Magazinrundschau - Archiv

HVG

366 Presseschau-Absätze - Seite 7 von 37

Magazinrundschau vom 19.11.2024 - HVG

Der Redakteur István Riba berichtet über das Vorhaben der Fico-Regierung in der Slowakei, das Sprachengesetz so zu verändern, dass der öffentliche Sprachgebrauch der ungarischen Minderheit in der Slowakei massiv eingeschränkt wäre. "Ein Sandkorn wurde in die Maschine der so genannten 'ausgezeichneten ungarisch-slowakischen Beziehungen' gestreut. Das - nicht sehr geheime - Ziel des Sprachengesetzes war schon bei seiner ersten Fassung, die ungarische Minderheit zu schikanieren. (...) Das hat auch die ungarische Partei in der Slowakei, die sich jetzt Ungarische Allianz nennt, festgestellt. Sie halten es für inakzeptabel, vor allem, nachdem sie Ficos Kandidaten Peter Pellegrini bei den Präsidentschaftswahlen auf Druck der Orbán-Regierung unterstützt hatten. Dafür habe das ungarische Volk keinen Schlag unter der Gürtellinie verdient, betonen sie. (...) Es wird erwartet, dass der Text bald offiziell veröffentlicht wird, und das Kabinett Fico könnte ihn voraussichtlich im Januar annehmen. Sollte dies in der jetzigen Form geschehen, würde Fico natürlich die guten Beziehungen zur ungarischen Regierung riskieren, weshalb er wohl versuchen wird, den Entwurf abzuschwächen. Die Frage ist jedoch, wie er dies tun kann, ohne dass es zu Koalitionsspannungen kommt, und inwieweit er die SNS von ihren Absichten abbringen kann."
Stichwörter: Ungarn, Slowakei

Magazinrundschau vom 12.11.2024 - HVG

Warum, fragt eine entgeisterte Boróka Parászka, musste Ministerpräsidenten Orbán nach den umstrittenen Wahlen in Georgien, die die pro-russische Regierung als Sieg feierten, nach Tiflis reisen? Was war es wert, "sich vor einer Menge, die ihre Rechte und ihre Würde einfordert, anspucken zu lassen? Sich als Botschafter der Unterdrückung vor den Unterdrückten und Beschämten aufzuspielen? Ist das die Rolle in der Weltpolitik, auf die er sich so lange und so sorgfältig vorbereitet hat? Als Botschafter, als Stellvertreter von Diktatoren, als Überbringer von schlechten Nachrichten durch die Welt zu eilen? Oder ist es ihm völlig egal, was so viele georgische Bürger und eingeschüchterte, in die Enge getriebene Oppositionelle denken, die um ihre Grundrechte fürchten? Wie könnte auch Viktor Orbán mit ihnen solidarisch sein, wenn in Ungarn ähnliche Dinge mit der Zivilbevölkerung und der Presse geschehen, wenn auch in einem anderen Tempo, vielleicht weniger spektakulär, und nicht mit so offener Gewalt, aber mit ähnlichen Methoden. 'Wir waren wie ihr, ihr werdet sein wie wir' - das ist die Inschrift auf dem großen globalen Friedhof der Demokratie. ... In den Ländern, in denen die Demokratie im Niedergang begriffen ist, ist der Name des ungarischen Premierministers eine Schande, ein Fluch."
Stichwörter: Orban, Viktor, Georgien, Ungarn

