Medienticker - Archiv

Buch+Blattmacher-News

1341 Presseschau-Absätze - Seite 80 von 135

Medienticker vom 02.05.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Re:publica 2016, Tag 1
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
Sechs medienrelevante Vorträge des ersten re:publica-Tages ...
1. What's next for Twitter and News? (Mark Little)
2. Commercial Content Moderation (Moritz Riesewieck)
3. Slow media? (Kati Krause)
4. The Making Of A Journalism Startup (Fahrenbach u. a.)
5. Facebook ist nicht nur Pediga-Hass (NN)
6. Wir müssen reden! (NN)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Physik ist, wenn es nicht gelingt
02.05.2016.
Die NZZ bewundert die Kunst des Gustave Jossot, mit schiefen Fressen Werbung zu machen. In der FR freut sich Robert MacFarlane, dass jetzt auch Wanderfalken in den Großstädten rund um die Uhr ihren Imbiss bekommen. Die SZ verirrt sich in der wiedereröffneten Hamburger Kunsthalle auf dem Weg zur Abteilung Transparenz. Die Nachtkritik erkundet mit Angela Richter in Köln das Darknet. Die FAZ wiegt sich zu Yehudi Menuhins innig-süßen Portamenti.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Gestohlen, gekauft, gerettet
02.05.2016. Neue enthüllte TTIP-Geheimdeals lassen die SZ um den Rechtsstaat fürchten. Was bleibt fürs Humboldt-Forum, wenn auch alle anderen Institutionen schon die Kulturen thematisieren?, fragt der Tagesspiegel, und antwortet auch. Die FAZ erklärt, wie konservative türkische Imame junge Muslime in die Arme der Salafisten treiben. Im Guardian fragt Nick Cohen, ob die Labour-Partei den Antisemitismus in ihren Reihen überhaupt noch los werden kann. Im New York Magazine versucht sich Andrew Sullivan mit Platon einen Reim auf Trump zu machen. In der Welt fürchtet Andrzej Wajda einen neuen Faschismus in Europa.
Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 2. Mai 2016



+ Literatur online



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+ Literatur im Hörfunk



Kulturtipps
(dra-audio) - 02.05.2016

Medienticker vom 29.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Freitag

Kuratorbuffet, Instantsuppe, Maskulismussalat
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Kuratieren im Journalismus (fachjournalist)
2. instant everywhere (wirres)
3. Pöbeln für die Männlichkeit (sz)
4. Über die Gratisschreiberei (michaelbittner)
5. Der Kampf geht weiter (taz)
6. Bochum and Leicester Friendship (facebook)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Zwannzichahröh Suv und wähähääk
29.04.2016.
Nur drei Prozent der Bevölkerung gehen ins Museum und in Hamburg sind sie fast alle zwischen 60 und 70. Kein Wunder, dass Museumsdirektor Hubertus Gaßner trotz frisch renovierter Kunsthalle nicht so recht Aufbruchsstimmung verbreiten kann. Die Welt empfiehlt den restlichen 97 Prozent einen Besuch - wenigstens, um die Ausstellung der rumänischen Künstlerin Geta Brătescu zu sehen. Die FAZ besucht den als Museum neu eröffneten Ceauşescu-Palast in Bukarest. Der Freitag staunt über eine sexuelle Revolution im "Game of Thrones". Die Musikkritiker lesen Udo Lindenberg lieber als ihn zu hören.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Schockierende, beängstigende Leere
29.04.2016.
Fast die Hälfte der Syrer ist auf der Flucht, warum wurde so gut wie keiner von ihnen in den Ölstaaten aufgenommen?, fragt starke-meinungen.de. Politico.eu beschreibt Syrien zugleich als verlassenes Land. Die NZZ erklärt, warum das Silicon Valley René Girard liebt. Während in Moskau die Jungputinisten gegen Memorial wüten, macht die Welt erstaunliche Parallelen zwischen den Putin liebenden Parteien AfD und Die Linke aus. Mother Jones macht klar: Die Medienkrise ist längst bei den Internetmedien angekommen.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 29. April 2016

Buchmesse in Buenos Aires
Literarische Neuheiten und tausende Lesungen
(dra) - Die "Feria del Libro" ist eine der bedeutendsten Buchmessen der Welt. Mehr als eine Million Besucher zieht sie jedes Jahr an. Doch in diesem Jahr findet sie in einem äußerst schwierigen politischen Klima statt.

Urteil gegen VG Wort
Verleger im Katzenjammer
(nzz) - Seit 1958, als Autoren und Verlage gemeinsam die VG Wort gründeten, haben sich beide Seiten deren Ausschüttungen geteilt. Doch originäre Ansprüche, urteilte jetzt der BGH, haben nur Autoren. Von Joachim Güntner

Fernlektorat
Warum "Morgen mehr" oft "heute weniger" bedeutete
(brp) - Drei Monate herrschte Ausnahmezustand im Hanser Verlag. Tilman Rammstedt schrieb an seinem digitalen Fortsetzungsroman "Morgen mehr", der mit einem ganzen Team im Rücken täglich kapitelweise lektoriert, digitalisiert und auf die Smartphones der zahlenden Mitleser geschickt wurde. Verleger Jo Lendle berichtet im buchreport.blog von einer intensiven Zeit.

Kunst im öffentlichen Raum
Mit Gedichten gegen den Kapitalismus
(sz) - Mit seinen öffentlichen Installationen kritisiert Robert Montgomery die Konsumgesellschaft - und schafft doch mehr als Instagram-Kitsch.

Literaturausstellung

Der Weltpoet
Friedrich Rückert (1788-1866)

(ks) - Dichter, Orientalist, Zeitkritiker" vom 8.04. - 10.07.2016 in der Großen Halle der Kunsthalle Schweinfurt





+ Literatur online
Empathisches Porträt eines Erniedrigten
(cm) -Heinz Strunk: "Der goldene Handschuh"
Dekadenz im Dschungel
(cm) - Juan Villoro: "Das dritte Leben"
Grenzgebiete und ethische Grauzonen
(cm) - Urban Waite: "Keine Zeit für Gnade"
Interview
(cm) - Simone Buchholz: "Blaue Nacht"

Stille Sensationen
Eva Schmidts "Ein langes Jahr"
(fr) - Die österreichische Erzählerin Eva Schmidt meldet sich mit dem Roman "Ein langes Jahr" zurück und feiert die helllichte Melancholie am Bodensee.

+ Comic online
Gebildete Serialkiller
(cm) - Antonio Altarriba / Keko: "Ich, der Mörder"
Ein Superheld aus Berlin
Pasalic/Kühne: "Turmspringer"
(cm) - Alf Mayer über Kim Heimanns Kulturgeschichte des Surfens.
Comic-Autor Adrian Tomine
Die nächste Blamage wird die beste!
(faz) - Und der nächste Kuss bedeutet was. Oder? Adrian Tomine hat ein weises Comic-Buch gemacht, über Liebe zu sich und anderen.

Leopold Federmair
Der Friedenskaiser (3)
(bgl) - Teil 2

Tagtigall
Sehen, was nicht vorgesehen
(pt) - Die Lyrik, dieses "ungereimte Zeug" (Schrott), der man lange Zeit ein Schattendasein nachsagte, ist im Aufwind - mit lebhaften Debatten, einer Vielfalt an Positionen und internationalen Vernetzungen. Vier kurze Hinweise. Die Lyrikkolumne. Von Marie Luise Knott

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+ Literatur im Hörfunk
Eine Heldin in der Hölle
Katharina Winkler über Debütroman
(dra) - Eine Kurdin befreit sich von ihrem Mann, der sie und ihre Kinder jahrelang misshandelt hat: Davon erzählt Katharina Winkler in ihrem Debütroman "Blauschmuck". Er beruht auf einer wahren Geschichte.

