Magazinrundschau - Archiv

HVG

353 Presseschau-Absätze - Seite 6 von 36

Magazinrundschau vom 22.10.2024 - HVG

Der Leiter des Lehrstuhls für Medien und Kommunikation an der Universität ELTE in Budapest, Gábor Polyák, nahm vor kurzem auf Einladung des PEN Ukraine an einer Solidaritätsreise in die Ukraine teil. Leicht war das nicht, erzählt er in HVG: "In der Ukraine Ungar zu sein, ist ein schreckliches Gefühl. Wir tragen ein Land in uns, das alles in seiner Macht stehende tut, um den Aggressor zu unterstützen. Das ist eine Schande, auch wenn die Mittel unseres Landes glücklicherweise begrenzt sind. (…) In einigen Gesprächen wurde die Frage aufgeworfen, ob die Ukrainer glauben, dass alle Russen für die Aggression verantwortlich sind, oder ob die Schuld nur bei Putin und seinen Anhängern liegt. Die Antwort ist immer dieselbe: Die Aggression ist die Schuld aller Russen, weil alle Russen dafür verantwortlich sind, dass Putin an der Macht ist. Die unmoralische Anbiederung von Orbán und Szijjártó, die neueste Bezeichnung für ihre 'wirtschaftliche Neutralität', ist also die Schande aller Ungarn. Auch wenn viele von uns vor Scham am liebsten schreien würden."
Stichwörter: Ungarn, Ukrainekrieg, Ukraine

Magazinrundschau vom 15.10.2024 - HVG

Die Wochenzeitschrift HVG berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, wie ungarische Banken regierungsnaher Oligarchen mit europäischen und ungarischen Steuergeldern Wahl- und Medienkampagnen rechtpopulistischer und rechtsextremer Kräfte in Europa wie das französische Rassemblement National, die spanische VOX oder die FPÖ in Österreich finanzieren. Der Chefredakteur von HVG, János Dobszay kommentiert: "Viktor Orbán ist der Bankier der europäischen Rechtsextremen - das ist keine urbane Legende, kein böswilliges Gerücht, kein unbegründeter Vorwurf der Opposition, sondern eine Tatsache. Was die Regierungspropaganda hierzulande als illegale Parteienfinanzierung, rollende Dollars, Einmischung in unsere Souveränität bezeichnet, ist im Falle Orbáns, der mit Geld Einfluss auf die europäische Politik nehmen will, eine lockere Fingerübung. (…) Der ungarische Regierungschef wurde über seine mit europäischen und ungarischen Steuergeldern gemästeten Oligarchen zum Finanzier extremistischer Parteien und Politiker von Frankreich über Spanien bis Österreich. So hat er in Österreich beispielsweise freundliche Kredite vergeben, um die Medien der dortigen FPÖ zu unterstützen. In seiner Lesart stinkt Geld nur dann, wenn es nicht seinem Regime und ihren Nutznießern dient. Während Orbán den Hauptgrund für den 'Verfall' des Westens immer darauf zurückführt, dass das Einzelinteresse über allem steht - Gott, die anderen Menschen und die Gemeinschaft sind ihnen egal, es geht nur um 'mich' -, macht er unter dem Deckmantel der wirtschaftlichen Neutralität Geschäfte mit Mördern, Dieben und Diktatoren in aller Welt und füttert die Armee der Zerstörer der europäischen Gemeinschaft mit Geld."

