Es kursieren Vorwürfe gegen
Fotografen aus Gaza, die gewissermaßen ins Mordgeschehen eingebettet gewesen und deren Fotos von Medien wie
CNN,
New York Times und
Reuters übernommen worden seien.
Aufgeworfen wurden die Vorwürfe von dem proisraelischen Magazin
Honest Reporting. Die Medien weisen die Vorwürfe zurück, auch wenn einer der Fotografen bei Twitter zu sehen ist, wie er von
Yahya Sinwar, dem Organisator der Pogrome, einen Bruderkuss erhält. "Im Falle von Hassan Eslaiah, dem ehemaligen
CNN-Zulieferer auf dem Selfie mit dem Hamas-Chef, gehen die Vorwürfe jedoch weiter", schreibt Moritz Baumstieger in der
SZ: "Mit einem von ihm gefilmten Video soll er dokumentiert haben, wie er auf dem Soziussitz eines Motorrads von Gaza aus hinein nach Israel fährt -
mit einer Handgranate in der Hand." In der
FAZ greift Michael Hanfeld die Geschichte auf.
Am 9. November - ausgerechnet! - protestierten 150 Kunstschaffende, darunter
Nan Goldin und
Eileen Myles, in der Lobby der
New York Times in Manhattan gegen die ihrer Meinung nach zu
israelfreundliche (sic) Berichterstattung der Zeitung,
berichten Maya Pontone und Rhea Nayyar in
Hyperallergic. "Die Demonstranten des Writers' Bloc stürmten am Ende des Arbeitstages die Lobby der Zeitung. Als Anspielung auf die Aids-Koalition 'Act up' und deren Ableger 'Gran Fury' verteilte die Gruppe etwa 4.000 individuell bedruckte Flugblätter mit dem Titel '
The New York Crimes' und den Schlagzeilen 'Ceasefire Now!' und 'We Killed Our Colleagues'. Auf jedem Blatt standen über 2.600 Namen von palästinensischen Zivilisten und 35 Journalisten, die im vergangenen Monat durch die israelische Bombardierung des Gazastreifens getötet wurden. Die Mitglieder der Gruppe schwenkten nachgemachte Zeitungen, Transparente und palästinensische Flaggen und
lasen die Namen der vierzehn Mitglieder der
Times-Redaktion laut vor, wobei sie '
New York Times: Blood on Your Hands' (Blut an euren Händen) im Gleichklang zwischen den einzelnen Namen. Danach begannen die Demonstranten, die Namen der Journalisten und Zivilisten zu rezitieren, die in dem Blatt genannt wurden, beginnend mit den jüngsten Opfern." Die Namen der von der Hamas getöteten Israelis wurden offenbar nicht genannt.