Jean Matterns "September"
Die Vermummten und die Verliebten
(dra) - Jean Matterns Roman "September" erzählt eine schwule Liebe in Zeiten des Geiseldramas von München 1972. Das klingt spannend und leidenschaftlich, liest sich aber wie eine Ansammlung von Wikipedia-Sätzen. Die Meinung unseres Kritikers: zu schlicht, zu flach, zu vage.



Kulturtipps
(dra-audio) - 29.04.2016

Medienticker vom 28.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Donnerstag

Verlegertreff, Schweizer Käse, Ruthe-Apell
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Jetzt hilft nur noch ein Nobelpreis (boersenblatt)
2. Niederländer 6 Erdogan (faz)
3. Regelwerk mit Lücken an den entscheidenden Stellen (ejo)
4. Wie man Leser verhohnepipelt (bilanz)
5. Ruthe zum Tag des geistigen Eigentums (facebook.)
6. "sanft & sorgfältig" jetzt bei Spotif (Bouhs)
 
EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Der Untergrund als Raumgefüge
28.04.2016.
Die FAZ lernt den verstörenden Genuss des Entsetzens vor den Bildern Boris Luries. Die taz besucht eine Filmreihe über Arbeitsverweigerung in der BRD-Komödie. Der Freitag guckt betrübt auf unsere wassertrinkenden Autoren. Die NZZ sucht Bücher in Armenien. Die Welt informiert über Francois Pinaults geplantes neues Kunstmuseum in Paris. Die SZ bewundert die Theaterästhetik des Internetzeitalters in Dortmund.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Existenz eines Rückkanals
28.04.2016. Die Debatte um das VG Wort-Urteil des BGH nimmt nun doch Fahrt auf. In Zeit online betrachtet die Autorin Karen Köhler das Urteil allerdings als Danaergeschenk, das sie Martin Vogel, der das Urteil erstritten hat, am liebsten zurückgeben würde. Die Freischreiber sehen das ganz anders und zeichnen Vogel aus. Vogel äußert im Börsenblatt Verständnis für die Situation der Verlage - die er allerdings nicht mit Geld, das Autoren zusteht, verbessern will. Die Bundesregierung beeilt sich inzwischen das für Unrecht Erkannte zu Recht zu machen. Sonstige Themen: Google, Österreich und Palmyra.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 28. April 2016

Schmerz, Unruhe, Stille
Péter Esterházys Grabrede auf Imre Kertész
(nzz) - Den "Holocaust als Kultur" hat Imre Kertész auf paradoxale Weise in einem Werk verarbeitet, das sich selber verneint. Den Freund würdigend, folgt auch Péter Esterházys Grabrede dieser Denkfigur.

ZKB Schillerpreis 2016
Thilo Krause gewinnt mit Lyrikband
(bb) - Der mit 10.000 Franken (circa 9.100 Euro) dotierte ZKB Schillerpreis 2016 geht an Thilo Krause - für seinen Gedichtband "Um die Dinge ganz zu lassen" (poetenladen Verlag). Das Werk verdichte Gedankensplitter, Alltagssituationen und Stimmungen hintersinnig und bilderreich, heißt es aus Zürich.

Büchersendungen
Der teure Weg des Buches
(brp) - In der Schweiz ist eine Diskussion entfacht über die aus Sicht von Verlagen zu hohen Portokosten von Büchersendungen.

+ Literatur online
Ein Bündel von Zubehör
(pt) - Wie Henry James erkannte, das seine Stärke seine Schwäche war, lernt man in Verena Auffermanns kleiner James-Biografie. Von Arno Widmann
(mehr in der Bücherschau)

Arno Widmann
Kai war frischer
(pt) - Über starke Schwächen von Henry James, zu schnell genommene Fermaten bei Bach, Unschärfen des Philosophen Siedentop und Schönheitsideale des Akrobaten Chaplin.

Paul Mason "Postkapitalismus"
Befreit von Arbeit und auch vom freien Markt
(dp) - Der Brite Paul Mason träumt vom Ende der Herrschaft des Neoliberalismus. Laut "Postkapitalismus" wird die Informationstechnologie eine neue Welt entstehen lassen, in der die "Gesellschaft" die Funktion des Staats übernimmt.
Nach dem Kapitalismus ist vor dem Kapitalismus
(nzz) - Die Linken feiern ihn bereits als neuen Marx: Paul Mason. Er hat ein imposantes neues Werk vorgelegt. Doch was taugt seine Diagnose der Gegenwart?
Bologna im Frühling
(tm) - Sybille Hein: "Prinz Bummelletzter" / Britta Teckentrup: "Alle
Wetterv / Birte Müller: "Planet Willi"
Der Weltraum, so weit
(tm) - Nils Mohl: "Zeit für Astronauten"
Zeitreise
(tm) - Alice Melvin: "Omas Haus"
Kurzprosa
Meer
(tm) - Wolf Senff
Comic
Zu Schauen das schöne Geschlecht
(tm) - Ben Gijsemans: "Hubert"

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+ Neues auf faustkultur.de
Hundert Blumen
(fk) - Weil man im deutschsprachigen Bereich als zeitgenössischer Lyriker nahezu unbeachtet bleibt, wurde Robert Schindel 1992 mit dem Roman "Gebürtig" bekannt. Nach den ersten sechs Gedichtbänden, die im Band "Fremd bei mir selbst" (2004) zusammengefasst wurden, veröffentlichte Robert Schindel noch drei Gedichtbände, zuletzt "Scharlachnatter" (2015). Bernd Leukert erzählte er, wie bei ihm Gedichte entstehen.

+ Literatur im Hörfunk
Mops des Monats April
(dra-audio) - Von Hans von Trotha (02:31 Min)

Kulturtipps
(dra-audio) - 28.04.2016

Medienticker vom 27.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Journalismuswandel, Welt-Wandel, Gesetzeswandel
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Vor Gericht stehen die Whistleblower (tagesschau)
2. Journalismus 2020 - was wird sich ändern? (ejo)
3. Allgemeine Verunsicherung (taz)
4. Maas entschärft Pläne für Gerichts-TV (faz)
5. Wir sind dann mal so frei (ndr)
6. Die seltsamsten Magazin-Cover (kioskforscher)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Ein persönliches, besonderes, großes Nein
27.04.2016. Die NZZ bringt Peter Esterhazys Grabrede auf Imre Kertesz. Der Standard fragt anlässlich der Wiener "L'Exposition Imaginaire", wie analog Kunst heute noch sein kann. Die SZ fürchtet die Stadt, in der es für Arbeiter keine Jobs mehr gibt. Die Popkritik steht ganz im Bann von Beyoncé. Und Dezeen bringt die Poster, mit denen Wolfgang Tillmans der Remain-Campaign auf die Sprünge helfen will.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Tratschtanten
27.04.2016. Bei den Ermittlungen gegen Netzpolitik wegen Landesverrats ging es dem Verfassungschutz weniger um Netzpolitik als um die Dingfestmachung von Parlamentariern, berichtet Zeit online. Zeit online und taz fürchten die Abschaffung des Säkularismus in der Türkei. In der NZZ erinnert sich die Übersetzerin Wei Zhang an die Schrecken der Kulturrevolution. Laut politico.eu zieht sich International New York Times demnächst aus Europa zurück. An amerikanischen Unis wird inzwischen aus political correctness auf die Betätigung des Kopfes verzichtet, schreibt Ilija Trojanow in der taz.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 27. April 2016

Sieht die Jury schwarz?
Erneut Ärger um Nannen-Preis
(kress) - Nach dem ganzen Ärger der Vorjahre hatte sich Gruner + Jahr auf einen frischen Neustart beim Nannen-Preis gefreut - eigentlich. Doch nur wenige Tage vor der Preisverleihung in Hamburg droht neuer Ärger. Ein Beitrag aus dem "stern" hat gute Chancen, den Nannen-Preis in der Kategorie Investigation zu gewinnen. Nur - das Landgericht Hamburg hat die Verbreitung weiterer Teile des Beitrags verboten. Was nun?

