Medienticker - Archiv

Heute u. a.

1344 Presseschau-Absätze - Seite 20 von 135

Medienticker vom 06.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Das Leben ist da, um gelebt zu werden." (Katharine Hepburn)

Heute u. a.:
EU-Urheberrechtsreform
Artikel 13: Schlimmer als je zuvor
(jr) - Wir erinnern uns: Am 18. Januar standen die Verhandlungen um die neue EU-Urheberrechtsreform plötzlich still, nachdem sich die Regierungen der Mitgliedstaaten auf keine gemeinsame Position zum kontroversen Artikel 13 einigen konnten, der Plattformen zum Einsatz fehlerhafter Uploadfilter zwingt. Ohne eine solche Einigung im Rat musste die letzte sogenannte Trilogverhandlung abgesagt werden, wo die Reform eigentlich zwischen Europaparlament und Rat hätte ausverhandelt werden sollen. Die ganze Reform war in der Schwebe, weil die Europawahlen im Mai alle Mehrheiten ändern könnten.

Der Prinz & der Pöbler
New-York-Times-Verleger Sulzberger vs. Trump
(sp) - Die Zahl der Abos verdoppelt, die Redaktion groß wie nie: Die "New York Times" ist mit ihrem Verleger A.G. Sulzberger zur glaubwürdigsten Stimme des Landes geworden - auch dank des Streits mit dem US-Präsidenten. Ein Besuch.

T. C. Boyle
Turn on, tune in, drop out
Gespräche (3sat-video + im Hörfunk - 44.33 min - T. C. Boyle über Donald Trump "Das tue ich mir künstlerisch nicht an"
Autor T. C. Boyle will sich Präsident Donald Trump literarisch nicht widmen. Er bekämpfe ihn lieber über Twitter, sagte der Schriftsteller im Studio von Deutschlandfunk Kultur) In seinem neuen Roman "Das Licht" widmet er sich lieber dem LSD-Guru Timothy Leary, der in den 1960er Jahren durch LSD die Psychatrie revolutionieren wollte - mehr zum Roman in der Bücherschau

T. C. Boyle rezensiert "Fiskadoro" von Denis Johnson
und bestätigt sich als Buchberater mit persönliche Leseempfehlungen von T. C. Boyle

Auszeichnung
Börne-Preis 2019 für Eva Menasse
(faz) - Die Trägerin des Ludwig-Börne-Preises 2019 steht fest. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an die Schriftstellerin und Publizistin Eva Menasse. Einziger Juror war in diesem Jahr Florian Illies.
Literaturpreis
Buch in 5 Jahren per SMS geschrieben
(taz) - Der höchst dotierte australische Literaturpreis geht an den Asylsuchenden Behrouz Boochani, der das Lager auf Manus beschreibt.

Zerschnittenes Banksy-Bild im
Museum Frieder Burda aufgehängt
(mo) - Im Museum Frieder Burda in Baden-Baden ist am Montag das während einer Kunstauktion geschredderte Werk "Love is in the Bin" aufgehängt worden
Wolfgang Ullrich über das geschredderte Banksy-Bild
(dlfk) - Das bei einer Auktion zur Hälfte geschredderte Banksy-Bild wird nun erstmals in Baden-Baden ausgestellt. Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich begrüßt, dass das umstrittene Kunstwerk nun zu sehen ist und weiter darüber diskutiert werden kann.

Medienticker vom 05.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Wenn du weißt, dass du etwas vermasseln wirst, dann vermassel es wenigstens ordentlich." (Cate Blanchett)

+ Aktualisiert: 13:00 Uhr

Heute u. a.:
Auszeichnung
+ Börne-Preis 2019 für Eva Menasse
(faz) - Die Trägerin des Ludwig-Börne-Preises 2019 steht fest. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an die Schriftstellerin und Publizistin Eva Menasse. Einziger Juror war in diesem Jahr Florian Illies.

BuzzFeed, Vice, Huffpo
Digital Darlings unter Druck
(sp) - Drei Medienmarken, die jetzt Mitarbeiter entlassen - hier klicken. Gleich mehrere junge Nachrichtenportale schwächeln. Doch das muss nicht heißen, dass "BuzzFeed" und Co. schon gescheitert sind.

Fragezeichen besser als das Ausrufezeichen
Georg Mascolo Blick auf den Journalismus
(jour) - In unserer neuen Serie "Mein Blick auf den Journalismus" fragen wir die klugen Köpfe der Branche, wie wir den Journalismus besser machen. Teil 3: Georg Mascolo. Er sagt: Gäbe es keinen Journalismus, dann müsste man ihn genau für diese Zeiten erfinden. Denn wenn die Beunruhigung steigt, suchen die Menschen nach Orientierung. Für Journalisten heißt das, sich wieder mehr auf Qualitätsstandards zu besinnen: Fragen stellen, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, mit den Menschen sprechen. Und einen kühlen Kopf bewahren.

Politisch korrekte "Sippenhaft"
Lethen & Sommerfelds große Inszenierung
(faz) -Der Literaturwissenschaftler Helmut Lethen und seine Frau Caroline Sommerfeld, Autorin der Neuen Rechten, behaupten, ihre Familie sei Opfer von "Sippenhaft" durch politisch korrekte Kreise. Ist das so? Ein Gastbeitrag von Volker Weiß.

Whatsapp & Telegram
Dark Social ist auch Trend bei Rechtsextremen
(bell) - Viele Menschen sind der digitalen Öffentlichkeit auf Facebook, Twitter und Co. überdrüssig. Wenn auch der Arbeitgeber, deine Mutter oder alte Schulfreunde mitlesen, fühlen sich manche gehemmt und suchen neue Kanäle. Der Trend geht zu Dark Social - also halb- oder nichtöffentlicher Kommunikation über Messengerdienste wie Whatsapp und Telegram. Was Rechtsextreme dann dort tun, analysiert Miro Dittrich vom Monitoring-Projekt "De:hate" der Amadeu Antonio Stiftung.

