9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 08.12.2022 - Medien

Nach der Untersuchung der Beraterfirma Deloitte kann den ehemaligen Verantwortlichen im NDR-Landesfunkhaus Kiel keine "systematische politische Einflussnahme" vorgeworfen werden, meldet unter anderem ZeitOnline. Johannes Schneider sieht das Gutachten ebenda kritisch, denn was genau heißt schon "systematisch"?, fragt er. "Hinzu kommt: Universelle Kriterien etwa dafür, wie Pressefreiheit einzelner Journalistinnen mit den Hierarchien in Redaktionen einhergehen sollten und wie Meinungsverschiedenheiten über die politische Relevanz und den Zuschnitt eines Themas hier auszuräumen wären, gibt es aus gutem Grund kaum. Das wäre ja auch ein Eingriff wiederum in die redaktionelle Freiheit. Und auch die Nähe einzelner Redakteure zu einzelnen Politikern lässt sich zwar in Grenzfällen problematisieren, wo etwa familiäre Bindungen bestehen. Doch ist schon ein reger und freundlicher Austausch ein Problem, oder dass man Personen beider Lager öfter die Köpfe zusammenstecken sieht und um ihren regen SMS-Verkehr weiß?"
Stichwörter: NDR, Pressefreiheit

9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.12.2022 - Medien

Die lettischen Behörden haben den exilrussischen Oppositionssender Doschd verboten, weil dort eine russlandfreundliche Äußerung gefallen ist, für die sich der Sender schnell entschuldigte. Inna Hartwich berichtet darüber in der taz. Die Kollegen vom ebenfalls aus Lettland operierenden Senders Meduza.io wenden sich in einer Erklärung gegen die lettische Entscheidung: "Behauptungen, dass diese Verstöße eine 'nationale Sicherheitsbedrohung' darstellen, sind nicht überzeugend. Die Antikriegsposition des Senders ist offensichtlich, ebenso wie seine kritische Haltung gegenüber dem Putin-Regime. Die Bedeutung von Doschd im Kampf gegen die russische Staatspropaganda ist kolossal. Das Geschrei über 'nationale Sicherheit' verschleiert, was in Wirklichkeit ein schwerer Schlag für die Meinungsfreiheit und letztlich auch für die europäische Sicherheit ist. Vor allem ohne unabhängige Medien kann es keine Demokratie geben, und ein undemokratisches Russland wird eine Bedrohung für seine Nachbarn und die ganze Welt bleiben."

Außerdem: In der FAZ berichtet Helmut Hartung, dass die Bundesländer die öffentlich-rechtlichen Sender auf striktere Compliance-Regeln verpflichten.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 06.12.2022 - Medien

Für all jene, die in den öffentlich-rechtlichen Sendern am Status quo interessiert sind, hat der Föderalismus viele Vorzüge. Die Länder sind medienpolitisch zuständig. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von SachsenAnhalt leitet jetzt eine Kommission bei der CDU zur Reform der Sender und hofft nun alle 16 Länder auf zumindest ein paar kleine Schritte einzuschwören. Als Deisderate benennt er im Gespräch mit Tobias Blanken und Christian Meier von der Welt etwa: "Die Anstalten könnten sich viel besser vernetzen, nicht nur beim Sport. Wodurch enorme Mittel freigemacht werden können. Beitragsgelder werden derzeit immer mehr in Tochterfirmen gesteckt, etwa Produktionsfirmen, bei denen wir Gremienmitglieder kaum wissen, wie die Kostenstrukturen sind. Zahlen aus Verträgen kennen die Gremien häufig gar nicht, sodass Entschlüsse ohne Detailkenntnisse mitgetragen werden müssen. Diese Informationen müssen jetzt auf den Tisch, wir brauchen mehr Transparenz."

