Sehr kategorisch geht
Friederike Fless vom Deutschen Archäologischen Institut in der
FAZ mit all jenen Kunsthändlern ins Gericht, die gegen das geplante
Kulturgutschutzgesetz protestieren. Und sie trifft den Kunsthandel in einer weichen Flanke, beim Handel mit Raubgut: "Es geht bei dem Gesetzentwurf also nicht darum, den "Kunsthandel mit dem illegalen Markt mit Objekten aus Raubgrabungen" gleichzusetzen, sondern Klarheit zu schaffen, wann eigentlich
legaler und
illegaler Handel vorliegen, nicht zuletzt, damit auch die Käufer eine Chance bekommen, den illegalen Markt überhaupt
zu erkennen, um nicht ein Teil dieses illegalen Handels zu werden. Das ist grundlegender Verbraucherschutz."
Die israelische Kulturministerin
Miri Regev (Likud) droht Filmemachern und Theaterregisseuren mit Streichung von Subventionen bei politischem Missfallen ihrer Projekte,
berichtet Susanne Knaul in der
taz. Nun sehen sich die Künstler in der Kneifzange zwischen linken Antisemiten und der israelischen Regierung: "Das Dilemma der israelischen Filmemacher wächst wegen der
antiisraelischen Boykottkampagne. Miri Regevs radikaler Kampf gegen die ihr unbequemen Kulturschaffenden bedrängt die Filmschaffenden von rechts und die Bewegung für "Boykott, Kapitalabzug und Sanktionen" (kurz: BDS) von links. Während des Filmfestivals von Locarno zum Beispiel unterzeichnete
Jean-Luc Godard einen Boykottaufruf gegen Israel."
Das Museum für Zeitgeschichte in
Moskau ist renoviert worden,
berichtet Julian Hans in der
SZ: "Gleich im ersten Raum, dem "Saal der russischen Staatssymbole" begrüßt jetzt
Wladimir Putin die Besucher. Ein großer Bildschirm zeigt seine letzte Rede an die Nation in Endlosschleife. Daneben dreht sich in einem großen Glaskasten, von etlichen Halogenlämpchen angestrahlt,
der Füllfederhalter, mit dem Putin den Vertrag über den Anschluss der Krim an die Russische Föderation unterschrieben hat."
Nach den Peripetien um die Sammlung Gurlitt fängt nun auch die
Sammlung Bührle an, sich mit dem Ursprung einiger ihrer einst doch recht
günstig erworbenen Schätze auseinanderzusetzen,
berichtet Thomas Ribi in der
NZZ.