Ärgerlich findet es Gerrit Bartels im Tagesspiegel mit Blick auf die Aufregung um dessen Kritik an Steffen Martus (mehr dazu hier), dass Maxim Biller fast immer nur als Provokateur wahrgenommen wird und trotz seiner "großartigen Literatur" bislang "nicht einen wichtigen Literaturpreis zugesprochen bekommen hat". Besprochen werden unter anderem SebastianHaffners "Der Teufelspakt" (FR), KaeTempests "Ein Leben lang gesucht" (FR), LukasBärfuss' "Königin der Nacht" (NZZ) und neue Buchveröffentlichungen zum hundertsten Geburtstag von IngeborgBachmann (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Bei all der Aufregung um und Empörung über Maxim BillersZeit-Kolumne, in der der Schriftsteller mit den Mitteln der Kolportage den LiteraturwissenschaftlerSteffen Martus verspottet hat, falle Billers wahres Anliegen nur allzu leicht vom Tisch, bemängelt der Literaturwissenschaftler Jan Süselbeck in der SZ: "Die bohrende Frage, warum Steffen Martus' durchweg positiv rezensierte Literaturgeschichte kaum jüdische Autorinnen und Autoren behandelt - eine Ungewissheit, die den in Billers Kolumne auftretenden Germanisten offenbar sogar selbst ratlos zurücklässt, ist so auch diesmal ungehört im Feuilleton verhallt. ... Biller hat eine donnernde Frage gestellt, die wir Literaturwissenschaftler beantworten sollten, ja müssen: Warum setzen wir in unserer Forschung und Lehre genau jene Schwerpunkte, die wir wählen, und lassen andere aus? Welche 'Gojnormativität' hat, vielleicht unbewusst, unsere jeweiligen Karrierewege und unsere Forschungsinteressen geleitet? Denn es stimmt ja: Während die englischsprachige Forschung die deutschsprachig-jüdische Gegenwartsliteratur seit Jahren ausführlich behandelt, sind entsprechende Publikationen in Deutschland rar geblieben."
Ulrich Gutmair freut sich in der taz darüber, dass die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung die frühere Ideal-Sängerin AnnetteHumpe mit dem Jacob-Grimm-Preis ausgezeichnet hat: "Der leicht verschlafene deutsche Literaturbetrieb und seine preisverleihenden Institutionen scheinen langsam zu begreifen, dass Poplyriker wie Annette Humpe eventuell mehr zur deutschen Literatur beigetragen haben als manch hochdekorierter Autor."
Weitere Artikel: Auf Seite Drei der SZ porträtiert Christian Zaschke den SchriftstellerLukas Rietzschel. Adam Soboczynski erzählt in der Zeit von seinem Besuch bei der schwer nierenkranken SchriftstellerinPetraMorsbach. Die NZZ spricht mit Heinz Bachmann über dessen Schwester, die SchriftstellerinIngeborg Bachmann, die im Juni hundert Jahre alt geworden wäre.
Besprochen werden unter anderem MatthiasNawrats "Das glückliche Schicksal" (FR), die neue Ausgabe der Zeitschrift für Ideengeschichte (Zeit) und Sachbücher, darunter PaulVirilios "Bunkerarchäologie" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
BoualemSansal - ein rechter Abtrünniger? Davon sind im französischen Literaturbetrieb im Zuge turbulenter Kontroversen um den Verleger Bolloré und Sansals Wechsel zu dessen Verlag Grasset viele überzeugt. Reiner Wandler hat für die taz per Mail nachgefragt und Antworten bekommen. Den Vorwurf schiebt der Schriftsteller weit von sich. 'Ich sehe vor allem, dass die extreme Rechte meine Analysen des Islamismus, wie ich ihn in Algerien erlebt habe, auf Frankreich übertragen hat', schreibt er. ... 'Islamismus ist ein sehr gefährliches soziales und kulturelles Phänomen; er sollte normalerweise ein Schlachtfeld der Linken sein. Da die Linke jedoch ihre soziale Basis - die Arbeiterklasse, die sich geschlossen der extremen Rechten zugewandt hat - verloren hat, sucht sie nun Stimmen unter muslimischen Wählern und Einwanderern. Daher lehnt sie jede Debatte über Islam, Islamismus und Einwanderung ab, um ihre muslimischen und eingewanderten Wähler nicht zu verprellen.' ... Er, der Atheist aus muslimischem Land, sei schon immer links gewesen, schreibt er der taz. 'Aber wo ist die Linke? Weder die bürgerliche Linke noch die globalistische Linke hat Wurzeln im Land, insbesondere nicht in der Arbeiterklasse', urteilt Sansal."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Weitere Artikel: Jens Ulrich Eckhard resümiert in der Welt die Verleihung des DeutschenPopliteratur-Preises in Augsburg, der nach Auftritt der Finalisten schließlich an die für ihren galligen Instagram-Account bekannte Autorin SveaMausolf für ihren Roman "Image" ging. Katrin Hillgruber berichtet in der FAZ vom Wettbewerb um den LyrikpreisMeran, bei dem sich HeinzPeterGeißler erfolgreich durchsetzen konnte.