Magazinrundschau vom 08.10.2024 - HVG

In der vergangenen Woche erschütterte eine Aussage des politischen Direktors im Amt des Ministerpräsidenten die Öffentlichkeit: Balázs Orbán (nicht verwandt mit dem Ministerpräsidenten Viktor Orbán - Anm. d. Red.) verglich die Situation in der Ukraine vor dem russischen Angriff mit der Revolution 1956 in Ungarn. In einem Interview mit einem Parteiorgan bezeichnete Balázs Orbán den ukrainischen Ministerpräsidenten Selenskyj als "unverantwortlich" und warf ihm vor, "sein Land in einen Defensivkrieg" geführt zu haben, der viele Menschenleben koste. Die Ungarn hätten davon abgeraten, hätten sie doch ihre Lektion 1956 gelernt. Ungarn hätte - wäre es an Stelle der Ukraine gewesen - deshalb nicht gekämpft. Diese Aussagen wurden sowohl von den unabhängigen Medien als auch von den Staats- und Regierungsmedien aufgegriffen. Führende Politiker der Regierungspartei, einschließlich Ministerpräsident Victor Orbán haben sich zu Wort gemeldet, Balazs Orban korrigiert, interpretiert und kommentiert (mehr dazu hier und hier). Nach einer Rüge des Ministerpräsidenten und Entschuldigung ist Balázs Orbán nach heutigem Stand der offiziellen Darstellung "Opfer einer Desinformationskampagne" geworden. Für István Riba von der Wochenzeitschrift HVG ist Orbans Aussage nicht nur ein Verrat an 1956, wie er in HVG schreibt, sondern auch eine ahistorische Formulierung, die dem von der Regierungspartei entworfenen Grundgesetz widerspricht und gleichzeitig die Identität der Regierungspartei in Frage stellt: "Der politische Direktor des Premierministers hat es geschafft, den tradierten, jahrhundertealten ungarischen Unabhängigkeitskampf in einem einzigen kurzen Gedankengang mit Füßen zu treten. ... Die Aussage geht über 1956 hinaus und handelt auch davon, wann es sich lohnt, für die Unabhängigkeit einer Nation einzustehen. Es wird suggeriert, dass man nur dann kämpfen solle, wenn es eine Chance auf einen Sieg gibt, denn wenn es keine gibt, sei es besser, sich zu ergeben. ... Untertauchen und abwarten wurden nach '56 zum Lebensprogramm, und obwohl es einige gab, die im Geiste von 1956 handelten, ließ die Masse die Revolutionäre lieber gegen die Wand fahren. ... Diese Mentalität änderte sich erst 1989, als der hingerichtete ungarische Ministerpräsident Imre Nagy und seine Gefährten erneut begesetzt wurden, diesmal mit allen Ehren. Es war Viktor Orbán, der dort die eindringlichste Rede hielt. Seitdem ist es ein grundlegendes Identitätsmerkmal der Fidesz ..., sich nicht auf die Irrealität der Revolution zu fokussieren, sondern auf den Kampf gegen ein tyrannisches Regime. ... Dies war die Haltung aller politischen Kräfte seit 1990 zu 1956. Balazs Orban stellte sie nun in Frage und bestärkte damit das Narrativ der Kádár-Ära."

Magazinrundschau vom 01.10.2024 - HVG

Der Jazz-Musiker Mihály Dresch spricht im Interview mit Róbert Szatmári über traditionelle und klassische Strömungen in der ungarischen Musik sowie über die darin liegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten über Generationen hinweg: "Ja, es gibt eine einheitliche ungarische Musiksprache, aber ich würde sie in zwei Teile aufteilen. Es gibt die Volksmusik, oder die Denkweise, die aus der Volkskultur kommt. Und es gibt Béla Bartók und Zoltán Kodály, mit ihrer Integration der ungarischen Volkslieder in die klassische Musik. Sie haben auch wissenschaftlich definiert, was eine Melodiereihe ungarisch macht, zum Beispiel die Pentatonik. Die früheren Generationen haben etwas geschaffen, jetzt müssen wir sehen, was wir hinzufügen können, wie wir unsere eigene lebendige Kultur erschaffen. Und wie viel davon ist traditionelle ungarische Kultur, wie viel angelsächsisch, amerikanisch? Denn ab den 1960er Jahren strömten diese mit großer Kraft nach Europa und Ungarn, trotz der kommunistischen Ära."

