Janne Teller, 1964 in Kopenhagen geboren, studierte Staatswissenschaften und Volkswirtschaft arbeitete danach für EU und UN. 1999 erschien ihr literarisches Debüt, die zeitgenössische nordische Saga "Odins Ø" (dt. "Odins Insel", 2002). Ihr zweites Buch, der Jugendroman "Intet" (2000; dt. "Nichts - Was im Leben wichtig ist", 2010) wurde mit dem Kinderbuchpreis des dänischen Kulturministeriums und dem wichtigsten Kinder- und Jugendbuchpreis der USA, dem Printz Award, ausgezeichnet. 2011 war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 2004 erschien "Kattens tramp" (dt. "EUROPA. Alles was dir fehlt", 2011) und 2008 der Roman "Kom" (dt. "Komm" 2012). Daneben hat Teller eine Vielzahl von Kurzgeschichten und streitbaren politisch-philosophischen Essays veröffentlicht. Janne Teller lebt in New York.
Ute Thon startete als Medienredakteurin bei der taz. Nach einem Intermezzo bei G+J wagte sie den Sprung über den großen Teich. Ab 1994 arbeitet sie zehn Jahre als freie Journalistin in New York, u.a. für Vogue, Basler Zeitung, FR und Geo. Ute Thon ist Textchefin der Zeitschrift art.
Bassam Tibi ist A.D. White Professor an der Cornell University, USA und wirkt parallel als Inhaber der Professur für Internationale Beziehungen an der Universität Göttingen. Er wurde am 4. April 1944 in Damaskus in die Damaszener Notablenfamilie der Banu al-Tibi geboren, wo er auch bis zum Abitur (das franz. Baccalaureat) die Schule besuchte. Er kam 1962 nach Frankfurt und studierte dort Sozialwissenschaften, Philosophie und Geschichte u.a. bei Adorno, Habermas, Horkheimer und Fetscher. Seine Promotion erlangte er ebenfalls in Frankfurt, die Habilitation in Hamburg. Er ist Autor von 26 Büchern in deutscher Sprache sowie von sechs original in Englisch verfassten Büchern.
Fabian Tietke kuratiert mit der Gruppe "The Canine Condition" (Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky, Cecilia Valenti) Filmreihen, zuletzt "Sehnsucht nach dem Regen - Neues chinesisches Kino 2009-2015" und fortlaufend "Die Welt in Waffen - Eine Globalgeschichte des Zweiten Weltkriegs im Film". Er ist Vorstandsmitglied von CineGraph Babelsberg e.V. Sein filmisches Interesse gilt Film und sozialen Bewegungen, der italienischen, nordafrikanischen und chinesischen Filmproduktion und geschichte. Er schreibt für eine Reihe von Print- und Onlinemedien (u.a. Perlentaucher, taz, Cargo, Filmdienst) über Film, Filmpolitik und anderes.
Sergej Timofejew wurde 1970 in Riga (Sowjetunion, heute Lettland) geboren. Er hat seit 2005 mehrere Gedichtbände veröffentlicht, drei davon in Riga und zwei in St. Petersburg und Moskau. Seine Gedichte wurden in viele Sprachen übersetzt und erschienen in verschiedenen internationalen Anthologien. Er ist einer der Organisatoren des multimedialen Lyrikprojekts
"Orbita", das 2005 mit dem lettischen Lyrikpreis ausgezeichnet wurde, und war der erste Künstler, der im postsowjetischen Raum Poesie-Video-Clips drehte: "Repeticija orkestra" (1994, Ü: Die Orchesterprobe) drehte er zusammen mit Viktor Vilks auf einer U-Boot-Basis bei Riga, die kurz zuvor von den russischen Streitkräften verlassen worden war, und unterlegte die Aufnahmen mit seinen Versen. Ein anderes Video, "Sveta" (Ü: Lichter), schaffte es ins Finale des ersten Zebra Poetry Film Festivals Berlin 2003. Timofejew arbeitet zudem als Übersetzer (beispielsweise der Theaterstücke von Alvis Hermanis) und Texter u. a. für die Band Brainstorm. 2003 gelangte er auf die Shortlist für den russischen Andrej-Bely-Preis für Lyrik. 2011 leitete er den Nationalrat für Kultur beim lettischen Kulturministerium. Sergej Timofejew lebt in Riga.
Eva-Maria Troelenberg ist Kunsthistorikerin. Derzeit leitet sie die Max-Planck-Forschungsgruppe "Objects in the Contact Zone - The Cross-Cultural Lives of Things" am Kunsthistorischen Institut in Florenz - Max-Planck-Institut. Sie unterrichtete als Gastprofessorin und Lehrbeauftragte transkulturelle Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart beziehungsweise islamische Kunstgeschichte an der LMU München, den Universitäten Wien und Zürich sowie am Exzellenzcluster "Asia and Europe in a Global Context" der Universität Heidelberg. Für das künstlerisch-akademische Symposium "Unmapping the Renaissance" kooperierte sie mit der Villa Romana Florenz. Sie ist Herausgeberin des Sammelbandes "Images of the Art Museum - Connecting Gaze and Discourse in the History of Museology".
Peter Truschner, geboren 1967 in Klagenfurt, lebt seit 1999 in Berlin. Sein zweiter Roman "Die Träumer" wurde 2007 für den "Deutschen Buchpreis" nominiert. Seine Stücke und Libretti werden seit 2009 an deutschen Stadttheatern aufgeführt. Seit 2011 ist er freier Dozent, unter anderem an der Universität der Künste Berlin. 2015 Einzelausstellung seiner Fotos im Museum Moderner Kunst Klagenfurt. 2016 Foto-/Textbuch "Bangkok Struggle".
Jan-Heiner Tück, geboren 1967 in Emmerich, studierte Katholische Theologie und Germanistik in Tübingen und München. Nach Tätigkeiten als wissenschaftlicher Assistent in Luzern und Freiburg i. Br. sowie einer Gastprofessur in Wien habilitierte er sich 2007 in Freiburg und nahm Lehrstuhlvertretungen in Osnabrück und Freiburg wahr. In Freiburg wurde Tück 2009 zum außerplanmäßigen Professor ernannt, seit 2010 hat er die Professur für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien inne. Tück ist freier Mitarbeiter der NZZ und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Communio, deren Schriftleiter er seit 2007 ist.