Russland hat die Krise im Griff, während
Deutschland und andere Staaten, Frankreich oder Israel etwa, zu "dystopischen" und "
repressiven"
Maßnahmen greifen - so lauten die Meldungen, die Russland über
RT Deutsch und
Sputnik verbreiten lässt,
berichtet die Osteuropa-Historikerin
Susanne Spahn im
Tagesspiegel: "In Deutschland will die russische Führung ihren Einfluss ausdehnen.
RT Deutsch hat aktuell bei Facebook 469000 Abonnenten,
Sputnik 238000. RT Deutsch hat damit das deutsche Portal der
Deutschen Welle mit 450000 Abonnenten überholt. Doch auch der englisch-, spanisch- und arabischsprachige Dienst von
RT wird in Deutschland konsumiert.
RT international in englischer Sprache ist bei fast jedem Kabel-Anbieter im Paket. Neben Deutschland gehört die EU zu den Lieblingszielen der
Kreml-
Sprachrohre RT und
Sputnik."
Apropos repressive Maßnahmen: Auch die Redaktion des liberalen russischen Wirtschaftsmagazins
Wedomosti kämpft um ihre
Unabhängigkeit, seit sie von dem
kremlfreundlichen Chefredakteur
Andrej Schmarow geleitet wird, meldet Clara Lipkowski in der
SZ: "Er habe mündlich
mit Kündigung gedroht, sollten Autoren
Meinungsumfragen zitieren, die das angesehene unabhängige russische Forschungsinstitut Lewada herausgibt, sagt Bolezkaja. Wer negativ über die Verfassungsreform von Präsident Wladimir Putin berichtet, dem drohe ebenfalls der Rauswurf. Der Online-Zeitung
Meduza zufolge, soll Schmarow auf
Anordnung der Präsidialverwaltung handeln."
Außerdem: In der
FAZ erklärt Michael Hanfeld, warum er fürchtet, dass die EU den deutschen
Medienstaatsvertrag kippt.