Medienticker - Archiv

Heute u. a.

1344 Presseschau-Absätze - Seite 21 von 135

Medienticker vom 22.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Ich habe in den Köpfen der Ohnmächtigen etws bewirkt, in den der Mächtigen nichts." (Horst Stern)

+ Aktualisiert: 13:45 Uhr

Heute u. a.:
EU-Urheberrechtsreform
Stillstand in Europa
(faz) - Die Urheberrechtsreform der EU droht zu scheitern. Die Mitgliedsstaaten können sich nicht auf eine Position einigen. Wie es weitergeht, ist offen. Der groß angekündigte Protest auf der Straße gegen die Reform fällt indes winzig aus.

Tageszeitungen
Alle schrumpfen, Bild am schnellsten
(stat) - Die verkaufte Auflage der überregionalen Tageszeitungen ist auf 2,45 Millionen Exemplare geschrumpft - das sind 7,1 Prozent weniger als im vierten Quartal 2017. Aber während es für die meisten Blätter eher ein gemächlicher Abstieg ist, schrumpft die Bild im Galopp. Gegenüber dem Vorquartal ist die verkaufte Auflage der Boulevardzeitung (inkl. B.Z. und Fussballbild) um rund 101.000 Exemplare zurückgegangen.
+ Die Auflagen-Bilanz der größten 82 Regionalzeitungen
(mee) - Die deutschen Lokal- und Regionalzeitungen haben auch im vierten Quartal 2018 viele Käufer und Abonnenten eingebüßt. Unter den 82 größten Titeln gibt es ohne Sondereffekte nur einen Gewinner: den Tagesspiegel aus Berlin, der erneut durch ein massives Plus bei den ePaper-Abos zulegt. Viele große Verlierer kommen hingegen aus NRW: Das Spitzentrio büßte 5% bis 6% ein, der Express Köln/Bonn sogar dramatische 16,8%.

+ "Ärger wegen böser Nazi-Kühe"
So absurd parodiert @ROBoTIUS den Spiegel Fake-Reporter Relotius
(meee) - Ein Satz, der die zentrale Aussage eines Artikels zusammenfasst: Mit dem sogenannten "Küchenzuruf" schlagen Journalisten für gewöhnlich ein Thema vor. Der Twitter-Account @ROB0TIUS führt das ad absurdum - und verschickt vermeintliche Reportage-Ideen im Stil des ehemaligen Spiegel Fake-Reporters Claas Relotius.

+ Deutscher Film geht ins Rennen 
"Werk ohne Autor" für zwei Oscar nominiert
(t-o) - "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck ist gleich zwei Mal für den Oscar nominiert: in der Sparten "nicht-englischsprachiger Film" und "beste Kamera". Das gab die Oscar-Akademie am Dienstag bekann
"Biografie missbraucht"
Gerhard Richter rechnet mit "Werk ohne Autor" ab
(monopo) - Er fühlt sich vom Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck hintergangen: Das Künstlerdrama "Werk ohne Autor" missbrauche seine Biografie

Nach zehn Jahren Pause
Bundesregierung legt neuen Medienbericht vor
(piqd) - Wussten Sie, dass es seit 1976 einen Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung gibt? Damals forderte der Bundestag die Bundesregierung dazu auf, alle vier Jahre einen Medienbericht zu erstellen. So richtig regelmäßig ist der Report dann nicht erschienen, der bislang letzte ist auf das Jahr 2008 datiert, als die sozialen Netzwerke - zumindest hierzulande - noch ganz am Anfang standen.

taz ist zu unbequem
AfD schließt Redakteur aus
(taz) - Bremens AfD lässt die taz nicht auf ihre Pressekonferenz. Der Grund: Die Zeitung sei "eine Institution im Kampf gegen rechts".

Schulbücher
In der Sachsen wird noch immer die Rassentheorie gelehrt
(haz) - An einer Schule in Sachsen wird immer noch Lehrmaterial verwendet, in dem Menschen in Rassen eingeteilt werden. Eltern machten darauf aufmerksam - Sachsens Bildungsminister verweist auf die Zulassungsfreiheit und schiebt die Verantwortung ab.

Stavanger-Erklärung von E-READ
Zur Zukunft des Lesens
(faz) - Bildschirme und bedrucktes Papier sind als Lesemedien nicht gleichwertig: Mehr als 130 Leseforscher aus ganz Europa haben eine Erklärung zur Zukunft des Lesens im Zeitalter der Digitalisierung unterzeichnet.

Tech-Konferenz DLD
Die digitale Zukunft wird sicher ganz "fantastic"
(sp) - in München fand bis heute die Technologiekonferenz DLD statt, eine Art verpflichtender Fahnenappell der deutschen Digitalszene. Ausrichter ist der Hubert-Burda-Verlag, der sich neben seinen Medienmarken wie "Bunte", "Focus" oder "TV Schlau" ein stattliches Internetimperium von Xing über Jameda bis zu HolidayCheck geschaffen hat. Offenbar scheinen sich auch Plattformgründer und Social-Arbeiter nach einem altmodischen Beisammensein zu sehnen; anders ist der Erfolg des DLD oder seines US-Pendants TED schwer zu erklären.

DSGVO in Frankreich
Google soll 50 Millionen Euro Strafe zahlen
(sp) - Im Zusammenhang mit der Datenschutz-Grundverordnung wurde Google eine vergleichsweise hohe Geldstrafe aufgebrummt. Frankreichs Datenschutzbehörde CNIL wirft dem Unternehmen mangelnde Transparenz vor.

Mexiko
Journalist Rafael Murúa getötet
(sp) - Er hatte über Menschenrechte berichtet und war bereits in ein Schutzprogramm aufgenommen worden - nun ist der Journalist Rafael Murúa tot.

Interview mit Simone Buchholz
Deutsche Krimipreispreisträgerin 2019
(zeit) - Gestern wurden die Gewinner der Deutschen Krimipreise bekannt gegeben. Simone Buchholz bekommt für "Mexikoring" bereits ihren zweiten. Ihre Freude ist jedoch etwas getrübt.

Wegen Schleichwerbung
Der Komiker & das richtige Maß an Werbung
(sz) - Bastian Pastewka hat das nach Ansicht der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien verloren. Betroffen ist eine Folge der achten Staffel mit dem Titel "Das Lied von Hals und Nase".

