Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Literatur

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.01.2026 - Literatur

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Im Perlentaucher ist Angela Schader tief beeindruckt von Son Lewandowskis Mitte des Monats erscheinendem Debütroman "Die Routinen", für den die Kölner Autorin "hartes Faktenmaterial in ein sprachlich und emotional vibrierendes, dichtes Werk überführt" hat. Es geht um die Entbehrungen und Versehrungen von Kunstturnerinnen. "Die Sprache wechselt zwischen Ich-, Du- und Wir-Form, geschmeidig und spannungsvoll, mit ihren gelegentlichen sprachakrobatischen Einlagen bestens aufs Thema abgestimmt. 'Ich' steht für Amik, 'Du' für Izzy, 'Wir' fürs große Kollektiv der Kunstturnerinnen: In dieser Konstellation werden nicht nur die prekären Beziehungen unter den Sportlerinnen gefasst, die gegensätzlichen emotionalen Kräften - der zentrifugalen des Konkurrenzdrucks, der zentripetalen einer Leidensgemeinschaft - ausgesetzt sind, sondern auch ein Aspekt, den Lewandowski immer wieder herausstreicht. Die Tatsache nämlich, dass den Turnerinnen die individuelle Stimme genommen wird, dass ihnen Karriere-Narrative quasi auf den Leib geschrieben, ihre eigenen Notrufe derweil überhört werden." Hier eine Leseprobe aus dem Roman.

Im Manga-Bereich ist vor allem das "Boys Love"-Segment sehr erfolgreich, das von der romantischen Liebe zwischen jungen Männern erzählt. Den Großteil des Publikums bilden allerdings Mädchen und Frauen, stellt Monika Rathmann in der SZ erstaunt fest und versucht dem auf den Grund zu gehen. Das Phänomen zeigte sich schon in den Siebzigern, erfährt sie von der Japanologin Katharina Hülsmann: "Die Leserinnen waren begeistert. Im Gegensatz zu ihrer patriarchal geprägten Realität konnten sie beim Lesen Romantik und sexuelle Begierde ohne eine weibliche Figur und damit ohne Sorge um traditionelle Geschlechterrollen oder gesellschaftliche Erwartungen zur Familienplanung erleben.  ... Leserinnen versetzten sich in einen der Partner hinein und konnten so ihr Verlangen vom eigenen Geschlecht trennen." Aus der schwulen Szene gibt es aber auch Kritik: "BL-Geschichten seien keine realistische Darstellung von Homosexualität, sondern die Fetischisierung von schwulen Beziehungen."

Besprochen werden Peter Truschners "Wie ein Messer" (jW), Jon Fosses "Vaim" (NZZ), Nele Heaslips Comicadaption von Goethes "Faust" (FAZ), Andreas Molitors Göring-Biografie (NZZ), die Memoiren des Star-Anwalts Matthias Prinz (Zeit), Alina Bronskys "Essen" (FAZ) und Tezer Özlüs "Die kalten Nächte der Kindheit" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.01.2026 - Literatur

Besprochen werden unter anderem László Krasznahorkais "Zsömle ist weg" (online nachgereicht von der Welt), Anna Prizkaus "Frauen im Sanatorium" (FR), Maria Lazars "Gedankenstrahlen" (Standard)David Szalays "Was nicht gesagt werden kann" (NZZ), Audur Ava Olafsdottirs "Eden" (NZZ), Andreas Möllers "Am Rande Berlins lebt die Intelligenz" (Welt), Carlo Emilio Gaddas "'Im grausamen Pandämonium der Geschichte'. Tagebuch aus Krieg und Gefangenschaft (1915-1919)" (FAZ) und Hermann Hesses "'Noch lacht der Tag, noch ist er nicht zu Ende'. Die Briefe 1958-1962" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 06.01.2026 - Literatur

Die taz bringt Hannah Beckmanns Erzählung "Fortuna", mit der die Autorin beim Open Mike '25 den Publikumspreis gewonnen hat. Public Domain Review klärt auf, welche Autoren und Bücher 2026 zumindest in den USA gemeinfrei werden.