Besprochen werden unter anderem AdrianH. Koerfers "Das glaubt mir doch kein Mensch" (taz), GaryVictors Kriminalroman "Erschütterungen" (FR), KatjaHoyers "Weimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte" (online nachgereicht von der WamS), JohnBoynes Elemente-Romanreihe (Intellectures), CaroClaireBurkes "Yesteryear" (ZeitOnline), LeaSingers "Frage des Formats" (FAZ), DirkvonPetersdorffs Essay "Wir Kinder der Leichtigkeit" (SZ) und Karl-MarkusGauss' Reiseberichte "Die Liebe kommt immer zu spät" (NZZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Lars von Törne erinnert im Tagesspiegel an den Einschnitt in der Geschichte der US-Comics, den das Jahr 1986 markiert, als FrankMillers "The Dark Knight Returns" und AlanMoores "Watchmen" (beide auch vom Perlentaucher hinter diesen Zeilen sehr empfohlen) den Superheldencomic nicht nur auf düster krempelten, sondern auch auf ein neues literarisches Niveau hoben.
Besprochen werden unter anderem DanaGrigorceas "Tanzende Frau, blauer Hahn?" (FR), LenaGoreliks "Alle meine Mütter" (Standard), OlivierGuez' "Die Welt in ihren Händen" (Welt), PascaleHugues' "So voller Leben" (Standard), ThomasDeichmanns "Durch Jugoslawien im roten Peugeot. Reisen und Begegnungen mit PeterHandke" (Welt), DavidGuldas "Loew: Lebenswege einer jüdischen Familie" (Standard), und die Wiederveröffentlichung von SebastianHaffners ursprünglich 1967 verfasstem Buch "Der Teufelspakt" über die Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Dass GünterGrass dem englischen Philologen John Reddick 1970 einen ansehnlichen Teil seiner Manuskripte zu "Die Blechtrommel" überließ, wird der Philologie erst jetzt bekannt, da die Akademie der Künste in Berlin diese Papiere erworben und der Öffentlichkeit präsentiert hat. Der von Grass befeuerte Mythos, dass die Vorarbeiten zu seinem Roman in den Ofen gegangen seien, und die philologische Vorstellung, dass der Roman aus einer im vitalistischen Schöpfungsrausch entstandenen "Urtrommel" hervorgegangen sei, sind beim Blick in die Dokumente vom Tisch, schreibt Lothar Müller in der SZ. Vielmehr lässt das Material "die skrupulöseAkribie hervortreten, die Kaskade von Minimalarrangements, das tastende Voranschreiten im Arrangement der ursprünglich 40 zu den 46 Kapiteln der Druckfassung." Für den Literaturwissenschaftler Dieter Stolz " ist der wichtigste Neuzugang im Archiv der Berliner Akademie das nun präsentierte 'Werknotizbuch' zum Jahr 1957, das eine Lücke in den Werktagebüchern schließt. ... Die Archivarin Radecke sieht die Bedeutung dieses Werktagebuchs darin, dass es nicht nur die Frühgeschichte der Arbeit an der 'Blechtrommel' dokumentiert, sondern zugleich die wechselseitigeDurchdringung von Szenenentwürfen und Romankapiteln erkennen lässt."