Medienticker - Archiv

Buch+Blattmacher-News

1341 Presseschau-Absätze - Seite 67 von 135

Medienticker vom 24.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Donnerstag

Medienauslese
Echo-Kammern, Konjunktive, 1 Life
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Lüge (infosperber)
2. Chefredakteur für Facebook? (welt)
3. Justizberichterstattung (fachjournalist)
4. Der Kampf gegen Fakenews (wdr)
5. AfD umgeht kritische Nachfragen (ndr)
6. 1 Life? (vice)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Brutal gewordene Realität
24.11.2016. Die FR staunt über englische Pop-Art in Wolfsburg: England damals ganz vorn. Die Welt ist heute von der Künstlerin Isa Genzken gestaltet, samt Totenkopf-Ring. In der NZZ beschreibt der Dichter und Theologe Christian Lehnert das religiöse Untergrundgeräusch der Poesie. Die FAZ berichtet vom Musikfestival Wien Modern. Die Filmkritiker streiten über den sozialkämpferische Furor in Ken Loachs "Ich, Daniel Blake".

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Dass alle Angst hatten, nur Einzelne nicht
24.11.2016. Sollte Hillary Clinton nachzählen lassen? Nach bloßer Stimmenzahl führt sie inzwischen mit 1,5 Prozent, hat die New York Times herausgefunden. Tanja Maljartschuk erinnert in Zeit online an Ukrainer, die nach der Annexion der Krim nach wie vor in russischen Gefängnissen sitzen und zum Teil schwer gefoltert werden. In der SZ schlägt der Anwalt Joachim Kersten vor, dass die Verlage aus der Künstlersozialkasse aussteigen - wenn sie schon nichts von der VG Wort kriegen. In der Zeit gibt  Peter Sloterdijk dem President-elect bestenfalls zwei Jahre - bis dahin wird er wohl ohnehin erschossen.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 24. November 2016

+ Bücherschau
Funkelndes Reich der Ambivalenz
23.11.2016. Die SZ erfreut sich an einem farbenprächtigen Band über "The Houses and monuments of Pompeii". In der NZZ lässt sich Nico Bleutge von Brigitte Kronauers "Scheik von Aachen" verführen. Die FAZ wittert verborgene Skandalgeschichten in einem verdienstvollen Bildband über deutsche Künstler im Exil.
Kartografierung der Wirklichkeit
23.11.2016.
Frisch für Sie zusammengestellt, liebe Leser: die aktuellsten, besten und umstrittensten Bücher in diesem Herbst warten auf Ihre Entdeckung: Romane von Mantel bis Braslavsky. Krimis von Südafrika bis Berlin. Lyrik. Hörbücher. Historisches. Politische Literatur! Und Sie können sie alle über den Perlentaucher bestellen.


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+ Literatur im Hörfunk


+ Kulturnews
(dra-audio) - 24. November 2016

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Medienticker vom 23.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Medienauslese
Hassliebe, Jammerverein, Showgipfel
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Trump und die Medien (sz)
2. #FakeNews jetzt auch im Feuilleton? (wolfgangmichal)
3. Rübenziehen (faz)
4. Lügen für Trump (tagesanzeiger)
5. Leeren Hallen (taz)
6. Deutsche Podcast-Serien (marckrueger)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Ja, die gute alte Fiktion
23.11.2016. Die NZZ porträtiert den neuen Bühnenstar, die Schauspielerin Stefanie Reinsperger. Wie sie Künstler in aller Welt mit dem Atombombenabwurf auf Japan auseinandersetzten, lernt das Art Magazin in einer Münchner Ausstellung. Die FAZ besucht die nach 225 Jahren endlich fertig gestellte neue Nationalkirche Polens, den "Tempel der Göttlichen Vorsehung". In der NZZ denkt Kathrin Röggla über Literatur in der postfaktischen Gesellschaft nach. Die SZ unterhält sich mit dem Kulturwissenschaftler James Hamilton über schwarze und weiße Musik.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Dethematisierung, ja Verachtung
23.11.2016.
Die türkischen Intellektuellen sind eingeschüchtert, schreibt Ilija Trojanow nach seiner Rückkehr von der Istanbuler Buchmesse in der taz. Politico.eu überlegt, wie die EU dem  Kaczynski-Regime Einhalt gebieten kann. Facebook macht bei Zensurtechniken Fortschritte, berichtet die New York Times. Die Diskussion um die VG-Wort-Entscheidung des BGH geht weiter. Verlegerin Susanne Schüssler schildert in der taz die Probleme der Verlage, Autorin Nina George reicht ihr Geld gleich weiter. Wolfgang Michal rät in diesem Kontext zu Fact Checking. Und, ach ja: Donald Trump. Er hat der New York Times ein erstes stubenreines Interview gegeben.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 23. November 2016

Übernahme
Print-Deal im Süden
(mee) - Passauer Neue Presse übernimmt Donaukurier aus Ingolstadt

Auszeichnung
Geschwister-Scholl-Preis für  Garance Le Caisne
(bb) - Für ihr Buch "Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie" (C.H. Beck) ist Garance Le Caisne am Montag in München mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet worden. Der Festakt war auch eine Anklage - derjenigen, die in Syrien Krieg führen und derjenigen, die dabei zuschauen.

Comic
"Glückskind" von Flix Milou sammelt ihre Kraft
(faz) - Ein Vater, ein Kind, ein Waschbär: Jede Woche zeichnet Flix eine neue "Glückskind"-Folge. Diesmal staunt Josie über Katzenkraft, die Eichhörnchenjagd und große Ziele.