Zum Tod von Horst Stern
Unbestechlichen, scharfzüngig, nie unsachlichen

(bgl) - Irgendwann in den 70er Jahren hieß es, es gäbe einen neuen "Tierfilmer". Tierfilme waren damals im Fernsehen sehr beliebt - auch bei uns zu Hause. Es gab Heinz Sielmann und Professor Grzimek. Und dann kam ein gewisser Horst Stern mit seiner Sendung "Sterns Stunde". Die Stunde war, wie in der Schule, nur 45 Minuten. Ich weiss nicht mehr genau, welches die erste Sendung war, die ich gesehen habe, vermutlich seine "Bemerkungen über das Pferd". Von Gregor Keuschnig

Medienticker vom 21.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:


Heute u. a.:
+ In memoriam
TV-Journalist Horst Stern ist tot
(mee) - Der Umweltschützer und Fernsehjournalist Horst Stern ist im Alter von 96 Jahren in Niederbayern gestorben. Das bestätigte sein Sohn am Montag auf Anfrage. Mit eindrucksvollen, teils drastischen Filmaufnahmen und Kommentaren hatte Horst Stern vor einem gedankenlosen Umgang mit der Natur gewarnt und Missstände aufgedeckt. Seine ARD-Sendung "Sterns Stunde" ist vielen älteren Fernsehzuschauern auch heute noch ein Begriff. Zuletzt lebte Stern zurückgezogen in Passau. Er starb bereits am vergangenen Donnerstag.

Relotius, Menasse & "Stella"
Wunsch nach Lektüreporn
(taz) - Betrogen hat Takis Würger mit seinem Roman "Stella" natürlich nicht. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten mit den Fällen von Relotius und Menasse.
Robert Menasse gibt sich auf Preisverleihung reumütig
(sp) - Wegen falscher Zitate war der Schriftsteller Robert Menasse heftig kritisiert worden. Nach einer Prüfung hat das Land Rheinland-Pfalz ihm nun doch die Carl-Zuckmayer-Medaille verliehen. Er will in Zukunft vorsichtiger sein.
Fall Relotius beim "Spiegel"
Was sich gegen das Misstrauen tun lässt
(sz) -  Claas Relotius' erfundene Geschichten untergraben nicht nur das Vertrauen in den "Spiegel", sondern in die gesamte Medienbranche. Leserinnen und Leser verdienen nun Antworten. Kommentar von Laura Hertreiter

Geld von Google ist nicht die Lösung
Die Presse muss sich durch Kunden finanzieren
(nzz) -Schweizer Verleger wollen Internetriesen mit dem Leistungsschutzrecht zwingen, Geld in ihre Kassen zu spülen. Die Leistungen ihrer Journalisten bieten sie derweil gratis an. Beides ist falsch. Von Ronnie Grob

Facebook & TU München
wollen an KI-Ethik forschen.

(mee) - Blue-washing: Facebook schraubt eifrig an seinem Image, verkündet Sheryl Sandberg auf der DLD. Der Konzern kooperiert mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, um Fake News zur Europawahl im Mai zu verhindern. Außerdem will Facebook gemeinsam mit der TU München an KI-Ethik forschen. Sie gründen dafür das TUM Institute for Ethics in Artificial Intelligence.

Social Media
Döpfner predigt Enthaltsamkeit
(djv) - BDZV-Präsident Mathias Döpfner hat in seiner Neujahrsbotschaft das Twittern von Journalisten kritisiert. Angeblich schade das in manchen Fällen dem eigenen Medium. Was sagt der Springer-Chef Döpfner dazu?

WDR
"Quote wollen sie dann nämlich schon immer gern"
(sz) - Der WDR will nicht mehr mit der Autorin dreier in die Kritik geratener Dokus zusammenarbeiten. - In den Filme der Dokureihe Menschen hautnah kommen unter anderem falsche Jahreszahlen und Altersangaben vor. Zwei Protagonisten wurden über eine Komparsenwebseite angeheuert.-  Die Autorin nennt alles die "Summe unglücklicher Umstände". Komparsen seien in Dokus üblich.
Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber
(noll) - Die verlogene David-Berger-PR des WDR und seine ärgerliche Homophobietradition. von Johannes Kram

Republik im Sinkflug
Auch Überflieger können abstürzen
(mw) - Auch wenn der fulminante Start anderes vermuten liess: Die "Republik" ist kein Selbstläufer. Das zeigen die Geschäftszahlen nach einem Jahr. Überhaupt sind die Zukunftsaussichten für Online-Medien schlechter als auch schon. Wieso funktionieren diese Modelle nicht, und: Was funktioniert

Persönlichkeitsrechte
Asylbewerber gegen Springer
(taz) - Die "Bild" berichtet über den geflüchteten Alassa M. und verdreht Tatsachen. M. befürchtet Angriffe. Sein Anwalt geht gerichtlich dagegen vor.

Investigativ-
Sich tief eingraben ins Leben der anderen
(dlfk-audio) - Katrin Heise im Gespräch mit Jürgen Schreiber
Er ist einer der wichtigsten investigativen Journalisten Deutschlands. Kaum einer recherchiert so akribisch wie Jürgen Schreiber. Dass seine Reportagen dicht und fesselnd sind, hat auch mit Vertrauen zu tun. Er weiß, wie man Menschen zum Reden bringt. (35:17 min)

Gestrichen
Wo sind denn bloß die Wörter hin?
(dlf-audio)- was nicht mehr im Duden steht Interview mit Peter Graf (10:min)