CEO Cengage Learning
"Auch die USA sind noch sehr am Anfang dieses Trends"
(bb) - Cengage Learning (Jahresumsatz 1,7 Milliarden Dollar) sprenge die Dimension des Buches, meint Michael E. Hansen, Keynote-Sprecher beim Publishers' Forum am kommenden Donnerstag. Der CEO der US-Lernplattform über Beharrungskräfte in Unternehmen und Behörden, Digitalisierungsschübe und die Zukunft computerbasierten Lernens.

Irina Dmitrjewna Prochorowa
Russlands geistige Instanz
(dra) - Man kennt zwar eher ihren Bruder, den Milliardär Michail Prochorow, den sie beim Wahlkampf um das Präsidentenamt unterstützt hatte. Dabei ist Irina Dmitrjewna Prochorowa selbst eine wichtige Intellektuelle Russlands. Sie sieht Putin sehr kritisch und will das Land verändern.

Peter Wawerzinek in Dresden
Stadtschreiber in Zeiten von Pegida
(dra) - Er habe die Dresdener bislang als "gemütlich, mit einem gewissen pfiffigen Hintersinn" erlebt, sagt der Schriftsteller Peter Wawerzinek. Wie die Bewohner von Elb-Florenz heute ticken, wird er ab dem Sommer auskundschaften: Er wird Stadtschreiber von Dresden.

Auszeichnung
Fontane-Literaturpreis
(dra) - für Josef Bierbichler & sein Buch "Mittelreich"

Hans-Christoph Buch
"Handke nervte mich, weil er das Licht nicht ausmachte"
(stand) -"Sie sind eingeladen", stand in den Briefen, die der Schriftsteller Hans Werner Richter zwischen 1947 und 1967 an die Mitglieder der Gruppe 47 verschickte. 1966 fand ein Treffen in Princeton statt. Der Literaturkritiker Jörg Magenau hat darüber jetzt ein Buch geschrieben, der damals teilnehmende Schriftsteller Hans-Christoph Buch erinnert sich an eine mittlerweile legendäre Reise

Kein & Aber
Auf nach Berlin?
(nzz) - Kein & Aber schafft sich mit der Übernahme des Verlags Rogner & Bernhard ein deutsches Standbein und neue Spielräume.

Tagesspiegel bekommt Hölle-Preis
"Für besonders schäbiges Verhalten gegenüber Freien"
(mee) - Das Verhalten des Tagesspiegels gegenüber seinen Freien fand der Berufsverband freier Journalisten in diesem Jahr "besonders schäbig". Er habe im Oktober 2015 "von jetzt auf eben die Zusammenarbeit mit seinen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Eis gelegt".

Buchmarkt
Warum das Geschäft mit Neuübersetzungen boomt
(dra) - Klassiker als Neuheit: Neue Übersetzungen längst bekannter Werke überschwemmen zunehmend den deutschen Buchmarkt. Was steckt dahinter? Und geht das Kalkül der Verlage auf? Wir gehen dem Phänomen nach. (Abb. Deutschlandradio Kultur & s. a. die Bücherschau)

RWE
117 Bücherschränke in fünf Jahren
(bb) - Am 16. Juni 2011 stellte RWE im Revier den ersten Bücherschrank auf - mittlerweile gibt es 117. Der Energiekonzern freut sich: "Bücher wirft man nicht einfach weg, stattdessen werden sie oft und gerne geteilt."

+ Literatur online
Frohburg"-Lesung
Wenn sich ein ganzer Ort in einen Roman verwandelt
(welt) - Frohburg's coming home: Buchpreisgewinner Guntram Vesper liest in seinem Heimatort, den er in seinem Mammutroman verewigt hat. In der sächsischen Kleinstadt ist das ein kulturelles Großereignis.


Briefwechsel Benn / Oelze
Mein Volk ist mir unerträglich
(tages) - Jahrhunderterzählung im Dialog: Die Korrespondenz von Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze ist ein Ereignis.
Anwesende Abwesenheit
(tm) - Inge Jens: "Langsames Entschwinden"
Nicht alles hat einen Grund
(tm) - Peter Stamm: "Weit übers Land
"Nicht lesen, sondern deciffrieren
(tm) - Reinhard Jirgl: "Oben das Feuer, unten der Berg"
Hegemonieverlustphobie
(tm) - Hannes Hofbauer: "Feindbild Russland"


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+ Neues auf faustkultur.de
In Stuttgart hat Nicola Hümpel
(fk) - die Oper "Reigen" des Belgiers Philippe Boesmans inszeniert. Das Libretto stammt von Luc Bondy. Er hält sich sehr eng an das skandalumwitterte Stück von Arthur Schnitzler. Am Premierenabend gab es anhaltenden Beifall für das gesamte Ensemble und den angereisten, demnächst achtzigjährigen Boesmans, berichtet Thomas Rothschild.
...Die Islamisierung der französischen Republik
(fk) - re-etabliert das auf einen Buchgott bauende Patriarchat als Garanten der Reproduktion. Der Islam modernisiert ein altes Getriebe. Das stellt die Islamdebatte von den Füßen auf den Kopf und verweist auf Rom zu Konstantins Zeiten.

+ Literatur im Hörfunk
James Lee Burke
"Mississippi Jam "Auge um Auge
(dra) - Ein knallharter Cop, ein fieser Nazi und ein U-Boot - dies sind nur drei Zutaten von James Lee Burkes Krimi "Mississippi Jam". In den USA war der Roman bereits Anfang der 90er-Jahre erschienen. Deutsche Burke-Fans können sich erst jetzt über robuste Action freuen. ( mehr in der Bücherschau)

Volkhart Wildermuth über
"Biomedizin im Labor der Literatur"
(dra-audio) - u. a. über Thea Dorns "Die Unglückseligen" - "Ein Roman über die Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Zebrafischen zur Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthalts in den USA gabelt sie einen … " (Klappentext - mehr in der Bücherschau)

Schulen der Angst
Survival in den 80er Jahren & heute
(dra) - Ein Gespräch mit Philipp Schönthaler (09:20 Min) - "Angst vor dem Wettrüsten, Angst vor Waldsterben und Kernkraft, Angst vor wachsender sozialer Unsicherheit. Inmitten des von Untergangsstimmung und Zivilisationszweifeln beherrschten Klimas der 80er Jahre ließen sich Millionen verunsicherter Zeitgenossen von Reportagen und Ratgebern fesseln ..." (Klappentext)

Ahmed Mourads "Vertigo"
Die Abgründe hinter den Kulissen der Macht
(dra) - Der Polit-Thriller "Vertigo" des ägyptischen Starautors Ahmed Mourad zeichnet ein Geflecht aus Korruption und Intrigen nach - und verweist nebenbei auf Hitchcocks gleichnamigen Filmklassiker. Als ehemaliger Fotograf im Präsidentenpalast verfügt Mourad über viel Insiderwissen.