Stefan Niggemeier über
Tanzende Polizistinnen
(üm) - ... und ein privates Video fast ohne Zutun von Journalisten "an die Öffentlichkeit kam"

Lesereihe
Literatur als Experiment
(sz) - Das Kollektiv "Konvolut" plant einen Fortsetzungsroman
Ein musikalisches Wortspiel soll es sein. Eine Synthese aus Literatur, Musik und Bild. Und ein Experiment, an dessen Anfang eine leere Seite steht und aus dem am Ende ein gebundener Roman werden soll. Das Münchner Künstlerquartett Konvolut ruft eine neue Lesereihe ins Leben, die innovativer kaum sein könnte. Über ein Jahr wird monatlich eine Lesung stattfinden, und nach dem konventionellen Auftritt eines Autors wird es ziemlich unkonventionell.

+++ Der besondere Hörtipp
20.05 Uhr - Bayern2 - Nachtstudio
"Verdrängt das Kino das Theater?" - Ein Essay von Peter Handke und eine Diskussionsrunde mit Theodor W. Adorno, Joachim Kaiser, Uwe Nettelbeck & Martin Walser BR 1968


Medienticker vom 04.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Die zehn Gebote sind deshalb so kurz und verständlich, weil sie ohne Mitwirkung einer Sachverständigenkommission entstanden sind." (Charles de Gaulle)

Heute u. a.:

In der Pupertät
Facebook wird 15: Zeit für ein neues Netzwerk!
(dlfk) -Facebook vernetzt die Menschen - aber Facebook fördere auch Extremismus und Populismus, heißt es oft. Netzpolitiker Yannick Haan fordert daher ein neues, offenes Netzwerk: von allen, für alle und ohne kommerzielle Absichten.

Product Placement
Wie Lavazza einen Roman sponsort
(welt) - Dieser Tage erscheint bei Kampa der Krimi "Ein Espresso für den Commissario". Liest man den Text der Verlagsvorschau, mag man es kaum glauben. Denn der Roman scheint ein einziges "Product Placement

Zur EU-Urheberrechtsreform
Was an Googles Freiheitserzählung falsch ist
(bb) - Nach dem vorläufigen Platzen des Trilogs zur europäischen Urheberrechts-Richtlinie wird zwischen Paris und Berlin um eine neue Kompromissformel gerungen. boersenblatt.net hat mit der Europaparlamentarierin Helga Trüpel (Grüne), zugleich stellvertretende Vorsitzende des Kultur- und Bildungsausschusses, über die Chancen einer Einigung gesprochen.

Der Freigeber
Focus Online löscht Artikel von Osthessen News
(frei)  Focus Online hat auf seiner Internetseite mehrere von Osthessen News gelieferte Artikel gelöscht - zwei davon hatte der Freigeber als Verstöße gegen den Pressekodex bemängelt. Bei dem Beitrag über den Besuch eines Grünen-Politikers handelte es sich um eine nicht gekennzeichnete Pressemitteilung, ein Beitrag über die Rabattaktion eines Autohauses legte den Verdacht auf Schleichwerbung nahe.

 Football Leaks
Whistleblower oder Hacker?
(ard) - Rund 70 Millionen teils vertrauliche Dokumente hatte Rui Pinto als Informant "John" an Medien weitergegeben - bekannt geworden als Football Leaks. Nach seiner Festnahme äußert er im Interview Angst um sein Leben.

"Auch Mörder essen Pizza"
"Stella" auf Lesereise
 (sz)  Takis Würger tourt mit "Stella" durch ausverkaufte Literaturhäuser. Die fiktionalisierte Geschichte der jüdischen Nazi-Kollaborateurin stieß auf heftige Kritik - auf die der Autor wenige Antworten hat. Von Nicolas Freund

+ Theater-Nachtkritiken
"Shakespeare in Love" in Saarbrücken
(nt) - Der Erfolgsfilm von 1998, von Bettina Bruinier am Saarländischen
Staatstheater Saarbrücken als Pop-Musical inszeniert
"Kleiner Mann - was nun?" in Ingolstadt
(nt) - Brit Bartkowiak setzt in Ingolstadt kraftvoll Luk Percevals
Hans-Fallada-Adaption in Szene
"Die sieben Todsünden" in Stuttgart
(nt) - In Stuttgart etabliert Anna-Sophie Mahler zusammen mit Peaches
einen queerfeministischen Blick auf Brecht und Weills Stoff
"Play*Europeras 1&2" in Wuppertal
(nt) - An den Wuppertaler Bühnen geht Rimini Protokoll mit John Cage auf
europäische Suche nach der Oper
"Geschichten aus dem Wiener Wald" in Salzburg
(nt) - Carl Philip von Maldeghem inszeniert in Salzburg Ödön von Horváths
Volksstück
"Vor Sonnenaufgang" in Frankfurt
(nt) - Roger Vontobel inszeniert Ewald Palmetshofers Überschreibung von
Gerhart Hauptmanns Naturalismuskracher

"I am Europe" in Hamburg
(nt) - Falk Richters Europa-Stück bei den Lessingtagen am Thalia Theater
Hamburg ist vorbildlich divers
"Caligula" in Lübeck
(nt)  - In Lübeck stellt Regisseurin Mirja Biel den Charme des Bösen in
Camus' Drama aus
"Wilhelm Tell" und "Trutz" in Weimar
(nt) - In Weimar gelingt Jan Neumann der Balanceakt zwischen Klassikertreue
und -erneuerung, Enrico Stolzenburg aber verfehlt Christoph Hein

Medienticker vom 01.02.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Das Ideal der Gleichheit ist deshalb so schwer, weil die Menschen Gleichheit nur mit jenen wünschen, die über ihnen stehen." (John Boynton Priestley)

Heute u. a.:
Leser-Check
Print-Titel und ihre Leserschaft,
(mee) welcher die älteste, gebildetste, weiblichste?
Nach unseren Leser-Checks zum Publikum von Spiegel, stern und Focus kümmern wir uns in Teil 4 der Reihe um die Extreme: die Zeitschriften, die besonders stark oder schwach in einigen Kategorien sind. Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen, Region: Welche Titel werden fast ausschließlich von Männern gelesen, welche vornehmlich von Alten, usw.. Spannende Erkenntnisse!

