Leben wir mit dem Kapitalismus in der besten aller Welten? Dass Jean Ziegler dieser Ansicht entschieden widerspricht, wissen seine Leser. Jetzt erklärt er seiner Enkeltochter Zohra und ihrer Generation, welchen unmenschlichen Preis wir für dieses System zahlen, warum es "radikal zerstört" werden muss und mit dem weltweiten Erstarken der Zivilgesellschaft eine neue Antwort der Geschichte heraufzieht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.05.2019
So richtig ernst scheint Robert Probst das neue Buch des Schweizer Soziologen und bekannten Globalisierungskritikers Jean Ziegler nicht nehmen zu können. Was auch daran liegen mag, dass das Buch in dialogischer Form verfasst ist und auf Fragen von Zieglers Enkelkindern zurückgeht, sich also an eine jüngere Generation wendet und entsprechend stark vereinfachte Analysen und Vorschläge beinhaltet. "Oligarchen die Arme brechen" hält der Rezensent nicht unbedingt für eine erfolgversprechende Strategie gegen ökonomische Fehlentwicklungen. Gewisse Zweifel hat Probst auch hinsichtlich der Aktualität von Zieglers Ökonomieverständnis, die globale Großmacht China scheint darin jedenfalls keine Rolle zu spielen. Letztlich handelt es sich um einen "Aufruf zur gewaltsamen Revolution" ohne die geringste Vorstellung davon, wie es anschließend weitergehen solle, stellt der Rezensent fest.
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