In der
SZ freut sich Jörg Häntzschel, dass mit der Rückgabe der in Berlin aufbewahrten
Benin-
Bronzen ein erster Schritt zur Rückgabe von Raubgut gemacht wurde, dem andere deutsche Museen jetzt folgen müssen: "Mit der Entscheidung vom Donnerstag ist endlich eine Tür geöffnet, die sich nun nicht mehr schließen lässt."
In der
Welt gratuliert Boris Pofalla Botschafter
Yusuf M.
Tuggar zur Rückgabe der Benin-Bronzen an Nigeria, hätte aber noch eine Frage: "Den Benin-Bronzen aus deutschen Museumssammlungen wird es in Nigeria sicher bestens gehen, es wird für sie ein Museum gebaut. Zugleich lese ich aber auch, dass in den zwölf nördlichen Bundesstaaten Nigerias
die Scharia angewandt wird.
Ehebrecherinnen und Homosexuelle werden dort zum Tod verurteilt. Seit 2014 ist im ganzen Land nicht nur Homosexualität als solche mit hohen Haftstrafen belegt, sondern
auch Treffen von Unterstützern derselben. Muss ich, wenn ich die Benin-Bronzen ab 2022 in Nigeria besuchen will, mit zehn Jahren Haft rechnen, wenn ich mich an der Hotelbar über die Hochzeit meiner lesbischen Freundin freue?"
In der
SZ lässt Gerhard Matzig hemmungslos seinem
Abscheu vor dem deutschen Eigenheim und seinen Besitzern freien Lauf, vor allem, wenn sie auf dem Land angesiedelt sind, dieses "ökologisch frevelhaft zersiedeln" und sich "
wie Eitergeschwüre breiig in den Naturraum ergießen. Immer nach Feierabend zeigen einem die von den Kugelgrill-Gerätschaften in den Dimensionen kleinerer Kraftwerke befeuerten und nach
angesengten Brandleichen riechenden Rauchschwaden an, wo
das deutsche Herz zwischen Jägerzaun, Buddhafigur, Schweinenackensteak in Bier-Marinade, Kinderhüpfburg und Mährobotergarage schlägt."