Journalisten werden in Deutschland vor allem von
Rechtsextremisten angegriffen, wesentlich weniger von Linksextremisten,
schreibt Volkan Ağar in der
taz unter Bezug auf eine
Studie des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit aus Leipzig. "Die dokumentierten Angriffe aus linken und rechten Spektren hätten zudem unterschiedliche Motive: Während im rechten Spektrum eine ideologisch verankerte
Medienfeindschaft verbreitet sei, die in der 'Lügenpresse'-Erzählung von Journalisten gründet, die im Sinne von Eliten gegen das 'Volk' schreiben würden, gebe es ein ähnliches Muster links nicht." Rechts gibt es also etwas und links nicht. Damit ist die Hufeistentheorie widerlegt!
Harry Nutt
schickt dem
Perlentaucher einen schönen Geburtstagsgruß aus der
Berliner Zeitung, und das obwohl wir vielen Kollegen immer auch mal wieder - und bestimmt ungerechter Weise -
wehgetan haben: "Nicht wenige fühlten sich vom
Perlentaucher schlecht behandelt oder falsch verstanden. Das ergab sich schon aus der Unabhängigkeit der Redaktion und deren Lust, sich
gegen Meinungsgleichklang zu positionieren." Und noch ein
Geburtstagsgruß von Michael Angele im
Freitag (unter einer witzigen Illustration): "Wichtiger noch als die Zeitungen
sind die Bücher. Ohne Bücher kann man sich den
Perlentaucher nicht vorstellen."
Der
Rundfunkbeitrag ist nicht mehr
zeitgemäß, meint im
Welt-Gespräch mit Christian Meier der Staatsrechtler
Christian Degenhart, der auch den Autovermieter Sixt bei dessen Klage gegen die Erhebung des Rundfunkbeitrags für betrieblich genutzte Fahrzeuge vertrat. Man könnte darüber nachdenken,
nur den Auftrag und nicht die Anstalten zu finanzieren. Zur Zeit allerdings gehe ein "erheblicher Teil des Budgets ... für
Altersrückstellungen drauf - bei
Altverträgen liegen die Bezüge deutlich über den Bezügen, auch im öffentlichen Dienst. Was nur beweist, dass die Anstalten vor allem früher das Geld mit vollen Händen ausgegeben haben. Bis 1984 gab es ja auch nur den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und der konnte im Grunde machen, was er wollte, seine Intendanten haben sich oft geriert wie
Barockfürsten."