Perlentaucher-Autor

Richard Herzinger

Richard Herzinger war Redakteur der Zeit und Korrespondent für Politik und Gesellschaft der Welt und Welt am Sonntag. Später arbeitete er als Publizist in Berlin (hier seine Seite "hold these truths"). Die Kolumne, die Richard Herzinger für die ukrainische Zeitschrift Tyzhden schrieb, erschien seit einigen Jahren zeitgleich im Perlentaucher. Herzinger starb im Oktober 2025.
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Mörderische Energie

Intervention 10.12.2020 Vor 25 Jahren wurde mit dem Abkommen von Dayton der Krieg um Bosnien-Herzegowina beendet. Aber der Bosnien-Krieg ist als Trauma auf dem Balkan weiter präsent, woran sich vor allem eins zeigt: Je länger man entfesselte Gewalt gegen ganze Bevölkerungsgruppen zulässt und je mehr Konzessionen man den Tätern macht, umso schwieriger, aufwendiger und langwieriger wird es, ein Minimum an zivilisatorischer Sicherheit wiederherzustellen.  Von Richard Herzinger

Eine existenzielle Krise

Intervention 15.10.2020 In einer Zeit, in der vieles wahr zu werden pflegt, was gerade noch für unmöglich gehalten wurde, tut man gut daran, auch den schlimmsten Fall nicht auszuschließen. Die Erfolgsgeschichte der USA seit dem Ende des Bürgerkrieges hat vielfach vergessen lassen, wie fragil die Konstruktion und die Balance der amerikanischen Gesellschaft stets gewesen ist. Bei den amerikanischen Wahlen steht nicht nur das Überleben der Demokratie in den Vereinigten Staaten in Frage, sondern auch ihre Integrität. Von Richard Herzinger

Wie war das in Syrien?

Intervention 11.09.2020 Es könnte sein, dass Wladimir Putin im Fall Belarus sein Erfolgsmodell der Repression neu erprobt: Festhalten an einem Diktator um jeden Preis, wie bei Maduro oder Assad. Indem der Kreml angeschlagenen Despoten die Haut rettet, macht er sie sich zu willfährigen Marionetten. Ein Lukaschenko, der die Fortsetzung seiner Herrschaft dem Kreml verdankt, wird damit für Putin zu einem idealen Vollstrecker seiner großrussisch-imperialen Ambitionen. Von Richard Herzinger

Apokalyptisch zugespitzte Mythen

Intervention 07.05.2020 Der Faschismus  war ein willkürliches, ganz auf die Person seines Erfinders Benito Mussolini zugeschnittenes Konstrukt. Wer etwa im Zeichen des "Antifaschismus"  den Nationalsozialismus in diesen Begriff eingemeindet, nivelliert nur dessen Einzigartigkeit. Die Aktualität des Faschismus liegt eher darin, dass Demokratien sein destruktives Potenzial verkannten - so wie heute, bei neuartigen ideologischen Konstrukten. Von Richard Herzinger
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