Was hier was ist, dürfte auch bei Dresch ziemlich mühsam herauszufummeln sein. Aber warum überhaupt, man kann auch einfach zuhören:

Magazinrundschau vom 24.09.2024 - HVG

Die Übersetzerin Ágnes Tótfalusi spricht im Interview mit Tamás Ligeti Nagy anlässlich des anstehenden Internationalen Buchfestivals in Budapest über ihren Beruf: "Ich sage normalerweise nicht, dass ich eine literarische Übersetzerin bin. Normalerweise sage ich nur, dass ich Übersetzerin bin. Es gibt alle Arten von Übersetzern, Fachübersetzer, Sprachdolmetscher und viele andere. Es gibt keine Hierarchie oder Rangordnung, jeder unterstützt auf seine Weise diejenigen, die die jeweilige Fremdsprache nicht beherrschen. (…) Ich nenne es Fließband-Bildhauerei. Es ist definitiv eine kreative Kunst, aber weil es ein sehr schlecht bezahlter Beruf ist, übertreiben es viele von uns, und manchmal geht das leider auf Kosten der Qualität. Oder man verpasst immer wieder die gesetzten Abgabetermine - so wie ich. (…) Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass wir Übersetzer den Schriftsteller besser kennen als sein Ehepartner, besser als er sich selbst kennt. Wir müssen uns so oft in seine Sätze vertiefen, sie drehen, sie so oft anschauen, dass eine enge Beziehung entsteht."

Magazinrundschau vom 10.09.2024 - HVG

Das neue Schuljahr ist gerade eine Woche alt und neben Lehrermangel, sowie einseitigen, unausgewogenen Lehrmitteln, ist das von der Regierung verordnete Handyverbot im Unterricht das bestimmende Thema. Die entsprechende Verordnung wurde kurz vor Beginn des Schuljahres verabschiedet, den Schulen damit kaum Zeit zu geben die Umsetzung des Verbots technisch vorzubereiten (das tägliche Einsammeln, Aufbewahren, Austeilen der Geräte). Ein Schulleiter, der die Eltern beruhigend - und wie es sich herausstellt doch im Einklang mit der Verordnung - verkündete, dass seine Schule weiterhin die bewusste digitale Erziehung vor Augen haben wird und die Geräte im Unterricht weiterhin als Lehrmittel verwendet werden, wurde fristlos seines Amtes enthoben. Veronika Munk kommentiert die Situation: "Wenn man davon ausgeht, dass das Problem real ist, stellt sich die Frage, wie es gelöst werden kann und welche Art von Unterstützung Lehrer, Kinder und Eltern von der Regierung, die die öffentlichen Bildungseinrichtungen reguliert, erhalten werden. Die Antwort lautet: keine. Kein Handy, finde eine Lösung, Basta! Wer die in der Verordnung versteckte Interpretationsfreiheit für sich in Anspruch nehmen wollten, wurden gefeuert. (...) Wir haben die Schiefertafel und den Rechenschieber hinter uns gelassen und es ist machbar und wünschenswert ist, mobile Geräte für Bildungszwecke einzusetzen. Es ist jedoch unrealistisch, sie morgens abzugeben, sie für Bildungszwecke wieder auszuteilen, sie nach Abschluss des Bildungszwecks erneut abzugeben und sie am Ende des Tages wieder zurückzugeben, und das alles mit sicherer Aufbewahrung zum Nulltarif. In der Woche des Schulbeginns gab es Situationen, in der Kinder 25 Minuten lang Schlange standen, nur um morgens ihre Geräte abzugeben. In einer anderen Schule verkündeten die Lehrer morgens nach dem Prinzip 'Was ich nicht sehe, existiert nicht', dass zum Glück niemand ein Telefon habe und es daher auch nichts eingesammelt werden müsse. An einem anderen Ort gaben die Schüler alte Handys ab, während die Smartphones in ihren Taschen blieben. Erneut ist das zu Tage gefördert worden, was der ungarische Staat den heranwachsenden Generationen seit langem effektiv beibringt: die Regeln zu umgehen, etwas vorzutäuschen."