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+ Literatur im Hörfunk
Donald Ray Pollock
"Die himmlische Tafel"

(dra) -  Sie sind männlich, weiß, hinterwäldlerisch - "Die himmlische Pforte" sei ein gleichermaßen brutaler wie komischer Roman, meint unser Literaturkritiker Gerrit Bartels. Der amerikanische Autor Donald Ray Pollock skizziere in seinem Buch Figuren, die an die Wähler von Donald Trump erinnerten - doch der Roman spielt in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 23. November 2016

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Medienticker vom 22.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Medienauslese
Hassliste, Fake-News, Schwärzungen
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Volksverhetzung (motherboard)
2. Fake News (ndr)
3. Krautreporter (dwdl)
4. Kronen Zeitung (vicer)
5. Mobile (br24)
6. Faktencheck (uebermedien)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Vergangenheit von morgen
22.11.2016. Krach in der Volksbühne: Soll Chris Dercon aus dem Amt gemobbt werden, bevor er auch nur angetreten ist? Und wer bezahlt die 5-8 Millionen teure Abfindung, fragt die Berliner Zeitung. Krach an den Münchner Kammerspielen: Matthias Lilienthal stellt sich seiner Kritikerin Christine Dössel von der SZ. Epd-Film porträtiert den kanadischen Filmemacher Denis Villeneuve als Philosophen. Die SZ besucht das umgebaute London Design Museum. Die Spex hört French House mit epischen Motown-Chören.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
An diesem Punkt wird etwas brechen
22.11.2016. Zwei Propheten hatten es vorher gewusst, haben SZ und New York Times herausgefunden: Ralf Dahrendorf und Richard Rorty (dessen Zitat von 1998 klingt, als sei es gestern geschrieben).  Die Alt Right-Bewegung versammelt sich unterdessen in Washington und  ruft "Heil Trump, Heil Sieg", berichtet der Atlantic. Die NZZ wundert sich über die neue Verklärung der Nationen. Die Katholische Kirche entschuldigt sich laut taz für ihren Anteil am Genozid in Ruanda. Und Großbritannien erlässt laut Netzpolitik das schärfste Überwachungsgesetz aller Demokratien.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 22. November 2016

Verbot des Salafisten-Vereins
"Die wahre Religion"Was tun mit 20.000 Koranen?
(dra) - Was soll mit den 20.000 Koran-Ausgaben passieren, die beim Verbot des Salafisten-Vereins "Die wahre Religion" beschlagnahmt wurden? Der Islamwissenschaftler Mathias Rohe rät, gemeinsam mit islamischen Organisationen eine Lösung zu finden. Auf keinen Fall dürften die Bücher vernichtet werden.

+ Literatur-Kritik online
Frankfurter Anthologie
Wolf Biermann: "Berlin, du deutsche deutsche Frau"
(faz) - Die Balladendichtung ist heute so gut wie tot. Einer ihrer letzten, besten und wirkungsvollsten Vertreter ist Wolf Biermann, der am kommenden Dienstag quicklebendig achtzig Jahre alt wird. Von Durs Grünbein

Bremer Literaturpreis 2017
geht an Terézia Mora
(sz) - Ausgezeichnet werde die 1971 geborene Schriftstellerin, die zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren zähle, für den Erzählband "Die Liebe unter Aliens", teilte der Bremer Senat am Sonntag mit. Darin falte sie "mit Nüchternheit und Nachdruck gleichermaßen das Innenleben ihrer Figuren zu Panoramen der Seele" aus, begründete die Jury.

Programmatic Advertising
Wenn Werbung Wunder verspricht
(kress) - haben Medien ein Problem

Bücherschau
Übung in freiem Denken
21.11.2016. Ganz hingerissen ist die FAZ vom neuen "Professor-Astrokatz"-Band, der über die Physik noch fröhlicher und freundlicher erzählt als über das All. Sehr raffiniert findet sie auch Cornelia Funkes neuen "Drachenreiter"-Roman "Die Feder eines Greif". Nicht nur Kurzsichtigen empfiehlt die SZ Javier Marias' Erzählungen "Keine Liebe mehr", in denen sie der Ästhetik des Vagen gehuldigt sieht. Außerdem gehört ihrer Ansicht nach der Fischer Weltalmanach noch immer in jedes Bücherregal. Die taz liest Najem Walis Essay "Im Kopf des Terrors"

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+ Literatur im Hörfunk
Die verschlossene Welt der Kardinäle
Robert Harris: "Konklave"
(dra) - Finten, Mühen und Intrigen: Robert Harris schildert in "Konklave" die verschlossene Welt der Kardinäle während der Wahl eines neuen Papstes. Ein fesselnder Thriller des britischen Bestseller-Autors über katholische Kirchenpolitik im Zeitalter der Globalisierung.

Klaus Kordon

"Ich habe im Knast mächtig geschrieben, aber nur im Kopf"
(dra) - Vor allem seine historischen Abenteuerbücher machten den Kinder- und Jugendbuch-Autor Klaus Kordon bekannt. Wir sprechen mit dem den heute 73-Jährigen, vielfach preisgekrönten Autor über seine Kindheit zwischen Kriegstrümmern und warum er seine Romane mit der Hand schreibt.

Ein Best-of hinreißender Städteporträts
Miroslav Sasek: "Rund um die Welt"
(dra) - Die Städtezeichnungen von Miroslav Sasek sind heute noch Vorbilder für Layouts von Bilderbüchern. Zum 100. Geburtstag des Illustrators veröffentlicht der Kunstmann-Verlag mit "Rund um die Welt" ein Best-of seiner gezeichneten Reiseführer. Unsere Rezensentin ist begeistert von seiner Bildsprache und seinem Humor.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 22. November 2016

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Medienticker vom 21.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Medienauslese
Presserat, Breitbart Germany, Angezündet
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Presserat (sz)
2. Social Media & Journalismus (medium)
3. Breitbart (rbb)
4. Zeitungsleser (taz)
5. Millionen Klicks (tagesanzeiger)
6. Verbrennen (cms)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Ich kann höher
21.11.2016.
Das hohe C ist gar kein Problem, versichert Tenor Juan Diego Floréz in der Welt. Die NZZ erlebt den Pianisten Grigory Sokolow in Luzern als Meister der Anschlagfarben. In Angela Schanelecs neuem Film "Der traumhafte Weg" sind sogar die Berliner Busfahrer nett, staunt critic.de. Und Herausgeber Walter Fanta stellt im Gespräch mit dem Standard die neue Musil-Ausgabe und das Musil-Internetportal vor.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Katholisch und römisch und wohlanständig
21.11.2016. Tag 1 nach der Bekanntgabe von Angela Merkels vierter Kanzlerkandidatur: Sie wird's wohl bleiben, meint die taz. Rot-Rot-Grün ist nach Trump unmöglich geworden. Le Monde sagt uns, wer François Fillon ist: ein Putin-Freund mit drastischen Programmen. In der NZZ erklärt Mark Lilla den Unterschied zwischen Reaktionären und Konservativen. Im Tagesspiegel erklärt Trump-Biograf David Cay Johnston, warum  Donald Trump nicht nur seinen Musiklehrer nicht verprügelte und dies um so mehr gegen ihn spricht.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 21. November 2016