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Da werden LászlóKrasznahorkais sich gerne mal über sechzig, siebzig Seiten erstreckende Sätze zu leicht überschaubaren Gebilden: Nicht nur JonFosses Romanreihe "Der andere Name" und AndrásViskys"Die Aussiedlung" bestehen nur aus einem einzigen Satz, sondern auch "Angel Down", DanielKraus' eben mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Roman über einen auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs gefallenen Engel. "All diese Romane haben nicht nur die langen Sätze gemeinsam, sondern auch den Gegenstand", schreibt Felix Stephan in der SZ. "Es geht in jedem dieser Bücher auf die eine oder andere Weise um das Sakrale, sie alle befinden sich in einem Austausch mit Gott. Und sie alle scheinen zu dem Schluss gekommen zu sein, dass man vom Ewigen nicht in derselben Interpunktion sprechen kann, in der man seine E-Mails ans Finanzamt schreibt. Auf diese Weise scheint der endlose Satz jetzt im 21. Jahrhundert den Platz eingenommen zu haben, den Blaise Pascals 'Phrase du Grand Siècle' einst im 17. Jahrhundert innehatte: Er ist die ultimative Satzform, das Gesicht der Literatur."
Weitere Artikel: Im "Literarischen Leben" der FAZ ist sich der Verleger und Buchwissenschaftler Mark Lehmstedt anhand der jugendlichen Aufzeichnungen des späteren Verlegers Carl Friedrich Frommann ziemlich sicher, dass sich Mignons Eiertanz in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre" - und auch andere Aspekte von Mignon - auf die Darbietungen einer Schaustellertruppe zurückführen lässt, die Goethe 1780 beim Besuch der Leipziger Ostermesse gesehen haben könnte. Der SchriftstellerFrankWitzel denkt in "Bilder und Zeiten" über den Übergang von Saulus zu Paulus nach.
Besprochen werden unter anderem VolkerReinhardtsRousseau-Biografie (FR), LaraRüters "Affenliebe" (taz), HryhirTjutunnyks "Drei Kuckucke und eine Verbeugung" (FR), HirokoOyamadas "Die Fabrik" (taz), ArminThurnhers "Unsternstunden der Menschheit: Wie die Welt unerträglich wurde" (taz), NnediOkorafors "Tod der Autorin" (Presse), MajaIskras "Uppercut" (NZZ), LenaGoreliks "Alle meine Mütter" (SZ), Katja Hoyers "Weimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte" (WamS) und weitere neue Sachbücher, darunter SusanneSchregels "Intelligenz. Eine Geschichte des Unterscheidens in Deutschland und Großbritannien (1880-1990)" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
In der Frankfurter Anthologie schreibt Jan Röhnert über GiselaKrafts "iran für thomas ogger":
" schneiden töne steine ein übertönt das blut den wein ..."
Bestellen Sie bei eichendorff21!Im Interview mit der Welt spricht der ungarisch-britische Autor David Szalay über Ungarn nach der Wahl und über seinen mit dem Booker Prize ausgezeichneten Roman "Was nicht gesagt werden kann", in dem es um einen Mann geht, der ein Gewaltproblem hat. Von "toxischer Männlichkeit" will Szalay aber lieber nicht sprechen: "Ich glaube, der Begriff 'toxisch' entwickelt sich immer mehr zu einem Wort wie 'faschistisch'. Es ist einfach ein Wort, das nach und nach immer mehr nur etwas bezeichnet, das mir nicht gefällt, mit dem ich nicht einverstanden bin. Es ist auf dem besten Weg, jede präzise Bedeutung zu verlieren, wird einfach zu einem universellen Negativbegriff. Die grundlegende Kernidee, auf die 'toxische Männlichkeit' hinweist, lautet: Gibt es hässliche Aspekte der Männlichkeit? Ja, die gibt es. Verhalten sich Männer auf unattraktive oder destruktive Weise, und zwar in einer Art und Weise, die einem Muster zu folgen scheint? Ja, das tun sie. Das ist unbestreitbar. Aber ich glaube auch nicht, dass es sich um ein spezifisches zeitgenössisches Problem handelt."
