Mit Patrick Beuth
wendet sich in
Zeit online ein Veteran an die neue Generation der Internetnutzer: "Liebe
Snapchat-Nutzer, Ich weiß, wir haben unsere Differenzen. Euer Internet besteht aus Fotos und Videos, meines aus Buchstaben. Ihr findet,
Regenbogenkotze sagt mehr als 1.000 Worte, ich mag Nebensätze. Ihr lest das hier vermutlich nicht einmal. Trotzdem möchte ich euch warnen:
Sie sind hinter euch her! Sie kommen, um euch zu holen! Mit 'sie' meine ich alle, die Snapchat beruflich nutzen, und nicht, weil sie es wollen. Die Spaßbremsen. Die
Uncoolen. Die euch schon Facebook versaut haben, zusammen mit euren Eltern."
Facebook möchte mit "Facebook Instant Articles" zu
Nachrichtenseite Nummer 1 im Netz werden und hat zu diesem Zweck sogar Journalisten als "News Curators" angestellt. Michael Nunez von
Gizmodo hat mit einigen von ihnen gesprochen: "In den Interviews haben diese ehemaligen Redakteure von grauenhaften Arbeitsbedingungen und einer
Kultur der Geheimniskrämerei gesprochen, in der sie als verzichtbare Außenseiter behandelt werden. Nach einer Tour durch Facebook sagen fast alle, dass sie glauben, nicht angeheuert worden zu seien, um dort wirklich zu arbeiten - sie vermuten, dass sie als
Trainingsmodule für Algorithmen dienten."
Nett ist es auf der diesjährigen
re:publica, um nicht zu sagen "muckelig",
notiert ein milde enttäuschter Johannes Boie in der SZ. "Die Radikalität, mit der etwa der 'Chaos Computer Club' einmal jährlich auf seiner ebenfalls erfolgreichen Konferenz die Entwicklungen des Netzes auseinandernimmt, kritisiert, forciert, beschwört oder ablehnt, die fehlt auf der re:publica. Dafür gibt es sehr
leckeres Kimchi und Currywürste, und nach dem Tagesprogramm lädt Facebook zum Schnitzelessen oder Werbeleute zum Fußballgucken auf das Dach seiner Agentur."