Die Journalistin
Carole Cadwalladr ist über Jahre von dem Millionär
Arron Banks mit Prozessen schikaniert worden, weil sie über seine Beziehungen zur Russland und Facebook und seine
illegale Finanzierung der Brexit-Kampagne berichtet hatte. Inzwischen sind neue Details über ihn bekannt geworden, über die aus Angst vor juristischen Konsequenzen praktisch kein britisches Medium außer dem
Guardian berichtete, schreibt sie. Der Prozess nach den extrem
pressefeindlichen britischen Gesetzen hat sie existenziell betroffen und ihr trotz ihres letztlichen Sieges geschadet,
erklärt sie im
Guardian: "Ich schreibe dies heute, weil das Gesetz geändert werden muss. Wir können und dürfen nicht zulassen, dass ein weiterer Journalist so etwas durchmachen muss. Nicht um seines Verstandes, sondern um der
Gesundheit unserer Demokratie willen. Denn das ist nicht Demokratie. Es ist
Oligarchie. Und der Fall Banks gegen Cadwalladr muss das letzte Mal sein, dass diese obszönen Gesetze auf diese Weise gegen einen Journalisten eingesetzt werden."
Etwas ungerecht verliefen die Konsequenzen bei der
Deutschen Welle, wo sich einige Mitarbeiter der
arabischen Redaktion antisemitisch geäußert hatten und gefeuert wurden (unsere
Resümees), berichtet Anna ernst in der
SZ: "Die Verantwortlichen in der arabischen Redaktion, die die später Gefeuerten eingestellt hatten, sind
butterweich gefallen: Der zurückgetretene Redaktionsleiter arbeitet nun im Bereich Unternehmensstrategie, sein früherer Stellvertreter in der Chefredaktion."