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Carl Jacob Burckhardt

Carl Jacob Burckhardt (1891-1974) war ein Schweizer Diplomat, Essayist und Historiker. 1926 habilitierte er sich an der Universität Zürich. Drei Jahre später wurde er zum Professor für Neuere Geschichte berufen. 1935 erschien der erste Teil seines literarischen Hauptwerkes, der später dreiteiligen Biografie Richelieus. Im Jahr 1937 wurde er vom Völkerbund zum Hohen Kommissar für den seit dem Versailler Vertrag unter Völkerbundaufsicht stehenden Freistaat Danzig ernannt. Von 1944 bis 1948 fungierte er als Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). An der Glaubwürdigkeit seines bereits 1960 erschienenen Rechenschaftsberichts "Meine Danziger Mission 1937-1939" äußerten etwa Hans Mayer oder Golo Mann Zweifel. 1991 erschien eine vom Schweizer Diplomaten Paul Stauffer verfasste Biografie, die ausgehend von Quellenstudien unter anderem in Warschau und genauen Textvergleichen am selbst geschaffenen Bild Burckhardts erhebliche Zweifel aufwarf.
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