Die IS-Milizen haben einen
weiteren Tempel in Palmyra gesprengt,
berichten Spiegel online und alle anderen Medien mit Agenturen: "Augenzeugen berichten, dass die Dschihadisten am Sonntag den Baaltempel in Palmyra gesprengt hätten. Das rund 2000 Jahre alte Bauwerk sei dabei schwer beschädigt worden. "Diese Explosion hätte sogar ein Gehörloser gehört", sagte Nasser al-Thaer, ein Bewohner Palmyras der Nachrichtenagentur AP. "Es ist
die totale Zerstörung. Die Steine und Säulen liegen auf dem Boden.""
In einem sehr interessanten
Artikel in der
NZZ beschreibt Ulrich M. Schmid, wie der Kreml mit seiner Doktrin der "
Russischen Welt" versucht, die
außerhalb Russlands verstorbenen berühmten Landsleute wieder für sich zu beanspruchen.
Schaljapins Leiche wurde bereits von Paris nach Russland gebracht, jetzt soll auch auch die sterblichen Überreste
Rachmaninows, die am Vierwaldstättersee begraben liegen, zurück nach Russland. Die amerikanischen Erben Rachmaninows lehnen das allerdings strikt ab: Kulturminister
Wladimir Medinski "begründete seinen Vorstoß mit der Gefahr, dass Rachmaninoff bald nicht mehr als russischer Komponist wahrgenommen werde: "Wenn man heute amerikanische Quellen anschaut, dann ist Sergei Rachmaninoff ein großer amerikanischer Komponist russischer Herkunft. Die Amerikaner privatisieren auf arrogante Weise Rachmaninoff, wie auch die Namen von Dutzenden und Hunderten Russen, die sich durch
den Willen des Schicksals nach der Revolution im Ausland wiederfanden.""
Im
Gespräch mit Sabine Vogel von der
FR versucht der britische Museumsmann
Neil MacGregor seine Begriffe fürs kommende
Humboldt-Forum zu präzisieren: "Es gibt Shared Heritage, aber vor allem gibt es
Shared Experience... Eine Sammlung wie die des British Museums oder der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bietet die Möglichkeit zu sehen, wie anderswo und in einer anderen Epoche andere Leute
zu anderen Lösungen gekommen sind, die jetzt vielleicht nutzbar sind. Das ist das revolutionäre Potenzial dieser Sammlungen: Die anderen Denkarten kennenzulernen." Der
Tagesspiegel dokumentiert Neil MacGregors Rede zur Auszeichnung mit der Goethe-Medaille.
In der
FAZ weist Kerstin Holm auf zwei kommende Zusammenarbeiten zwischen Museen des
Preußischen Kulturbesitzes und der
Ermitage hin, die bei allen politischen Schwierigkeiten zu begrüßen seien.