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Ernst von Lasaulx

Peter Ernst von Lasaulx, Philosoph und Philologe, geboren 1805 in Koblenz, studierte ab 1824 in Bonn Altphilologie. Zu seinen akademischen Lehrern zählten darüber hinaus Schlegel, Niebuhr, Görres und Schelling. 1844 wurde Lasaulx ordentlicher Professor in München, im Verlauf der Lola-Montez-Affäre 1847 in den Ruhestand versetzt, im März 1849 aber wieder reaktiviert. Vom Mai 1848 bis zum Mai 1849 gehörte er als Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung an. Er schloss sich dem rechtsstehenden Klub "Steinernes Haus" an, der die Stärkung von Monarchie und Christentum vertrat. Lasaulx geriet durch seine unorthodoxen religionsphilosophischen Lehren in Widerspruch zur offiziellen Lehrmeinung der katholischen Kirche. Diese lehnte seine Ideen wegen angeblich "gnostischer" Tendenzen ab und setzte die letzten Werke nach seinem Tod im Jahr 1861 auf den Index. Lasaulx bald in Vergessenheit und wurde erst im 20. Jahrhundert, vor allem durch Jacob Burckhardt, wieder entdeckt.
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