Für Medienhäuser wird der Markt immer enger
Amazon steigert Werbe-Erlöse auf 10 Milliarden Dollar in 2018
(mee) - Der wertvollste Konzern der Welt liefert weiter: Von Quartal zu Quartal kann Amazon die Wall Street mit besser als erwarteten Quartalsergebnissen überraschen - so auch nach Handelsschluss. Im Dezember-Quartal konnte der E-Commerce-Riese mit Umsätzen von 72,4 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen erneut pulverisieren. Gleichzeitig erzielte Amazon mit 3 Milliarden Dollar den größten Nettogewinn der Unternehmensgeschichte. Zudem steigerte der Versandhändler in 2018 die Werbeumsätze auf 10 Milliarden Dollar.

Russland attackiert t-online.de
Journalistenverbände weisen Kritik zurück
(t-o) - Nach kritischen Berichten -Das russische Außenministerium hat mehrere deutsche Medien scharf kritisiert, darunter auch t-online.de. Die Redaktion weist die Kritik ebenso zurück wie Journalistenverbände.

EU-Richtlinie
Whistleblower verdienen vollen Schutz
(djv) - Die Europäische Journalisten Föderation (EFJ) schlägt Alarm: Die geplante Richtlinie zum Whistleblowerschutz könnte weit hinter den Erwartungen zurückfallen.

Heftigster YouTuber-Absturz Deutschlands
(mb) - "Ich muss meine Psychose regeln." Miguel Pablos neuste Videos zeigen: Die Sensationsgier von uns Zuschauern setzt YouTuber massiv unter Druck.
"Ich schaff's nicht mehr", spricht Miguel Pablo in seine Handykamera. "Das Video heute ist das letzte Video von mir für die nächsten Wochen." Er trägt eine rosafarbene Strickmütze und schaut wie jemand, der mit aller Kraft versucht, nicht zu weinen. Unter seinen Augen prangen neuerdings Tätowierungen, links der Schriftzug "Fresh & Nice", rechts ein geflügelter Stern. Der Stern hat einen traurigen Mund. "Ich muss meine Psychose regeln", sagt Pablo. "Ich bin schizophren. Ich hoffe, ihr versteht das."

Instagram-Storys
Die kreative Art des Geschichtenerzählens
(fj) - Egal, ob auf Snapchat, Facebook oder Instagram: Storys sind in. Sie sind ein Beleg dafür, dass Storytelling visuell besonders gut funktioniert. Der Beitrag gibt am Beispiel Instagram einen Überblick über die wichtigsten Gestaltungselemente und zeigt, wie man sie für kreatives Storytelling verwendet.

Henryk M. Broder über das AfD-Foto
"Der Shitstorm kam aus einer Ecke, aus der ich ihn nicht erwartet hätte"
(mee) Große Aufregung über ein Foto, das den Publizisten und Welt-Journalisten Henryk M. Broder zeigt, wie er von AfD-Chefin Alice Weidel umarmt wird. Broder hielt eine Rede vor der Bundestagsfraktion der Partei. Als die Empörung über das Bild hochkochte, war der Inhalt seines Vortrags noch unbekannt. Später wurde der Text bei welt.de veröffentlicht und zeigt ein deutlich differenzierteres Bild. MEEDIA sprach mit Broder über die Empörungswelle, seinen Auftritt bei der AfD und das berühmte Foto.

+ Theater-Nachtkritiken
Schieß doch, Barbie!
(nt) - Zehn Meter in den wilden Westen - Auf Kampnagel in Hamburg inszeniert Dennis Seidel von Meine Damen und Herren ein queeres Western-Musical
Der Schoß ist fruchtbar noch
(nt) - Watschenmann - Bérénice Hebenstreit adaptiert den Roman von Karin Peschka am Volkstheater Wien
Ich ist eine Oberfläche
(nt) - Das Imperium des Schönen - Nis-Momme Stockmanns Kultur-Clash-Stück von Tina Lanik in Stuttgart uraufgeführt

Medienticker vom 31.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Pessimisten sind Leute, die mit der Sonnenbrille in die Zukunft schauen." (Heinz Erhardt)

Heute u. a.:
Wissenschaftsthemen
Die frustrierend falsche Berichterstattung
(enno) - Alle paar Tage das gleiche Spiel: Irgend eine Forschungsgruppe macht eine mehr oder weniger bahnbrechende Entdeckung, schreibt ein Paper und veröffentlicht es in einer renommierten Fachzeitschrift. Ist die Meldung sensationell genug, springen Publikumsmedien auf und berichten darüber. Leider in sehr vielen Fällen ohne das Paper verstanden oder überhaupt gelesen zu haben.

Medienrecht
Bild abgemahnt
(nb) - Die beiden Familien der bei dem S-Bahn-Drama am Bahnhof Frankenstadion ums Leben gekommenen Jugendlichen haben einen Medienanwalt beauftragt und die Axel Springer SE abgemahnt. Es geht um Fotos der Opfer.

Software-Riese
Microsoft steigert Gewinn kräftig, Aktie bricht dennoch ein
Trotz Wachstum in fast allen Bereichen zeigen sich die Anleger sehr skeptisch und strafen Microsoft mit einem Minus an der Börse ab.
(futur) - Der Software-Riese Microsoft hat zum Jahresende prächtig verdient, Anleger reagierten dennoch skeptisch. Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) legte der operative Gewinn im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar (9,0 Mrd. Euro) zu, wie Microsoft am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Das App-perium schlägt zurück
Facebook erzürnt Apple mit regelwidriger Marktforschungs-App.
(turi2) - Apple schmeißt Facebook nach einem Missbrauchsfall aus seinem Programm für Firmenapps. Facebook hatte mithilfe der App Facebook Research im Tausch gegen 20-Dollar-Gutscheinkarten erhebliche Datenmengen auf den iPhones von Freiwilligen zwischen 13 und 35 ausgelesen. Fraglich ist, ob den Nutzern der App den Umfang ihrer Forschungshilfe klar war. Da die App ziemlich klar gegen die Bedingungen des App Store verstoßen hätte, hat Facebook sie als Firmen-App lanciert, die Apple nicht vorab prüft. Dieser Weg darf aber laut Apples Regeln nur auf die iPhones von Mitarbeiter der jeweiligen Firma führen.

