Es gibt immer mehr freie Mitarbeiter, die von den
öffentlich-rechtlichen Sendern kleingehalten werden, damit das so knappe jährliche Budget von
8 Milliarden Euro wenigstens den Festangestellten auskömmliche Lebensbedingungen beschert,
berichtet Thomas Klatt in der
taz. Die Freien versuchen sich zu organisieren, so Klatt: "Während ihre Interessen beispielsweise im
SWR,
WDR oder
Radio Bremen immerhin vom Personalrat wahrgenommen werden, dürfen die Freien beim
RBB nur eine separate Freienvertretung wählen. Die hat aber so gut wie keine Mitbestimmungsrechte. Im
NDR gibt es gleich
überhaupt keine offizielle Vertretung für die Freien." Nun hat sich ein
ARD-Freienrat gegründet.
Die
europäischen Fernsehsender sehen gegenüber
Streamingdiensten wie Amazon Prime und Netflix zusehends alt aus, meint David Pfeifer in der
SZ: "Geld und Kreativität sind sich im Kino danach nie wieder so nah gewesen wie derzeit beim Streaming, allein Amazon will in diesem Jahr
4,5 Milliarden Dollar in Filme und Serien investieren. Auch deswegen wird gerade in der EU eine
Richtlinie erarbeitet, die in
einer Art Quote münden soll, um europäische Produktionen zu fördern. Wer mal in die deutsche Amazon-Serie 'You are wanted' reingesehen hat, ahnt, dass das keine gute Idee ist."
(Via
turi2) In der Schweiz gründet der prominente Journalist
Constantin Seibt per Crowdfunding das neue Internetmagazin
republik.ch. Das Schweizer Publikum zieht mit, wie die Website
stolz verkündet: "Heute morgen sind wir als freie Menschen aufgestanden. Und jetzt, seit 15 Uhr, haben wir über
3000 Verlegerinnen und Verleger. Die
Republik wird gegründet! Wir danken Ihnen für Ihren Mut, für Ihr Geld, für Ihre Schnelligkeit, für Ihr Vertrauen! Und heißen Sie als unsere neuen Arbeitgeber willkommen!"