren. Überhaupt hilft das Buch gegen Konfusionen und klärt auf über russische und iranische Masterminds hinter den Anschlägen, versichert Martin, und es ist dramatisch ohne zu dramatisieren. Leshem erzählt von Verantwortung und richtet sich in großer Klarheit nicht zuletzt auch an ein junges, wokes Publikum, meint Martin. Für den Dlf-Kultur-Kritiker Carsten Hueck ist dies das "bislang wichtigste" zum 7.Oktober, nicht nur, weil Leshem stets "präzise und sachlich" bleibt, sondern auch, weil der Autor sowohl vor den Ambitionen der Hamas, als auch vor einem "theokratischen, rassistischen" Staat warnt, zu dem sich Israel entwickeln könnte, wenn nicht ein grundlegender Politikwechsel stattfindet.

Steven Levitsky und Daniel Ziblatt
Die Tyrannei der Minderheit
Warum die amerikanische Demokratie am Abgrund steht und was wir daraus lernen können
Deutsche Verlags-Anstalt. 352 Seiten. 26 Euro

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Mit ihrem Buch "Wie Demokratien sterben" sorgten die Harvard-Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt nach der Wahl Trumps für Aufsehen. Nun droht eine erneute Präsidentschaft Trumps. Die beiden Autoren analysieren, wie es dazu kommen konnte und was zu tun ist: Die amerikanische Verfassung muss reformiert werden, fordern sie, denn sie begünstigt demokratiefeindliche Kräfte, auch wenn diese in der Minderheit sind. Die USA, so Ziblatt im Interview mit der ARD-Sendung Titel Thesen Temperamente, ist "die einzige Präsidialdemokratie in der Welt, wo es möglich ist, Präsident zu werden, obwohl man die Wahl verloren hat. Und das ist - genau gesagt nur die Spitze des Eisbergs". Tatsächlich lässt diese kluge Analyse kaum Raum für Illusionen, stellt Martin Tschechne im Dlf fest. Ihm wird deutlich vor Augen geführt, woran die amerikanische Politik krankt: da ist die ungleiche Verteilung von Sitzen im Senat, die Diskriminierung ganzer Bevölkerungsgruppen bei der Wahl und oberste Richter, die auf Lebenszeit im Amt bleiben können. Tschechne begrüßt, dass die Autoren auf Polemik gänzlich verzichten - sie ist auch nicht nötig, denn Empörung stellt sich beim Rezensenten angesichts dieser schonungslosen Analyse auch so ein. Auch Matthias Kolb ist sich in der SZ sicher, dass dieses Buch aufrütteln wird.

Onur Erdur
Schule des Südens
Die kolonialen Wurzeln der französischen Theorie
Matthes und Seitz Berlin. 335 Seiten. 28 Euro

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Michel Foucault, Pierre Bourdieu, Hélène Cixous und Jaques Derrida - das sind nur einige der großen Namen einer Denkschule, die als "französische Theorie" in die Philosophiegeschichte eingegangen ist. Onur Erdur kann für sich beanspruchen der Erste zu sein, der sich einem bis heute vernachlässigten Aspekt dieser Bewegung widmet, wie Wolf Lepennies in der Welt verkündet, nämlich dem kolonialen Hintergrund ihrer Erfinder. Denn, so schreibt Erdur in seinem Buch, wichtige Ideen des Poststrukturalismus entstanden eben nicht "in den Pariser Bibliotheken", sondern "am Strand von Tunis und in den Straßen Algiers". Lepenies ist begeistert, wie Erdur hier den postkolonialen Hintergrund des Poststrukturalismus aufzeigt: Nicht ohne Ironie schildert der Autor die "Heureka-Momente", die etwa Foucault am Strand von Tunis ereilten. Auch weist Erdur darauf hin, wie die scharfe Kritik am Neokolonialismus Frankreichs, beispielweise von Jean-François Lyotard, viele nicht davon abhielt, sich trotzdem Plätze in den angesehenen Institutionen des Landes ergattern zu wollen, erfährt Lepenies. Fast alle wichtigen Vertreter haben in der ein oder anderen Weise einen Bezug zu den ehemaligen französischen Kolonien, zeigt ihm der Autor: Während zum Beispiel Albert Camus und Jaques Derrida in Algerien, Marguerite Duras in Marokko geboren wurden, hielten sich Bourdieu, Foucault oder auch Francois Lyotard lange im Maghreb auf und entwickelten während dieser Zeit zentrale Ideen für ihre Theorien. Lobend auch die taz.