Medienticker vom 30.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Gier und Machtstreben sind eben so groß, dass Männer den Frauen dann doch lieber in den Mantel als in ein wichtiges Amt helfen.(Carmen Thomas)

Heute u. a.:
Pressefreiheit
Wie Volkswagen Journalisten gängelt
(hor) - Der Autobauer lädt Journalisten zu einer Veranstaltung ein, verbietet ihnen dort aber mitzuschreiben, zu filmen oder zu fotografieren. Dem nicht genug, verpflichtet er sie, Artikel vor Veröffentlichung von der Presseabteilung absegnen zu lassen.

KI im Verlagswesen
Welche Arbeitsplätze sind ersetzbar?
(vz) - Künstliche Intelligenz könnte im Verlag und in der Buchbranche an verschiedenen Stellen eingesetzt werden. Noch ist man in der Entwicklung nötiger KIs nicht sonderlich weit, aber ein Boom wird Mitte dieses Jahrhunderts erwartet, weshalb sich Verlage, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, frühestmöglich mit diesem Thema beschäftigen sollten.

Soziale Netzwerke
Wo Mitgefühl überbewertet wird
Immer mehr Nutzer reagieren mit Häme und Sarkasmus auf Tragödien
(nb) - Zwei Jugendliche fallen nach einer Rangelei auf die Gleise der Nürnberger S-Bahn, werden überrollt und sterben. Ein Zweijähriger stürzt in Spanien in einen Brunnen und wird nach fast zwei Wochen Suche gefunden - tot. Zeit für etwas Mitgefühl? Nicht auf Facebook. Eine sehr persönliche Wutrede von Online-Redakteur Christian Urban.

 Fusion von
Facebook-Messengerdiensten
(dfkl) - Die Messengerdienste von Facebook und Instagram sowie WhatsApp sollen zusammengelegt werden, so berichten es Medien. Sollte Facebook-Chef Mark Zuckerberg das tatsächlich planen, wäre es eine politisch kluge Aktion, meint der Journalist Martin Fehrensen.

Anzeigenplus von 124 Prozent
Plötzlich sind Stories Facebooks neuer Wachstumstreiber
(mee) - Es schien eine Kopie ohne größeren Nutzen zu sein: Facebook Stories wurden beim Launch Anfang 2017 weitgehend belächelt. Wer brauchte nach dem erfolgreichen Start des von Snapchat kopierten Stories-Formats bei der konzerneigenen Tochter Instagram eine weitere Variante beim weltgrößten Social Network? Rund eineinhalb Jahre später ist klar: Mehr als 300 Millionen Mitglieder des Social Networks. Der penetrante Push dürfte sich 2019 auszahlen: Wie die Deutsche Bank berichtet, hat Facebook die Werbeumsätze mit Stories in den letzten zwölf Monaten mehr als verdoppelt.

Medienpreis Parlament
Jury-Berufung von Don Alphonso in der Kritik
(dlf) - Der Medienpreis des Bundestages gehört zu den renommierten Auszeichnungen für Journalisten. In diesem Jahr hat er jedoch ein umstrittenes neues Jurymitglied: den Blogger Rainer Meyer alias "Don Alphonso". Politiker und Journalisten kritisieren das.

Gendersternchen
Anglizismus des Jahres
(sp) - Sprachwissenschaftler haben für 2018 ein Wort und Schriftzeichen zum Anglizismus des Jahres erklärt: Das * oder Gendersternchen. Die Jury will damit Bemühungen um eine gendergerechte Sprache würdigen.

Das Leben der Anderen
Wie weit darf Fiktionalisierung gehen?
Gespräch mit Thorsten Ahrend vomLiteraturhaus Leipzig über die Vorwürfe von Andreas Platthaus (FAZ) gegenüber Christoph Hein (6:36 min)

Eine Frau rebelliert
"Ingrid Wiener und die Kunst der Befreiung"
Gespräch mit der Autorin Carolin Würfel

Medienticker vom 29.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, wirst du zwischen den Sternen landen." (Friedrich Nietzsche)

Heute u. a.:
Investigativer Journalismus
Wühlen in privaten Daten
(dlfk) - Anfang des Jahres kursierten im Netz privateste Daten von Politikern, Prominenten und Journalisten. Während die Ermittlungen über die genauen Hintergründe noch laufen, stellt sich für Journalisten eine zentrale Frage: Dürfen sie die Dokumente durchforsten, obwohl sie ihnen nicht gezielt zugespielt wurden?

Medienrealität
Die "Fake News"-Falle
(mee) - "Das da ist fake news, aber da ist überhaupt nichts problematisch dran" - hört sich komisch an und kann auch gar nicht sein, oder? Stimmt, sagt Dr. Christian Wendelborn, Philosoph an der Universität Konstanz. Er plädierte im Rahmen der Fachtagung "FAKE" dafür, dass wir auf den Begriff der "Fake News" ganz verzichten. Warum das so ist, und was Wissenschaft und Praxis aus der Philosophie lernen können, lesen sie hier.

Wirtschaftsjournalismus
"Es geht um die Leser in ihrer Rolle als Verbraucher"
(mes) - Im Doppelinterview sprechen die Wirtschaftsjournalisten Jens Bergmann (brand eins) und Jan-Henrik Petermann (dpa) über das neue Selbstverständnis ihres Berufszweigs und erklären, wie sie trotz oft fehlender Auskunftspflichten für Unternehmen an Interna kommen. Das Gespräch führte Messsage-Herausgeber Volker Lilienthal zum Auftakt einer Projektwerkstatt "Wirtschaftsjournalismus" an der Universität Hamburg.