Magazinrundschau vom 29.10.2024 - HVG

Der Schriftsteller Gábor T. Szántó spricht im Interview mit HVG über Motive seines neuen Romans "Der Jazzprofessor" sowie über die mangelnden Möglichkeiten im heutigen Ungarn historische Themen zu verfilmen, die sich mit den Diktaturerfahrungen des 20. Jahrhunderts beschäftigen: "Mittel- und Osteuropa ist kein gelobtes Land. Hier zerren gelegentlich Verfolgungen und Diktaturen an den Nerven der Menschen oder dezimieren sogar Familien. Viele sind um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, während der Horthy-Ära, 1956 und später ausgewandert, immer wenn sich Möglichkeiten boten, und ich denke, die gegenwärtige Auswanderung hat ihre Wurzeln auch darin. Bei Ungarn handelt sich um ein kleines Land mit einem kleinen Markt, in dem zum Beispiel die fehlende Kulturförderung ein Dilemma für die Künstler darstellt. Wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommen, keinen Film machen können, haben sie das Gefühl, dass die weite Welt für sie vielleicht besser und größer ist. Die staatliche Kulturförderung ist in unserem Land aus wirtschaftlichen Gründen und wegen politischer Differenzen und Vorurteile immer ein heikles Thema, so dass sich das Dilemma, ob man gehen oder bleiben soll, vielleicht häufiger stellt als in glücklicheren Ländern. (...) Mit dem Regisseur Ferenc Török haben wir viel daran gearbeitet, die Geschichte der grenzüberschreitenden Liebe eines Musikers zu entwickeln, der in einer rumänisch-ungarischen Familie in Siebenbürgen während des Kalten Krieges aufwächst. Aber das Filminstitut hat das Drehbuch abgelehnt. Wir haben zwar nicht aufgegeben, einen Film daraus zu machen, aber wir warten auf bessere Zeiten. Die äußerst spannende und dramatische Erfahrung des 20. Jahrhunderts wird dann wieder in den Fokus des ungarischen Kinos rücken."

Magazinrundschau vom 22.10.2024 - HVG

Der Leiter des Lehrstuhls für Medien und Kommunikation an der Universität ELTE in Budapest, Gábor Polyák, nahm vor kurzem auf Einladung des PEN Ukraine an einer Solidaritätsreise in die Ukraine teil. Leicht war das nicht, erzählt er in HVG: "In der Ukraine Ungar zu sein, ist ein schreckliches Gefühl. Wir tragen ein Land in uns, das alles in seiner Macht stehende tut, um den Aggressor zu unterstützen. Das ist eine Schande, auch wenn die Mittel unseres Landes glücklicherweise begrenzt sind. (…) In einigen Gesprächen wurde die Frage aufgeworfen, ob die Ukrainer glauben, dass alle Russen für die Aggression verantwortlich sind, oder ob die Schuld nur bei Putin und seinen Anhängern liegt. Die Antwort ist immer dieselbe: Die Aggression ist die Schuld aller Russen, weil alle Russen dafür verantwortlich sind, dass Putin an der Macht ist. Die unmoralische Anbiederung von Orbán und Szijjártó, die neueste Bezeichnung für ihre 'wirtschaftliche Neutralität', ist also die Schande aller Ungarn. Auch wenn viele von uns vor Scham am liebsten schreien würden."
Stichwörter: Ungarn, Ukrainekrieg, Ukraine

Magazinrundschau vom 15.10.2024 - HVG

Die Wochenzeitschrift HVG berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, wie ungarische Banken regierungsnaher Oligarchen mit europäischen und ungarischen Steuergeldern Wahl- und Medienkampagnen rechtpopulistischer und rechtsextremer Kräfte in Europa wie das französische Rassemblement National, die spanische VOX oder die FPÖ in Österreich finanzieren. Der Chefredakteur von HVG, János Dobszay kommentiert: "Viktor Orbán ist der Bankier der europäischen Rechtsextremen - das ist keine urbane Legende, kein böswilliges Gerücht, kein unbegründeter Vorwurf der Opposition, sondern eine Tatsache. Was die Regierungspropaganda hierzulande als illegale Parteienfinanzierung, rollende Dollars, Einmischung in unsere Souveränität bezeichnet, ist im Falle Orbáns, der mit Geld Einfluss auf die europäische Politik nehmen will, eine lockere Fingerübung. (…) Der ungarische Regierungschef wurde über seine mit europäischen und ungarischen Steuergeldern gemästeten Oligarchen zum Finanzier extremistischer Parteien und Politiker von Frankreich über Spanien bis Österreich. So hat er in Österreich beispielsweise freundliche Kredite vergeben, um die Medien der dortigen FPÖ zu unterstützen. In seiner Lesart stinkt Geld nur dann, wenn es nicht seinem Regime und ihren Nutznießern dient. Während Orbán den Hauptgrund für den 'Verfall' des Westens immer darauf zurückführt, dass das Einzelinteresse über allem steht - Gott, die anderen Menschen und die Gemeinschaft sind ihnen egal, es geht nur um 'mich' -, macht er unter dem Deckmantel der wirtschaftlichen Neutralität Geschäfte mit Mördern, Dieben und Diktatoren in aller Welt und füttert die Armee der Zerstörer der europäischen Gemeinschaft mit Geld."