Besprochen werden unter anderem die Memoiren von Margaret Atwood (TA), Zyta Rudzkas "Lachen kann, wer Zähne hat" (NZZ), Maria Navarro Skarangers "Emily Forever" (NZZ) und der von Alexander Kluy herausgegebene "Idiotenführer durch die Regierungskrise" mit Texten von Carl von Ossietzky (Welt). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.01.2026 - Literatur

Besprochen werden unter anderem Abdulrazak Gurnahs "Diebstahl" (online nachgereicht von der Zeit), Jens Harders Comic-Epos "Gamma" (Jungle World), Sorj Chalandons "Herz in der Faust" (Standard), Colombe Schnecks "Lügen im Paradies" (online nachgereicht von der Welt), Ragnar Helgi Ólafssons "Die Bibliothek meines Vaters" (NZZ), Cristina Karrers Memoir "Warten auf Susy" (NZZ), Helmuth Kiesels "Schreiben in finsteren Zeiten" zur "Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933 - 1945" (SZ) und neue Krimis, darunter Josh Winnings "Verbrenn das Negativ" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 03.01.2026 - Literatur

Erst seit den Achtzigern gibt es in Deutschland Literaturhäuser - und auch wenn die Immobilien oft beeindruckend wirken, ist ihre finanzielle Lage derzeit alles andere als rosig, berichtet Marc Reichwein in der Literarischen Welt. In Leipzig stehe gar die Existenz auf dem Spiel. Laut Hauke Hückstädt vom Netzwerk der Literaturhäuser in Deutschland, seien die Fördermittel für viele Häuser seit teils zwanzig Jahren oder länger nicht mehr oder kaum erhöht worden. Doch "je stärker die Häuser sich selbst finanzieren müssen, desto austauschbarer werden die Programme - und gerade im populären Segment konkurrieren sie mit Veranstaltungsangeboten von Buchhandlungen, was ihre kommunale Förderung ja erst recht infrage stellen könnte."

Tolkiens "Herr der Ringe" verdankt einen Großteil seiner Popularität vornehmlich den Hippies und linken Studenten der Sechziger- und Siebzigerjahre. Wie kommt es da, dass seit geraumer Zeit neurechte Kreise die Fantasysaga propagandistisch für sich in Beschlag nehmen? "Das Heilsversprechen, das die Rechtspopulisten geben, ist die Wiederherstellung einer ursprünglichen Natur des Politischen, die durch Moderne, Fortschritt, Industrialisierung und Migration eben verschandelt oder kontaminiert ist", schreibt der Literaturwissenschaftler Markus Steinmayr im Literarischen Leben der FAZ. "Für dieses Imaginäre neurechter Politik ist Auenland das Vorbild. Die Prosa Tolkiens, die den Rückzug in die ursprüngliche Natur des Auenlands als Aufbruch in eine andere und neue Zeit inszeniert, ähnelt hier in mancherlei Hinsicht der politischen Rhetorik populärer Rechtspopulisten. ... Die neurechte Lektüre" von Tolkiens "Fantasy gibt das Versprechen einer wiederherstellbaren Heimat, die unter den Auspizien der Gegenwart verloren gegangen ist. Das ist nichts anderes als politische Fantasy ohne politische Phantasie."

Weitere Artikel: Willi Winkler erinnert in der SZ aus Anlass einer Ausstellung in Linz an die Schriftstellerin Brigitte Schwaiger, die in den Siebzigern bei Publikum und Kritik sensationelle Erfolge feierte und dann wegen einer Borderline-Störung aus der Öffentlichkeit verschwand. Ute Kröger erinnert in der NZZ an die Reise des Journalisten Richard A. Bermann  1925 auf den Spuren von Robert Louis Stevenson nach Samoa. Die Schriftstellerin Nora Gomringer schreibt in der Literarischen Welt über die Ups and Downs einer Lesereise. "Bilder und Zeiten" der FAZ dokumentiert die Rede, die die Schriftstellerin Joy Williams zur Eröffnung der großen Rilke-Ausstellung in Marbach gehalten hat. Anne Dreesbach blickt für die FAZ auf Thomas Manns Hunde. Rüdiger Görner schreibt in der NZZ über die Jahre, die der Dichter Ferdinand Freiligrath auf der Flucht vor der Zensur in Zürich vebrachte. In der Literarischen Welt erinnert sich Herbert Wiesner an die Gründung und ersten Jahre des Literaturhauses Berlin, das er von 1986 bis 2003 leitete. In der FAZ gratuliert Paul Ingendaay dem Schreibheft-Herausgeber Norbert Wehr.

Besprochen werden Arno Schmidts "Tagebücher der Jahre 1957-1962" (taz), César Airas' "Der Hase" (LitWelt), Wolfgang Künnes Biografie über Bernard Bolzano (taz), Monika Kims Krimi "Das Beste sind die Augen" (taz), Rainer Moritz' "Das Jahr in Büchern. Literaturtipps für jeden Tag" (Standard) und Karl-Heinz Otts "Die Heilung von Luzon" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

In der Frankfurter Anthologie schreibt Sebastian Kleinschmidt über Adam Zagajewskis "Morandi":

"Die Gegenstände waren wachsam sogar nachts,
wenn er schlief und von Afrika träumte,
der Porzellankrug, zwei Kännchen ..."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 02.01.2026 - Literatur

Hoffmann, Bachmann, Lenz und andere: Marc Reichwein blickt für die Welt voraus auf die literarisch wichtigsten Geburtstag- und Todestage des neuen Jahres. In der FR gratuliert Björn Hayer der Dichterin Ilma Rakusa zum 80. Geburtstag. Die Welt verkündet die besten Sachbücher des Monats. Auf dem ersten Platz steht Willi Winklers Hannah-Arendt-Biografie.