"Rechtswalzer"
Krimi über das neue Österreich
(dlfk-audio) - Gespräch mit Franzobel (9:59 min) 
"Ein Mann in den Fängen der Justiz, ein Mord - und der Opernball als Propagandaspektakel. Der neue Kriminalroman von Franzobel
- "Der erfolgreiche Getränkehändler und Barbesitzer Malte Dinger ist ein Glückspilz. Als er jedoch unverschuldet in die Fänge der Justiz gerät, steht plötzlich seine ganze Existenz auf dem Spiel. Für den Balkan-Casanova Branko ist das Leben da schon vorbei. Vieles deutet darauf hin, dass er das Opfer abseitiger sexueller Praktiken geworden ist, doch Kommissar Groschen glaubt nicht recht daran. Das Verhältnis Brankos zu der lustig gewordenen Witwe des Bautycoons Hauenstein bringt dann die Machenschaften der neuen rechtsnationalen Regierung ans Licht, die den bevorstehenden Opernball als Propagandaspektakel inszenieren will. Franzobels neuer Krimi spielt in der Zukunft, ist aber brandaktuel" (Kappentext)

Berichterstattung über Glyphosat
taz zwingt Bayer in die Knie
(taz) - Der Chemiekonzern wollte der taz eine Titelseite zum Pestizid Glyphosat verbieten. Die taz klagte dagegen - jetzt zieht Bayer zurück. -Titelseiten der taz sind bekannt für ihren Humor. Am 24. Oktober 2018 zum Beispiel druckte die Zeitung eine Persiflage auf Pharmaanzeigen. Vor einem grellen rosa Hintergrund prangte die Schlagzeile "Das Krebs-Rundumpaket". Der Untertitel pries eine Recherche auf der Seite 3 an: "Der Bayer-Konzern vertreibt Glyphosat, ein Mittel, das wohl Krebs verursacht. Er verkauft aber auch eines, das Krebs heilen soll".

Facebook
Zuckerberg bricht sein Whatsapp-Versprechen
(sz) Mit der Fusion der Whatsapp-, Instagram- und Messenger-Technik beendet der Facebook-Chef die Unabhängigkeit der Apps endgültig. Das macht den Weg frei für eine gigantische Datenbank über Milliarden Menschen.

Ein Dreiklassensystem
Freie Mitarbeiter bei ARD und ZDF
(taz) - Eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung zeigt, dass freie Mitarbeiter*innen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in vielen Bereichen benachteiligt sind.

Zentrum für digitale Lexikographie
Die gesamte deutsche Sprache in einem Wörterbuch
(dlfk) - Kiezdeutsch, Goethe, Gebrauchsanweisung: Die deutsche Sprache kann sehr unterschiedlich klingen. Das Zentrum für digitale Lexikographie will ein digitales Informationssystem schaffen, das die deutsche Sprache in all ihren Spielarten erfasst - und hörbar macht.

Medienticker vom 25.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Die Menschen protestieren viel heftiger gegen Pelz als gegen Leder, denn es ist einfach sicherer, reiche Damen zu schikanieren als Motorradgangs." (Alexei Sayle)

Heute u. a.:
Der Wandel des Lesens
Welche Bedeutung hat das Lesen noch? Welche Rolle spielen Feuilletons?
(brp) - Und welche Motivation gibt es zu lesen? Diese Fragen besprechen Literaturwissenschaftler Steffen Martus und Literaturtheoretiker Carlos Spoerhase in einem Interview im Freitag (Ausgabe v. 24.1.). Das Oberthema ist der Wandel des Lesens. Dabei reißen die beiden Professoren unterschiedliche Themen an:

Quo vadis?"
Auswirkungen der Studie "Buchkäufer
(bb) - Vor einem Jahr hat Jana Lippmann, Marktforschungsexpertin des Börsenvereins, bei der IG Belletristik und Sachbuch die ernüchternden Ergebnisse der Studie "Buchkäufer - quo vadis?" vorgestellt. Beim diesjährigen Jahrestreffen der Verleger präsentierte Lippmann, wie die Branche die Leser zurückgewinnen will - und einen ersten Lichtblick bei der Käuferentwicklung

Welt-Chefredakteur
Ulf Poschardt will Leser loyalisieren
(turi2 podcast) - Ein Mann von "Welt": Ulf Poschardt ist Chefredakteur der crossmedialsten Redaktion Deutschlands. Unter dem Dach einer Marke versammeln sich News-Site und Apps, Zeitungen und Hochglanz-Beilagen, Podcasts und ein TV-Sender. Im turi2 podcast bespricht Poschardt mit Peter Turi, wie er in diesem Gewirr die wichtigste Aufgabe meistert: digitale Leser zu loyalisieren

Münchener Appell der deutschen Literatur- und Sachbuchverlage
"Die europäische Kreativwirtschaft braucht ein faires Urheberrecht"
(bb) - Die deutschen Literatur- und Sachbuchverlage verabschiedeten anlässlich ihrer Jahrestagung in München heute einen Appell an Bundesregierung, Europäischen Rat und Europäisches Parlament, in dem sie ein faires Urheberrecht einfordern. Damt reagieren sie auf die Verzögerung im Gesetzgebungsprozess zur EU-Richtline zum Urheberrecht.

Yang Hengjun
Chinesisch-australischer Autor bei Heimatbesuch festgenommen
(sp) - Er galt als vermisst, nun bestätigt sich ein Verdacht: Yang Hengjun, Autor mit chinesischer und australischer Staatsbürgerschaft, befindet sich in seinem Heimatland in Gewahrsam. Er gilt als Kritiker des KP-Regimes.

Globalisation 4.0
Die "Telemigration"?
(piqd) - Das Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert dieses Jahr unter dem Motto "Globalisierung 4.0". Baldwin analysiert in diesem Artikel auf der Webseite des Forums kurz die drei bisherigen Globalisierungen und charakterisiert die vierte Welle als Globalisierung, die es erlaubt Dienstleistungen weltweit zu handeln, ohne dass sich die Arbeitskräfte physisch bewegen müssen. Er nennt es "Telemigration" ... von Thomas Wahl

Das simulierte Internet
(piqd) - In diesem kurzen interessanten Artikel in der SZ weist Michael Moorstedt darauf hin, dass der tatsächlich von Menschen verursachte Datenverkehr in Internet gerade mal noch 60 Prozent ausmacht. Der Rest stammt von automatisierten Skripten und gekaperten Computern. In erster Linie soll es sich dabei um kriminelle Methoden handeln, indem Bots Fake-Webseiten besuchen, um so letztlich Werbeerlöse zu kassieren. Von Jörn Klare