+ Theater-Nachtkritiken
- "Hase Hase" in Berlin
(nt) Coline Serreau und die Theaterfamilie Besson-Thalbach-Schall legen
ihre legendäre Inszenierung von 1992 in der Berliner Komödie am
Kurfürstendamm (im Schillertheater) neu auf
- "In der Sache J. Robert Oppenheimer" in Berlin
(nt) Christopher Rüping inszeniert am Deutschen Theater Berlin Heinar
Kipphardts Dokumentartheaterstück von 1964
- "Galileo Galilei" in Berlin
(nt) Frank Castorf huldigt am Berliner Ensemble Bertolt Brecht, Antonin
Artaud und der ordnungssprengenden Kraft der Pest
- "Maria" in Hamburg
(nt) Sebastian Nüblings Uraufführung des neuen Stücks von Simon Stephens
eröffnet die Lessingtage am Thalia Theater Hamburg
- "Die Möwe" in München
(nt) Alvis Hermanis zeigt Anton Tschechows Psychogramm einer erstarrten
Gesellschaft im Münchner Cuvilliéstheater
- "Mit freundlichen Grüßen eure Pandora" in Dresden
(nt) Laura Naumanns popfeministischer Rundumschlag von Babett Grube in
Dresden uraufgeführt
- "Plattform/Unterwerfung" in Bochum
(nt) Johan Simons' Doppelabend mit Europapessimismus Marke Michel
Houellebecq am Bochumer Schauspielhaus
- "Jeder stirbt für sich allein/Leipziger Meuten" in Leipzig
(nt) Armin Petras verschränkt am Schauspiel Leipzig den Roman von Hans
Fallada mit der Geschichte des Leipziger Jugendwiderstands
- "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" in Hamburg
(nt) Karin Beier inszeniert am Schauspielhaus Hamburg Edward Albee mit
Devid Striesow und Maria Schrader
- "Rückkehr nach Reims" in Köln
(nt) Thomas Jonigk bringt seine Adaption von Didier Eribons viel
diskutierter Studie im Schauspiel Köln auf die Bühne
- "Gehen oder Der zweite April" in Potsdam
(nt) Um den Freitod im Alter kreisen Jean-Michel Räbers Stück und Frank
Abts Uraufführung in Potsdam
- "Leere Herzen" in Bamberg
(nt) Daniela Kranz inszeniert am Theater Bamberg Juli Zehs dystopischen
Zukunftsroman
- "Mettlach" in Saarbrücken
(nt) Als Soap zwischen Heimatkunde und Dorfdrama starten Mikro-kit die
Saarland-Saga am Saarländischen Staatstheater

Medienticker vom 18.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Ich lebe mich selbst. Schauspieler, die spielen, sind meiner Ansicht nach uninteressant." (Gérard Depardieu)

+ Aktualisiert: am Samstag

Heute u. a.:
Instrumentalisierte Medien oder freie Medien?
Warum Sascha Lobos Generalabrechnung eine gefährliche Weltsicht offenbart
(mee) - Sascha Lobo hat in seiner Kolumne bei Spiegel Online eine Wutrede gegen "die Medien" veröffentlicht. Die Medien würden sich ihrer Verantwortung verweigern und ließen sich von rechts und von Populisten instrumentalisieren. Dabei ist Lobos Rant selbst pauschal, populistisch, lückenhaft und offenbart eine geradezu gefährliche Denkweise, wie Medien funktionieren sollten. Eine Gegenrede. Von Stefan Winterbauer - s. a. den Medienticker vom 17.1.19

IVW
Verkaufszahlen
(dnv) - IV/2018: Publikumszeitschriften verlieren neuerlich an harter Auflage
(dnv) - Bild und Welt im Sinkflug/Die Zeit erreicht 100.000 E-Paper-Exemplare
(dnv) - Fachpresse: E-Paper gesamt und EV mit leichtem Plus
Die IVW-Zahlen des vierten Quartals 2018 liegen vor und sie bestätigen einmal mehr, was bereits seit längerem in der Fachmedienwelt bekannt ist: Die Auflage der gedruckten Fachmedien ist rückläufig. So sank die verbreitete Auflage im vierten Quartal mehr...
(mee) - Spiegel verzeichnet leichten Aufwind, stern & Focus bleiben im Auflagen-Keller
Auch in Woche 51 blieben die drei großen Wochenmagazine Spiegel, stern und Focus wieder unter ihrem Kiosk-Normalniveau. Am nächsten kam seinem Einzelverkaufs-Durchschnitt noch Der Spiegel - mit dem Titelthema "Familien und ihre Geheimnisse". Für stern und Focus gab es mit "Einfach mal Ausschalten" und den "Menschen des Jahres" hingegen Zahlen nahe ihrer Minusrekorde.

Mängel bei "Menschen hautnah"
Scripted-Reality-Methoden bei WDR-Vorzeige-Dokus?
(üm) - Am 10. Januar postete die Redaktion der WDR-Reihe "Menschen hautnah" bei Facebook einen Link zu ihrer neuesten Doku. Der Film heißt "Ehe aus Vernunft - geht es wirklich ohne Liebe?" Darin erzählen drei Paare, warum sie sich aus ganz pragmatischen Gründen für eine Beziehung entschieden haben. Kurz darauf kamen in den Kommentaren unter dem Beitrag Zweifel daran auf, ob das, was in der Doku zu sehen ist, so auch tatsächlich stimmt.

Hörfunkkorrespondentin
Afrika, sprich
(sz) - Seit mehr als 25 Jahren berichtet Bettina Rühl als freie Journalistin über das Leid und die Zerrissenheit des Kontinents. Ihr Wissensdrang treibt sie an - und weckt beim Hörer Empathie.

Gefährliche Challenges
Youtube verbietet "Bird Box"-Clips
(faz) - Die #BirdBoxChallenge hat Youtube die Augen geöffnet: Das Video-Portal verbietet Anstiftungen, Leib und Leben zu riskieren - und noch einiges mehr.

+ Maxim Biller über Verhandeln
Kalt-Deutsch: Sprache unserer Gegenwart
(dlfk) - Ständig wird in der Literatur "verhandelt" - zumindest nach Ansicht deutscher Literaturkritiker, die das Wort unentwegt verwenden. Aber warum? Verhandelt wird vor Gericht. Aber Schriftsteller sind keine Richter.
"Anti-Abschiebe-Industrie" ist Unwort des Jahres
(zeit) - Eine Jury hat aus fast 900 Einsendungen und mehr als 500 eingegangenen Vorschlägen das Unwort des Jahres gekürt. In der Auswahl waren viele Äußerungen von Politikern.