Seit Ende Juli haben rund 350 Sprach- und Literaturwissenschaftler in einem Aufruf die Gendersprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kritisiert. Reaktionen der Sender gab es kaum, ärgert sich in der FAZ Fabian Payr, einer der Mitunterzeichner. Statt dessen gab es als Antwort nur Standardschreiben, in dem von diskriminierungsfreier Kommunikation die Rede ist, was laut Payr schon unterstellt, dass jeder, der nicht gendert, diskriminiert. "Mit dem Hinweis auf Veränderungen in Gesellschaft und Sprache schließlich nimmt das ZDF auf den Sprachwandel Bezug. Gendern wird als natürliches Sprachwandelphänomen verkauft, wo ehrlicherweise von Sprachplanung oder Sprachpolitik die Rede sein müsste. Gegenderte Sprache ist nicht das Ergebnis eines natürlichen Sprachwandels, wie Genderbefürworter immer wieder behaupten, sondern die Folge eines gezielten Spracheingriffs, der von Behörden und Institutionen mittels Gesetzen, Leitfäden und Richtlinien vorangetrieben wird." Gendersprache "ist ein akademischer Soziolekt, der Diskursvorherrschaft anstrebt", so Payr. Damit gewinne man kein Vertrauen.

Auch die amerikanischen Medien haben Probleme, ein diverses Publikum noch zu erreichen. Aber diese Probleme sind oft hausgemacht, meint der Journalist Matt Taibi, der seine Eröffnungsrede zu einer Debatte um dieses Thema in seinem Substack-Newsletter publiziert hat. "Nachdem das Internet aufkam und den Markt mit neuen Stimmen überschwemmte, stellten einige Sender fest, dass es finanziell sinnvoller war, eine bestimmte Zielgruppe zu dominieren, anstatt sich um die gesamte Zielgruppe zu bemühen. Und wie? Das ist ganz einfach. Man füttert das Publikum mit Nachrichten, von denen man weiß, dass sie ihm gefallen werden. ... Nennen Sie es das Modell der 'Publikumsoptimierung': Anstatt mit einer Geschichte zu beginnen und den Fakten zu folgen, beginnen Sie mit dem, was Ihrem Publikum gefällt, und arbeiten sich rückwärts zur Geschichte vor. In diesem System bedient die überwältigende Mehrheit der nationalen Medienorganisationen die eine oder andere 'Seite'. Laut einer Pew-Center-Umfrage von vor ein paar Jahren wählen beispielsweise 93 Prozent der Fox-Zuschauer die Republikaner, während die Zuschauer von MSNBC zu 95 Prozent die Demokraten wählen, ein Phänomen, das sich genau widerspiegelt."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 05.12.2022 - Medien

Die ehemalige ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz macht heute noch mit Auftritten und Büchern ihrem Ruf als Putin-Versteherin alle Ehre. Und sie ist bei den Deutschen immer noch sehr beliebt, wundert sich Lucien Scherrer in der NZZ: "Sicher ist, dass die 73-Jährige mit ihrer zumindest geistigen Nähe zum Kreml keineswegs so skandalös war, wie man heute aufgrund der empörten Reaktionen auf ihre Auftritte in Reutlingen und anderswo denken könnte. Vielmehr gehörte sie zu einem Beschwichtigungsorchester, das antiamerikanische Ressentiments bediente, Warnungen von Staaten wie Polen und der Ukraine als 'Russophobie' verhöhnte und die Entspannungspolitik von SPD und CDU legitimierte. Eine Politik, die vielerorts erst seit dem 24. Februar dieses Jahres als Irrweg gilt. Krone-Schmalz sprach aus, was viele Deutsche dachten und hören wollten. Als sie 2018 bei Sandra Maischberger auftritt, zitiert die Moderatorin eine Studie, wonach über 80 Prozent der Deutschen Angst vor Donald Trump hätten - und nur 52 Prozent vor Wladimir Putin. Im Medienbetrieb, der heute mehrheitlich für die Ukraine Partei ergreift, kamen Krone-Schmalz' Thesen weit besser an, als man das heute vermutlich wahrhaben will. Ihr Buch 'Russland verstehen' zum Beispiel gefällt nicht nur Wladimir Putin. Es wird auch in Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung und der taz gelobt. Letztere dankt der Autorin für die 'Nachhilfestunde in osteuropäischer Politik'."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.12.2022 - Medien