Trump, die Mauer & das Framing
Wie sich der Diskurs des Sagbaren verschiebt
(piqd) - Der Diskurs des Sagbaren hat sich schon lange nach rechts verschoben. Die Rechten sind schon längst daran, auch das Machbare zu verschieben. Absurderweise ist der Diskurs zur Mauer und den Asylsuchenden aus Mittel- und Südamerika, nicht so unähnlich zu dem, was die Bundesrepublik letzten Sommer lahmgelegt hat (wir erinnern uns: sollen Flüchtlinge an der Bayerischen Grenze zurückgewiesen werden oder nicht). Eine Scheindebatte: Da es sich um etwa fünf Personen im Monat handelte, die dieser Passus betraf - und der dennoch fast die ganze Bundesregierung gesprengt hatte. Trumps Geschacher um die Mauer nach Mexiko legt nun schon seit 33 Tagen die USA still - und ist damit der längste Shutdown in der 243-jährigen Geschichte des Landes. Von Alexander Sängerlaub

Zeitdiebe
Das Smartphone klaut uns unsere Zeit
(piqd) - Als Kind der 80er Jahre dachte ich ja lange, dass die Zeitdiebe so aussehen wie in Michael Endes wunderbarem Buch Momo: glatzköpfige Herren in grau, die einem unbemerkt aber effektiv die wertvolle Lebenszeit stehlen. Von Marcus Ertle

Wie die Macht der
Medienstellen den Sportjournalismus beeinflusst
(mw) - Die Professionalisierung im Sport hat viele Folgen. Eine davon: Unabhängiger Journalismus wird immer schwieriger. Zwischen Sportler und Reporter drängen sich immer mehr Angestellte des Vereins. Dies ist gefährlich, sagen Experten.

Fake-News
So manipulierbar sind wir gar nicht
(zeit) - Haben Fake-News US-Wähler 2016 beeinflusst? Eine neue Studie sagt: eher nicht. Falsche Nachrichten sind längst nicht so verbreitet wie die Debatte über sie. Von Lisa Hegemann

Keine Parallelen zum Fall Relotius
WDR-TV-Chefin über Fehler bei "Menschen hautnah
(mee) - Nachdem der WDR auf Mängel in drei Folgen des Doku-Formats "Menschen hautnah" aufmerksam gemacht wurde, hat der Sender nach einer Prüfung unzulässige Verzerrungen festgestellt. Die Zusammenarbeit mit einer Autorin wurde daraufhin beendet, sie wehrt sich und sieht sich als "Bauernopfer". Meedia hat mit der WDR-Fernsehchefin Ellen Ehni über den Vorfall, redaktionelle Fehler und die Konsequenzen daraus gesprochen.

+ Philosophie
Der Wille zur Großthese
Peter Sloterdijk: "Neue Zeilen und Tage. Notizen 2011 - 2013"
(dlf) - Kein überraschender Gedanke, keine Entwicklung, keine Zweifel: Die Fortsetzung der Tagebücher von Peter Sloterdijk lesen sich für unseren Rezensenten wie ein persönliches Bollwerk gegen die Vergänglichkeit eines Meinungsautomaten - nicht wie die Anregungen eines Philosophen. - mehr in der Bücherschau


Denken als sechster Sinn
Markus Gabriel: "Der Sinn des Denkens"
(dlf) - Mit "Der Sinn des Denkens" ist dem Bonner Philosophen Markus Gabriel ein wirklich großer Wurf gelungen. Darin geht er der Frage nach, wie kritische Philosophie im postfaktischen Zeitalter aussehen könnte. Seine Antwort: Es bedarf eines Neuen Realismus.  - mehr in der Bücherschau

Medienticker vom 24.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Eigensinn macht Spaß." (Hermann Hesse)

+ Aktualisiert: 13:30 Uhr

Heute u. a.:
+ Kommunikation im Weißen Haus
Trump stellt Pressekonferenzen infrage
(sp) - Donald Trumps Sprecherin tritt immer seltener vor Journalisten auf. Auf Twitter erklärt der US-Präsident nun, warum - und attackiert erneut die Medien.

+ DSGVO-Verstöße
Nach Datenschutz-Strafe
(mee) - Google legt Widerspruch gegen 50 Millionen Euro Bußgeld ein
Panikmache oder ernst gemeint?
Google droht erneut Aus von Google News an,
falls EU-Leistungsschutzrecht kommt
(mee) In Brüssel planen Verhandlungskommissionen nach dem neuen Leistungsschutzrecht eine EU-weite Abgabe auf kurze Textschnipsel. Vor allem Google passt das gar nicht ins Kalkül. Erneut stellt der US-Internetkonzern eine Abschaltung seines Google News-Dienstes in Aussicht - und testet derzeit öffentlichkeitswirksam, wie die Suchmaschine ohne die Textausschnitte aussehen würde. Wie ernst ist die Lage?
Lesetipp zur EU-Reform des Urheberrechts
"Wir befinden uns in einem massiven Kulturkampf"
(bb) - Helga Trüpel von den Grünen erklärt im Interview mit der "Welt", unter welchen Bedingungen die Reform des europäischen Urheberrechts doch noch in Gang kommen könnte - trotz Protesten aus dem Technologieumfeld. Ein Lesetipp.

EU-Urheberrechtsreform
Kein Kompromiss in Sicht
(bb) - Verlage und Start-ups streiten um die Ausgestaltung des Leistungsschutzrechts. Die EU-Staaten finden keine einheitliche Position. Eine für Montag angesetzte Verhandlung wurde von EU-Rat, Kommission und Parlament kurzerhand abgeblasen. 

Was liest China?
Bestsellerliste
(fr) -Ein Blick auf die chinesische Bestsellerliste.
Die Online-Zeitschrift Publishing Perspectives beobachtet die Buchmärkte und alles, was mit Büchern zusammenhängt. Sie wurde 2009 von der New Yorker Niederlassung der Frankfurter Buchmesse gegründet. In seiner neuesten Ausgabe berichtet das Magazin über die Entwicklungen auf dem chinesischen Buchmarkt. Er wächst. 2018 wurden Bücher für 89,4 Milliarden Yuan (11,56 Milliarden Euro) verkauft, also 11,3 Prozent mehr als 2017. Die Verkäufe in den Buchhandlungen nehmen ab. Im vergangenen Jahr um 6,69 Prozent. Das Wachstum wird also vor allem vom boomenden Online-Verkauf produziert. Kein Wunder: Im Schnitt kostet ein Online-Buch 38 Prozent weniger als das in der Buchhandlung gekaufte Exemplar.