Kulturtipps
(dra-audio) - 27.04.2016

Medienticker vom 26.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Millionärsformel, Blattmacherformel, Ironieformel
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Maschmeyer und Freunde (tagesspiegel)
2. Fotoveröffentlichung (fachjournalist)
3. Heftkritik (wuv)
4. Einbruch bei Erdogan-kritischer Journalistin (faz)
5. Die viralste Serie der Welt (fluter)
6. Die Sprachpolizei informiert (michaelbittner)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Panikpräsidialer Plural
26.04.2016. Die Berliner Zeitung freut sich über den Pop von Drangsal, der erfrischend nicht einverstanden ist mit der Gesamtsituation. Die SZ fragt, warum im Tanz lange erworbenes Körper- und Bewegungswissen so wenig zählen. Außerdem lernt sie von Kadia Attias Skulpturen die Schönheit von Narben in der Kunst zu schätzen. Die FAZ entdeckt das ganze NRW auf der Insel Hombroich. Und die Daily Mail lernt: Für Geld allein gibt es noch keine Hermès-Tasche.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Tendenziös wie immer
26.04.2016.
Entgeistert beobachten Medien, Politiker, Journalisten und Kulturschaffende, mit welcher Brachialität die Türkei ihre Zensur jetzt auch auf den Rest der Welt ausdehnt. In Bangladesch sind ein schwuler Aktivist und ein Anglistikprofessor mit Macheten zerhackt worden - laut Taslima Nasrin dehnen die Terroristen den Kreis der ihnen missliebigen Personen immer weiter aus. The Intercept zitiert einen sehr traurigen "nationalen Geheimdienstdirektor" der USA: Edward Snowden habe durch seine Enthüllungen die Kommerzialisisierung von Verschlüsselung beschleunigt.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 26. April 2016

Auszeichnung
Friedrich-Glauser-Preis an Michael Böhm
(bb) - Michael Böhm hat am 23. April zum Abschluss der "Criminale 2016" (17.-24. April) den mit 5.000 Euro dotierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Kriminalroman" erhalten. Zudem vergab das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachiger Krimiliteratur, weitere Auszeichnungen.

Holtzbrinck ist bei divibib dabei
Onleihe von E-Books in öffentlichen Bibliotheken
(bb) - Eine vertragliche Regelung zwischen den Verlagshäusern der Holtzbrinck Publishing Group und der digitalen Ausleihplattform divibib, ermöglicht die Aufnahme der E-Books der Verlagshäuser Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer&Witsch und Rowohlt in den "Onleihe-Angeboten" öffentlicher Bibliotheken und Büchereien.



Die ungeschönten Probleme der Jugend
Marieluise Fleißer "Fegefeuer in Ingolstadt"
(dra) - Vor 90 Jahren begann mit der Uraufführung des Theaterstücks "Fegefeuer in Ingolstadt" die Karriere von Marieluise Fleißer. In dem Drama finden verzweifelte Jugendliche zunächst eine Zuflucht in der Religion. Sie bringt ihnen aber am Ende doch keine Erlösung.

"Shakespeare und kein Ende!"
Goethe in "Beiträge zum Morgenblatt für gebildete Stände. 1807-1816"
"Es ist über Shakespeare schon so viel gesagt, dass es scheinen möchte, als wäre nichts mehr zu sagen übrig, und doch ist das die Eigenschaft des Geistes, dass er den Geist ewig anregt. Diesmal will ich Shakespeare von mehr als einer Seite betrachten, und zwar erstlich als Dichter überhaupt, sodann verglichen mit den Alten und den Neusten, und zuletzt als eigentlichen Theaterdichter. Ich werde zu entwickeln suchen, was die Nachahmung seiner Art auf uns gewirkt, und was sie überhaupt wirken kann. Ich werde meine Beistimmung zu dem, was schon gesagt ist, dadurch geben, dass ich es allenfalls wiederhole, meine Abstimmung aber kurz und positiv ausdrücken, ohne mich in Streit und Widerspruch zu verwickeln. Hier sei also von jenem ersten Punct zuvörderst die Rede." (mehr hier)
Mit Hamlet betrat erstmals
(ltk) - der neuzeitliche Mensch die Theaterbühne.
Von Manfred Orlick
Ein Porträt aus dem Jahr 2002
(ltk) - Von Marcel Reich-Ranicki
Shakespeare aus gärtnerischer Sicht
(ltk) - Ein wunderbarer Bildband über die Häuser und Gärten des Dramatikers. Von Manfred Orlick
Döblin dekonstruiert Shakespeare.
(ltk) - Über eine Neuauflage von "Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende" Von Heribert Hoven
+ Shakespeares im Archiv von literaturkritik.de

Warum ist Shakespeare noch mal der Größte?
(sz) - Wie er euch gefällt: Zum 400. Todestag von William Shakespeare haben wir Schauspieler, Regisseure und Autoren gebeten, uns drei entscheidende Fragen zu beantworten.

Unser grösster Inspirator
Javier Marías über Shakespeare
(nzz) - Müssten wir nicht, als Nachgeborene der grossen Klassiker, unser schriftstellerisches Handwerk ganz einfach begraben? Ja und nein. Einer wie Shakespeare kann die Phantasie auch neu beflügeln.
Leichter als das Original
Das sind die besten Shakespeare-Übersetzungen
(welt) - Seit über 250 Jahren wird Shakespeare ins Deutsche übersetzt: von preußischen Diplomaten oder romantischen Dichtern. Den ganzen Shakespeare hat noch keiner geschafft. Aber das könnte sich bald ändern.
Buchtipp

"Wie er uns gefällt Gedichte an und auf William Shakespeare", hrsg von Tobias Döring
"Fixstern am Dichterhimmel - Weltenschöpfer und Provokateur - ewiger Zeitgenosse. - Von Hölderlin bis Pasolini, von Byron bis Nabokov, von Baudelaire bis Lorca und von Lemuel Johnson bis Thomas Brasch reichen die lyrischen Referenzen und Würdigungen ..." (Klappentext)

.. auch bei Cervantes und keine Ende
<-- "Don Quijote von der Mancha" (mehr in der Büchrschau (Buch + Hörbuch)
Antonia S. Byatt über

"Don Quijote" Windmühlen der Phantasie
(nzz) - Mit seinen raffinierten Erzählstrategien ist "Don Quijote" ein Vorläufer moderner Metafiktion. Aber der Roman fasziniert auch, weil wir alle etwas von Cervantes' ungleichem Heldenpaar in uns tragen.
Cervantes' letzte Tat
"Lebt wohl, ihr geistreichen Witze"
(welt) - Für uns ist er der Schöpfer des "Don Quijote": Doch damals galt eine Ritter-Parodie weniger als ein Liebesroman. Deswegen schrieb Cervantes auch "Persiles und Sigismunda". Soll man das auch lesen?

+ Literatur online
 
+ Comic online
Comic-Reporter Joe Sacco
(3sat-video) - Joe Sacco - weltberühmter Comic-Reporter - wagt sich nach Sarajevo, Palästina und Bosnien nun in einen Krisenherd der anderen Art: die Politik der USA.