Arno-Schmidt-Edition
Aufräumer im Netz
(faz) - Würde das wandelnde Literaturlexikon Arno Schmidt sein Wissen heute noch so ausbreiten wie früher? Zum 105. Geburtstag des Schriftstellers wird sein Werk ins Netz gestellt.
Martin Walser & Arno Schmidt : Der erste Leser
(faz) - Erst war es Bewunderung, dann war es nur so eine Phase: Martin Walser pflegte ein durchaus kompliziertes Verhältnis zu Arno Schmidt. -  mehr zu Arno Schmidt + Martin Walser in der Bücherschau

Vor 100 Jahren
Zum Tod von Rosa Luxemburg
(ltk) - Fragen + antworten der Redaktion literaturkritik.de. Von Simone Frieling
Symbolfigur der Freiheit und Gerechtigkeit
(ltk) - Neue Bücher über die Revolutionärin erschienen
Von Dieter Kaltwasser
Dieses Jahr ist Rosa
(ltk) - Eine rotblühende Graphic Novel über das Leben von Rosa Luxemburg in schwarz-weiß
Von Pascal Löffler + Dokumente  & literarische Darstellungen zum Tod Luxemburgs & aus dem Archiv von literaturkritik.de

+ Autographenwüter!
Liebesbriefe von Kleopatra
Eberhard Köstler über echte & falsche Autographen
(auto) - Vortrag mit musikalischer Umrahmung der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus
Bücherliebhaber nicht nur unter sich - (s. a. unten Buch+Blattmacher-News)
Wiener Bibliophilen-Gesellschaft neu!
(bb) - Seit Mitte September ist Ernst Fischer, bis 2014 Professor am Mainzer Institut für Buchwissenschaft, neuer Vorsitzender der 1912 begründeten Wiener Bibliophilen-Gesellschaft (WBG). Ein Interview

+ Die besonderen Literatur-Hörtipps für den Sonntag
Hörtipp I
15.04 Uhr - WDR 3 - Kulturfeature
"Man wird von einer Ordnung angeweht - Der Schriftsteller Hermann Lenz". Ein Gespräch mit Peter Handke
Von Norbert Hummelt Aufnahme von 2016 
"...mal wieder Handke zuerst"

Lothar Struck über Jörg Dörings "Peter Handke beschimpft die Gruppe 47"
(bgl) -Jörg Döring sieht in Handkes Princeton-Rede 1966 das Ende der Nachkriegsliteratur -
mehr bei Glanz & Elend + hier
WDR 3 Lesung
Hermann Lenz: Briefe  - mehr in der Bücherschau
Hörtipp II
15.05 Uhr - SWR2 - Zur Person
Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil Von Lotte Thaler
mehr in der Bücherschau

Medienticker vom 17.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt." (Honoré de Balzac)

Aktualisiert: +11.40 Uhr

Heute u. a.:
+ Cover-Check
Spiegel verzeichnet leichten Aufwind,
stern & Focus bleiben im Auflagen-Keller

(mee) - Auch in Woche 51 blieben die drei großen Wochenmagazine Spiegel, stern und Focus wieder unter ihrem Kiosk-Normalniveau. Am nächsten kam seinem Einzelverkaufs-Durchschnitt noch Der Spiegel - mit dem Titelthema "Familien und ihre Geheimnisse". Für stern und Focus gab es mit "Einfach mal Ausschalten" und den "Menschen des Jahres" hingegen Zahlen nahe ihrer Minusrekorde.

+ Eigene Klangsprache
Rebecca Saunders erhält Ernst von Siemens Musikpreis
(dlfk) - Die britische Komponistin Rebecca Saunders erhält den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis 2019. Er ist mit 250 000 Euro dotiert. Die 51-Jährige habe beispiellos ihre eigene Klangsprache weiterentwickelt und ihr Werk hinterlasse sichtbare und bedeutende Spuren in der Musikgeschichte der Gegenwart, begründete die im schweizerischen Zug ansässige Ernst von Siemens Musikstiftung in München. Saunders stammt aus London und lebt in Berlin. Ihre Arbeit sei der Versuch, Klänge aus einer Oberfläche scheinbarer Stille zu lösen und zu formen, formulierte es Saunders einmal. Saunders ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste und der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden sowie Professorin für Komposition in Hannover. Der Musikpreis wird seit 1973 verliehen. Er ging u.a. an den Komponisten Karlheinz Stockhausen und die Geigerin Anne-Sophie Mutter. - Saunders im Gespräch


+ Grimme-Preis 2019
Die Nominierungen - erstmals auch YouTube
(mee) Das Grimme-Institut hat die Nominierungen für die diesjährige Preisverleihung bekannt gegeben. Die Liste ist lang: 70 Produktionen gehen für den renommierten Fernsehpreis ins Rennen. Erstmalig und gleich zweimal nominiert ist YouTube, das ZDF hat es gleich 17 Mal auf die Liste geschafft.

Faktenfinder
Islamismus-Experte auf Abwegen
(ff) - Der Frankfurter Journalist Shams Ul-Haq behauptet, undercover in mehr als 100 Moscheen die Radikalisierung von Muslimen aufgedeckt zu haben. Auf Nachfrage verstrickt er sich in Widersprüche.

Aggressionspotenzial
Hassparolen und Filterblasen?
(dlfk) - Das innere Aggressionspotenzial ist gestiegen: Statt einander zuzuhören und konstruktiv miteinander zu streiten, wird verbal aufeinander eingeprügelt. Wir sprechen darüber mit Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und Politikberaterin Antje Hermenau.

So kann es nicht weitergehen
 Verantwortung des Journalismus
(sp) - Der Brexit, Donald Trump, der Angriff auf den AfD-Politiker Magnitz: Unseren Kolumnisten macht es wütend, auf welche Weise viele Medien über solche Themen berichten. Denn sie lassen sich instrumentalisieren. Eine Kolumne von Sascha Lobo

Sozialistische Tageszeitung
Armes neues deutschland
(taz) - Die Tageszeitung "neues deutschland" steht seit Jahren immer wieder vor der Pleite. Jetzt könnte es tatsächlich bald zu Ende gehen.

Facebook investiert
300 Millionen Dollar in Journalismus
(hei) - in den kommenden drei Jahren will Facebook das Geld für Nachrichtenprogramme, Partnerschaften und Inhalte bereitstellen.

BuzzFeed News darf
Namen nennen
(buzz) - BuzzFeed News Deutschland hat den Prozess gegen den Abtreibungsgegner Yannic Hendricks gewonnen. Am Mittwochmorgen wies das Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen uns zurück. BuzzFeed News darf den Namen von Yannic Hendricks damit weiterhin nennen.