Ort des Protests
Reportage von der Buchmesse in Istanbul
(bb) - Verlage und Autoren in der Türkei geraten zunehmend in Bedrängnis. Einer der wenigen Freiräume für kritische Diskussionen ist die Buchmesse in Istanbul. Mit dem Gemeinschaftsstand und Aktionen in der Stadt setzt die deutsche Buchbranche ein starkes Zeichen der Solidarität. Eine Reportage aus Istanbul.
Meine Türkei / Istanbul Book Fair
Fragen auf der Buchmesse Istanbul
(zeit) - Eine Kolumne von Can Dündar

VDZ
Nach Austritt von Gruner + Jahr & Co.
(mee) - VDZ drohen finanzielle Einschnitte

"Böse Bücher"
Gegenkanon der Ratlosigkeit
(dra) - Um "Böse Bücher" dreht sich eine Ringvorlesung an der Universität Basel. Einer ihrer Initiatoren, der Medienwissenschaftler Markus Krajewski, will damit vor allem Bücher behandeln, die den Leser moralisch ratlos machen und zum Nachdenken anregen.

Content Marketing

Verlags-Business der Zukunft. Leider ohne Verlage
(mee) - Die Fachverlagsgruppe Ebner aus Ulm verlegt nicht nur Zeitschriften wie Chronos, Feuerwehr Magazin, Gitarre & Bass oder Naturstein - man macht sich dort auch viele Gedanken über die Zukunft der Medienwelt. Für MEEDIA haben die Ebner-Vorstände in einem Text dargelegt, was für sie die großen Herausforderungen des digitalen und mobilen Wandels sind. Und was es für Lösungsansätze geben kann.

"Ich bin nur ein Zeitungsleser"
Türkische "Zaman" in Deutschland
(taz) - Seit 20 Jahren ist Şuayip Ileri Abonnent von "Zaman". Ende November erscheint die letzte Ausgabe der Zeitung, die ihn sein Leben lang begleitet hat.

+ Literatur-Kritik online
Martin von Arndt

"Rattenlinien"
(bgl)  - Spannende Zeitreise in die Nachkriegszeit

+ Neues auf faustkultur.de
Zum 100. Todestag
Der schreibende Abenteurer Jack London
(fk) - Als Abenteurer und Schriftsteller hat er (1876-1916) einen besonderen Platz in der amerikanischen Literaturgeschichte. In seinem kurzen, unsteten Leben hat er ein umfangreiches Werk aus Erzählungen, Romanen, Gedichten, Autobiographischem, Stücken, Essays geschaffen - und dabei das amerikanische Wohlstandmythos und die amerikanische Männlichkeitsfantasie bedient. Stefana Sabin spürt seinem Leben und seinem Werk nach.

Bücherschauen
Ordnungen brauchen Störenfriede
18.11.2016. Als Krimi nur mittelspannend, aber als Schmuddelmilieuschilderung grandios findet die taz Franz Doblers "Ein Schlag ins Gesicht". Die FAZ erkundet mit Dieter Thomä die abenteuerliche Geschichte der philosophischen Figur des "Puer Robustus". Die FR ergründet mit Marie-Janine Calic die politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen und Vernetzungen im Südosteuropa der letzten Jahrhunderte. Die SZ verliert sich derweil in Katharina Hagenas ausgeklügeltem Roman "Das Geräusch des Lichts".
Das beiläufige Eigentliche
19.11.2016.
Die Welt lässt sich von dem Lyrikband "all dies hier, Majestät, ist deins" in das poetische Energiefeld des Anthropozäns ziehen. Der Dichter Volker Braun zeigt sich mit seiner "Handbibliothek der Unbehausten" in bester Spätform, versichert die SZ. Die FAZ lernt von Matthias Thöns, wie ausgeliefert der Mensch am Ende seines Lebens den Medizinern ist. Die FR verliebt sich in Anna Weidenholzers Rentner Karl.

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+ Literatur im Hörfunk
Zum 100. Todestag
Jack London und seine deutschen Übersetzungen
(dra) - Der Erfolg von Jack Londons Büchern in Deutschland ließ lange auf sich warten, weil sich die Verlage nicht für den US-Schriftsteller interessierten. "Bei neun von zehn Anfragen, die mögliche Übersetzungen meiner Bücher betreffen, höre ich nach einer ersten Antwort von dem angeblichen Interessenten nie wieder etwas", schrieb der Autor in einem Brief vom Januar 1910.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 21. November 2016

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Medienticker vom 18.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Freitag

Medienauslese
Putin-Tours, Breitbart, Postfaktisches
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Einladung nach Moskau (aargauerzeitung)
2. Trump-Pravda (medienwoche)
3. Missstände (taz)
4. Gespaltene Medienwelt (carta)
5. Gefühlte Wahrheiten (zeit)
6. Gefahr für Geiseln (ndr)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Die Grenzen des Schmerzes
18.11.2016.
Die SZ bejubelt die Rettung der Thomas-Mann-Villa in Los Angeles durch die Bundesregierung. James Lee Burke erklärt im Tagesspiegel: Donald Trump ist nun das Problem der Republikaner. Die Jungle World überlegt, wie Barack Obamas Präsidentschaft den Rock'n'Roll verändert hat. In der Zeit erklärt Marina Abramović, dass sie von östlichen Männern und nicht von westlichen Teenagerinnen inspiriert wurde. Und alle orakeln, was ein Kultursenator Klaus Lederer für die Zukunft der Volksbühne bedeuten könnte.
Kosmische Absaugemaschine
19.11.2016. Das Art Magazin besucht Begierde weckende Liebesnester in Barcelona. Die Berliner Zeitung fordert Neuverhandlungen für die Castorf-Nachfolge, der Tagesspiegel dagegen meint: Verträge muss man halten. Die Zeit begleitet die Dresdner Sinfoniker nach Armenien. Die SZ erliegt dem coolen Afrozentrismus der HipHop-Helden von A Tribe Called Quest. Der Guardian staunt über die postfaktische Kunstwelt, die ungerührt mutmaßliche van Gogh Fakes publiziert.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Weltkanzlerin
18.11.2016.
Die Wahlen in Amerika überschatten immer noch alle anderen Diskussionen. Im Moment wird allerdings weniger über Trump als über Facebook debattiert: Die New York Times zeigt, wie Desinformationen auf Facebook etwa die mörderische Drogenpolitik in den Philippinen unterstützen. Bei Carta fordert der Medienprofessor Wolfgang Hagen eine Ausdehnung der öffentlich-rechtlichen Anstalten ins Netz, um eine ausgewogene Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten. FAZ und SZ berichten über die deprimierende Lage in der Türkei.
Dunkelheit ist gut
19.11.2016.
Ein Arbeiterjunge mit Klassenbewusstsein, der sein Geld mit der Serie "Seinfeld" machte - Michael Wolff porträtiert für den Hollywood Reporter den Trump-Ideologen Steve Bannon und lässt sich von ihm erzählen, was "Macht" ist. Linke Identitätsideologie hat die Demokraten in den Abgrund geführt, schreibt Mark Lilla in der New York Times. In der FAZ bringt Gunnar Heinsohn deprimierende Zahlen über die USA. Die OSZE übt laut Buzzfeed scharfe Kritik an einem britischen Gesetz, das die Pressefreiheit einschränkt. Demokratien brauchen Eliten, insistiert die NZZ.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 21. November 2016

