Richard Kämmerlings, geboren 1969 in Krefeld, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Köln und Tübingen. 1997 begann er als Literaturkritiker für den Rundfunk und die Neue Zürcher Zeitung zu arbeiten. 2001 wurde er Literaturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 2010 ist er Leitender Redakteur im Feuilleton der Welt.
Necla Kelek, geboren 1957 in Istanbul, kam mit 9 Jahren nach
Deutschland. Sie hat in Hamburg und Greifswald Volkswirtschaft und
Soziologie studiert und über das Thema "Islam im Alltag" promoviert.
Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin, Publizistin und
Politikberaterin in
Berlin und Hamburg, schreibt regelmäßig Kolumnen u.a. in der Mainzer
Allgemeinen, bei Emma und der NZZ sowie Gastbeiträge in allen großen
Medien. Sie hält Vorträge und Reden, veranstaltet Workshops und
Berufsfortbildungen und ist aktuell im Projekt „R.future.tv“, einem
Medien- und Integrationsprojekt mit (seit 2016) Geflüchteten in Berlin-
Prenzlauer Berg aktiv. Seit März 2020 ist sie Vorsitzende des Vereins
„Verein Säkularer Islam – Hamburg“. Außerdem ist sie seit 2014 Vorstandsfrau von Terre des Femmes.
Kelek veröffentlichte u.a. die Bücher "Die fremde Braut", 2005; "Verlorene Söhne", Köln 2006; "Bittersüße
Heimat - Bericht aus dem Inneren der Türkei" 2008; "Himmelsreise - Mein
Streit mit den Wächtern des Islam" 2010; "Die unheilige Familie", 2019. Keleks Arbeiten wurden
vielfach ausgezeichnet, u.a. 2005 mit dem Geschwister-Scholl-Preis der
Stadt München sowie 2006 dem Sachbuchpreis "Corine". Die Universität
Duisburg-Essen verlieh ihr im November 2006 die Mercator-Professur. 2009
erhielt sie den "Hildegard-von-Bingen-Preis" für Publizistik. 2010 den
"Freiheitspreis" der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Navid Kermani, geboren 1967, ist habilitierter Orientalist und war bis 2003 Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in Köln. Für sein akademisches und literarisches Werk ist er mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Stipendium der Villa Massimo in Rom. Er hat einen deutschen und einen iranischen Pass.
Imre Kertesz, geboren 1929 in Budapest, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und 1945 in Buchenwald befreit. Sein autobiografischer "Roman eines Schicksallosen", den er Anfang der 70er Jahre abgeschlossen hatte, wurde zunächst von den Verlagen abgelehnt und nach seiner Veröffentlichung 1975 jahrelang ignoriert. Erst nachdem sich die politische Situation in Ungarn geändert hatte, brachte die Neuausgabe dem Autor die lange versagte Anerkennung und schließlich den
Nobelpreis für Literatur 2002. Weitere Werke: "Fiasko" (1988), "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind" (1989) und "Ich ein anderer" (1997).
Florian Kessler wurde 1981 geboren. Er studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, wo er danach mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit promovierte. 2013 erschien sein Sachbuch "Mut Bürger - Die Kunst des neuen Demonstrierens". Heute arbeitet er als Publizist, schreibt u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Zeit und die tageszeitung, und ist Lektor für deutschsprachige Literatur im Carl Hanser Verlag.
Tengis Khachapuridse, geboren 1952 in Georgien, studierte an der Staatlichen Technischen Universität und am Pädagogischen Institut für Fremdsprachen in Tiflis. Er ist Diplomingenieur, Übersetzer und Schriftsteller. Auf Deutsch erschienen sind der Roman "Rettungsringe" sowie Erzählungen. Er übersetzte verschiedene österreichische Schrifsteller ins Georgische, darunter Franz Kafka, Franz Werfel und Heimito von Doderer.
Michael Kienzl, geboren 1979, hat in Wien und Berlin Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft studiert. Als freier Kulturjournalist schreibt er für verschiedene Print- und Online-Medien. Außerdem ist er Redakteur des Filmmagazins critic.de.
Christiane Kiesow, geboren 2001, studiert Germanistik und Philosophie in Greifswald. Sie ist im Vorstand der Pommerschen Literaturgesellschaft e.V., schreibt auch selbst und hat Kritiken für das Signaturen-Magazin, Fixpoetry und die Lyrikzeitung verfasst.
Stefan Kister, geboren 1964 in Stuttgart, promovierte nach dem Studium der Germanistik und Philosophie mit einer Arbeit über Totenkult und Gedächtnis. Ein Lehrauftrag an der Universität Tübingen weckte in ihm die Lust an Texten ohne Fußnoten, die er als Literatur- und Theaterkritiker für verschiedene überregionale Zeitungen wie Die Welt, die Taz und den Tagesspiegel auslebte. Heute ist er Redakteur im Kulturressort der Stuttgarter Zeitung und dort unter anderem zuständig für Literatur und den wöchentlichen StZ-Newsletter „Lesezeichen“.