Helmut Hartung resümiert in der FAZ ein Positionspapier der Bundestags-FDP zu den Öffentlich-Rechtlichen. Unter anderem fordert es, "dass sich die Sender auf ihren 'Marken- und Wesenskern', den Bildungs- und Informationsauftrag, konzentrieren. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse durch Fusionen und eine klare Digitalstrategie effizientere Verwaltungs-, Sender- und Angebotsstrukturen aufbauen. Dazu gehöre eine einheitliche Mediathek sowie eine klare Aufgabenverteilung von bundesweiten und regionalen Inhalten innerhalb des Systems." Allerdings appelliert das Papier auch die Bundesländer - wo nun mal in dieser Frage der Hammer hängt.

Außerdem wird der Bau des vom RBB und seiner früheren Intendantin Patricia Schlesinger geplanten Digitalen Medienhauses nun endgültig gestoppt, meldet Claudia Tieschky in der SZ. Noch 2021 wurde mit Kosten von 65 Millionen Euro kalkuliert, Schlesinger hatte zuletzt von 188 Millionen Euro gesprochen, ihre Nachfolgerin Katrin Vernau korrigierte die Zahl gestern auf 311 Millionen Euro, also sogar mehr als ein Intendantengehalt. "Schlesinger-Nachfolgerin Vernau hat bereits vorige Woche 'Kassensturz' beim RBB gemacht und ein Einsparziel von 41 Millionen Euro bis 2024 ausgerufen. Die entscheidende Frage ist jetzt: Wie viel Luft verschafft der Baustopp dem RBB? Da der Bau komplett kreditfinanziert gewesen wäre: Keine, im Gegenteil."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 01.12.2022 - Medien

Beim RBB-Skandal kommt mit immer neuen Fällen ans Licht, wie öffentlich-rechtliche Sender intern so funktionieren. Vorzeitig geschasste Hierarchen wurden mit großzügigen Regelungen ruhiggestellt, meist bekommen sie siebzig Prozent ihrer vorherigen Bezüge oder mehr, manchmal auch hundert Prozent, berichtet Michael Hanfeld in der FAZ unter Bezug auf Recherchen des RBB. Und "neben dem Vorruhestand und Beraterverträgen gibt es im öffentlich-rechtlichen System für Höhergestellte eine dritte Variante, an Geld zu kommen, ohne dafür arbeiten zu müssen: das Ruhegeld. Dabei handelt es sich um Beträge, die man nach dem Ende seines Vertrags und vor der Pensionierung erhält." (Unsere Resümees zum "Ruhegeld"). Hanfeld bezieht sich auf einen Beitrag der Sendung "Kontraste", der in der Mediathek leider nicht zu finden ist. Nützlicher Weise liefert er die Namen der Versorgten, die in der "Kontraste"-Berichterstattung weggelassen werden.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.11.2022 - Medien

Die öffentlich-rechtlichen Sender gehören zu den größten Finanziers der Fußball-WM. Das viele Geld für die Rechte geben sie aus, um Quoten zu bekommen. Die sind bisher so lala, berichtet Klaus Raab in der beim MDR beheimateten Medienkolumne "Altpapier": "Eigentlich deuten die WM-Einschaltquoten weder auf einen Scherbenhaufen hin, noch sind sie ein Rekord. 9 Millionen Zuschauer sind nicht nichts, es sei denn, man hält die 2018er-Vergleichsquote von 26 Millionen für ein Standardmaß. 17 Millionen ist aber bestenfalls ein 'Rekord' bei der bisherigen WM in Katar." Was Raab über die Sender und die Rechte sagt, klingt dann doch etwas verzagt: "Man kann schwerlich im Fernsehen von einer Veranstaltung kritisch berichten, von der man keine Bilder hat. Also muss man sich um Übertragungsrechte kümmern und sie damit auch finanziell mittragen. Ein Dilemma."