In memoriam Mirjam Pressler
Ein Gespräch mit ihr aus dem Sommer 2018
"Ich habe alles gelesen, was ich in die Finger bekam"
(dlfk) - Die Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Besonders intensiv hat sie sich mit Anne Frank beschäftigt. Aus Anlass ihres Todes wiederholen wir ein Gespräch mit ihr aus dem Sommer 2018.

Brexit-Deal- Abstimmung
Kulturaustausch in Gefahr
(dlfk) - Katharina von Ruckteschell-Katte sieht mit einem harten Brexit alle Programme im Kultur- und Bildungsbereich gefährdet. Das würde ihre Arbeit sehr behindern, sagte die Leiterin des Goethe-Instituts London nach der Abstimmung im britischen Unterhaus.

Vom Zelluloid zur Cellulose
Wenn Schauspieler Romane schreiben
(dlfk-audio) - Edelgard Abenstein (9:25 min)

Michael Haneke
Drehbuchautoren müssen Masochisten sein
(dlfk) - Drehbuchautoren müssen nach Ansicht des Regisseurs Michael Haneke leidensfähig sein. "Wenn Sie keine masochistische Ader haben, sollten Sie diesen Beruf nicht ergreifen", sagte der Oscar-Preisträger ("Das weiße Band") am Mittwoch im Frankfurter Filmmuseum: "Sie werden den Film nie so sehen, wie Sie ihn geschrieben haben." Der Österreicher stellte in Frankfurt erstmals die gerade bei Hoffmann und Campe erschienene Sammlung seiner Drehbücher vor. Das knapp 1400 Seiten dicke Buch vereint die Arbeit von 30 Jahren mit über einem Dutzend mehrfach preisgekrönten Kinofilmen wie "Die Klavierspielerin", "Funny Games" oder "Liebe". Haneke kritisierte außerdem die "Erklärungswut" von Journalismus und Fernsehen. Er versuche in seinen Filmen, Fragen gerade nicht zu beantworten, sondern sie an den Zuschauer weiterzugeben.

+ Steinmeier eröffnet
Bauhaus-Jubiläum 2019
Bauhaus-Künstler seien mehrheitlich Demokraten gewesen
(dlfk) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwochabend die bundesweiten Feierlichkeiten zum Bauhaus-Jubiläum 2019 eröffnet. Bei der Auftaktveranstaltung in der Akademie der Künste in Berlin würdigte Steinmeier das Bauhaus als eine der "bedeutendsten und weltweit wirkungsvollsten kulturellen Hervorbringungen unseres Landes". Die Feierlichkeiten zum Bauhaus-Jubiläum 2019 stehen unter dem Titel "Die Welt neu denken". Dazu sind in den kommenden Monaten rund 700 Veranstaltungen in elf Bundesländern geplant. Im Fokus stehen unter anderen die zentralen Wirkungsstätten in Weimar, Dessau und Berlin. Das Berliner Eröffnungsfestival geht bis zum 24. Januar. Beteiligt sind daran mehr als 100 internationale Künstlerinnen und Künstler.

Glückwunsch
Francoise Hardy wird heute 75

Medienticker vom 16.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Mich erstaunen Leute, die das Universum begreifen wollen, wo es schwierig genug ist, in Chinatown zurechtzukommen." (Woody Allen)

+ Aktualisiert

Heute u. a.:
+ Brexit-Deal- Abstimmung
Kulturaustausch in Gefahr
(dlfk) - Katharina von Ruckteschell-Katte sieht mit einem harten Brexit alle Programme im Kultur- und Bildungsbereich gefährdet. Das würde ihre Arbeit sehr behindern, sagte die Leiterin des Goethe-Instituts London nach der Abstimmung im britischen Unterhaus.

Floskelwolke-Macher
Politik setzt gezielt auf Framing
(fr) - Die Autoren Sebastian Pertsch und Udo Stiehl vom Projekt "Floskelwolke" sprechen im FR-Interview über Wortmacht und Medienkompetenz.

Gelbwesten
Journalisten im Visier
(djv) - Unglaubliche Gewaltexzesse in Frankreich: Die Wut der Gelbwesten richtet sich jetzt gegen die Journalisten, weil sie angeblich nicht im Sinne der Protestbewegung berichten. Wie war das noch mit der Pressefreiheit?

Facebook-Urteil
Vollpfosten sind Vollpfosten
(taz) - Facebook hat zu Unrecht den Account einer schwäbischen Nutzerin gesperrt, nachdem diese Rechtsextreme als "Vollpfosten" bezeichnete.

Blaulicht, Flutlicht, Rotlicht
Mit Niveaumangel zum Online-Spitzenplatz
(jour) - Markus Knall, der Online-Chef der Münchener Tageszeitungen tz und Merkur, kann die Korken knallen lassen: Seine Titel marschieren scheinbar unaufhaltsam im Ranking der journalistischen Online-Medien nach oben. Aber der Preis ist hoch: die guten Zahlen werden vor allem mit Niveaumangel, Stillosigkeit und Clickbaiting erreicht.

Die Kommentare sind tot,
Lang leben inhaltliche Ergänzungen!
(np) -Wir möchten, dass konstruktive Beiträge von unseren Leserinnen und Lesern wieder mehr Raum bekommen. Deshalb ändern wir unsere Regeln für Kommentare: In Zukunft werden wir nur noch Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltliche Ergänzungen zu den Artikeln stehen lassen.

Vegan, elektronisch, plastikfrei?
Die Buchbranche will nachhaltiger werden
(dlfk-audio) - Gespräch mit Wolfgang Hanke v.ppps - publishing, print & paper solutions

Frauen im Politikjournalismus
Wenn Männer über Männer schreiben
(dlfk) - In Politikressorts sind Frauen häufig in der Minderheit. Welche Stereotype die politische Berichterstattung prägen, zeigte das Medienlabor des Journalistinnenbundes - unter anderem am Beispiel der Bundeskanzlerin.

taz-Mitarbeiter
Von Identitären angegriffen
(taz) - AktivistInnen der Identitären Bewegung griffen eine taz-Mitarbeiterin vor dem Verlagsgebäude der taz an.
Heute früh, am Montagmorgen, den 14. Januar 2019, gegen 7.50 Uhr, haben Aktivistinnen und Aktivisten der Identitären Bewegung eine Mitarbeiterin der taz vor dem taz-Verlagsgebäude in Berlin angegriffen.