Max & Moritz-Preis 2016
Comic-Salon in Erlangen
(bb) - Am 27. Mai wird im Rahmen des Comic-Salons Erlangen 2016 zum 17. Mal der Max und Moritz-Preis verliehen. Als Preisträger sind bereits der Zeichner Luz, der avant-verlag und Claire Bretécher bekannt. Die restlichen sieben Preisträger müssen sich noch bis zur Verleihung gedulden.

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+ Neues auf faustkultur.de
Eine Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn
(fk) - zeigt Formen des Selbstporträts in der zeitgenössischen Kunst. Ellen Wagner hat sich die Schau für Faust-Kultur angesehen. Sie vermisst in der Fülle und Dichte der Exponate die notwendigen Leerräume und kritisiert die kojenhafte Präsentation der Vorläufer der 1960er Jahre, mit denen die Ablösung von der Tradition des Selbstporträts einsetzte.

+ Literatur im Hörfunk
Mächtige Lebewesen
"Jeder Baum hat eine Persönlichkeit"
(dra) - sagt Zora del Buono. "Sie sprechen nicht, aber sie haben uns viel zu sagen." Die Buchautorin ist um die Welt gereist, um bis zu 9500 Jahre alte Bäume zu besuchen und zu erleben: "Sie haben eine Präsenz, die uns klein werden lässt."

Lyrik lesen
Gedichte im Gespräch
(dra) - Aktuelle Verse von Marion Poschmann, Charles Simic und Hendrik Rost: In der Premiere von "Lyrik lesen" diskutieren Jan Bürger, Gregor Dotzauer und Insa Wilke über die Gedichtbände - und haben jeweils auch einen eigenen Lyrik-Tipp im Gepäck.


Kulturtipps
(dra-audio) - 26.04.2016

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Autorisierungsprobleme, Himmel & Hölle, Millionensiegel
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1. Sehr geehrte Tanit Koch… (carta)
2. "Zur Not auch vor Gericht" (abzv)
3. Ausgezeichnet: Martin Vogel & Tagesspiegel (freischreiber)
4. "Freedom of Speech Award" für Sedat Ergin (faz)
5. Sprachlust (infosperber)
6. Computerbild Top-Shop Siegel (getdigital)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Appetitliches Diskurs-Sushi
25.04.2016. Peter Wawerzinek hat sich was vorgenommen! "Ich werde mitten unter Dresdener leben", verkündet der neue Stadtschreiber im Tagesspiegel und fragt, warum so viele seiner Kollegen sich davor drücken. So politisch wie ein Handtuch finden die Theaterkritiker Stephan Kimmigs Berliner Inszenierung von Michel Houellebecqs "Unterwerfung". Die FAZ wandert durch eine immergleiche Maya-Welt. In der Zeit staunt Wolfgang Ullrich über die unüberbietbare Evidenz der Kunst Fritz Schweglers. Politiker sollten nie bestimmen dürfen, was abgerissen wird, fordert die SZ.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Mit Nacktheit hat es schon einmal nichts zu tun
25.04.2016. Ganz Österreich in blau. Zum Wahlerfolg der FPÖ bei den Präsidentschaftswahlen meint die NZZ mit Bick auf die Mainstream-Parteien: Weiterwursteln ist vorbei. Die Diskussionen um das VG Wort-Urteil des BGH geht weiter - alle wussten im Grunde, dass die Ausschüttunghen aus Geräteangaben zu Unrecht auch an Verleger gingen, meint Wolfgang Michael in seinem Blog - aber warum sind dann auch Autoren gegen die Entscheidung?, fragt Verleger Jo Lendle in der Welt. In der FAS erklärt die mexikanische Journalistin Lilia Pérez, wie Drognekartelle, Staat und Medien zusammenarbeiten. Die SZ fragt: Wann ist ein Bild "sexuell diskriminierend"?

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 25. April 2016

Noch einmal
Shakespeare & Cervantes zum 400. Todesstag

(faz) - Frankfurter Anthologie: "Sonett XX" - Woran wollen wir den gewissen Unterschied zwischen Männlichem und Weiblichem immer so genau festmachen? Dieses Sonett von Shakespeare bringt mit rätselhaften Versen Klischees ins Wanken. Von Tobias Döring
Buchtipp
"Wie er uns gefällt Gedichte an und auf William Shakespeare", hrsg von Tobias Döring
"Fixstern am Dichterhimmel - Weltenschöpfer und Provokateur - ewiger Zeitgenosse. - Von Hölderlin bis Pasolini, von Byron bis Nabokov, von Baudelaire bis Lorca und von Lemuel Johnson bis Thomas Brasch reichen die lyrischen Referenzen und Würdigungen ..." (Klappentext)
Shakespeare Memory
(3sat) - "Gottes kleiner Bruder", so wurde William Shakespeare einmal genannt. Seine Bühnenstücke gehören zu den bedeutendsten, am meisten aufgeführten und verfilmten der Weltliteratur. Am 23. April 1616 starb er.
Zehn Fragen
(3sat) - Wie gut kennen Sie den englischen Dichter?
Ein Pate für den Brexit
Shakespeare, der englische Patriot
(faz) - Niemand sei so durch und durch englisch wie Shakespeare, heißt es. Der Dichter hat deshalb schon für politische Anliegen aller Art herhalten müssen - jetzt auch noch für den Brexit. Von Gina Thomas
Theaterkritiker André Mumot
Wie Shakespeare das Kino befruchtet
(dra) - Die 1990er waren die Shakespeare-Kino-Jahre: "Romeo und Julia" sei dafür ein besonders geglücktes Beispiel, meint Theaterkritiker André Mumot. Bis heute setzen Filmemacher immer wieder Shakespeare-Stoffe um - aus gutem Grund.
"Eine neue Konzeption, was Menschen sind"
(dra) - Ob Shakespeare und Cervantes wirklich am selben Tag gestorben sind, ist umstritten. Fest steht: Beide haben die europäische Literatur entscheidend geprägt. Was den besonderen Reiz der Autoren ausmacht, erläutert der Literaturwissenschaftler Hans-Ulrich Gumbrecht.
Shakespeare-Übersetzer
Frank-Patrick Steckel
(dra) - Zu Besuch in einer "Fälscherwerkstatt"
Er hat 15 Shakespeare-Dramen übersetzt, zum 400. Todestag des Dichters traf sich Frank-Patrick Steckel mit Susanne Burkhardt. Dabei glaubt er als Oxfordianer gar nicht, dass der Dichter und der Mann aus Stratford ein und dieselbe Person sind.
+Cervantes  Wunder und Witz der Welt
(sz) - Vor 400 Jahren, am 23. April 1616, starb Spaniens großer Dichter, der Menschengeschichtenerfinder Miguel de Cervantes. Eine Reise durch Leben und Werk.
<-- "Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda" (mehr in der Bücherschau)



+An einem Ort der Mancha: Eine Hommage
(dra) - Auch 400 Jahre nach dem Tod seines Erfinders findet man in der Mancha Spuren von Don Quijote: in einer kargen Region mitten in Spanien mit Burgen und Windmühlen. Hier ließ Miguel de Cervantes den traurigen Ritter samt Begleiter Sancho Pansa Kämpfe und Niederlagen erleben.
<-- "Don Quijote von der Mancha" (mehr in der Büchrschau (Buch + Hörbuch)