Die Nowaja Gaseta, seit dem 5. September 2022 in Russland verboten, soll nach zwei Ausgaben in Riga jetzt auch in Deutschland erscheinen, berichtet in der Welt Anna Shemyakova, die sich mit Redakteur Michael Komin unterhalten hat. "'In Deutschland gibt es eine große russischsprachige Gemeinschaft', sagt Michael Komin aus der Rigaer Redaktion. Viele dieser Menschen würden sich bei kremlnahen Medien oder dem russischen Staatsfernsehen informieren. 'Innerhalb der russischsprachigen Gemeinschaft in Deutschland gibt es viele Putinversteher', sagt Komin. Die Zeitung wolle sich als alternative Informationsquelle zu Russlands Propaganda positionieren. 24 Seiten umfasst die neue Ausgabe und liegt als Beilage der 1996 in Berlin gegründeten russischsprachigen Zeitung Russkaja Germanija (deutsch: Russisches Deutschland) bei, die seit Beginn des Krieges Redakzija Germanija (deutsch: Redaktion Deutschland) heißt."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 29.11.2022 - Medien

Die FAZ widmet der Welt-Kollegin Anna Schneider einen ganzen veritablen Feuilleton-Aufmacher. Elena Witzeck wirft Schneider vor, dem Ayn-Rand-Kult anzugehören und einem extremistischen Individualismus zu frönen. Zu Witzecks Kritikpunkten zählt aber auch, dass Schneider "fragt, warum die ARD Millionen für Rechte an der WM in Qatar gezahlt hat, um sie nun heuchlerisch anzuprangern". Witzeck weist Schneider außerdem auf die Ambiguität von Freiheit hin: "Da ist zum einen die Abwesenheit von Zwängen. Und zum anderen eine legitimierte übergeordnete Gewalt, die das Recht des Einzelnen auf Freiheit durchsetzt und schützt. Wegen ihrer Ambivalenz kann die Freiheit das Gegenteil dessen bewirken, was sie schaffen soll: Furcht, Isolation und Ohnmacht. Ein Liberalismus, der diese Ambivalenz anerkennt, ist im Kern sozial. Und das Kernlose, was Schneider für Springer als Liberalismus verkauft, ist beunruhigend." Witzeck hält es mit den Autoren Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, die in ihrem Buch "Gekränkte Freiheit" darlegen, wie Rechtspopulisten die Freiheitsidee missbrauchen.

Die New York Times, der Guardian, der Spiegel, Le Monde und El Pais waren vor zwölf Jahren an der Veröffentlichung geheimer Papiere beteiligt, die ihnen von Julian Assange zugespielt worden waren. Obwohl sie im Detail Kritik an Assange haben, wenden sich die Zeitungen in einem gemeinsamen öffentlichen Brief an die amerikanische Regierung - denn immer noch steht Assange unter Anklage, und es droht ihm eine drakonische Strafe. "Diese Anklage stellt einen gefährlichen Präzedenzfall dar und droht, Amerikas ersten Verfassungszusatz und die Pressefreiheit zu untergraben. Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen, ist Teil der Kernaufgabe einer freien Presse in einer Demokratie. Die Beschaffung und Weitergabe sensibler Informationen, wenn dies im öffentlichen Interesse notwendig ist, ist ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit von Journalisten."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 26.11.2022 - Medien