Nachruf
Werner Holzer ist tot
(mee) - Langjähriger Chefredakteur der Frankfurter Rundschau ...

FAZ Quarterly
Modestrecken & Hochglanzfotos
(faz) -  In dieser Woche erscheint das neue Frankfurter
Allgemeine Quarterly: eine Zeitschrift, wie es sie noch nicht gab: Mit Modestrecken und Hochglanzfotos; ein schickes, bunt bebildertes Heft, in dem man aber ernste, anspruchsvolle Essays lesen kann, lange Reportagen, Dossiers, die sich über mehr als dreißig Seiten erstrecken.

+ Literatur-Kritik online
Willkommenes Heilsangebot
Lutz Bergers "Entstehung des Islam"
(faz) - "Der eine Gott" wurde in Mekka bereits vor Mohammed verehrt, die Lehren lagen gleichsam in der Luft: Der Wissenschaftler Lutz Berger untersucht, wie der Islam entstanden ist.

+ Martin von Arndt

"Rattenlinien"
(bgl)  - Spannende Zeitreise in die Nachkriegszeit

+ Bücherschauen
Von wegen liberales Weichei!
17.11.2016.
Die FR amüsiert sich mit Anne Tylers "störrischer Braut". Die NZZ empfiehlt wärmstens die neuen Gedichte von Volker Braun. Die SZ feiert einen bilderreichen "Kosmos großer Entdecker". Und die Zeit entdeckt mit den Briefen des Theologen und Kulturphilosophen Ernst Troeltsch sowie Wolfgang Neugebauers Biografie des Berliner Historikers Otto Hintze, dass Max Weber nicht der einzige brillante Kopf seiner Zeit war.
Ordnungen brauchen Störenfriede
18.11.2016. Als Krimi nur mittelspannend, aber als Schmuddelmilieuschilderung grandios findet die taz Franz Doblers "Ein Schlag ins Gesicht". Die FAZ erkundet mit Dieter Thomä die abenteuerliche Geschichte der philosophischen Figur des "Puer Robustus". Die FR ergründet mit Marie-Janine Calic die politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen und Vernetzungen im Südosteuropa der letzten Jahrhunderte. Die SZ verliert sich derweil in Katharina Hagenas ausgeklügeltem Roman "Das Geräusch des Lichts".
Das beiläufige Eigentliche
19.11.2016.
Die Welt lässt sich von dem Lyrikband "all dies hier, Majestät, ist deins" in das poetische Energiefeld des Anthropozäns ziehen. Der Dichter Volker Braun zeigt sich mit seiner "Handbibliothek der Unbehausten" in bester Spätform, versichert die SZ. Die FAZ lernt von Matthias Thöns, wie ausgeliefert der Mensch am Ende seines Lebens den Medizinern ist. Die FR verliebt sich in Anna Weidenholzers Rentner Karl.

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+ Literatur im Hörfunk
Ein Sherlock Holmes der Neuzeit
Mark Beneckes "Mumien in Palermo"

(dra) - Mark Benecke ist der vielleicht bekannteste Forensiker Deutschlands. Seine Methode, mit Hilfe von Insekten Kriminalfälle zu lösen, hat ihm den Spitznamen "Dr. Made" eingebracht. In "Mumien in Palermo" erzählt er von seinen spannendsten Fällen.

P.G. Wodehouse & Butler Jeeves
Der Diener als Ratgeber, Philosoph und Freund
(dra) - Der britische Schriftsteller P.G. Wodehouse hat unzählige Romane und Kurzgeschichten geschrieben, die den Snobismus der britischen Adelsgesellschaft karikieren. Darin hat eigentlich nur einer den Durchblick: der Butler Jeeves. Vor 100 Jahren tauchte er das erste Mal auf.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 18. November 2016

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Medienticker vom 17.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

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Medienauslese
AfD, Hasslawine, Game of Schund
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Journalisten nicht willkommen (djv)
2. Programmatic Advertising (kress)
3. Obama & Manning (reporter-ohne-grenzen)
4. Totficken, Steinigen, Kreuzigen (vice)
5. Ein Urteil gegen Ankara (taz)
6. Game of Thrones (sz)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Stammtisch bürgerlicher Selbstvergewisserung
17.11.2016. Von wegen Pluralismus! Politisches Theater wird nur noch für Gleichgesinnte gemacht, donnert die nachtkritik. Die SZ wandelt begeistert durch das frisch renovierte Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig. Der Tagesspiegel fragt sich, ob Berlins neuer Kultursenator Klaus Lederer von der Linken jetzt in Donald-Trump-Manier Chris Dercon kündigen wird. Ganz zeitgemäß findet der Merkur eine Scheune als Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin. Die Berliner Zeitung schläft ein mit Metallica.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Unvorhersehbare Nebenwirkungen
17.11.2016. Etwas mehr als eine Woche nach der Wahl graut dem New Yorker angesichts der Aufführungen des President-elect vorm Kommenden. Die Debatte um Facebook geht weiter: Buzzfeed behauptet, dass Fake News direkt vor der Wahl mehr geteilt worden seien als seriöse Nachrichten. In der NZZ fragt Ruud Koopmans, wie multikulturell westliche Gesellschaften sein sollen.  FAZ-Autor Paul Ingendaay traf Sprecher der polnischen Opposition, die die Kaczyński-Regierung als Spezialfall im rechtspopulistischen Spektrum sehen.
Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 17. November 2016


