9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 05.08.2022 - Medien

Die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, tritt nach den zahlreichen Vorwürfen gegen sie (unsere Resümees) mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als ARD-Vorsitzende zurück, meldet unter anderem ZeitOnline: "'Die öffentliche Diskussion um in meinen Verantwortungsbereich fallende Entscheidungen und Abläufe im RBB berührt inzwischen auch die Belange der ARD', begründete Schlesinger den Schritt. Hauptaufgabe sei nun, zur Aufklärung dieser Vorwürfe beizutragen." Im Tagesspiegel fordert Kurt Sagatz nun auch ihren Rücktritt als RBB-Intendantin: Ihr Verhalten sei "Wasser auf die Mühlen aller Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die gerade jetzt auf Frankreich und Großbritannien blicken, wo France Télévisions und BBC komplett neu aufgestellt werden. Jeder Hauch von Gebührenverschwendung wird darum nicht nur in der ARD, sondern von allen Intendanten, Direktoren und auch Mitarbeiten der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland gefürchtet wie sonst nichts."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 04.08.2022 - Medien

Screenshot  von der Website von Gold1Networks

Ken Jebsen
war lange Zeit ein Star beim RBB-Radio "Fritz", bis Henryk Broder eine Mail von ihm ("ich weis, wer den Holocaust als PR erfunden hat") veröffentlichte und der Sender ihn nach einigem Zögern feuerte, obwohl ihn taz-Autor Daniel Bax noch tapfer gegen den "Krawallpublizisten" Broder verteidigt hatte. Jebsen galt damals noch als links. Inzwischen gilt er als rechts und ist als einer der erfolgreichsten Verschwörungstheoretiker im Internet unterwegs, auch wenn er sich offiziell zurückgezogen hat. Dabei ist er bestens mit PR-Firmen der Rapperszene vernetzt, hat Jonas Fedders in der Zeit herausgefunden. Jens Ihlenfeldts Firma Aggro Berlin hat Rapper wie Fler und Bushido groß gemacht. Ihm gehört auch die Firma  Gold1Networks: "Recherchen der Zeit legen jetzt nahe, dass Gold1Networks über Jahre hinweg auch für den YouTube-Kanal von KenFM verantwortlich war und Jebsens Team zudem beratend zur Seite stand. In einem Kalender der KenFM-Redaktion sind allein für das Jahr 2020 sieben Termine mit Gold1Networks aufgeführt, darunter befindet sich eine 'operative Besprechung' und eine 'Social-Media-Schulung'. Die Firma war lange Zeit in einem Gewerbehof in Berlin-Kreuzberg gemeldet. Aggro Berlin, Aggro TV und Gold1Networks teilen sich dort einen Briefkasten mit Ken Jebsen und KenFM - bis heute. Im März 2020 verlegte Gold1Networks seine Geschäftsadresse von dem Gewerbehof nach Berlin-Mitte, in dasselbe Haus, in dem KenFM ein Studio und Redaktionsräume unterhält." Inzwischen operiert Jebsen nicht mehr von Deutschland aus, arbeitet aber weiter mit diesen Firmen, die auch viele unbescholtene Stars und Fußballspieler vertreten.
Stichwörter: Jebsen, Ken, RBB, Social Media

9punkt - Die Debattenrundschau vom 03.08.2022 - Medien

Tiktok hat Facebook und Instagram den Rang abgelaufen, Mark Zuckerberg möchte beide Plattformen deshalb künftig nach dem Prinzip Tiktok zu "Entdeckungsmaschinen" umbauen, nicht mehr Fotos von Freunden, sondern zufällig eingespielte Kurzvideos stehen dann im Vordergrund, berichtet Philipp Bovermann im Feuilleton der SZ. Influencer laufen Sturm, ihnen kommt die Reichweite abhanden. "Das ist Turbokapitalismus und gleichzeitig Turbo-Planwirtschaft im Reich der Ideen: Theoretisch kann jede Briefträgerin, jeder Bäcker einen globalen Trend anstoßen und sehr viel Aufmerksamkeit absahnen, so wie es auf Tiktok immer wieder geschieht. Der Markt wird freier und offener - dafür gibt es kein Like von Kylie Jenner. Gleichzeitig trifft die Entscheidungen über wirtschaftliches Gedeih und Verderb eine künstliche Intelligenz als Zentralinstanz, deren Ratschlüsse auch ihre Programmierer nur rückwirkend nachvollziehen können."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.08.2022 - Medien

Barbara Oertel berichtet in der taz von einem Treffen zwischen ukrainischen und deutschen Journalisten, das komplett schiefgegangen zu sein scheint. Beim Wort "Dialog" hätten die Ukrainer protestiert: "Ein Dialog mit Russ*innen, ja allein der Umstand, ihnen ein Forum zu bieten, sei inakzeptabel und komme einer Zumutung gleich. Schließlich sei ein/e jede/r von ihnen schuld an diesem Krieg." Oertel versteht die Empörung angesichts der offiziellen deutschen  Politik und der eher indifferenten Öffentlichkeit. Aber "es gibt auch russische und belarussische Journalist*innen, die unter hohem persönlichem Risiko ihren Machthabern die Stirn bieten und mit der Ukraine solidarisch sind. In der taz kommen sie regelmäßig in Tagebüchern zu Wort."