Magazinrundschau vom 08.10.2024 - HVG

In der vergangenen Woche erschütterte eine Aussage des politischen Direktors im Amt des Ministerpräsidenten die Öffentlichkeit: Balázs Orbán (nicht verwandt mit dem Ministerpräsidenten Viktor Orbán - Anm. d. Red.) verglich die Situation in der Ukraine vor dem russischen Angriff mit der Revolution 1956 in Ungarn. In einem Interview mit einem Parteiorgan bezeichnete Balázs Orbán den ukrainischen Ministerpräsidenten Selenskyj als "unverantwortlich" und warf ihm vor, "sein Land in einen Defensivkrieg" geführt zu haben, der viele Menschenleben koste. Die Ungarn hätten davon abgeraten, hätten sie doch ihre Lektion 1956 gelernt. Ungarn hätte - wäre es an Stelle der Ukraine gewesen - deshalb nicht gekämpft. Diese Aussagen wurden sowohl von den unabhängigen Medien als auch von den Staats- und Regierungsmedien aufgegriffen. Führende Politiker der Regierungspartei, einschließlich Ministerpräsident Victor Orbán haben sich zu Wort gemeldet, Balazs Orban korrigiert, interpretiert und kommentiert (mehr dazu hier und hier). Nach einer Rüge des Ministerpräsidenten und Entschuldigung ist Balázs Orbán nach heutigem Stand der offiziellen Darstellung "Opfer einer Desinformationskampagne" geworden. Für István Riba von der Wochenzeitschrift HVG ist Orbans Aussage nicht nur ein Verrat an 1956, wie er in HVG schreibt, sondern auch eine ahistorische Formulierung, die dem von der Regierungspartei entworfenen Grundgesetz widerspricht und gleichzeitig die Identität der Regierungspartei in Frage stellt: "Der politische Direktor des Premierministers hat es geschafft, den tradierten, jahrhundertealten ungarischen Unabhängigkeitskampf in einem einzigen kurzen Gedankengang mit Füßen zu treten. ... Die Aussage geht über 1956 hinaus und handelt auch davon, wann es sich lohnt, für die Unabhängigkeit einer Nation einzustehen. Es wird suggeriert, dass man nur dann kämpfen solle, wenn es eine Chance auf einen Sieg gibt, denn wenn es keine gibt, sei es besser, sich zu ergeben. ... Untertauchen und abwarten wurden nach '56 zum Lebensprogramm, und obwohl es einige gab, die im Geiste von 1956 handelten, ließ die Masse die Revolutionäre lieber gegen die Wand fahren. ... Diese Mentalität änderte sich erst 1989, als der hingerichtete ungarische Ministerpräsident Imre Nagy und seine Gefährten erneut begesetzt wurden, diesmal mit allen Ehren. Es war Viktor Orbán, der dort die eindringlichste Rede hielt. Seitdem ist es ein grundlegendes Identitätsmerkmal der Fidesz ..., sich nicht auf die Irrealität der Revolution zu fokussieren, sondern auf den Kampf gegen ein tyrannisches Regime. ... Dies war die Haltung aller politischen Kräfte seit 1990 zu 1956. Balazs Orban stellte sie nun in Frage und bestärkte damit das Narrativ der Kádár-Ära."