+ Literatur-Kritik online




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Medienticker vom 16.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

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(ev) - am heutigen Mittwoch

Medienauslese
Falschmeldungen, Staatsknete, Mario Barth
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Fakten? Fuck (tagesanzeiger)
2. Anklage gegen Dündar(reporter-ohne-grenzen)
3. Facebook-Mitarbeiter (faz)
4. Staatsknete für Qualitätsjournalismus (taz)
5. "Wir schützen nur unsere Bank" (sz)
6. Live vorm Trump-Tower (uebermedien)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Wundersame Klopfzeichen
16.11.2016.
Die SZ erlebt in der Münchner Pinakothek den Architekten Francis Kéré als Großmeister einer existenzieller Kunst. Die NZZ sieht in den Holzschnitten Hans Baldung Griens die ungebremste Kraft künstlerischer Innovation. Die Welt fragt, warum Max Liebermann eigentlich keine weiblichen Akte gemalt hat. Die FAZ erlebt auf dem "Enjoy Jazz" Festival die Troika pianistischer Meisterschaft. Und alle legen sich Jim Jarmuschs Film "Patterson" zu Füßen, der von einem dichtenden Busfahrer erzählt.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Mit Fabeln, Parabeln oder in der Lyrik
16.11.2016.
Der italienische Autor Beppe Severgnini fragt sich in der New York Times, an wen ihn Donald Trump nur erinnert: Ein Siebzigjähriger, der sich mehr Sorgen um sein Haar als über die Weltlage macht? Buzzfeed klärt mit dem Transkript eines längeren Gesprächs von 2014 über die religiösen und politischen Vorstellungen des Trump-Beraters Stephen Shannon auf. Überall wird weiter über den Einfluss von Facebook auf die amerikanischen Wahlen recherchiert und gestritten. Die FAZ feiert sich unterdessen als Nachfolgerin der Frankfurter Zeitung.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 16. November 2016

Vor 150 Jahren
Erste Ausgabe der "Frankfurter Zeitung" erschienen
(dra) - Die "Frankfurter Zeitung", Vorgängerin der "FAZ", war immer ein streitbares Blatt. Ihr Gründer Lepold Sonnemann, ein erbitterter Gegner Bismarcks, machte aus dem einstigen Börsenblatt die große liberale Zeitung Deutschlands. Heute vor 150 Jahren erschien sie zum ersten Mal.

+ Literatur-Kritik online
Fred Dewilde: "Mon Bataclan"
Der Pariser Anschlag als eindringlicher Comic
(dra) - Schüsse, Schreie, klingelnde Handys: In seinem Comic "Mon Bataclan" verarbeitet Fred Dewilde den Pariser Terroranschlag von vor einem Jahr. 90 Menschen starben beim Überfall in dem Konzertsaal, der französische Zeichner hat das Attentat dort überlebt.



Bücherschau
Das Dasein als Einzelkind
15.11.2016.
Die NZZ bewundert, wie Serhij Zhadan mit Poesie und Präzision dem Krieg in der Ukraine trotzt. Die SZ wirft mit Claus Leggewie einen Blick auf die "Anti-Europäer", die den Kontinent inzwischen von allen Seiten umzingeln. Die FAZ liest im Sammelband "Die Flüchtlingsrevolution" erschütternde Reportagen über Krieg, Gewalt, Armut und Entwurzelung. Außerdem fragt sie nach Cristina De Stefanos Oriana-Fallaci-Biografie, warum die Journalistin immer nur berühmt war, aber nie "angesehen".

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+ Literatur im Hörfunk
Mythologische Verführungen

Michael Köhlmeier, Konrad Paul Liessmann:
"Wer hat dir gesagt, dass Du nackt bist, Adam?"

(dra) - Mythen transportieren Wissen, das schon da ist und nur noch ergriffen werden muss. Diesem Projekt widmen sich Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann in ihrem Buch. Aus den tradierten Geschichten entfalten sie menschliche und philosophische Grundfragen. - mehr hier

Die Liebe zum Leben
Hanns-Joseph Ortheil im Gespräch
(dra) - Pläne, Träume, Vorlieben - das alles hat Hanns-Joseph Ortheil aufgeschrieben. Nicht etwa in einem Tagebuch, sondern einem 360-seitigen Buch. Herausgekommen ist ein literarischer Katalog über nichts geringes als die Liebe zum Leben.

Überladener Familienroman
Jonathan Safran Foer: "Hier bin ich"
(dra) - Jonathan Safran Foers "Hier bin ich" möchte ein großes, Grenzen sprengendes Sittenbild sein. Doch als Eheroman ist das Buch zu einseitig, als jüdische Satire zu zahnlos, als Roman über Sex zu prüde, als Dystopie zu unausgegoren.

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(dra-audio) - 16. November 2016

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Medienticker vom 15.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Medienauslese
Planetenschließung, Trump-Fehde, Kinder-Zeitschriften
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Vorübergehend geschlossen (planet)
2. Pöbeln, klagen, drangsalieren (spiegel)
3. Die FPÖ und die blanke Niedertracht (taz)
4. Parallelwelten (tagesanzeiger)
5. Niemand weiß, was jetzt passiert? (perspective)
6. turi2 edition3 (youtube)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Die Hand lügt nicht
15.11.2016.
Nach der Berliner "Hugenotten"-Aufführung in Berlin jubelt die FAZ: Sage noch einer, man könne Meyerbeer nicht mehr aufführen! Auch die Welt ist hingerissen von den Gesangspartien. Der Standard lässt sich im Wiener Belvedere von Hubert Scheibl in die Alchimie des Sehens einführen. Die NZZ lernt in einer Hamburger Ausstellung alles über die Geschmeidigkeit von Schiffsarchitektur. Und Respekt findet auf dem Glatzer Schneeberg einen Weg in die Wolken.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Er hat sich nie im Kreis von Russen besoffen
15.11.2016.
Trump, trumper am trumpesten: In der NZZ beweist Nicholas Taleb, dass man zugleich Finanzmathematiker sein und ressentimentgeladenen Stuss über Intellektuelle verbreiten kann - NZZ-Feuiletonchef René Scheu stimmt ihm auch noch zu. Herfried Münkler sieht das Problem in der Welt dann doch eher bei Trump selbst. Die Debatte um Facebook wird schärfer: Hat Facebook Instrumente zur Neutralisierung von Fake News bewusst nicht eingesetzt?, fragt Gizmodo. Buzzfeed berichtet, das Facebook-Angestellte eine inoffizielle Taskforce aufbauen, um Vorwürfe gegen die Plattform zu prüfen.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 15. November 2016