Ebenfalls in der taz resümiert eine Reportergruppe die Vorwürfe gegen RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Da ist zum Beispiel die Geschichte mit dem Dienstwagen, den Schlesinger mit einem sehr günstigen Rabatt anmieten konnte, berichtet Michael Hanfeld in der FAZ, ein "Audi A8 (435 PS)" im Wert  von 145.830 Euro und mit Massagesitzen: "Sie bekam den 'Regierungspreis' mit siebzig Prozent Rabatt. Als Gegenleistung für den Nachlass wird freilich erwartet, dass man quasi als Markenbotschafter durch die Gegend kutschiert. Es handele sich um einen 'branchenüblichen Firmenrabatt'."
Stichwörter: RBB, Schlesinger, Patricia

9punkt - Die Debattenrundschau vom 01.08.2022 - Medien

Es passiert nicht allzu oft, dass in Zeitungen davon die Rede ist, wie sie ihre Angebote herunterfahren, besonders in der Kulturberichterstattung. Die freie Journalistin Kathrin Horster benennt in der taz die Corona-Pandemie als fast so etwas wie den Schlussstrich nach einem langen Niedergang: "In den Folgemonaten erlebte ich, wie die Zeitungen ihre festangestellten Mitarbeiter in Kurzarbeit schickten und freie Kolleg*innen nicht mehr beschäftigen durften. Da keine Kultur mehr stattfinden konnte, gab es ohnehin kaum mehr etwas zu berichten. Über Bücher, neue TV- und Streaminginhalte, über Musik und Onlineangebote schrieben nur noch die Festen." Aber gewisse Standards, wie die "Filmseite am Donnerstag mit Kritiken zu mindestens acht Kinostarts" gab es auch vorher schon nicht mehr, räumt Horster ein.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 29.07.2022 - Medien

Christian Caryl schreibt für die Washington Post ein ausführliches Porträt über den russisch-britischen Journalisten und Dissidenten Wladimir Kara-Mursa, der seit Jahren Kolumnist bei der Post ist. Zur Zeit wartet er in einem Moskauer Gefängnis auf den Prozess, der ihm gemacht wird, weil er den Krieg einen Krieg nennt. Caryl schildert ihn geradezu als Antipoden Putins: "Putin wählte eine Karriere beim KGB als ergebener Diener des sowjetischen Systems. Die Familie Kara-Murza hat sich seit langem durch ihre Opposition gegen dieses System definiert. Zwei von Kara-Murzas Vorfahren - ein Urgroßvater und ein Urgroßonkel - wurden von Stalins Geheimpolizei erschossen."

Facebook hat vor einigen Jahren ähnlich wie Google News-Initiativen gestartet und bezahlt vor allem amerikanischen Medien Millionen für Inhalte (wohl auch, um sie gewogen zu halten). Das stoppt der Konzern jetzt, berichtet Sara Fischer bei axios.com und zitiert aus einem eiskalten Statement eines Konzernsprechers:  "Vieles hat sich geändert, seit wir vor drei Jahren Verträge unterzeichnet haben, um zu testen, ob wir zusätzliche Nachrichtenlinks in Facebook News in den USA einbinden können. Die meisten Menschen kommen nicht wegen Nachrichten zu Facebook, und für Unternehmen hat es keinen Sinn, zu viel in Bereiche zu investieren, die nicht mit den Präferenzen der Nutzer übereinstimmen."

Mit der als humanitäres Projekt vermarkteten Free Basics App, die Nutzern Zugriff auf eine kostenfreie Basisversion des Internets bieten soll, profitiert Facebook durch die Extraktion von Daten aus Ländern mit begrenzten Datenschutzverordnungen und Kontrollmechanismen, schreibt die bei einer NGO tätige Expertin für Entwicklungszusammenarbeit Antonia Baskakov im Tagesspiegel und spricht von "digitalem Kolonialismus": "Über die Free-Basics-App haben Nutzer*innen Zugriff auf eine kleine Auswahl von Websites, ohne für mobile Daten zahlen zu müssen. Die Auswahl bestimmt Facebook. So kontrolliert das Unternehmen die digitale Welt seiner App-Nutzer*innen. (…) Die App speichert Daten nicht nur, wenn Nutzer*innen Facebook selbst nutzen, sondern sobald sie irgendeine Website über die App aufrufen. Auf dem afrikanischen Kontinent bekommt Facebook diese Daten also zu besonders günstigen Bedingungen: In einigen Ländern kann Facebook Daten ohne Zustimmung der Nutzer*innen speichern und an Dritte weitergeben, ohne die Nutzer*innen auch nur zu informieren."