Auch etliche Wissenschaftler wenden sich jetzt von Twitter ab. Ziemlich spät, findet Thomas Thiel in der FAZ: "Twitter behält sich das Recht vor, persönliche Daten seiner Kunden an Dritte zu verkaufen, und macht sich damit attraktiv für Werber und Investoren. Seine Nutzer ruft es dazu auf, sich selbst zur Ware zu machen. Es ist erstaunlich, wie erfolgreich es damit bei Wissenschaftlern ist, die sonst alle möglichen Formen der Verdinglichung kritisieren. Und wer sich heute darüber wundert, dass angesehene Historiker allgemein bekannte Fakten grob ignorieren können, ohne dass es einen Aufschrei in der Wissenschaft gibt, sollte einmal Debattenverläufe auf Twitter verfolgen. Der Philosoph Konrad Paul Liessmann hat es so resümiert: Die Netzwerke haben das Ad-hominem-Argument in der Wissenschaft salonfähig gemacht. Das galt einmal als Verdikt."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 25.11.2022 - Medien

"So" ist das neue "äh". Darüber ärgert sich der Kunsthistoriker Wolfgang Kemp in der FAZ, als er Deutschlandfunk Kultur hört. Der Gebrauch solcher "verbalen Weichmacher", schreibt er in der FAZ, sei "pandemisch". Schlimm genug, dass die Wort-Genossen "sozusagen" und "sowieso" auch nur als Füllwörter dienten, um den "Sprachfluss am Laufen zu halten". Aber dass die Nutzer ständig redeten, um mit "so" nur unterwürfig gegenüber ihren Gesprächspartnern etwas anzudeuten anstatt die Dinge klar und deutlich zu benennen, ist Kemp ein Graus. Genauso wie "ganz", "total", "genau" "immer", "auf jeden Fall" und "alles", die er als "angewandte Lob- und Humilitätskultur" bezeichnet, weil sie Empathie nur vortäuschten. "Man könnte jetzt eine alte Rundfunk-Redewendung gebrauchen: Das versendet sich doch. Aber um einmal von den Inhalten zu sprechen: Das 'irgendwie' oder 'so' legt sich wie Mehltau über Aussagen, die Sachaussagen sein könnten und die Darstellungsfunktion der Sprache nutzen." Besonders aufgefallen ist Kemp dieser neuartige und doch weit verbreitete Sprachgebrauch in dem Podcast "Lakonisch elegant" über Ernst Jünger.

Der Tagesspiegel wird neu konzipiert - bei solchen Meldungen muss man heute skeptisch sein, denn meist bedeutet das eine fluffigere Präsentation von weniger Inhalt. Die Westberliner Zeitung will ab jetzt vierzig Seiten Welt und vierzig Seiten "Weltstadt" bringen, berichtet Steffen Grimberg in der taz. Was aber wegfällt, ist die Medienseite, eine der renommiertesten der Republik, so Grimberg: "Mit der Auflösung eines Fachressorts fehlt irgendwann auch die Expertise. Dann ist keineR mehr Expert*in und ständig am Ball. Mit dem Versprechen 'mehr Expert*innen', das auch so ein Jingle im Werbeblock für den neuen Tagesspiegel ist, passt das nicht zusammen."

Der Spiegel überprüft aktuell mehrere Artikel über die Flüchtlinge am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros, meldet unter anderem die Welt: "Konkret geht es um den Verdacht, dass Flüchtlinge den Tod eines Mädchens erfunden haben könnten. 'Einige ursprüngliche Berichte hatten die Schilderungen der Flüchtlinge, die bis heute am Tod des Mädchens festhalten, als Tatsache übernommen.' (…) Die Spiegel-Korrespondenten, aber auch die Dokumentation des Magazins, das Faktentreue überprüft, haben den Schilderungen der Flüchtlinge auf Basis ihrer Recherchen geglaubt. Doch nach Darstellung des Berichts vom Medieninsider ist es nicht klar, ob es dieses Mädchen, die fünfjährige Maria, wirklich gab und wenn ja, ob sie tatsächlich an der Grenze gestorben ist."
Stichwörter: Tagesspiegel, Spiegel, Westberlin