Auszeichnungen
Marie Luise Kaschnitz-Preis für Michael Köhlmeier
(eva) - Die Evangelische Akademie Tutzing ehrt den 67-jährigen österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmeier mit dem Marie Luise Kaschnitz-Literaturpreis. Die Verleihung des mit 7.500 Euro dotierten Preises findet am 21. Mai 2017 in der Evangelischen Akademie Tutzing statt. Sie ist Höhepunkt einer öffentlichen Wochenend-Tagung (19.-21. Mai 2017), die sich mit dem Werk des Preisträgers befasst. - mehr in der Bücherschau hier
Kranichsteiner Literaturförderpreis 2016
Senthuran Varatharajah setzt sich durch
(bb) - Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene Kranichsteiner Literaturförderpreis geht in diesem Jahr an den 1984 in Jaffna auf Sri Lanka geborenen Senthuran Varatharajah. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde heute Abend im Zuge der Verleihung des Kranichsteiner Literaturpreises an Ulrich Peltzer überreicht.
Deutscher Hörspielpreis
Robert Wilsons "Tower of Babel" ausgezeichnet
(dra) - Bei den diesjährigen ARD-Hörspieltagen wurde das Hörspiel "Tower of Babel" des US-Regisseurs Robert Wilson mit dem Deutschen Hörspielpreis ausgezeichnet. Die Bearbeitung der biblischen Geschichte vom Turmbau zu Babel ist Teil des Bibelprojekts des Hessischen Rundfunks.
Kesten-Preis 2016

PEN unterstützt Can Dündar mit Stipendium
(bb) - Das PEN-Zentrum Deutschland nimmt den türkischen Journalisten Can Dündar ab 2017 in sein Writer-at-Risk-Programm auf und gewährt ihm ein Stipendium.

Schöne Bücher
Originäre Sprache und verschlossene Seiten
(bb) - Es gibt sie noch, die gut gemachten Bücher. Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, stellt auf boersenblatt.net jeden zweiten Sonntag im Monat ein besonders schönes Buch vor. Diesmal: "Faunenschnitt" von Francesca Sanna (starfruit publications).
Coffeetable-Books für Ästheten
(bb) - Das kann kein E-Book: Diese großartigen Bildbände nehmen die Leser mit auf wundersame Reisen durch die Welt.

+ Literatur-Kritik online


Bücherschau
Unversöhnlich zwischen Wut und Idealismus
14.11.2016.
Als Gegengift zu Konformismus, Apathie und Trumpismus empfiehlt SZ Richard Yates' Erzählungen "Eine letzte Liebschaft". In Antony Beevors Geschichte der "Ardennen-Offensive" liest sie noch einmal nach, wie opferreich Briten und Amerikaner einst für Freiheit und Demokratie kämpften. Außerdem ackert sie sich durch den neuesten Band der Marx-Engels-Gesamtausgabe, während sich die FAZ mit Philipp Harms' Lehrbuch in Internationaler Makroökonomie schult.

+ Neues auf faustkultur.de
Es ist ein Wagnis, Vladimir Nabokovs "Lolita"
(fk) - für die Bühne zu bearbeiten. Christopher Rüping legt seiner Inszenierung am Schauspiel Stuttgart nicht den Roman zugrunde, sondern ein von Nabokov selbst verfasstes Drehbuch. Da kommen zusätzliche Probleme hinzu. "Lolita" ist trotzalledem eine lohnenswerte Inszenierung, meint Thomas Rothschild.
In seinem Stück "Vater"

(fk) - widmet sich der französische Boulevardautor Florian Zeller der Altersdemenz. Verglichen mit anderen Dramen über das Altern wirkt Zellers "Vater" platt und unbeleckt von dramaturgischem Raffinement. Das Stuttgarter Publikum spendete dennoch großherzig Applaus, berichtet Thomas Rothschild.


Neues auf




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+ Literatur im Hörfunk
Literaturdebüt
Die Open-Mike-Gewinner 2016
(dra) - Der Freiburger Thilo Dierkes, der Berliner Benjamin Quaderer, die Leipziger Literaturstudentin Sandra Burkhardt und der Berliner Rudi Nuss sind die diesjährigen Gewinner des Internationalen Wettbewerbs junger deutschsprachiger Prosa und Lyrik in Berlin.

Wenn Poesie zum Kopfkino wird
Judith Schalansky: "Atlas der abgelegenen Inseln"
(dra) - Es gehört zu den Büchern, die man nicht vergisst: Der "Atlas der abgelegenen Inseln" von Judith Schalansky ist jetzt als Hörspiel erschienen. Eine Komposition aus Musik, Geräuschen und Stimmen, die der Regisseur Thom Luz zunächst für das Staatsschauspiel Hannover inszenierte.


+ Kulturnews
(dra-audio) - 15. November 2016

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Medienticker vom 14.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Medienauslese
Tatort, "Wirus", Meinungsjournalismus
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. An jedem verdammten Sonntag (taz)
2. Egozentrik des Journalismus (srf)
3. Meinungsjournalist (flurfunk-dresden)
4. Wirus (udostiehl)
5. aspekte vom 11. 11. 2016 (zdf)
6. Facebook erklärt Mark Zuckerberg für tot (zeit)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Mit kaltem Grimm
14.11.2016.
Am Berliner Gorki Theater erlebt die taz in Nurkan Erpulats Türkei-Stück "Love it or Leave it" eine Gesellschaft zwischen Depression und Selbstzerstörerung. Die Nachtkritik möchte nicht mehr ins Theater gehen, um das eigene Denken bestätigt zu bekommen. Slate.fr berichtet, wie Ashgar Farhadis neuer Film "Le Client" den Iran erschüttert. Gegen Trump hilft Richard Yates, glaubt die SZ. Die FR erinnert an Wolf Biermanns Kölner Konzert, bei dem alle feststellten: Aus der BRD will keiner weg, nicht mal ihre schärfsten Kritiker.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Unerklärliches Wunschdenken
14.11.2016.
Eine Woche nach der amerikanischen Wahl verzweifeln die Kommentatoren nach wie vor an einer Arbeiterklasse, die gegen ihre eigenen Interessen gestimmt hat. Allerdings ist auch die neumodische Linke am Verhalten dieser Wähler schuld, meint Nick Cohen im Guardian. Auch bei Facebook wird jetzt darüber nachgedacht, ob man eine Filterblase erzeugt hat, berichtet die New York Times - der Begriff selbst wird allerdings laut Carta in Frage gestellt. Und alle lieben jetzt "die letzte Verteidigerin des freien Westens", Angela Merkel.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 14. November 2016