Magazinrundschau vom 01.10.2024 - HVG

Der Jazz-Musiker Mihály Dresch spricht im Interview mit Róbert Szatmári über traditionelle und klassische Strömungen in der ungarischen Musik sowie über die darin liegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten über Generationen hinweg: "Ja, es gibt eine einheitliche ungarische Musiksprache, aber ich würde sie in zwei Teile aufteilen. Es gibt die Volksmusik, oder die Denkweise, die aus der Volkskultur kommt. Und es gibt Béla Bartók und Zoltán Kodály, mit ihrer Integration der ungarischen Volkslieder in die klassische Musik. Sie haben auch wissenschaftlich definiert, was eine Melodiereihe ungarisch macht, zum Beispiel die Pentatonik. Die früheren Generationen haben etwas geschaffen, jetzt müssen wir sehen, was wir hinzufügen können, wie wir unsere eigene lebendige Kultur erschaffen. Und wie viel davon ist traditionelle ungarische Kultur, wie viel angelsächsisch, amerikanisch? Denn ab den 1960er Jahren strömten diese mit großer Kraft nach Europa und Ungarn, trotz der kommunistischen Ära."

Was hier was ist, dürfte auch bei Dresch ziemlich mühsam herauszufummeln sein. Aber warum überhaupt, man kann auch einfach zuhören:

Magazinrundschau vom 24.09.2024 - HVG

Die Übersetzerin Ágnes Tótfalusi spricht im Interview mit Tamás Ligeti Nagy anlässlich des anstehenden Internationalen Buchfestivals in Budapest über ihren Beruf: "Ich sage normalerweise nicht, dass ich eine literarische Übersetzerin bin. Normalerweise sage ich nur, dass ich Übersetzerin bin. Es gibt alle Arten von Übersetzern, Fachübersetzer, Sprachdolmetscher und viele andere. Es gibt keine Hierarchie oder Rangordnung, jeder unterstützt auf seine Weise diejenigen, die die jeweilige Fremdsprache nicht beherrschen. (…) Ich nenne es Fließband-Bildhauerei. Es ist definitiv eine kreative Kunst, aber weil es ein sehr schlecht bezahlter Beruf ist, übertreiben es viele von uns, und manchmal geht das leider auf Kosten der Qualität. Oder man verpasst immer wieder die gesetzten Abgabetermine - so wie ich. (…) Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass wir Übersetzer den Schriftsteller besser kennen als sein Ehepartner, besser als er sich selbst kennt. Wir müssen uns so oft in seine Sätze vertiefen, sie drehen, sie so oft anschauen, dass eine enge Beziehung entsteht."