Gute Zuwanderer, schlechte Zuwanderung
So unausgewogen waren die Flüchtlings-Berichte
(ueb) - In der Zeit der großen Flüchtlingswelle 2015/16 haben die wichtigsten deutschen Medien Zuwanderer sehr positiv dargestellt. Aber die Zuwanderung sehr negativ. Und das Bild, das diese Medien von der Zusammensetzung der Flüchtlinge aus Männern, Frauen und Kindern zeichneten, entsprach ziemlich genau dem tatsächlichen Verhältnis dieser drei Gruppen. Stefan Niggemeier Inhaltsanalyse

 Sprachkritik
"Anti-Abschiebe-Industrie" ist das Unwort des Jahres 2018
(sp) - Sprachwissenschaftler haben das Unwort des Jahres bekannt gegeben: Sie entschieden sich für "Anti-Abschiebe-Industrie". Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt hatte den Ausdruck verwendet.

Medienticker vom 11.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Wissen Sie schon, dass Pfingsten vor Ostern kommt, wenn man den Kalender von hinten liest?" (Karl Valentin)

Aktualisiert: +am Samstag

Heute u. a.:
+ Ende März wird
Huff Post Deutschland eingestellt
(nb) - Die deutsche Ausgabe der Huff Post wird eingestellt. Wie der Betreiber BurdaForward mitteilt, wird das News-Portal am 31. März 2019 vom Netz gehen. Burda und das internationale Team der Huff Post im Oktober 2013 im Rahmen eines kommerziellen Lizenzvertrages gestartet. Seitdem betreibt BurdaForward den Newsroom.

Nach Relotius
Reporter hinterfragen sich
(ndr) - Das Leben ist kein Hollywoodstreifen. Nur selten funkelt und glitzert es. Und Menschen haben viele Facetten - oft zu viele für eine glatte Geschichte. Reporter müssen von den komplizierten, alltäglichen Gegebenheiten berichten. Möglichst so, dass viele Menschen sie lesen wollen.

Fake News
Des Kremls treue Helfer
(ard-video) - Aus Russland gesteuerte Medien verbreiten Fake News und hetzen gegen den Westen - dabei treten dort immer wieder Politiker von AfD und Linke als Experten und Interviewpartner auf. Sie reisen auch als "Wahlbeobachter" in selbsternannte Republiken wie Donezk oder auf die russisch besetzte Krim. Kontraste zeigt das Netzwerk der Helfer der russischen Propaganda. Eine Kooperation mit t-online.

Forschungsstudie
Ältere und Konservative teilen öfter Fake News
(ff) - Nutzer sozialer Medien ab 65 Jahren teilen fast sieben Mal mehr Falschmeldungen im Netz als Jüngere. Das zeigt eine Studie der Universitäten Princeton und New York - die auch Gründe für das Nutzerverhalten nennt.

Ein Gruß aus der Küche
Nachrichtenformat für Instagram
(taz) - Mit der "News-WG" hat der BR ein Nachrichtenformat für Instagram entwickelt. Es ist schnell, dialogisch und da, wo die Zielgruppe ist.

Von Kanthölzern & Tritten
"Lügenpresse" verbreitet AfD-Version
(üm) - der Attacke auf Bremer AfD-Chef. Von
 Stefan Niggemeier

+++ Theater-Nachtkritiken
Ein Chor erinnert sich
Tarzan rettet Berlin
(nt) -
Im HAU Berlin lassen Janina Audick, Martina Bosse, Brigitte Cuvelier und Christine Groß für Einar Schleef zum 75. Geburtstag einen Chor antreten
Im Zukunftslabor
Frankenstein -
(nt) - In Zürich laborieren Dietmar Dath und Stefan Pucher frei nach Mary Shelley am neuen Menschen
O Theater!
Abstraktionsort! Pfui! Pfui!
(nt) - Versuch über die Schwierigkeit nein zu sagen - Henri Hüster stolpert am Hamburger Lichthof Theater über einen religionsphilosophischen Text von Klaus Heinrich

Deutschlandpremiere vor 70 Jahren
"Mutter Courage" wird in Berlin aufgeführt
(dlfk) - Bertolt Brecht verfasste "Mutter Courage und ihre Kinder" im Exil. Nach der Uraufführung des Stücks in Zürich dauerte es acht Jahre, bis es 1949 auch in Deutschland zu sehen war - dort jedoch in einer verschärften Textversion.

Vor 230 Jahren
Goethes "Egmont" wird uraufgeführt
(dlfk) - Die protestantischen, freiheitsliebenden Niederlande gegen das rigide System des katholischen spanischen Herrscherhauses: Dieses Szenario aus dem 16. Jahrhundert ist Schauplatz für Goethes Trauerspiel "Egmont". Nach seiner Uraufführung am 9. Januar 1789 gab es auch viel Kritik.

Medienticker vom 10.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Schränken Sie sich nicht ein. Sie sind alles, was Sie haben." (Janis Joplin)

Heute u. a.:
Nach mir die Sintflut
Wenn der Reporter mit dem Fallschirm kommt,
(kon) - weiß der Kollege am Boden: Achtung, die Wahrheit ist in Gefahr. Betrachtungen eines Auslandskorrespondenten, der sich über den Fall Relotius beim "Spiegel" nicht wundert.

 "Spotifycore"
Streaming-Dienste erschaffen eigene Genres
(dlfk) - "Spotifycore", so nennen Musikexperten die entschleunigte, leicht durchhörbare Musik der beliebtesten Playlists des Streamingdienstes. Vieles davon ist sogar eigens produziert. Führt das zu einer Verflachung in der Musikkultur?

Harald Schmidt
"Niveau ist kein Maßstab"
(dlfk) - Der "Fall Claas Relotius"? "Einmaliges Geschenk". Der Hackerangriff eines Schülers? "Begreife ich nicht." Sein Erfolgsrezept als TV-Unterhalter? "Ohne Rücksicht auf Verluste durchgebrettert." Ein Gespräch mit Harald Schmidt im Dlf über seine Serie "Labaule & Erben" - und mehr.