Chaos Computer Club (Hg.)
Hackbibel 3
Katapult Verlag. 200 Seiten. 28 Euro

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Nach der Hackbibel 1 im Jahr 1985 und der Hackbibel 2 im Jahr 1988, also noch vor der Wende, hat es 36 Jahre gedauert, bis der Chaos Computer Club nun den dritte Band vorlegte. Für den FAZ-Kritiker Günter Hack ist er daher auch historisch interessant: Die Vorgänger legten den Schwerpunkt noch auf konkrete Anleitungen für prospektive Hacker, diesmal jedoch stehen netzpolitische Debatten im Zentrum, auch Fragen wie: Warum es so wenig Frauen unter den Hackern gibt, die einst außen vor blieben, werden inzwischen berücksichtigt. Darüber hinaus wird das Leben von "Nerds in der DDR" thematisiert. Aber auch Konstanten macht der Kritiker aus: Debatten über Hacker-Ethik werden nach wie vor geführt. Die Aufmachung ist inzwischen weitgehend professionell, so Hack weiter, und tatsächlich wird die Frage, ob man sich im als Herausgeber fungierenden Chaos Computer Club nicht inzwischen ein bisschen zu staatstragend gibt, in einem Text behandelt. Musealisiert sich hier eine Bewegung selbst? Vermutlich ja, so Hack, der von der bunten Mischung des Buchs freilich insgesamt durchaus angetan zu sein scheint. Für die CT bespricht Maik Schmidt den Band - und betont vor allem die ungebrochene Aktualität vieler Themen: Datenschutz, Überwachung und Urheberrecht - alles noch so aktuell wie 1985.

Theresia Enzensberger
Schlafen
Essay
Hanser Berlin. 112 Seiten. 20 Euro

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Ein Thema, das uns alle betrifft, packt Theresia Enzensberger in ihrem Essay an, den der Verlag als "philosophischen Streifzug durch die Nacht" anpreist, während SZ-Kritikerin Christiane Lutz den Text eher als lose Gedankensammlung betrachtet. Wie auch immer: Enzensberger widmet sich dem Schlaf in all seinen Facetten, ergänzt Gedanken zur eigenen Schlaflosigkeit und Selbstversuche im Schlaflabor mit literarischen Verweisen, aber auch Reflexionen über die Rolle des Schlafes in der Leistungsgesellschaft: Schlaf wird nur dann gewürdigt, lernt Lutz von Enzensberger, wenn er Arbeitskraft wiederherstellt, ansonsten wird er herabgewürdigt, auch sprachlich, was sich beispielsweise in Ausdrücken wie "verpennt" zeigt. Auch der Dlf-Kritiker Nico Bleutge liest mit großem Interesse, wie die Autorin den Kapitalismus aufs Korn nimmt. Für ihn ist das Buch einer Feier der Freiheit: Er liest es umso lieber, je mehr sich Enzensberger warm geschrieben hat und den wissenschaftlichen Tonfall ablegt. Als Bettlektüre empfiehlt Paul Jandl den Essay in der NZZ zwar nicht, allerhand Erhellendes über das Unheimliche des Schlafs, die Revolte des Aufwachens und die politischen Implikationen nimmt er aber in jedem Fall mit. In der gleichen Reihe des Hanser-Verlags schreibt Elke Heidenreich über das Altern (bestellen): "Im Kern menschenfreundlich", nennt SZ-Kritiker Alexander Menden Heidenreichs Band.
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