Das Altpapier
(
ev) -
am heutigen Montag
Medienauslese05.08. Gipfeltreffen, Digitalradio, Fußball(
6v9) - von Lorenz Meyer
1. Userkommentare (zeit.d)
2. Der Amoklauf von München (tagesschau)
3. In sieben Jahren ... (faz)
4. BND-Gesetz (reporter-ohne-grenzen)
5. Beobachtung (tagesspiegel)
6. Fußball (120minuten)
08.08. , Simplifizierungsmaschine, Sportfalle
(
6v9) - von Lorenz Meyer
1. Berichterstattung über Terror (sz)
2. Öffentlich-rechtliche Sender (spiegel)
3. Der IS zehn Jahre Vorsprung (faz)
4. Smartphone-Nutzung (dirkvongehlen)
5. Kritik als Krawall (dirkhansen)
6. Die Sportfalle (daserste)
EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Prallbunte Weltverzweiflung05.08.2016. Im
Standard ruft
Elfriede Jelinek ihre Schriftsteller-Kollegen zum Protest gegen die
Festnahmen in der Türkei auf. Die
FAZ hört bei Daniil Trifonow einen überraschend authentischen
Sergej Rachmaninow 2.0. Die
Zeit erfindet mit einem grummelig unheimlichen
John Coltrane die
Tanzmusik des 21. Jahrhunderts. Die
SZ entdeckt bei Harry Potter die geistige
Heimat des Brexit. Außerdem schaut sie mit
Alberto Rodriguez' "La Isla Minima" fasziniert ins
Unterbewusstsein der Spanier. Der
Welt schaudert es bei der Aktualität von
Hieronymus Bosch im Prado.
Das singende Prinzip Freiheit06.08.2016. In der
FAZ fragt der russische Lyriker
Sergej Sawjalow: Dürfen Dichter über menschliche Katastrophen der Vergangenheit reden? Die
SZ blickt ins
patriarchale System am Münchner Residenztheater. Die
taz findet bei dem südafrikanischen Dramatiker
Paul Grootboom die Wahrheit über die
Post-
Apartheid-
Gesellschaft. Außerdem trainiert sie beim
Speed Watching ihre Sehgewohnheiten. Die
NZZ besucht eine Ausstellung über
Heroin in Afghanistan. Und die
Welt begibt sich mit
Jonathan Franzen zum Birdwatching auf eine
Expedition in die Antarktis.
Notieren ist der Tod08.08.2016. Die
FAZ betrachtet mit
Susan Sontag Fotografien von
Thomas Mann. Die
Zeit schaut sich in Berlin atmende
dissidente DDR-Kunst an. Außerdem stellt sich
Durs Grünbein in der
Zeit vor,
Hitler-Briefmarken abzulecken. Die
SZ fordert mehr Frauen und mehr
Schwarze im Ballett. Die
FAS blickt in
Anna Netrebkos russische Seele. Die
Berliner Zeitung spricht mit
Shermine Langhoff über postmigrantisches Theater. Und die
Welt wird
vom Pfund gebumst.
9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAUIm Zweifel gegen den Nutzer
05.08.2016. Die
SZ huldigt dem Mut des chinesischen Anwalts
Zhou Shifeng, der gerade in einem Schauprozess zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Im
Freitag attackiert
Correctiv-Autor Marcus Bensmann über
Putins nützliche Idioten in der EU. In der
NZZ wünscht Robert Harrison den heutigen Gesellschaften
weniger Genialität und mehr Weisheit. In
Glamour erklärt
Barack Obama, warum er Feminist ist. Im
Esquire bekundet Clint Eastwood seine Sympathie für Donald Trump.
Füttere die Krähe06.08.2016. Im
Freitag denkt die Philosophin
Bettina Stangneth über Attentate, das Böse und die
Konsequenz der Selbstinszenierung nach. In
Libération fragen Geoffroy de Lagasnerie und Edouard Louis, ob
Überwachung und Repression alle Mittel sind, die Frankreich im Kampf gegen den Terror aufbringen kann. In der
taz stellt
Sineb El Masrar fest: Das
Recht auf Kopftuch zu fordern, hat
nichts mit Feminismus zu tun. In der
FAZ erinnert
Bülent Mumay daran, wie Erdogan die Apparate säubern ließ, um sie mit Gülen-Leuten zu besetzen. Und die
SZ fragt: Wo sind eigentlich die Misthaufen geblieben?
Was will mein Volk08.08.2016. Arno Widmann wird siebzig: Im
Perlentaucher singen ihm Schüler, Freundinnen und Weggefährtinnen ein Ständchen. In der
SZ beobachtet unterdes
Yavuz Baydar mit Schaudern, wie
Tayyip Erdogan seinem Volk die
Todesstrafe zurückgibt. In der
FAZ inspiziert Jeremy Adler die
Verfasstheit der Briten. Die
NZZ freut sich über die Aufwertung des
öffentlichen Raums durch PokemonGo. Und die
Welt lernt von
Deirdre McCloskey die ganze simple Kunst des Reichwerdens.
Weitere Kulturnachrichten(
wdr) + (
dra) für den 8. August 2016
FundsachenPerlen des Lokaljournalismus (
bibl) - Rumms! Kawumm! Tatü Tata!
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Überraschend herkömmlich
04.08.2016. Die
SZ beschleicht mit
Hans Christoph Buchs Familiengeschichte "Elf Arten, das Eis zu brechen" die Ahnung, dass die Realität nur ein Abklatsch der Literatur sein könnte. Als
ernst-sarkastisch und
stofflich-sinnlich zugleich empfiehlt die
NZZ Szczepan Twardochs aus der Persepktive
von Erde erzählten Roman "Drach". Überhaupt nicht verstiegen findet die
taz Dietmar Daths Roman "Leider bin ich tot". Und die
Zeit empfiehlt
Donald Ray Pollock als eine der aufregendsten Stimmen der USA.
Präzise Feuerstöße aus dem Pandämonium06.08.2016. Die
FAZ entdeckt in
Fernando Pessoas Schriften zur Literatur, Ästhetik und Kunst einen
glühenden Europäer. Die
SZ lernt
Lucia Berlin als "schmutzige Schwester" von Doris Day kennen. Mit größtem Vergnügen begutachtet die
FR mit Valeria Luiselli das
Gebiss großer Dichter und Denker. Die
taz lässt sich von
Stefano Bennis "Pantherin" zu einer Billard-Partie überreden und zitiert dabei knatternd
Ovid. Und die
NZZ liest gleich drei Romane der verzweifelten
Expressionisten-Ikone
Emily Hennings und zieht sich danach mit
J.L. Carr für einen Monat aufs Land zurück.
Kulturtipps
(
dra-audio) - 08.08.2016