Besprochen werden Zoe Dubnos Debütroman "Nur das Allerbeste" (FR), ErnstWeiß' "Der Augenzeuge" (Tell), AnjaKampmanns "Die Wut ist ein heller Stern" (Intellectures), Elena Ferrantes Essayband "An den Rändern" (NZZ), Moebius' Comic "Jäger und Gejagter" (SZ) und Jens Sparschuhs "Der Waldmeister" (FAZ).
Bestellen Sie bei eichendorff21!In der Literatur der DDR schimmern Spuren von Queerness immer wieder durch, sagt die Literaturwissenschaftlerin Franziska Haug, die zum Thema auch ein Buch herausgegeben hat, im taz-Gespräch: Vereinzelt äußern sich Texte auch konkret, doch "viel queeres Leben fand impliziter in den literarischen Fiktionen statt. Es ist ein dialektisches Verhältnis, das auch Rückschläge in die Gesellschaft hatte. ... Zumindest wusste wohl niemand besser, wie man subtil unterschwellig zwischen den Zeilen schreibt, um, was nicht so konkret gesagt werden konnte, unterzubringen. Und das, glaube ich, lässt sich mit einem queeren Verfahren in Zusammenhang bringen, weil das immer Wege sucht, die irgendwo dazwischen liegen." Die tazspendiert außerdem das Vorwort des Bandes als Leseprobe.
Außerdem: In der Zeit spricht Volker Weidermann mit RobertSeethaler über dessen neuen Roman "Die Straße". Friederike Oertel erzählt in der Zeit von ihrem Besuch auf Gran Canaria beim KinderbuchautorJamesKrüss, der dieser Tage hundert Jahre alt geworden wäre. Iris Radisch schreibt in der Zeit einen knappen Nachruf auf den LiteraturkritikerVolkerHage. Außerdem kürt die Zeit die besten Kinder- und Jugendbücher des Monats. Auf Platz Eins: AntjeDamms"Agathe. Papas Schildkröte und ich".
Besprochen werden unter anderem TanjaŠljivars' Debütroman "Nationaltheater" (JungleWorld), PhilippGrafs Essay "Ausgeschlagenes Erbe. Die jüdische Geschichte Halberstadts in der DDR" (taz), FrankSchmolkes Comicadaption von SebastianFitzeks Thriller "Der Augenjäger" (FD), RonenSteinkes "Meinungsfreiheit" (Zeit), JanJekals "Paranoia in Hollywood" (SZ) und weitere neue Sachbücher, darunter SvenjaFalks "Die letzten Tage der Diktatur. Spione, Drahtzieher und das Ende der Nazi-Herrschaft" (FAZ).
Bestellen Sie bei eichendorff21!Der französische Schriftsteller OlivierGuez spricht im Interview mit der FAZ nicht nur über die aktuellen Turbulenzen bei seinem - ehemaligen - Verlag Grasset, sondern auch über seinen neuen (und in der SZ besprochenen) Roman "Die Welt in ihren Händen", der von GertrudeBell erzählt - und die er darin durchaus auch ein wenig von ihrem Thron als Pionierin stößt: "Wir sind in einer Zeit angekommen, in der wir Frauen wie Männer bewerten müssen. Gertrude Bell war eine mächtige Frau, die alles getan hat, um die Macht zu behalten. Ich fand es interessant, ihre Geschichte so zu erzählen, wie sie selbst sich sah. Denn sie sah sich nicht als Frau, sie mochte keine Frauen. ... Was Gertrude Bell und T. E. Lawrence, diesen beiden Seelenverwandten, widerfährt, ist schrecklich: Nach England können beide nicht zurück. Sie glauben, sie könnten Araber werden, aber das werden sie nie. Sie dienen dem Empire in einem Moment, in dem das Empire sie eigentlich schon nicht mehr will. Die beiden verschwinden, sie sterben. Sie sind äußerst tragische, extrem einsame und unglückliche Figuren - sie sind große Romanfiguren."