Besprochen werden Ursula K. Le Guins "Der Tag vor der Revolution" mit 25 Science-Fiction-Geschichten (FR), Adam de Souzas Comic "Die Kluft" (FAZ.net), Colette Andris' "Eine Frau, die trinkt" (Freitag), Jo Nesbøs Kriminalroman "Minnesota" (FR) und Mia Oberländers Comic "Saloon" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 31.12.2025 - Literatur

Jean Paul, Gemälde von Friedrich Meier (gemeinfrei)
Der deutschen Literatur kommt Jean Paul abhanden, mahnt der Schriftsteller Franzobel in der Welt: In den Siebzigern und Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts brachte Jean Paul noch Kohorten von Germanisten in Lohn und Brot, nun, zum 200. Geburtstag des Schriftstellers, herrscht ringsum vor allem Achselzucken. Er ist wohl "zu komplex, zu vielschichtig, zu philosophisch… zu viel von allem", denkt sich Franzobel. "Jean Paul, der in seinem Leben nie das Meer gesehen und keine größeren Reisen als bis nach Berlin oder Heidelberg unternommen hat, destillierte alles Wissen seiner Zeit aus Büchern, was ihn zu einem Vorläufer von Google macht. Seine Werke sind voller Einschübe, Zwischenkapitel, Vor- und Nachworten, Ergänzungen, Perspektivenwechsel, Identitätsvertauschungen, dass jede Inhaltsangabe zwangsläufig scheitert. Oft weiß man selbst nach 300 Seiten nicht, was man da gelesen hat. Und Jean Pauls Romane sind lang. Manchmal tritt er selbst auf, dann sein Alter Ego in einem anderen Körper, dann ist man wieder in einer Todesvision, einem Traum, oder Christus selbst spricht vom Kreuz herab, das alles ist so kompliziert, dass netflixträge Hirne nicht mitkommen."

Weiteres: NZZ-Literaturkritiker Roman Bucheli geht in Rente und damit "einer, der die Bücher bedingungslos liebte - sogar die schlechtesten", seufzt sein Kollege Rico Bandle im Abschiedsbrief. Bucheli selbst verabschiedet sich mit einer Schau der schönsten Anfeindungen, die er in knapp 35 NZZ-Dienst erhalten hat. Andreas Platthaus schreibt in der FAZ einen Nachruf auf den langjährigen Horen-Herausgeber und Schriftsteller Johann P. Tammen. Besprochen werden unter anderem Mirjam Zadoffs Essay "Wie wir überwintern" (Standard), David Wojnarowiczs "Waterfront Journals" (NZZ) und die dem Schriftsteller Lutz Seiler gewidmete, neue Ausgabe von Text + Kritik (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 30.12.2025 - Literatur

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Irina Rastorgujewa bietet in der FAZ so eindrückliche wie bedrückende Schilderungen, wie in Putins Russland nicht nur, aber insbesondere der Literaturbetrieb mit staatlichen Übergriffen auf Linie gebracht werden soll. So wurden gerade zahlreiche Buchläden gestürmt, um etwa Ursula K. LeGuins feministischen Science-Fiction-Klassiker "Die linke Hand der Dunkelheit", aber auch Veröffentlichungen von Susan Sontag und andere Bücher, die "Anzeichen von LGBT-Ideologie" aufweisen, aus dem Verkehr zu ziehen. Ein Comicfestival wurde wegen angeblich satanistischer Umtriebe verboten und dessen Veranstalter verhaftet. Zudem greife demnächst ein Gesetz, das es untersagt, in Romanen Drogen zu erwähnen. "Aus Angst vor Strafen wegen dieses Gesetzes hat eine der größten Online-Buchplattformen, Litres, jetzt schon rund 4.500 Bücher aus dem Sortiment genommen." Auch greife Selbstzensur: Interessensvertretungen der Buchverlage stellen Listen zusammen mit Büchern, von denen man sich lieber fernhalten sollte. Denn die Geldstrafen für Verlage belaufen sich "jedes Mal auf umgerechnet bis zu vierzigtausend Euro." Hinzu komme das Risiko von Verhaftungen, wie bei einer Razzia im Kleinverlag Popcorn Books geschehen, wo drei Mitarbeiter abgeführt wurden.

