
Schlimme Zeiten fürs Zeitungs-Geschäft, wenn nun schon
Rupert Murdoch als Hoffnungsträger erscheint,
meint Eric Alterman. Der nun wohl tatsächlich erfolgende Verkauf des
Wall Street Journal-Eigners
Dow Jones an Murdoch verheißt aus seiner Perspektive deshalb wirklich nichts Gutes: "Das Magazin
New Republic argumentiert, dass Murdochs Übernahme von
Dow Jones in einem 'entscheidenden Moment für Liberale' geschieht, 'die endlich ihre maßlose Feindseligkeit aufgeben und einen Kreuzzug für die Zeitungen beginnen sollten'. Es ist allerdings von den Liberalen recht viel verlangt, einen 'Kreuzzug' für ein Unternehmen zu beginnen, dessen Meinungsseiten sie in der Regel als
Feiglinge, Verräter und Verbrecher beschimpfen. Liberale täten nichts lieber, als für die Sache der Medien zu kämpfen, wenn es um die Aufdeckung von Korruption und Mut gegenüber den Mächtigen ginge. Dafür bräuchten wir freilich Meiden, die diese Verantwortung ernst nehmen. Nach allem, was
Murdochs Medien beim Whitewater-Skandal, bei Clintons Impeachment-Verfahren, der 2000er Wahl, Florida und fast jeder größeren Bush-Unternehmung geleistet haben, kommen sie dafür kaum in Frage.