Türkei
Haft für Journalistin
(ndr) - Ein Jahr Gefängnis wegen "übler Nachrede"? Dabei hatte Pelin Ünker über die Söhne des ehem. türkischen Ministerpräsidenten und deren Rolle in den "Paradise Papers" berichtet.

Äthiopien
Ein bisschen Pressefreiheit
(dlf) - Noch steht Äthiopien auf Platz 150 der Rangliste der Pressefreiheit. Doch seit Abiy Ahmed Premierminister ist, ändert sich die Lage. Der Politiker hat die restriktive Mediensteuerung der Regierung gestoppt. Auch wenn das noch nicht alle Probleme löst.

Buchhandelskette
Thalia wirft Holocaustleugner aus dem E-Shop
(wp) - Soziale Medien schlagen Alarm - thalia.de verkauft Bücher, die verboten sind. Die Buchhandelskette entschuldigt sich bei den Kunden.


Lesen mit dem ganzen Körper
Das gedruckte Buch in digitalen Zeiten
(dlfk) - Leseforscher haben herausgefunden, dass Texte besser verstanden werden, wenn man sie auf Papier liest. Der Philosoph Wolfram Eilenberger unterstützt diesen Befund: Denn man lese nicht nur mit Augen und Hirn, sondern mit dem ganzen Körper.
Wolfram Eilenberger im Gespräch mit Korbinian Frenzel
Zeit fürs Lesen finden

"Wählen Sie großzügige Bücher, die keine irre Disziplin erfordern." © Mark Long für DIE ZEIT
(zeit) - "Kinder, Job, Haushalt und auch noch Zeitungslektüre. Wie kann ich obendrein Bücher schaffen?" - Ella liest Die Zeit seit meinem Studium. Sie hat mich durch mein gesamtes Leben als Erwachsene begleitet und war schon da, bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, bevor meine Kinder geboren wurden und bevor ich beruflich durchgestartet bin. All diese Umbrüche haben mich nicht davon abgehalten, Woche für Woche ausführlich und interessiert die Zeitung zu lesen. Die Frage, die ich mir aber nach all den Jahren stelle: Wie soll ich nebenbei auch noch Bücher schaffen?



Studien weisen auf
Zusammenhang zwischen Umfeldqualität und Klickbetrug hin
(mee) - Der Schaden, der durch Online-Werbebetrug entsteht, ist enorm: auf 6,5 Milliarden Dollar schätzt der Bot-Baseline-Report den weltweiten Schaden für 2017. Gleichzeitig ergab eine andere Untersuchung, dass drei Viertel der hundert Top-Marken in nicht-markensicheren oder betrügerischen Umfeldern gesichtet wurden. Ein Problem, das sich leicht vermeiden lässt?

Podcast
Mathias Döpfner interviewt als Podcast-Host KI-Experte Alex Karp
(mee) - Ungewohnte Rolle für den Vorstandsvorsitzenden: Für eines der raren Interviews mit dem US-amerikanischen Software-Spezialisten und KI-Experten Alex Karp übernahm Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner die Rolle des Podcast-Moderators und führte das Gespräch mit dem Gast aus dem Silicon Valley selbst. Der CEO von Palantir Technologies äußerte sich zu Chancen und Grenzen der Künstlichen Intelligenz und der Frage, wem in der digitalen Welt die Daten gehören.

Redaktionen unternehmen zuwenig 
gegen Desinformation auf Facebook
(mee)- #ichbinhier-Admin Alex Urban nimmt Medien in die Pflicht. Als Admin der Facebook-Gruppe #ichbinhier überblickt Alex Urban täglich die Nutzer-Kommentare auf den großen Medienseiten bei Facebook. Im Interview mit MEEDIA fordert er die Online-Redaktionen zu mehr Verantwortung auf - man dürfe Accounts, die den Diskurs vergiften und ihre Narrative verbreiten wollen, keine Bühne bieten. Das Thema müsse endlich in den Köpfen der Redakteure ankommen.

Neue Regeln
Spotify lässt Blockieren von Musikern zu
(faz) - Spotify führt eine Funktion zum Blocken von Künstlern ein. Dahinter steckt der Fall des amerikanischen Popstars R. Kelly. Jetzt sollen die Nutzer selbst entscheiden

Fußball und Fernsehen
Das Geld hat den Sportjournalismus versaut
(120min) - Jährlich überweisen Fernsehsender und andere Bewegtbild-Plattformen einen Milliardenbetrag für die Übertragung von Fußballspielen. Herauskommen sollen Produkte, die unterhalten und den Nutzern gefallen. Schließlich finanzieren die Konsumenten die Sendungen zu einem Großteil über ihre Beiträge. Doch wie vertragen sich Unterhaltung und kritischer Journalismus? Wie viel dürfen die Reporter tatsächlich fragen, wenn ihre Arbeitgeber den "Fußballzirkus" in seiner heutigen Form überhaupt erst ermöglichen? Und wie viel Distanz ist überhaupt möglich als Teil des Systems? Der Artikel geht der Frage nach, ob Fußballübertragungen und die Berichterstattung drumherum wirklich kritisch sein können. Und auch, ob sie es überhaupt sein müssen.

Vorm Bundesgerichtshof
Böhmermanns Schmähgedicht
(sz) - "Wir haben Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt", sagte Böhmermanns Anwalt Christian Schertz. Mit dem Schritt trägt er den Rechtsstreit um das Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Erdoğan eine Instanz höher. Das Oberlandesgericht Hamburg hatte dem Satiriker im Mai vergangenen Jahres verboten, 18 von 24 Versen des Gedichts vorzutragen.

Medienticker vom 23.01.2019 - Heute u. a.