Einer Untersuchung zufolge leiden immer mehr Menschen an "News Fatigue" oder "Digital Burnout", schreibt Andrian Kreye in der SZ. "Das alles ist übrigens weniger ein Massenphänomen als ein sich ausbreitendes Krankheitsbild. Natürlich sind weltweit immer noch Milliarden auf Facebook und Hundert Millionen auf all den anderen Plattformen. Tendenz weiter steigend, auch in Deutschland. Mit mehr als 78 Millionen Nutzern sind laut der deutschen Filiale der globalen Marketing-Agentur We Are Social derzeit 93 Prozent aller Deutschen im Internet und immerhin 86,5 Prozent aller Deutschen in sozialen Medien unterwegs. Letzteres bedeutet eine Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zu 2021. Doch was Kramp und Weichert Sorgen macht, sind weniger die Gesamtzahlen. 'Wir haben fast sechzig ausgewählte Leute intensiv interviewt, die an unserer Umfrage teilgenommen haben', sagt Weichert. 'Was sich da in der qualitativen Erhebung ergeben hat, war eine tiefe Frustration mit digitalen Medien.'"

Für die SZ stattet Frank Nienhuysen der Nowaja Gaseta, die nun Nowaja Gaseta. Europa heißt, einen Besuch im lettischen Exil ab. "Lettland sieht in den exilierten Medien eine Chance, der russischsprachigen Bevölkerung guten Journalismus zu bieten. Die russischen Staatsmedien hat das Land verboten, aber deren Propaganda dürfte noch nachwirken. Auch deshalb hat Lettland der Nowaja Gaseta eine neue Chance angeboten. Nicht nur ihr. Der unabhängige russische Fernsehsender Doschd hat jetzt ebenfalls von Riga aus über einen Youtube-Kanal einen Relaunch gestartet. Auch das aus Moskau gedrängte Büro der Deutschen Welle ist in Riga, der russische BBC-Dienst und die beliebte russische Medienplattform Meduza. Lettland ist ein neues Zentrum russischsprachiger Redaktionen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.07.2022 - Medien

In Dlf Kultur denkt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen darüber nach, wie man Fake News begegnen kann. Seine Idee: Impfen. "Aufklärung muss schneller werden, viel schneller. Sie muss einsetzen, bevor sich Weltbilder endgültig verfestigt und sich Fake-Behauptungen global verbreitet haben. Also erneut: Was tun? Gegenwärtig wird im Feld der Desinformationsbekämpfung eine bereits ältere wissenschaftliche Theorie neu entdeckt, dies mit ziemlich vielversprechenden Ergebnissen. Die Rede ist von der sogenannten Inokulationstheorie, die der Sozialpsychologie der 1960er-Jahre entstammt. Inokulation heißt Impfung. Die Grundidee besagt, dass man Menschen gegen Desinformation gleichsam impfen kann - und zwar auf zweifache Weise: zum einen durch die möglichst frühe, möglichst konkrete Warnung vor gerade erst aufkommenden Falschbehauptungen, zum anderen durch die Entlarvung der allgemeinen Manipulationstechniken."

Emmanuel Macron hat durch ein Votum im Parlament die Rundfunkgebühren abschaffen lassen. Die Sender werden jetzt aus dem Mehrwertsteuertopf bezahlt, berichtet Jürg Altwegg in der FAZ. Die Sender bekommen nicht mal die Hälfte des deutschen Budgets - insgesamt 3,7 Milliarden Euro. "Im Streit um die Gebühren spiegelt sich der Konflikt zwischen den Populisten und der Elite. Diese hat die Staatssender fest in ihrer Hand. Das zeigen Herkunft und Karrieren der Verantwortlichen. Die Programme indes haben an Qualität zugelegt und sind - unter dem Druck der populistischen Parteien - pluralistischer geworden. Inzwischen wird weniger arrogant kommentiert und belehrt. Doch die Abhängigkeit der Chefs von der Macht, der sie ihren Job verdanken, ist geblieben."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 22.07.2022 - Medien