Magazinrundschau vom 10.09.2024 - HVG

Das neue Schuljahr ist gerade eine Woche alt und neben Lehrermangel, sowie einseitigen, unausgewogenen Lehrmitteln, ist das von der Regierung verordnete Handyverbot im Unterricht das bestimmende Thema. Die entsprechende Verordnung wurde kurz vor Beginn des Schuljahres verabschiedet, den Schulen damit kaum Zeit zu geben die Umsetzung des Verbots technisch vorzubereiten (das tägliche Einsammeln, Aufbewahren, Austeilen der Geräte). Ein Schulleiter, der die Eltern beruhigend - und wie es sich herausstellt doch im Einklang mit der Verordnung - verkündete, dass seine Schule weiterhin die bewusste digitale Erziehung vor Augen haben wird und die Geräte im Unterricht weiterhin als Lehrmittel verwendet werden, wurde fristlos seines Amtes enthoben. Veronika Munk kommentiert die Situation: "Wenn man davon ausgeht, dass das Problem real ist, stellt sich die Frage, wie es gelöst werden kann und welche Art von Unterstützung Lehrer, Kinder und Eltern von der Regierung, die die öffentlichen Bildungseinrichtungen reguliert, erhalten werden. Die Antwort lautet: keine. Kein Handy, finde eine Lösung, Basta! Wer die in der Verordnung versteckte Interpretationsfreiheit für sich in Anspruch nehmen wollten, wurden gefeuert. (...) Wir haben die Schiefertafel und den Rechenschieber hinter uns gelassen und es ist machbar und wünschenswert ist, mobile Geräte für Bildungszwecke einzusetzen. Es ist jedoch unrealistisch, sie morgens abzugeben, sie für Bildungszwecke wieder auszuteilen, sie nach Abschluss des Bildungszwecks erneut abzugeben und sie am Ende des Tages wieder zurückzugeben, und das alles mit sicherer Aufbewahrung zum Nulltarif. In der Woche des Schulbeginns gab es Situationen, in der Kinder 25 Minuten lang Schlange standen, nur um morgens ihre Geräte abzugeben. In einer anderen Schule verkündeten die Lehrer morgens nach dem Prinzip 'Was ich nicht sehe, existiert nicht', dass zum Glück niemand ein Telefon habe und es daher auch nichts eingesammelt werden müsse. An einem anderen Ort gaben die Schüler alte Handys ab, während die Smartphones in ihren Taschen blieben. Erneut ist das zu Tage gefördert worden, was der ungarische Staat den heranwachsenden Generationen seit langem effektiv beibringt: die Regeln zu umgehen, etwas vorzutäuschen."

Magazinrundschau vom 03.09.2024 - HVG

Die aus Siebenbürgen stammende Ärztin Juli Havas gab im Jahr 2022 ihr Romandebüt. Jetzt erscheint ihr zweites Werk mit dem Titel "Papierpuppen" über die Entwicklung der Freundschaft drei junger Frauen in der Ceausescu-Ära in Rumänien. Im Interview erzählt sie von der Diktaturenerfahrung als permanente Begleitung einer Generation: "Die große Mehrheit in diesem System war von dem Schrecken nicht direkt betroffen. Jeder nahm sich auf die eine oder andere Weise Zeit und wartete auf das Ende des Regimes. Diejenigen gerieten in Schwierigkeiten, die offen Widerstand leisteten, zum Beispiel jene, die Samisdat schrieben, sie hatten jedoch eine Strategie zum Überleben. Wer sich auf etwas einließ, was das Regime nicht gern gesehen hat, der ging daraus mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erhobenen Hauptes hervor (...) Jetzt habe ich wirklich das Gefühl, dass es kein Entrinnen aus dieser Erfahrung gibt. Die Angst bleibt immer bei einem, genauso wie das ständige Heimweh nicht verschwindet, wenn es einmal ein Teil von einem geworden ist. (...) Es bleibt alles als Hintergrundgeräusch, mit dem man lebt. Jeder strebt danach, zu überleben und zu vergessen, und lange Zeit schien dies auch möglich zu sein. Wir lassen die historischen Traumata hinter uns - das haben wir uns erhofft (...) Ich glaube, wir werden nie befreit sein. Wer in einem System von Verboten sozialisiert wurde, wird es mit sich herumtragen, es wird Teil seiner Persönlichkeit. (...) Diejenigen, die rekrutiert wurden, schweigen immer noch über das, was sie getan haben. (…) Die Menschen schweigen oft, weil sie mit der Tatsache konfrontiert sind, dass sich andere nicht für ihre unbequemen oder grausamen Geschichten interessieren. Es ist einfacher, mit dem Schweigen zu leben, es ist einfacher, den Kopf wegzudrehen. Es entsteht eine Art gefühltes taktvolles Schweigen, das auch mit einem permanenten Gefühl der Heimatlosigkeit verbunden ist."