+ Und noch einmal Charlotte Brontë
... zum 200. Geburtstag
(dra) - Charlotte Brontë wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Erfahrungen als Erzieherin und einer unglücklichen Liebe verarbeitete sie in mehreren Romanen. Erst mit "Jane Eyre" gelang ihr der späte Durchbruch - und das späte Glück.
Neue Übersetzungen von "Jane Eyre"
(3sat-Video) - "Jane Eyre" von Charlotte Brontë gehört zu den Klassikern der englischen Literatur ... und wurde immer wieder neuübersetzt
200 Romantik ohne Illusionen
(fr) - Vor 200 Jahren kam die keineswegs schlichte Schriftstellerin Charlotte Brontë zur Welt. Von Judith von Sternburg
Aus Sturm und Moor in die Welt hinaus
(faz) - Vor zweihundert Jahren wurde die Schriftstellerin Charlotte Brontë geboren. In ihrem nordenglischen Dorf schrieben sie und ihre beiden Schwestern einige der bemerkenswertesten Romane des neunzehnten Jahrhunderts. Von Andrea Diener

Jugend rezensiert
Die "Frankfurter Allgemeine Woche"
(turi2) - Bei der Lektüre des neuen Wochenmagazins der "FAZ" gehen die Urteile von Marc Röhlig (Jahrgang 1986, Bento.de) und Ben Krischke (Jahrgang 1986, "W&V") deutlich auseinander. Während der eine die versprochene Modernität nicht finden kann, lobt der andere die nüchterne Tonlage als angenehm, aber unaufdringlich jugendorientiert.
 
Fotolot
Der große Gulli-Deckel
(pt) - Ulrich Wüst fotografierte die DDR unmittelbar vor dem Mauerfall, Stefan Koppelkamm unmittelbar danach und dann nochmal mit Abstand. Zwei Meditationen über deutsche Geschichte.

+ Literatur online
Blog-Pop-Literatur
Glamour-Autorin Ronja von Rönne
(nzz) - Die Journalistin Ronja von Rönne provoziert, begeistert, irritiert: Jetzt hat die 24-Jährige ihr Romandebüt veröffentlicht. Bei einem Treffen in Berlin erzählt sie von sich. von Tomasz Kurianowicz
Schamanen im Allgäu
Günter Herburgers "Wildnis, singend"
(zeit) - Ein Ehrenplatz im Pantheon der neuen deutschen Seltsamkeit ist Günter Herburger gewiss: Mit "Wildnis, singend" hat er jetzt einen Heimatroman geschrieben, der sich an keine Grenzen hält.

Neues auf




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+ Neues auf faustkultur.de
Who ya gonna call? Schlossbusters!
(fk) - Copy & Waste verwandeln das Berliner Ballhaus Ost in ein semi-sanguinisches Schlossparkvergnügen
Von der besonderen Beziehung
(fk) - Johann Wolfgang Goethes zur Hofdame Charlotte von Stein erzählt Sigrid Damms neues Buch "Sommerregen der Liebe". Der Goethe-Kennerin par excellence ist ein wunderbares Buch gelungen, das in eine fein bemessene Welt zurückführt, meint Otto A. Böhmer.

+ Literatur im Hörfunk
Wie wir uns und unsere Daten freiwillig ausliefern
(dra) - Harald Welzer: "Die smarte Diktatur"
Die falschen Fehler gemacht
(dra) - Sandro Veronesi: "Fluchtwege"
Enttäuschung und Überdruss

Heinz Budes "Das Gefühl der Welt"
(dra) - besprochen von Von Bodo Morshäuser
Die Inselschönheit
Aline Frazãos "Insular"
(dra) - Auf der kleinen schottischen Insel Jura hat die Angolanerin Aline Frazão ihr neues Album "Insular" aufgenommen. Ein neuer Sound sollte hier entstehen, so die Singer-Songwriterin. Herausgekommen ist ein farbenprächtiges Werk zwischen Jazz, Rock, Noise - und akustischer Musik.

Kulturtipps
(dra-audio) - 25.04.2016

Medienticker vom 22.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Freitag

Senderwende, Ikonographische Wende, VG-Wort-Wende
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Medienanstalt stoppt Radio für Flüchtlinge (rnd)
2. Online-Leser wollen längere Storys (ejo)
3. Geschichten eines Bilderstürmers (zeit)
4. BGH kippt VG-Wort-Ausschüttung (faz)
5. Der Hass im Netz (carta)
6. Wutdruck (sueddeutsche)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Kontrovers, allesfressend und schillernd
22.04.2016. Trauer um Prince. Die Welt verabschiedet sich vom größten Popmusiker, den man im Internet nicht hören kann. Außerdem: Die SZ würdigt den biegsamen, süßen Ton Yehudi Menuhins. Die NZZ gruselt sich mit Lorenzo Mattottis Hänsel und Gretl im patagonischen Wald. In der taz würdigt Künstlerin Saskia Groneberg das Swastika als Glücksbringer - solange es vor einem Hauseingang in Bangalore liegt. Dadaismus gabs auch in Russland, erinnert die NZZ.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Selbst die freiwillige Unterwerfung
22.04.2016.
In der FR erklärt die Publizistin Irina Scherbakowa, wie Russland Ideologie durch Geschichte ersetzt. taz, FAZ und SZ fragen nach dem Urteil des BGH in Sachen VG Wort: Kann den Recht sein, was nicht Verlegerinteressen entspricht? Der Islam darf ruhig dem Grundgesetz widersprechen, das tut der Katholizismus auch, schreibt Dieter Grimm in der FAZ - aber die Gläubigen müssen sich dran halten. taz und SZ fürchten TTIP, Zeit online ist dafür. Und Mark Leonard stellt in der Welt die Gewinner der Migration vor.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 22. April 2016

Blendle
Prinzip Hoffnung
(brand1) - Wieso sich die deutsche Pressebranche auf den niederländischen Onlinekiosk Blendle einlässt.

Pulitzerpreis für
Vietnamesischer Autor Viet Thanh Nguyen geehrt
(nzz) · Der vietnamesische Autor Viet Thanh Nguyen hat für seinen Spionage-Roman "The Sympathizer" den Pulitzerpreis für Literatur erhalten. Das Buch erzählt von einem vietnamesischen General, der sich während des Vietnamkriegs eine Zeitlang nach Amerika absetzt und später in den Krieg zurückkehrt.

Kulturkritik
Was Hans Magnus Enzensberger gegen Abkürzungen hat
(welt) - Ist die Verwendung von kryptischen IT-Abkürzungen ein Symptom des Kulturverfalls? Im jüngsten "Spiegel" geißelt Hans Magnus Enzensberger "Elektronik als Massenbetrug". Aber was ist daran neu?

Augsburg
Anonyme plakatieren Buchhandlung zu
(bb) - Boykottaufrufe gegen die Buchhandlung, eine Schule kündigt das Schulbuchgeschäft auf und eine Intendantin den Literarischen Salon: Weil Sortimenter Kurt Idrizovic Einsparpotenzial bei der Stadttheatersanierung sieht, machen einige Augsburger massiv gegen ihn mobil.

Thomas Hettche erhält
Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis
(17vier) - Der Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wird in diesem Jahr dem Schriftsteller Thomas Hettche verliehen.

Fotolot
Der große Gulli-Deckel
(pt) - Ulrich Wüst fotografierte die DDR unmittelbar vor dem Mauerfall, Stefan Koppelkamm unmittelbar danach und dann nochmal mit Abstand. Zwei Meditationen über deutsche Geschichte.