Karikaturistenszene

Ausstellung "Bis hierhin und weiter!"
(dra) - Das Museum Weserburg Bremen zeigt zum Deutschen Karikaturenpreis 2016 insgesamt 250 ausgewählte aktuelle Arbeiten von Karikaturisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Viele Arbeiten überzeugen, doch einiges ist schlichtweg peinlich, vulgär, sogar sexistisch.

Überraschender Dachbodenfund
Nachlass Ruth Landshoff-Yorcks
(dra) - Ruth Landshoff-Yorck war It-Girl der Berliner Boheme und wurde im US-Exil zur erfolgreichen Journalistin und Autorin. Nun zeigt das Literaturarchiv Marbach Briefe, Manuskripte und Fotos aus ihrem Nachlass.

"Wir werden nicht kuschen!2
Christoph Links zur Istanbuler Buchmesse
(dra) - Deutsche Verleger wie Christoph Links geben sich kämpferisch: Die internationale Istanbuler Buchmesse will Links nutzen, um in der Türkei verfolgte Verleger und Autoren zu unterstützen und das Thema Meinungsfreiheit aufs Podium zu bringen.

+ Literatur-Kritik online
Frankfurter Anthologie
Marcel Beyer "Der letzte Schlurf"
(faz) - In diesem Gedicht wird der Gegenwart die Pokemonkrawatte umgelegt. Dem Autor, einem hier in Versen schwerelos tänzelnden Marcel Beyer, wird an diesem Samstag der Büchnerpreis verliehen. Von Gisela Trahms - s. a. die Bücherschau
Vanillesauce im Auge
(faz) - Marcel Beyer wird von der Akademie für Sprache und Dichtung mit dem Büchner-Preis geehrt. In seiner Rede zeigt der Dichter Biss und Hartnäckigkeit. Doch die Tagung hatte auch Tiefpunkte. Von Tilman Spreckelsen

Wilhelm Genazinos neuer Roman
Wenn du einen Rollstuhl brauchst, ruf mich an!
(faz) - Nachkriegszeit ohne Krieg: "Außer uns spricht niemand über uns" kennt keine Sieger. Der brillante Roman gehört zum Traurigsten, was Wilhelm Genazino je geschrieben hat. von Tilman Spreckelsen - s. a. die Bücherschau

Jonathan Safran Foer

Siebenhundert Seiten wie ein Rausch
(faz) - Extrem ambitioniert und unglaublich brav? Vergessen Sie alles, was Sie über Jonathan Safran Foer zu wissen glauben: Sein Roman "Hier bin ich" fegt alleVorbehalte weg. Von Julia Encke - s. a. die Bücherschau

(ttt-video) -Zehn Jahre hat es gedauert, bis der Bestsellerautor Jonathan Safran Foer mit "Hier bin ich" endlich einen neuen Roman vorgelegt hat. Zehn Jahre, in denen er eine Familie gründete, sich scheiden ließ und diverse andere Projekte verfolgte. Es scheint so, als wäre Foer in diesen zehn Jahren erwachsen geworden: Sein neues Buch ist wieder ein Familienroman und erzählt vom Scheitern einer Ehe: wie es dazu kommt und danach weitergeht.

Bücherschau
Die Frage der Erzählbarkeit
12.11.2016. Die Welt schenkt sich nichts und schlägt sich wacker, aber mit größtem Gewinn durch Karl Ove Knausgards Essays "Das Amerika der Seele". Außerdem huldigt sie Lucky Luke und seinem Schöpfer Morris. Die FAZ erkundet mit Michael Hochgeschwenders "Amerikanischer Revolution" den vormordernen Freiheitsbegriff der USA. Die taz erkennt beim Lesen von Anne Garretas Roman "Sphinx", dass Literatur ein Geschlecht braucht, will sie über Liebe und Sex sprechen.

Neues auf




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+ Literatur im Hörfunk
Philip Roth

Lesung aus "Verschwörung gegen Amerika"
(dra) - Wie schnell eine Demokratie in die Nähe der Diktatur gerät
Wie der Fliegerheld und Nazifreund Charles Lindbergh 1940 in den USA aus dem Stand zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürt und schließlich sogar Präsident wird, das beschreibt Philip Roth in "Verschwörung gegen Amerika". Ein von heute aus gesehen gar nicht mehr so unrealistisches Szenario.

Erzählungen einer berühmten Muse
Zelda Fitzgerald: "Himbeeren mit Sahne im Ritz"
(dra) - Zelda Fitzgerald ist vor allem als Muse ihres Mannes bekannt, dem großen US-Autor der Goldenen Zwanziger, F. Scott Fitzgerald. Doch auch sie schrieb - und veröffentlichte teilweise unter seinem Namen. Elf Geschichten der klugen und unkonventionellen Autorin sind nun erstmals auf Deutsch erschienen. - mehr hier & in der Bücherschau