Agnese Franceschini (Tell) sieht in Musils "Mann ohne Eigenschaften" bereits heutige Auflösungen des Ichs vorweggenommen: "Denken wir zum Beispiel an die - auch von Minderheiten - empfundene Notwendigkeit, sich in fast genetischen Kategorien zu identifizieren. Eingeschlossen in diese allgemeinen Kategorien verliert der Mensch seine persönliche Identität im eigentlichen Sinne. Nicht wir sind es, die einer Erfahrung eine Bedeutung verleihen. Stattdessen ordnen wir die Erfahrung in eine Kategorie ein, die ihr einen Sinn gibt. ... Generell können wir von einer 'Globalisierung' desIndividuums sprechen, einer Massifizierung der Wünsche und Erfahrungen jedes Einzelnen von uns."
Weitere Artikel: Yelizaveta Landenberger berichtet in der taz von der zweiten Berliner Exil-BuchmessefürrussischeLiteratur, auf der "die Rolle der russischen Kultur im Krieg gegen die Ukraine permanent kontrovers diskutiert wurde". Hannes Stein lässt in der Welt durchaus Zweifel durchscheinen, ob der aufgrund seines schweren Autismus erheblich beeinträchtigte WoodyBrown tatsächlich der Autor des US-Bestellers "Upward Bound" ist, zumal dessen Mutter, die Browns Texte mit der umstrittenen Methode des "schnellen Soufflierens" ins Reine überträgt, einen Magister in Literatur und jahrelang Drehbücher ausgewertet hat. In seiner Proust-Reihe im Tagesspiegel blickt Gerrit Bartels auf Prousts Verhältnis zur Malerei im zweiten Band seiner "Recherche": "Proust malt schreibend Bilder, und nach der Lektüre will man sofort in eine Impressionistenschau."
Besprochen werden unter anderem Christoffer Carlssons "Hinter dem Nebel" (FR), ViktorJerofejews "Die neue Barbarei" (NZZ) und AlmaHirschels "Überleben" (FAZ).
In der SZ spricht David Steinitz mit dem SchriftstellerJonathanFranzen, der abseits vom Bücherschauen gerne auf Vogelbeobachtung in die Natur geht, weshalb er beim Münchner DOK.fest auch in der Dokumentation "Watching People Watching Birds" auftritt: "Es ist eine Leidenschaft, durch die man Geduld lernen kann und auch ein bisschen Bescheidenheit." Besprochen werden unter anderem YavuzEkincis "Die, deren Träume zerbrochen sind" (taz), DieterHenrichs "Dankbarkeit. Ein unterschätztes Lebensgefühl" (FAZ), Andris Kalnozols' "Kalender" (NZZ) und GabrielevonArnims "Abschied leben - Tagebuch eines Zeitgefühls" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Hannes H. Hintermeier erzählt in der FAZ von seinem Besuch der Thomas-Bernhard-Ausstellung im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. In den "Actionszenen der Weltliteratur" erzählt Jan Röhnert davon, wie der LiteraturnobelpreisträgerLászlóKrasznahorkai als kleiner Junge auf einem Rummelplatz eines ausgestopftenWals ansichtig wurde. Die FAZ druckt Ursula Krechels Rede zur Eröffnung der diesjährigen Ruhrfestspiele, in der sie über Kafkas Amerika spricht.
Besprochen werden unter anderem RobertSeethalers "Die Straße" (Standard), VladimirVertlibs "Der Jude der Kaiserin" (Standard), SusanneHeims Studie "Die Abschottung der Welt. Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen, 1933-1945" (NZZ) und neue Krimis, darunter SusanneKaisers "Witch Hunt" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
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Elisabeth Lenk: Kritische Schriften Herausgegeben von Rita Bischof. In den hier erstmals gesammelt vorliegenden Kritischen Schriften Elisabeth Lenks drückt sich ein Denken aus, das sich souverän und mit großer…
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