+ Literatur online
Vollgefressene Finsternis
"Der Überläufer" von Siegfried Lenz
(nzz) - Im Nachlass von Siegfried Lenz fand sich ein unveröffentlichtes Romanmanuskript von 1951. Der nun veröffentlichte Roman stürmte gleich die Bestsellerlisten. von Rainer Moritz

Spannend konstruiert
Owen Sheers' "I Saw a Man"
(ltk) - "I Saw am Man" ist ohne Frage spannend konstruiert und erzählt überzeugend die Geschichte von dem einen Augenblick, der das Leben mehrerer Menschen für immer verändern wird. Die Mixtur, die Sheers dazu anrührt, ist eine Mischung aus Kriminalroman und Mysterythriller, gewürzt mit Einflüssen aus Filmen (etwa "The Butterfly Effect2) und TV-Serien (beispielsweise 2Homeland"). Die Stärke des Romans ist eindeutig die gute Idee dahinter,

Bloody Chops
(cm) - Kurzbesprechungen neuer Bücher

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+ Neues auf faustkultur.de
Der Komponist Claude Vivier

(fk) - hatte im Einflussbereich der Nachkriegsavantgarde wohl keine Chance. Erst nach seinem Tod konnte man in Amsterdam hören, was für eine originäre und starke Musik er geschrieben hatte. Hans-Klaus Jungheinrich stellt nun eine neue CD mit Viviers Oper "Kopernikus" und anderes vor.

+ Literatur im Hörfunk
Überlebenskampf in der Mega-City
Orhan Pamuks "Diese Fremdheit in mir"
(dra) - In "Diese Fremdheit in mir" erzählt Orhan Pamuk die Geschichte zweier Brüder, die aus einem anatolischen Dorf in die wachsende Millionenstadt Istanbul ziehen. Die eigentliche Heldin des Romans ist jedoch - Istanbul selbst. Von Sigrid Löffler

Kulturtipps
(dra-audio) - 22.04.2016

Medienticker vom 21.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Donnerstag

Sinkflug, Lex Böhmermann, smartWoman
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Auflagen brechen zweistellig ein (horizont)
2. Eine Welle des Hasses überrollen (t3n)
3. Kommt die Lex Böhmermann? (faz)
4. Prinzip Hoffnung (brandeins)
5. Chefrunde (sueddeutsche)
6. Voll die Spaßbremse (taz)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Flirrend fluktuierende Punkte-Wolke
21.04.2016. Politische Debatte findet nur noch im Theater statt, nicht mehr in der Kunst, klagt das Art Magazin. Athina Rachel Tsangari nimmt mit ihrem Film "Chevalier" zur Freude der Filmkritiker den Machismus aufs Korn. Die NZZ sieht Kurzfilme der Pariser Oper. Die SZ hört große Popkunst von Xavier Naidoo.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Die Anwendung aller Instrumente
21.04.2016. Die New York Times erklärt, warum sich in Belgien Jugendliche marokkanischer Herkunft radikalisieren, aber nicht Jugendliche türkischer Herkunft. In der Zeit kritisiert Heinrich August Winkler eine angebliche deutsche Überheblichkeit. In der Berliner Zeitung sieht Saskia Sassen die Entwicklungspolitik als eine Ursache der globalen Flüchtlingskrise. Der Tagesspiegel erklärt, warum Berliner Universitäten die Einrichtung eines Instituts für Islamische Theologie ablehnen.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 21. April 2016

Welttag des Buches 2016
Prominent besetzter Auftakt in Berlin
(bb) - "Ein Tag, um über Chancen zu reden"

Joint Venture
Partner für Reise- und Abenteuerbücher
(bb) - National Geographic Deutschland, Lizenznehmer von National Geographic, und das Verlagshaus GeraNova Bruckmann starten eine Partnerschaft und arbeiten künftig in der gemeinsamen NG Buchverlag GmbH zusammen.
"Wir möchten im Reisebuchmarkt weiter wachsen"
(bb) - Im Gespräch mit boersenblatt.net erläutert Verleger Clemens Schüssler Hintergründe und Ziele der Übernahme.
Bruckmann übernimmt Outdoor-Community Mountix.com 
(turi2) Mountix wurde 2012 von Ex-Skilangläufer Peter Schlickenrieder und Unternehmensberater Robert Jacobi gegründet und hat rund 20.000 Mitglieder.

Buchhandlungspreis
Zeit für Gewinner
(bb) - Das Rennen um den Deutschen Buchhandlungspreis 2016 ist eröffnet. Warum es sich lohnt, dabei zu sein.

Fotolot
Der große Gulli-Deckel
(pt) - Ulrich Wüst fotografierte die DDR unmittelbar vor dem Mauerfall, Stefan Koppelkamm unmittelbar danach und dann nochmal mit Abstand. Zwei Meditationen über deutsche Geschichte.

+ Literatur online
Unglücklich verliebt
Lena Anderssons' "Widerrechtliche Inbesitznahme"
(nzz) - Als die Dichterin Ester Nilsson sich in den Künstler Hugo Rask verliebt, markiert das den Beginn einer rätselhaften Leidensgeschichte. Lena Anderssons Roman avancierte in Schweden zum Bestseller.

Das Buch der bosnischen Weisheit
Dževad Karahasans überwältigendes Opus magnum
(nzz) - Nicht weniger als elf Jahre hat Dževad Karahasan an "Der Trost des Nachthimmels" geschrieben. Das Buch über den altpersischen Gelehrten Omar Chayyam erweist sich als magistral komplexer Ideenroman.

Frankfurter Anthologie
Gottfried Bennas "Was man nennt ..."
(faz) - Ein unbekümmertes, fast schlagerhaftes Gedicht von Gottfried Benn. Doch die Fülle der Bezüge und biographischen Anspielungen geht weit über ein bloßes Evergreen-Parlando hinaus. Von Matthias Weichelt

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+ Neues auf faustkultur.de
Genau wie bei uns
(fk) - "Erstaunlich, wie viele geschichts- und politikinteressierte Leser es neuerdings in Deutschland gibt", wundert sich, ironisch, versteht sich, Nora Bossong in der "Zeit" angesichts der Tatsache, dass die kommentierte Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" auf Platz 1 der Sachbuchliste des "Spiegels" steht. ...
Sind wir vom gleichen Stoff wie unsere Träume?
(fk) - Andreas Kriegenburg hat Shakespeares letztes Stück am Schauspiel Frankfurt inszeniert. Die Komödie "Der Sturm" ist auch eines der kühnsten Stücke Shakespeares. In Frankfurt hat Kriegenburg die Bühne buchstäblich unter Wasser gesetzt. Die Inszenierung ist sehenswert, meint Martin Lüdke.
Holzwege
(fk) - Der Philosph Karl Christian Friedrich Krause wurde 1781 geboren, prägte den Begriff 'Panentheismus', sprach vom Wesen sowie vom Urwesen und brachte die Idee der allharmonischen Sozialformationen in die Welt, die, wie Otto A. Böhmer weiß, in Dresden durch einen eigensinnigen Nachbarn ins Wanken geriet.

+ Literatur im Hörfunk
Poesie als multimediale Kraft
Gerhard-Falkner-Ausstellung in Berlin
(dra) - Der Lyriker Gerhard Falkner liebt Grenzüberschreitungen zu anderen Künsten und Medien. Poesie kann auch im Videoformat stattfinden, sagt er. Anlässlich seines 65. Geburtstags zeigt das Berliner Literaturhaus eine intermediale Ausstellung über den vielseitigen Künstler.