Magazinrundschau vom 03.09.2024 - HVG

Die aus Siebenbürgen stammende Ärztin Juli Havas gab im Jahr 2022 ihr Romandebüt. Jetzt erscheint ihr zweites Werk mit dem Titel "Papierpuppen" über die Entwicklung der Freundschaft drei junger Frauen in der Ceausescu-Ära in Rumänien. Im Interview erzählt sie von der Diktaturenerfahrung als permanente Begleitung einer Generation: "Die große Mehrheit in diesem System war von dem Schrecken nicht direkt betroffen. Jeder nahm sich auf die eine oder andere Weise Zeit und wartete auf das Ende des Regimes. Diejenigen gerieten in Schwierigkeiten, die offen Widerstand leisteten, zum Beispiel jene, die Samisdat schrieben, sie hatten jedoch eine Strategie zum Überleben. Wer sich auf etwas einließ, was das Regime nicht gern gesehen hat, der ging daraus mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erhobenen Hauptes hervor (...) Jetzt habe ich wirklich das Gefühl, dass es kein Entrinnen aus dieser Erfahrung gibt. Die Angst bleibt immer bei einem, genauso wie das ständige Heimweh nicht verschwindet, wenn es einmal ein Teil von einem geworden ist. (...) Es bleibt alles als Hintergrundgeräusch, mit dem man lebt. Jeder strebt danach, zu überleben und zu vergessen, und lange Zeit schien dies auch möglich zu sein. Wir lassen die historischen Traumata hinter uns - das haben wir uns erhofft (...) Ich glaube, wir werden nie befreit sein. Wer in einem System von Verboten sozialisiert wurde, wird es mit sich herumtragen, es wird Teil seiner Persönlichkeit. (...) Diejenigen, die rekrutiert wurden, schweigen immer noch über das, was sie getan haben. (…) Die Menschen schweigen oft, weil sie mit der Tatsache konfrontiert sind, dass sich andere nicht für ihre unbequemen oder grausamen Geschichten interessieren. Es ist einfacher, mit dem Schweigen zu leben, es ist einfacher, den Kopf wegzudrehen. Es entsteht eine Art gefühltes taktvolles Schweigen, das auch mit einem permanenten Gefühl der Heimatlosigkeit verbunden ist."

Magazinrundschau vom 20.08.2024 - HVG

Der Schriftsteller Gergely Péterfy lebt seit geraumer Zeit in Todi, im italienischen Umbrien, wo er u.a. den Verein Pro Arte Libera und eine Schriftstellerakademie gegründet hat. Nun wurde das erste Mal ein Stipendienprogramm des Vereins für Schriftsteller ausgeschrieben, wobei in den Teilnahmebedingungen festgelegt wurde, dass Bewerber in den letzten Jahren keinerlei Unterstützung der ungarischen Regierung erhalten durften. Es entstand eine kontroverse Diskussion, in der Péterfy u.a. vorgeworfen wurde, dass er sich von der ungarischen Realität entfernt hätte, denn ein vollkommen von der Regierung unabhängiges künstlerisches Leben sei im heutigen Ungarn nicht mehr möglich. Auch auf diese Vorwürfe ging Péterfy im Gespräch mit der Wochenzeitschrift HVG ein. "Wie auch immer wir es formuliert hätten, irgendjemand hätte sich empört, denn es geht um das Verhältnis der ungarischen Schriftsteller zu Orbans 'System der Nationalen Zusammenarbeit' [ungarische Abkürzung: NER], ein sensibles und kontroverses Thema. NER hat sich praktisch unentrinnbar gemacht, es verschlingt alles und lässt kaum eine Atempause. Wir leben seit mehr als einem Jahrzehnt in dieser absurden Situation, woraus solche absurden Phänomene entstehen, wie die 'Kontroverse' nach der Bekanntgabe unserer Ausschreibung. Dies ist nicht das einzige Stipendium des Vereins Pro Arte Libera: Ab 2025 werden wir auch Pädagogen die Möglichkeit bieten können, mit uns zu den umbrischen Schauplätzen von Antal Szerb's Roman 'Reise im Mondlicht' zu reisen, und wir werden auch unsere Debütanten bei ihrem ersten Band unterstützen (...) Dies hier ist ein geistiges Ungarn, eine kulturelle Heimat. Es erstreckt sich so weit, wie es ungarische Autoren und ungarische Leser gibt, es umfasst also den ganzen Planeten. Er hat auch einen Reisepass, ein kleines Büchlein mit Zitaten aus 'Reise im Mondlicht'. Alle unsere Mitreisenden, Camper und Studenten werden automatisch zu 'Bürgern'. Und immer mehr von uns leben in der 'Hauptstadt' Todi, immer mehr unserer Freunde und Bekannten kaufen sich hier oder in der Umgebung ein Haus."