Während Jürgen Kaube gestern in der FAZ in seinem kritischen Artikel über Emiy Dische-Becker (unser Resümee) keinerlei Rückzieher über die von der FAZ behauptete Mitarbeit Dische-Beckers an einer libanesischen Zeitschrift machte, hat die Welt Fehler in der Berichterstattung korrigiert, twittert Dische-Becker mit einen Screenshot der Welt-Berichtigung.
Stichwörter: Dische-Becker, Emily

9punkt - Die Debattenrundschau vom 21.07.2022 - Medien

Für die FAZ bespricht Nina Rehfeld "Hollywood Ending", Ken Aulettas Biografie über Harvey Weinstein. Pikant an der Veröffentlichung: Auletta hat den Filmproduzenten, an dessen gewalttätigem Sexismus sich die MeToo-Debatte einst entflammte, schon in den frühen Nullerjahren für den New Yorker porträtiert und ist dabei auf erhebliche Hinweise auf Weinsteins Verhalten gegenüber Frauen gestoßen. "Doch es blieb Auletta verwehrt, dies an die Öffentlichkeit zu bringen, weil niemand wagte, ihm die Geschichten offiziell zu bestätigen. David Remnick, Chefredakteur des New Yorker, sagte damals zu Auletta: 'Wir können keine anonymen Anschuldigungen veröffentlichen.' ... Aulettas Weinstein-Biografie ist also auch eine späte Abrechnung. Und so stellt er in 'Hollywood Ending' die Frage ins Zentrum, wie dem Mann seine Untaten über Jahrzehnte in Hollywood ermöglicht wurden."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 20.07.2022 - Medien

Wütend attackiert Georg Diez in seiner taz-Kolumne die FAZ und Springer-Medien und deren Artikel gegen Emily Dische-Becker (unsere Resümees). Lena Bopp hatte der Organisatorin der "Hijacking Memory"-Konferenz in der FAZ vorgeworfen, in einer hisbollah-nahen Zeitschrift publiziert zu haben (Dische-Becker wirft der FAZ Falschinformation vor, worauf diese bisher nicht reagiert). Diez sieht darin und allgemein in der Kritik an BDS eine Tendenz, "wie in der Kommunistenjagd des US-Senators McCarthy in den 1950er Jahren, das Persönliche und das Politische mit dem Geopolitischen" zu vermischen. "Zerstört werden Leben, zerstört werden Karrieren, zerstört wird aber auch der Diskurs in einer offenen, freien Form - genau von denen, die immer überall Zensur schreien, wenn sich Minderheiten oder einfach Menschen mit anderer Meinung melden, angereichert mit Springer-typischem Doppelstandard: Dische-Becker wird mit einer Serie schlecht recherchierter Texte bedacht, dem ukrainischen Botschafter, Anhänger des Faschisten und Antisemiten Bandera, wird huldvoll zum Abschied gedankt." Mehr zum Thema in der Jüdischen Allgemeinen.

Vom "Schlesinger-Filz" berichtete unter anderem der Tagesspiegel - nach Recherchen des Magazins Business Insider: Gerhard Spörl, der Ehemann von RBB-Intendantin und ARD-Chefin Patricia Schlesinger bekam durch Vermittlung des RBB-Verwaltungsratchefs Wolf-Dieter Wolf einen lukrativen Beratervertrag. (Unser Resümee) Gestern kam es zur Anhörung im Landtag in Brandenburg, Patricia Schlesinger ließ sich ohne Angabe von Gründen entschuldigen. Von einem weiteren "Hammer" berichtet Georg Altrogge in der Welt: Der Sender lege "alle Planungen für das Mega-Projekt Digitales Medienhaus auf Eis. … Nur Stunden vorher hatte Welt die Pressestelle mit prekären Details zur Finanzierung über einen vom RBB angebahnten Millionenkredit bei einer Privatbank zur Finanzierung des Neubaus konfrontiert." Laut Welt-Recherche plante der Sender eine Kreditaufnahme in Höhe von 31 Millionen Euro. "Laut der Beschlussvorlage 38/2022, so der interne Titel, verweist die Intendantin darauf, 'in nicht unerheblichem Umfang mit eigenen finanziellen Mitteln für das Bauprojekt in Vorleistung getreten' zu sein. (...) Wäre die Kreditaufnahme wie von Schlesinger gefordert bis zum Mittwoch kommender Woche (27. Juli) durch das Gremium beschlossen worden, hätte dies für die Beitragszahler erhebliche Folgen nach sich gezogen. Die unterschriftsreif vorliegenden Vertragsentwürfe sahen eine Laufzeit von 30 Jahren vor, der Sender kalkulierte demnach mit einem Zinssatz von bis zu 3,25 Prozent und Finanzierungskosten von bis zu einer Million Euro pro Jahr."