Buchautor
Jakob Tuggener
Jakob Tuggener, geboren 1904 in Zürich, gestorben 1988 ebenda, war ein Schweizer Fotograf, Filmemacher und Maler. Er machte eine Lehre als Maschinenzeichner in Zürich. 1930/1931 studierte er in Berlin an der Reimann-Schule, der damals größten privaten Kunst- und Kunstgewerbeschule Deutschlands, Grafik, Typografie, Zeichnen, Schaufenstergestaltung und Film- Zu den großen Themen seines fotografischen Werks - die Arbeit in der Fabrik, das einfache Landleben und glanzvolle Feste der besseren Gesellschaft - komponierte Tuggener druckfertige Buchmaquetten, doch allein für Fabrik fand sich ein Verleger. Tuggener wurde von Otto Steinert (Ausstellungen "subjektive fotografie" 1951/53) sowie - vermittelt durch Robert Frank - von Edward Steichen (Ausstellungen "Post-War European Photography" und "Family of Man" 1953/55) präsentiert. 1974 widmete ihm das Zürcher Helmhaus eine große Retrospektive. Tuggener hinterließ ein immenses, praktisch unberührtes Lebenswerk: über 60 Buchmaquetten, Tausende von Ausstellungsfotografien und Arbeitsabzügen, Hunderte von Farbdiapositiven, Zeichnungen, Aquarellen, Ölbildern und über zwanzig Stummfilme.