Zitat des Tages:
(Die beste Zeit zum Telefonieren ist Email" (Frank Westphal von rivva)

 + Aktualisiert: 12:00 Uhr

Heute u. a.:
+ Studie zur Mediennutzung
Deutsche verbringen täglich 634 Minuten mit audiovisuellen Medien
(hei) - Deutsche nutzten Medien 2018 rund zehneinhalb Stunden täglich wie aus einer Studie des Verbands für private Medien Vaunet hervorgeht.

+ Print-MA
Deutliche Reichweitenverluste für die Zeitschriftenbranche,
(mee) - vor allem für Titel wie stern, Gala, kicker und Focus

+ Böhmermann geht vor den BGH
Was ist erlaubt zu Erdogan?
(faz) - Der Bundesgerichtshof soll zu dem Gedicht "Schmähkritik" urteilen, das Jan Böhmermann im ZDF über den türkischen Präsidenten Erdogan vorgetragen hatte. Gegen die zuletzt nicht zugelassene Revision legt sein Anwalt Beschwerde ein.

+ EU-Urheberrechtsreform
Kein Kompromiss in Sicht
(bb) - Verlage und Start-ups streiten um die Ausgestaltung des Leistungsschutzrechts. Die EU-Staaten finden keine einheitliche Position. Eine für Montag angesetzte Verhandlung wurde von EU-Rat, Kommission und Parlament kurzerhand abgeblasen. 

Debatte um Takis Würger
Mit Kanonen auf Spatzen geschossen
(stgt) - Und schon wieder hat die Republik eine Erregung: Seit einer Woche tobt ein Streit über den neuen Roman von Takis Würger. "Stella" ist das Buch der Stunde - nicht weil es so gut, sondern weil es so schlecht ist. Was läuft da eigentlich falsch?
(bb) - Takis Würger mit "Stella" auf Platz 4 den Buchcharts 23.01.19
mehr in der Bücherschau


Handball
Kommentatoren ohne Distanz
(djv) - Was war das wieder für ein packendes Handballspiel am gestrigen Abend. Die Begegnung machte Spaß, die Kommentatoren aber bereiteten eher Bauchschmerzen.

Journalismus
Investigative Kultur in allen Redaktionen
(jour) - In unserer neuen Serie "Mein Blick auf den Journalismus" fragen wir die klugen Köpfe der Branche, wie wir den Journalismus besser machen. Teil 1: Daniel Drepper. Er ist Chefredakteur von BuzzFeed Deutschland und hat dort im vergangenen Jahr ein vierköpfiges Newsteam aufgebaut. Drepper glaubt, dass der deutsche Journalismus sehr viel besser sein könnte, wenn er sich die richtigen Fragen stellen würde.

Relotius-Affäre
Haben Journalisten endgültig das Vertrauen verspielt?
(kress) - Nach der Relotius-Affäre fordern einige das Ende der Reportage, die Verdammung von Schönschreibern und die Abschaffung von Journalisten-Preisen. Paul-Josef Raue schaut in seiner Kolumne zurück: Neu sind Vorwürfe nicht, dass Journalisten desinformieren und lügen.
Was mit Englisch: Clusterfuck beim Spiegel
(kress) - Als sich in den vergangenen Wochen der mexikanische Wüstenstaub wieder langsam legte, den die Lügengeschichten des Reporters Claas Relotius aufgewirbelt hatten, musste ich daran denken, dass journalistischer Erfindergeist in der Redaktion des Spiegel eine gewisse Tradition hat - jedenfalls wenn es um unsere Lieblingsfremdsprache Englisch geht.
Erzähl mir nix! Lügen, Wahrheit, Storytelling
(dlfk) - Im Feuilleton geht's gerade zu wie in einer Vorabendserie: Alle paar Tage muss über Lüge und Wahrheit beraten werden, kurz nach #Relotius im "Spiegel". Dazu streitet das Feuilleton über "Stella", das neue Buch von Takis Würger. Wir kümmern uns um den Kern dieser Debatten: das Geschichtenerzählen.
Medienjournalismus: Die Schönheit einer Lüge
(zeit) - Der Fall Claas Relotius zeigt die offene Flanke des Edelfederjournalismus: Die Medienbranche muss sich der Macht der narrativen Verführung bewusst werden.
Ein Gastbeitrag von Bernhard Pörksen
Die besseren Schriftsteller
(bgl) - inzwischen mehren sich ja auch die üblichen Täterversteher wieder, die die Motivation überall suchen nur nicht mehr beim Verursacher. Da ist natürlich das Publikum oder sofort die "neoliberale" Wirtschaft, die Journalistenpreise und deren Juroren oder das interne Fehlermanagement des Spiegel. Herr Niggemeier stört der Stil des Aufklärungstextes von Herrn Fichtner, der, und das überrascht nun wirklich, im üblichen Spiegel-Jargon geschrieben sei. Ja wie denn auch sonst, möchte man hinterherrufen und noch einmal auf den Enzensberger-Text von 1957 hinweisen. Von Gregor Keuschnig
Wir schreiben einfach wundervoll: Der Fall Relotius und die Medien
(nzz) - Die Bedeutung der "Spiegel"-Affäre rund um den Fall Relotius geht über die individuelle Verfehlung eines Autors und die Gutgläubigkeit einer Redaktion hinaus. Es zeigt sich hier das Ausmass an Entfremdung zwischen Medienmachern und dem Publikum.

Streaming-Dienst
Was wirklich hinter den guten Netflix-Zahlen steckt
(sz) - Der Streaming-Anbieter Netflix erhöht in den USA die Preise. Ein Blick auf die Geschäftszahlen zeigt, wie viel Geld das Unternehmen inzwischen für die Produktion von Serien und Filmen ausgibt. Netflix ist quasi gezwungen, weiter zu investieren, um sein Alleinstellungsmerkmal nicht zu verlieren - doch die Konkurrenz lauert schon

Frauenzeitschriften

Leicht sein ist nicht alles
(sz) - Im Januar dominieren Tipps zum Abnehmen die Cover der Frauenzeitschriften. Auf Laufstegen und in der Werbung ist zuletzt der Eindruck entstanden, Schlanksein sei nicht mehr das Wichtigste. Auch wenn sich einiges verändert hat, die Message bleibt: Alles am Körper soll gewollt und bewusst gemacht wirken. Zeitschriften transportieren jedoch auch das, was in der Popkultur vorherrscht.