
Der Kabarettist
Beppe Grillo benutzt das Internet erfolgreich als Bühne für seine Version der Außerparlamentarischen Opposition. Auf seinem
Blog hatte er zum
Leck-mich-Tag und virtuellen Demonstration gegen vorbestrafte Politiker aufgerufen. Der Protest schwappte auf die Straße über, es gab Märsche in mehreren Städten. Nun wollen die "Grillini" mit Bürgerlisten sogar an den Kommunalwahlen teilnehmen, die etablierten Parteien sind zunehmend beunruhigt. Im Aufmacher
untersucht Alessandro Gilioli die
demokratischen Qualitäten des Netzes und Grillos Pläne damit. "Vereinfacht gesagt betrachtet er das Internet als einziges Informationsmittel der Zukunft ('
Ihr Journalisten seid alle tot!') und kündigt an, seine zukünftigen Schlachten vor allem auf dem Terrain der Massenmedien zu schlagen. (...) 'Wenn Du im Netz Märchen auftischst, dann bekommst Du nach 24 Stunden zweitausend Kommentare, die Dich als Lump bezichtigen', meint Grillo. 'Das kann man nicht vertuschen, und das ist Demokratie. Wenn man sich dagegen im Fernsehen oder den Zeitungen äußert, gibt es keinen Widerspruch. Im Web schon.'"
Die guten Zeiten in
China sind vorbei, jetzt beginnen die Probleme,
prophezeit der
Politikwissenschaftler Minxin Pei vom Carnegie Endowment for International Peace. Die Umwelt wird immer giftiger, und auch die Wirtschaft schwächelt. "Mit einem
Kurs-Gewinn-Verhältnis von 60 sind die chinesischen Aktien die teuersten der Welt. Ein
spektakulärer Crash, wie er von vielen für den Herbst 2008 prophezeit wird (nach den Olympischen Spielen in Peking), wird die Ersparnisse von Dutzenden Millionen Kleinanleger vernichten, Bürger der städtischen Mittelschicht, deren Unterstützung von existenzieller Bedeutung ist für die Partei. Wenn der Markt zusammenbricht, werden die
chinesischen Kleinanleger mit dem Finger Richtung Peking zeigen. Die Proteste werden Millionen von Menschen umfassen, sie könnten sehr schnell ausarten und
Unruhen in allen Städten hervorrufen, die sich schließlich auf die ganze Nation ausbreiten."