Schauergeschichte mit bösem Humor
Hilary Mantels "Jeder Tag ist Muttertag"
(dra) - Hilary Mantel hat sich vor allem mit Romanen aus der Zeit der Tudors einen Namen gemacht. Nun erscheint "Jeder Tag ist Muttertag" auf Deutsch, ihr mehr als 30 Jahre altes Debüt. Aber auch dieser Roman zeigt eine Qualität, die Mantels Werke auszeichnet: ein leiser und böser Humor.

Heidelberger Romantik
Immer noch ein Ort der Phantasie und Magie
(dra) - Um 1810 lebten viele Autoren in Heidelberg: etwa Achim von Arnim und Clemens Brentano. Die Aufbruchsstimmung der "Heidelberger Romantik" ging in die Literaturgeschichte ein. Für viele zeitgenössische Schriftsteller ist die Stadt auch heute noch ein magischer Ort.

Kulturtipps
(dra-audio) - 21.04.2016

Medienticker vom 20.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Reporter mit Grenzen, Hessliches, Lobbyarbeit vs. Pressefreiheit
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Journalisten weltweit (reporter-ohne-grenzen)
2. ARD-Korrespondent zurück in Kairo (tagesschau)
3. Kolossale Niederlage gegen Google (golem)
4. Das Ende der Pressefreiheit in Hessen (uebermedien)
5. Recherche-Journalismus und Urheberrecht (investigativ)
6. Presse-Fail (wortvogel)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Im Kühlraum einer Luxusfleischerei
20.04.2016.
taz und SZ tauchen ein in Thomas Vinterbergs filmische Momentaufnahme der Siebziger. Pechschwarz sieht der Standard in Barrie Koskys Operninszenierung des "Macbeth". Der Anbau des Basler Kunstmuseums findet in der deutschen Presse wirklich keine Freunde: Heute stößt der FAZ die Mischung aus Glamour und Brutalität auf. Die NZZ begutachtet Männer-Models. Die FR besucht ein videodurchzucktes Körperorgan der Pipilotti Rist in Zürich.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Recht auf Nichtverbreitung
20.04.2016. Nach aktuellem Urheberrecht wären Rubens und Dürer Verbrecher, meint Wolfgang Ullrich in der Pop-Zeitschrift. "Hier gibt es nichts zu jammern", ruft Dieter Nuhr im Tagesspiegel mit Blick auf die Causa Böhmermann. In der FAZ erzählt Theatermacher Przemek Wojcieszek, wie politischer Druck in Polen funktioniert. In Prospect verteidigt Alan Rusbridger die Internetstrategie des Guardian. Das Urteil zu Google Books wird in FAZ und SZ begrüßt.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 20. April 2016

Joe Sacco
Die Gallionsfigur der Comic-Reportage
(dra) - Joe Sacco gilt als Begründer des Comic-Journalismus. Sein Credo: "Klar ist Zeichnung immer subjektiv. Und das ist ja das Tolle daran." Beim 25. Internationalen Comic-Festival Fumetto in Luzern sprach Sacco über sein Schaffen.

Eva Menasse im Westjordanland
"Ich habe Angst, an diesem Text zu scheitern"
(dra) - 25 Schriftstellerinnen sollen über Israels Besatzung der palästinensischen Gebiete schreiben. Eine von ihnen ist Eva Menasse. Bislang war sie diesem Thema immer ausgewichen.

Raoul Schrott
Die Kunst an nichts zu glauben
(dra) - Nicht selten ist ein Buch der Auslöser, Ausgangspunkt für ein neues, ein weiteres Buch. In diesem Fall: "De Arte Nihil Credendi - Über die Kunst an nichts zu glauben", ein Traktat aus dem 17. Jahrhundert.

+ Literatur online
Das Tier, das die Welt aß
"Der Fuchs" von Nis-Momme Stockmann
(tages) - Risikofreudiges literarisches Experiment: Der Theaterautor Nis-Momme Stockmann legt mit "Der Fuchs" seinen Debütroman vor.

F. Scott Fitzgerald
Auch Alkoholiker und Gemütskranke brauchen Urlaub
(welt) - Emily Walton reist mit F. Scott Fitzgerald an die Côte d'Azur, und Stewart O'Nan erzählt von den letzten Jahren des Schriftstellers in Hollywood. Selten hat Scheitern im Doppelpack mehr fasziniert.

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+ Neues auf faustkultur.de
Juli Zehs Roman "Unterleuten"
(fk) - In der Gegenwart des Romans liefert die gesamtdeutsche Vergangenheit eine Kurzstrecke von einundzwanzig Jahren. Mich erinnert "Unterleuten" an Christoph Heins "Horns Ende" und an Sardonien von Georges Simenon.
Das Fenster, die Straße, die Stadt

(fk) - In einer großen Ausstellung präsentiert das Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid die Künstlergruppe, die unter dem Namen "Realistas de Madrid" bekannt ist. Die gezeigten Interieurs, Gärten und Stadtlandschaften sind auf fast melancholische Weise menschenleer und erinnern zugleich durch kleine Details an die menschliche Allgegenwart, berichtet Stefana Sabin.

+ Literatur im Hörfunk
Demenz
Literarischer Abschied vom eigenen Vater
(dra) - In seinem neuen Buch thematisiert der vielfach ausgezeichnete Reporter Andreas Wenderoth das Leben mit seinem demenzkranken Vater. Der war selbst Journalist - und hat seinem Sohn sogar noch den Buchtitel geliefert.
Andreas Wenderoth im Gespräch

"ich will nicht sterben"
Friederike Mayröckers "fleurs"
(dra) - Sie schreibe, um nicht verrückt zu werden, hat die österreichische Autorin Friederike Mayröcker einmal gesagt. Ihr Notizband "fleurs" vermittelt das Gefühl, die 91-Jährige schreibe mittlerweile um ihr Leben. Es ist vor allem ein Buch für treue Mayröckerfans.

Kulturtipps
(dra-audio) - 20.04.2016

Medienticker vom 19.04.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Werte, Pfefferspray, Selfies
Medienauslese
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Medien, wo sind eure Werte? (derstandard)
2. Lästiges Pfefferspray-Bild (netzpolitik)
3. Lügenpresse (lügenpresse)
4. Die Flüchtlingskrise (krautreporter)
5. Der Appell an die Ethik (planet-interview)
6. Das perfekte Selfie (netzpiloten)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Nichts als harte Kontrastwerte
19.04.2016. Die Welt bewundert die subjektiven Fotografien Detlef Orlopps. Ägyptische Konservative sind sauer, weil ein ägyptischer Autor ins Hebräische übersetzt wurde, meldet die NZZ. Auf der SZ lasten schwer die Betondecke und der Kratzputz des Kunstmuseums Basel. Die taz besucht eine Londoner Ausstellung zur Geschichte der Unterwäsche.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Wie ein Zucker in der Teetasse
19.04.2016.
Im Guardian wundert sich Neil MacGregor über die Geschichtsvergessenheit der Briten. ds FAZ-Feuilleton schimpft auf Angela Merkel, weil sie Erdogans Klage zuließ. In der NZZ fürchtet der Anwalt Peter Kurer, dass sich das Recht in dieser Welt langsam auflöst. In der SZ möchte Philip Ther den Flüchtlingen in Deutschland einen eigenen Status und Recht auf Mitbestimmung geben. Und nach zehnjährigem Streit wird Google Books vom Supreme Court endgültig beschieden, dass es "Fair Use" ist.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 19. April 2016

+ Literatur online
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Kulturtipps
(dra-audio) - 19.04.2016