Perlentaucher-Autor

Richard Herzinger

Richard Herzinger war Redakteur der Zeit und Korrespondent für Politik und Gesellschaft der Welt und Welt am Sonntag. Später arbeitete er als Publizist in Berlin (hier seine Seite "hold these truths"). Die Kolumne, die Richard Herzinger für die ukrainische Zeitschrift Tyzhden schrieb, erschien seit einigen Jahren zeitgleich im Perlentaucher. Herzinger starb im Oktober 2025.
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Kaum mehr als Verachtung

Intervention 22.02.2024 Eine Zweistaatenlösung für den Nahostkonflikt ist auch deshalb illusionär, weil ein Palästinenserstaat nur unter der Vormundschaft arabischer Führungsmächte möglich wäre. Diese haben sich zwar teilweise Israel angenähert, aber das heißt keineswegs, dass sie eine prowestliche Agenda haben. Sie sind viel mehr mit ihren eigenen Träumen von Weltgeltung beschäftigt, die sie mit glamourösen Bauprojekten unterstreichen wollen. Politisch bleiben sie rückständig und unberechenbar. Von Richard Herzinger

Dringend benötigt

Intervention 19.01.2024 Der neue polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat als seine Priorität die verstärkte Unterstützung der Ukraine genannt und greift damit nicht zu hoch. Dass es mit seinen Warnungen vor dem Ausmaß der russischen Aggression recht behalten hat und heute eine der Hauptbastionen gegen sie bildet, hat Polens Stellenwert in der EU erheblich erhöht. Um ihn auszubauen, bräuchte es aber die Unterstützung der inländischen Opposition statt deren Obstruktion. Von Richard Herzinger

Aus gleichsam existenziellen Gründen

Intervention 20.10.2023 Was die Zahlungen der EU für humanitäre Zwecke in Gaza betrifft, so beteuert die Bundesregierung zwar, diese kämen in keiner Weise der Hamas zugute. Doch nicht zuletzt weil die UNRWA, über die ein großer Teil dieser Gelder verteilt wird, enge Beziehungen zu den islamistischen Extremisten pflegt, muss das bezweifelt werden. Westliche Staaaten sollten Hilfszahlungen einstellen und für den Wiederaufbau der Ukraine einsetzen. Von Richard Herzinger

Aggressiv-destruktive Beliebigkeit

Intervention 22.09.2023 Rechts? Links? Scheißegal. Die wohl kommende Liste Wagenknecht zeigt einerseits das zerstörerische Potenzial von Ideologien, andererseits aber auch, wie austauschbar die Versatzstücke einst vermeintlich konsistenter politischer Wahnsysteme geworden sind. In vielem ähneln die Aussagen Wagenknechts denen der AfD bis aufs Haar, natürlich vor allem in ihrem Putinismus. Auch auf der globalpolitischen Ebene erreicht die Verwischung der Gegensätze eine ungeahnte Dimension. Von Richard Herzinger

Verheerende Konsequenzen

Intervention 24.08.2023 Die US-Wahlen 2024 haben eine epochale Dimension. Aus eigener Kraft sind die europäischen Demokratien bis heute nicht in der Lage, den Kontinent effektiv vor der Bedrohung durch aggressive Mächte zu schützen. Sollten sich die USA von Europa abwenden oder gar überhaupt aus dem Kreis der liberalen Demokratien verabschieden, würde dies nicht nur das westliche Verteidigungsbündnis, sondern auch die Europäische Union kaum überleben. Von Richard Herzinger
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