Amazon will die Autoren auf seiner Self-Publishing-Plattform künftig nicht mehr nach "Ausleihen"
honorieren, sondern nach der Zahl der tatsächlich gelesenen Seiten,
meldet Angela Schader in der
NZZ. Sie hat allerdings ihre Zweifel, ob
diese Honorierungsart gerechter ist als die alte: "das Lesegerät ist ja prädestiniert für Lektüren unterwegs und in Kontexten, wo man sich nicht unbedingt auf Komplexes einlassen kann oder mag. Und sollte unter den
schmalen Novellen einmal eine sein, die nicht nur ein Juwel ist, sondern auch von den Lesern als solches erkannt wird, dann geht die Rechnung immer noch nicht auf: Sogar mit einem ganzen Tross begeisterter Leser wird das Buch aufgrund des neuen Bezahlmodells weniger einspielen als ein
fetter,
süffiger Wälzer mit wesentlich kleinerer Gefolgschaft."