Weiteres: Die SZ fragt auf zwei Seiten Schriftstellerinnen und Schriftsteller, welche Bücher 2025 für sie besonders wichtig waren. Besprochen werden El Hors Erzählungsband "Streichhölzer" (taz), Irmgard Keuns "Das kunstseidene Mädchen" (taz), Natascha Wodins "Die späten Tage" (FR), Jonas Hassen Khemiris "Die Schwestern" (FR), Ilma Rakusas "Wo bleibt das Licht" (Standard) und Marius Goldhorns "Die Prozesse" (NZZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.12.2025 - Literatur

Besprochen werden unter anderem Percival Everetts "Dr. No" (ZeitOnline), J. C. Mastermans "Die Oxford-Tragödie" (FR) und César Airas "Der Hase" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.12.2025 - Literatur

Jens Uthoff porträtiert für die taz die in ihrer ukrainischen Heimat populäre Lyrikerin Yaryna Chornohuz, die als Soldatin in zahlreiche Gefechte an der Front verwickelt war und nun als Drohnenpilotin arbeitet. In ihrem Fronturlaub war sie nun für ein paar Tage in Frankfurt, für eine Veranstaltung, an der auch weitere ukrainische Literaten teilnahmen. Ihre "Gedichte erzählen von der Barbarei an der Front, der Ton ist dabei nüchtern, reduziert, tagebuchartig. ... Sie braucht die Lyrik, um zu überleben, sagt sie. ... 'Die Kunst hilft mir, meine Menschlichkeit zu bewahren. ... Ich bin von Heideggers Existenzphilosophie geprägt.' Der Begriff des 'Daseins" habe sie inspiriert, er hat ihrem jüngsten Gedichtband den Namen gegeben. 'Die Idee, jede Minute der Präsenz auf und in der Welt stark spüren zu wollen, leuchtet mir ein; gerade jetzt, wo ich Dienst an der Front leiste', sagt sie. Die Worte Leben und Tod haben für sie eine Bedeutungsverschiebung erfahren. 'Das Konzept des Todes hat sich für mich vollständig verändert. Ich weiß, dass er in jedem Augenblick kommen kann.'" Eine deutsche Übersetzung von Chornohuz' Gedichten ist für Ende Januar angekündigt und bereits vorbestellbar.

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Weiteres: Cornelia Geißler geht für die FR mit Katerina Poladjan in Berlin spazieren, um mit der Schriftstellerin über deren Roman "Goldstrand" zu reden. Julian Weber spricht für die taz mit dem britischen SF- und Fantasy-Autor Michael Moorcock, dessen Opus Magnum "Mutter London" nun erstmals auf Deutsch vorliegt. Dass der Papst bei seiner Weihnachtsansprache in seiner Forderung nach Weltfrieden den Lyriker Jehuda Amichai und damit "einen der Begründer der modernen hebräisch-israelischen Dichtung, zitiert hat, dürfte eine "Premiere" sein, meint Gustav Seibt in der SZ. Die Zeit hat Christoph Schröders Gespräch mit Ricarda Messner über deren Debütroman "Wo der Name wohnt" online nachgereicht. Sara Peschke spricht für die SZ mit Holly Brickley über deren Debütroman "Deep Cuts". Der Unbill der Gegenwart müsste man nur mit genügend Liebe entgegentreten, ist der Schriftsteller Daniel Schreiber im taz-Gespräch mit Nina Apin überzeugt. Timo Posselt erzählt auf Zeit Online von seiner Begegnung mit dem Schriftsteller Seán Hewitt. Der Verleger Mark Lehmstedt trauert im "Literarischen Leben" der FAZ um das Grafische Viertel in Leipzig, das mit dem Ende der letzten verbliebenen Buchdruckerei nun endgültig Geschichte ist. Timo Lindeman blickt für die Jungle World auf Oscar Wildes Idee von Schönheit. In "Bilder und Zeiten" der FAZ findet sich ein großer Essay von Andreas Platthaus über Anthony Powell und wie dieser einst Goethe zitierte.

Besprochen werden unter anderem Max Baitingers "Hallimasch" (FR), Marc Degens' Schlüsselroman "Verführung der Unschuldigen" über den Plagiatsskandal um Helene Hegemanns Roman "Axolotl Roadkill" (FAZ) und András Viskys "Die Aussiedlung" (SZ).

In der nun offenbar leider standardmäßig verpaywallten Frankfurter Anthologie schreibt Jan Brachmann über Hildegard Knefs "Jene irritierte Auster":