Magazinrundschau vom 06.08.2024 - HVG

Die aus Siebenbürgen stammende und in Paris lebende Regisseurin Mónika Rusz reagiert auf die Empörung der ungarischen regierungsnahen Presse über die vermeintlich "blasphemisch-woke" Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Paris. "Ist es zu viel, ästhetisch überhöht, verblüffend? Ist es provokant, dass nicht Leonardo da Vincis 'Letztes Abendmahl', sondern Jan Hermansz van Biljerts 'Fest der Götter' als Live-Bild präsentiert wurde? Diese Vorführung sprach sowohl zu einem Frankreich in der Krise als auch zu einer Welt voller Traumata und Empfindlichkeiten. Letztere versteht, fordert oder akzeptiert nicht unbedingt die französische eklektische Lässigkeit, das grenzwertig kitschige Toben. Sie ist immer weniger mit der französischen Kunst und dem französischen Geist vertraut, die die europäische Kultur für Jahrhunderte prägten. Deshalb wird dieses große Lichterfest von einem französischen Weltbürger, der trotz so vieler Widrigkeiten noch immer aufnahmefähig und offen ist, anders gesehen und erlebt als vom Zensor des marokkanischen Fernsehens oder von Elon Musk, dem Milliardär, der die sozialen Medien besitzt und sie seinen politischen Interessen unterordnet. Die von ihrer Natur aus nicht zensierbare Kunst zeigte sich hier und blieb nur einer Frage schuldig: Warum erscheint sie so, wie sie ist?"

Magazinrundschau vom 23.07.2024 - HVG

Der im rumänischen Cluj geborene Theaterregisseur und Begründer des Roma-Theaters Maladype, Zoltán Balázs, spricht im Interview mit Rita Szentgyörgyi u.a. über die kleinen lokalen Veränderungen der Theaterszene in Ungarn, die gestärkt werden müsse: "Obwohl es mir meine Arbeit im Ausland ermöglicht, mich aus der ungarischen Theaterszene herauszuhalten, bedauere ich, dass ich nicht mit meinem Wissen, meiner Erfahrung und meinen internationalen Kontakten zur Entwicklung des ungarischen Theaters beitragen kann. Es ist ein weltweites Phänomen, dass sich die Qualität des Theaters, ähnlich wie die der Lebensmittel, vor unseren Augen verändert, und nicht unbedingt zum Besseren. Inmitten all der direkten Botschaften haben unsere Fachleute vergessen, eine Theatersprache zu verwenden. Als 'lokale Anästhesie' gibt es einige zukunftsweisende Versuche, aber ich würde diese Bemühungen eher als 'zonale Reformen' bezeichnen. Wir bräuchten mehr Theaterschaffende, die unsere zersplitterte Theaterwelt vereinen können, indem sie kreative Absichten miteinander verbinden und als Brücke zwischen den Theater- und Kunstwelten fungieren können."