"Paradise Papers"-Recherche
Türkisches Gericht verurteilt Journalistin wegen Diffamierung
(faz) - Die Journalistin Pelin Ünker war an der internationalen Recherche der "Paradise Papers" beteiligt, durch die unter anderem der damalige Ministerpräsident Binali Yildirim aufflog. Dafür soll sie nun bestraft werden.

Fernsehen
Einschalten zum Gebet
(sz) - Immer weniger Menschen gehören einer christlichen Kirche an. Verkündigungssendungen bleiben trotzdem eine Säule des Fernsehens.

 Flimmern & Rauschen
"Bild" freut sich zu früh
(taz) - Die "Bild"-Zeitung hat den "Spiegel" als meistzitiertes Medium überholt, frohlockt Springer. Aber die Quelle der Zahlen ist zweifelhaft.

Medienkritik
Den Hass benennen
(sp) - Im Ruhrgebiet rast ein Mann in Menschenmengen - aus rassistischen Motiven. In Wien schlägt ein Frauenhasser eine 25-Jährige fast tot. Viele Medien verharmlosen die Taten, den Hass blenden sie aus, die Opfer auch.

Medienticker vom 09.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Wozu leben wir, wenn nicht dazu, uns gegenseitig das Leben einfacher zu machen." (George Eliot)

Heute u. a.:
Oh G0d, wie peinlich
So verrannte sich der Bild-Chef mit seiner Russen-Theorie
(mee) - Kaum ein Medium lag mit der Berichterstattung zum Hackerangriff auf Politiker und Prominente so daneben wie die Bild. Chefredakteur Julian Reichelt hatte nur Stunden vor Präsentation des geständigen Einzeltäters im Podcast von Gabor Steingart "staatliche Unterstützung" und "eine größere Struktur" hinter der Aktion ausgemacht. Am Ende präsentierten die Behörden als Hacker "G0d" ein "armes Würstchen" - einen Schüler, der noch bei den Eltern wohnt.

Rechtsextreme Bolsonaro-Regierung
Brasilianische Autoren erwägen Flucht
(dlfk) - Der neue Präsident Brasiliens, der rechtsextreme Jair Bolsonaro, geht hart gegen Schriftsteller vor. Viele brasilianische Schriftsteller überlegen laut dem Autoren Marcelo Backes, ihr Land zu verlassen. "Alle sind unglaublich besorgt", sagt Backes.

Wird 2019 wirklich besser?
Was Social-Media-Experten erwarten
(joca) - Das Jahr 2018 ist vorbei. Nicht wenige sagen: Das ist auch gut so. Doch die Frage ist: Wird 2019 wirklich besser? Viele Probleme, die uns in den vergangenen zwölf Monaten begleitet haben, sind noch lange nicht vom Tisch. Fake News, Datenskandale, Hass und Hetze: 2019 muss liefern, wo 2018 versagt hat. Hohe Erwartungen.

Österreich-Update
Warum der ORF nicht die Hälfte seiner Zuschauer verloren hat
 (dwdl) - In Zukunft wird DWDL.de wöchentlich über die wichtigsten Ereignisse aus Österreich berichten. Zum Start erklären wir, wieso der ORF nicht, wie von der "Krone" behauptet, die Hälfte seiner Zuschauer verloren hat. Außerdem: Gute Quoten für Neustarts und ATV bestätigt den Termin für sein neues Box-Format.

Social-Media-Nutzung
"Schnell zu agieren geht nur allein"
(taz) - Schnell agieren und Themen setzen: Für Politikberater Martin Fuchs ist Twitter das wichtigste Instrument der politischen Kommunikation in Deutschland.

Facebook sperrt Nutzer,
die Welt-Artikel geteilt haben
(welt) - Böse Überraschung für Facebook-Nutzer, nachdem sie einen mehrere Jahre alten WELT-Artikel über Islamismus teilten: Sie wurden wegen Verstoßes gegen sogenannte Gemeinschaftsstandards von dem sozialen Netzwerk gesperrt.

Public Domain Day
Diese Werke sind seit Neujahr gemeinfrei
(np) - Mit Beginn des neuen Jahres sind Werke von allen Künstlern ohne urheberrechtlichen Schutz nutzbar, die 1948 oder früher gestorben sind. Dazu zählen etwa der Dadaist Kurt Schwitters und der "Tango aller Tangos". Davon profitieren die Wikipedia, E-Book-Freunde und alle, die Kunstwerke frei nutzen wollen.

Mit Leidenschaft so heiß wie Gulaschsaft
"König Ottokars Glück und Ende" in Wien
(nt) Am Wiener Volkstheater zeigt Dušan David Pařízek Grillparzers Drama
um die Machtkämpfe am Beginn der Habsburgerdynastie

Medienticker vom 08.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Jedes Mal, wenn du das Abwendbare abgewendet hast, geschieht das Unabwendbare." (Elisabeth von Österreich)

Heute u. a.:
BKA meldet Festnahme 
20-Jähriger gesteht offenbar massiven Datenklau
(t-o) - Er veröffentlichte private Daten von Promis und Politikern. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst. Es handelt sich offenbar um einen Einzeltäter.
Markus Beckedahl meint
"Das war kein Super-Hacker"
(t-o) - ist Chefredakteur von "netzpolitik.org" und ein Experte der internationalen Internetszene. Er spricht mit t-online.de über die Festnahme des Hackers, der Hunderte von Daten von Prominenten veröffentlicht hat.

Zuckmayer-Medaille für Robert Menasse
Eine erfreuliche Nachricht, meint Rainer Moritz
(dlfk) - Offenbar berauscht von seiner neuen Rolle als intellektueller Retter des Europa-Gedankens habe Robert Menasse jeden Maßstab verloren, sagt der Literaturkritiker Rainer Moritz. Dennoch sei es "erfreulich", dass er die Zuckmayer-Medaille verliehen bekomme.
Sigrid Löffer über Robert Menasse
(dlfk-audio) - 5:33 min

Wie Verlage mit den letzten
Printleserinnen Roulette spielen
(info) - Die Zustellung von Zeitungen ist pannenanfällig. Der Umgang mit Reklamationen gibt einen amüsanten Einblick in die Verlagskultur.