+ Kulturnews
(dra-audio) - 14. November 2016

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Medienauslese
"Breitbart2, Leonard Cohen, Neuköllner Neonazis
(6v9) - von Lorenz Meyer s
1. Breitbart News (zeit)
2. Trump-Wähler (t3n)
3. Neonazis (juedische-allgemeine)
4. Marxismus im Dauerminus (taz)
5. Leonard Cohen Makes It Darker (newyorker)
6. Heisse News vom Vortag (operation-harakiri)
7. Wir müssen reden (netzpolitik)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Im Modus des suspendierten Zweifelns
11.11.2016. Leonard Cohen ist tot. In amerikanischen Zeitungen finden sich schon erste lange Nachrufe. Die SZ zieht eine ernüchterte Zwischenbilanz von Matthias Lilienthals Intendanz an den Münchner Kammerspielen. Das Konzert von Sampha im Berghain tröstet die Berliner Zeitung vorübergehend über das Trump-Fiasko hinweg. In der NZZ denkt Christian Saehrendt über aufgebende Künstler nach. Denis Villeneuves Science-Fiction-Film "Arrival" lässt die Kritiker mit einem dumpfen Sehnen zurück.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Viele von uns sind Mittelschicht
11.11.2016. Politico.eu fürchtet, das die Chancen Marine Le Pens, französische Präsidentin zu werden, nun steigen. Mit Populisten reden heiißt nicht, wie Populisten reden, sagt der Politologe Jan-Werner Müller in der taz. Mark Zuckerberg wies auf eine Konferenz alle Verantwortung von Facebook: Wer glaubt, es liege an Verschwörungstheorien, habe keine Empathie mit den Wählern. Dietmar Dath in der FAZ und Henry Broder in der Welt meinen in ihrer je eigenen Art: Die privilegierten Weicheier von der Linken haben selber schuld.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 11. November 2016

Horst-Bienek-Preis

Ales Steger gewinnt Lyrikpreis
(bb) - Der slowenische Autor Ales Steger erhält den mit 10.000 Euro dotierten Horst-Bienek-Preis für Lyrik 2016. Die Jury bezeichnete ihn als Botschafter, "der in der ganzen Welt für Poesie wirbt". Der Förderpreis geht an Margitt Lehbert.

Wortjongleur
Zuckmayer-Medaille an Joachim Meyerhoff
(bb) - Der Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff erhält die Carl-Zuckmayer-Medaille 2017 des Landes Rheinland-Pfalz. Die Verleihung findet am 18. Januar, dem Todestag Zuckmayers, im Mainzer Staatstheater statt.

Woche unabhängiger Buchhandlungen

Benedict Wells schrieb das Lieblingsbuch
(bb) - Zum "Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels" 2016 wurde Benedict Wells' Roman "Vom Ende der Einsamkeit" gewählt. Die Verkündung des Preisträgers ist der Auftakt für die "Woche unabhängiger Buchhandlungen" (WUB), an der sich vom 12. bis 20. November 2016 bundesweit mehr als 350 Buchhandlungen beteiligen.

Auszeichnung
Österreichs Buchpreis geht an Friederike Mayröcker
(welt) - Von Paul Jandl

+ Literatur-Kritik online
American Pie-Rugby-Mix
(tm) - Andrew Smith: "Winger2
Staffellauf
(tm) - Christine Knödler (Hrsg.): "Das Schaf im himmelblauen Morgenmantel"
Ohne Anfang, ohne Ende
(tm) - Andreas Maier: "Der Kreis"

Bücherschau
Die Frage der Erzählbarkeit
12.11.2016. Die Welt schenkt sich nichts und schlägt sich wacker, aber mit größtem Gewinn durch Karl Ove Knausgards Essays "Das Amerika der Seele". Außerdem huldigt sie Lucky Luke und seinem Schöpfer Morris. Die FAZ erkundet mit Michael Hochgeschwenders "Amerikanischer Revolution" den vormordernen Freiheitsbegriff der USA. Die taz erkennt beim Lesen von Anne Garretas Roman "Sphinx", dass Literatur ein Geschlecht braucht, will sie über Liebe und Sex sprechen.
Poetisches Zeremoniell
10.11.2016. Die Zeit erhebt Pierre Rosanvallons Abhandlung "Die gute Regierung" zum Buch der Stunde. Anschließend vergnügt sie sich mit Fanz Doblers "Ein Schlag ins Gesicht". Die SZ liest mit der "Geschichte des Geldes" den Abschluss von Alan Pauls' großer Argentinien-Trilogie. Und die NZZ seufzt nach Richard Flanagans aufwühlendem Roman "Die unbekannte Terroristin": Wo nicht die Liebe herrscht, da regiert der Tod.

+ Neues auf faustkultur.de
Thomas Rothschild kritisiert
(fk) - in seiner Kolumne die zu starke Spezialisierung der deutschen Universitätsprofessoren und ihr oft unzureichendes Engagement in Lehre und Forschung.
Kurz vor der Präsidentschaftswahl
(fk) - ist Michael Eberth an die Westküste der USA gereist. Im zweiten Teil seiner Reportage berichtet Eberth von einer Begegnung mit Anhängern Donald Trumps.
Ein großer, leerer Platz
(fk) - Dunkler Hintergrund. Der Prinz von Homburg, von einem preußischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt, hängt in der Luft, zwischen Himmel und Erde schwankend. Michaels Thalheimers Frankfurter Inszenierung von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" zeigt zwar überzeugende Ansätze, kann aber im Ganzen nicht überzeugen, meint Martin Lüdke.
Tokugawa Iemitsu,
(fk) - dritter Shogun der Tokugawa-Dynastie, schloss Japan 1633 von der Welt ab. Das Shogunat beschränkte den Kontakt zu Europäern auf Vertreter der "Verenigden Oostindischen Compagnie", die ab 1640 als Expatriierte auf einer stinkenden, aus dem Meerbusen vor Nagasaki ragenden, mühsamer Landgewinnung abgetrotzten Erhebung namens Dejima konzentriert wurden.
Die Deutsch-Israelischen Literaturtage
(fk) - endeten unter anderem mit Lesungen von Marica Bodrožic, Dorit Rabinyan und Nir Baram

Neues auf




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+ Literatur im Hörfunk
Mein Freund, der Vulkanier

Shatner/Fisher: "Spock und ich"
(dra) - Der kanadische Schauspieler William Shatner - bekannt als Captain Kirk vom "Raumschiff Enterprise" - hat mit Hilfe seines Co-Autors David Fisher eine Liebeserklärung an Leonard Nimoy geschrieben. Nimoy ist besser bekannt als Spock, der gefühllose Vulkanier.

Zadie Smith
Kinder von Migranten
(dra) - Mit "Zähne zeigen" wurde Zadie Smith berühmt. Jetzt bekommt sie mit nur 41 Jahren den "Welt"-Literaturpreis. In London haben wir über nerdige Muslime, aufregende Hindus und Elena Ferrante gesprochen.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 11. November 2016

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