Darf man Bücher wegwerfen?
Über die bürgerliche Ordnung und die Qual des Ausmistens.
(faz) - rüher, also während des Studiums und der frühen Berufsjahre, dachte ich: Je älter man würde, umso mehr Bücher müsste man haben. Es macht stolz, eine eigene Bibliothek aufzubauen. Bücher im Arbeits- und Wohnzimmer sind das Eintrittsbillet in das Reich des Bildungsbürgers. Sie verschaffen, wie sie so dastehen und sich vermehren, ein kleines Glücksgefühl: "Warte nur, dich werde ich eines Tages auch noch lesen."

Hass im Internet
Ein "Nazis raus" und seine Folgen
(tages) - Eine ZDF-Reporterin erhält massenhaft Mord- und Vergewaltigungswünsche. Sie hatte gewagt, eine demokratische Selbstverständlichkeit auszusprechen. Ein Kommentar Sebastian Leber

Künstliche Intelligenz
AlphaZero lernt autodidaktisch
(meta) - Kann eine Künstliche Intelligenz sich verschiedene Spiele selbst beibringen? Können Menschen mit dem Uterus einer Toten schwanger werden? Werden Spenderorgane bald von geneditierten Schweinen stammen?

Urteil gegen Fake-News-Blogger
Leser als "Versuchskarnickel"
(sz) - Am 25. März 2018 veröffentlichte Hardy Prothmann auf dem Rheinneckarblog eine Falschmeldung mit dem Titel "Massiver Terroranschlag in Mannheim". Etwa 20 000 Menschen lasen den Text. Einige von ihnen riefen besorgt die Polizei an, ein Leser erstattete Anzeige. Am Montag verurteilte das Amtsgericht Mannheim Prothmann zu einer Geldstrafe von 12 000 Euro.

Der literarische Jahrgang 1929
Der Messias kommt immer zu spät
(dlfk) - Das Jahr 1929 hat zahlreiche Dichter, Philosophen, Maler, Architekten, Schauspieler, Musiker hervorgebracht. In einer Collage erinnert die Autorin Dagmar Just an Literaten dieses Jahrgangs, die 2019 ihren 90. Geburtstag feiern.

Piper Verlegerin
Felicitas von Lovenberg im Interview
(54) - Ich reg mich ja so wenig auf und hab immer ein bisschen Angst, das öffentlich zu machen, weil man bestimmt immer die Hälfte nicht bedenkt und die andere Hälfte vergessen hat. Samstagmorgens liege ich allerdings im Bett und lese als wohlerzogener (ich zahle dafür), aber junger (digitale Ausgabe) Bildungsbürger die Zeitung (Süddeutsche). Dort hat man Felicitas von Lovenberg interviewt, weil man offenbar vorhat, alle zwei Monate mal mit ihr zu sprechen (zuletzt im November anlässlich des Erscheinens ihres platt-freundlichen Titels Gebrauchsanleitung fürs Lesen).

Studie
Tagesschau vernachlässigt "Dritte Welt"
(dlf) - Die Berichterstattung der Tagesschau in der ARD hat sich im vergangenen Jahr stark auf den Westen und den Nahen Osten konzentriert

Bye bye, twitter & Facebook
Robert Habecks Blog zum Abschied
(rh) - Ein Jahresanfang, der in digitaler Hinsicht doppelt daneben war: Erst der Angriff auf die privatesten Daten meiner Familien, die via Twitter veröffentlich wurden. Dann noch einmal über Twitter ein Fehler meinerseits - und zwar der gleiche zum zweiten Mal: Wie dumm muss man sein, einen Fehler zweimal zu begehen? Diese Frage hat mich die ganze letzte Nacht nicht losgelassen.

Fontane-Jahr 2019
Theodor Fontane würde heute twittern
(dlfk) - Der bedeutendste Romancier Brandenburgs wird uns durch das Jahr 2019 begleiten - denn Ende Dezember ist Theodor Fontanes 200. Geburtstag. Mit digitalen Technologien versucht das Museum Neuruppin, neue Perspektiven auf sein Werk zu eröffnen.

Medienticker vom 07.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Niemand nimmt sich Zeit, der zu werden, der er ist." (Sean Penn)

Heute u. a.:
Heribert Prantls
Kritik an "Katastrophenpublizistik"
(dlf) - Der Journalist Heribert Prantl ermahnt bei der Berichterstattung über Vorfälle wie in Amberg zu mehr Zurückhaltung.

Nach erfundener Auschwitz-Rede
Rheinland-Pfalz überprüft Ehrung, Menasse hält Aufregung für "künstlich"
(faz) - Robert Menasse hat Walter Hallstein eine Rede in Auschwitz angedichtet. Jetzt wird diskutiert, ob der Schriftsteller wie geplant die Carl-Zuckmayer-Medaille erhalten soll. Der Buchpreisträger von 2017 reagiert.
Aleida Assmann zu Robert Menasse
(stand) - Nation ist nicht Nationalismus - Die Friedenspreisträgerin meint, Nationalstaaten seien eine "optimale Betriebsgröße" - In der Rechtfertigung Robert Menasses erlebe sie "ein Stücke intellektueller Gewalt, wie ich sie von den 68ern kenne, die die Wahrheit immer auf ihrer Seite hatten", sagt Aleida Assmann in einem Interview in der "Welt am Sonntag" zum Umgang des österreichischen Schriftstellers mit der Causa rund um von ihm erfundene Zitate. Und kritisiert, dass Menasse Nation und Nationalismus gleichsetze.

Hackerangriff
warum die AfD nicht Teil des Leaks
(buzz) - Offen ist im Moment auch die Frage, warum die AfD nicht Teil des Leaks ist.

Youtube Advertising 2018
Welcher Spot hat massiv Geld verbrannt ...
(omr) - ... welcher hat gezündet?

Jahresrückblick
Buchhhandels-Branchenjahr 2018
(brp) - Michelle Obama beflügelt das Sachbuch, Bücher ohne Folie

Apple trollt die
Tech-Branche in Las Vegas mit einem Plakat
(futur) - Auf der CES ist Apple nicht vertreten, aber der Konzern konnte es sich nicht nehmen lassen, ein Werbeplakat prominent zu platzieren.