Spätaffäre

Vorschläge zum Hören, Sehen, Lesen. Wochentags um 17 Uhr

Ein gepflegter Posten in einem Dschungel aus Problemen

23.04.2014. Granta berichtet von französischen Cafés in Tokio. Der New Yorker zeichnet ein düsteres Bild des Iraks. Alexander Kluge und Martin Zimmermann beleuchten die dunkle Seite der Antike. Der WDR erinnert an den Amoklauf an der Columbine High School. Und der BR erzählt die Geschichte des Rock'n'Roll.

Die Welt-Insel

22.04.2014. Der Rolling Stone beobachtet den steigenden Heroinkonsum in den USA. Die Dublin Review of Books analysiert die eurasischen Ideologien hinter Putins Expansionsstreben. Das BR-Feature "Artcore" beleuchtet die neue Verschmelzung von Filmkunst und Pornografie. Und die arte-Mediathek zeigt Claude Sautets wunderbaren Film "Mado" von 1976, mit Michel Piccoli und Romy Schneider.

Es ist genug Gold da

17.04.2014. Zehn Jahre nach den Skandalfotos aus Abu Ghraib spürt das SZ Magazin die beteiligten Täter und Opfer auf. The Nation macht tiefsinnige Anmerkungen zur Gegenwartsmanie der Kunsthistoriker und dem Passeismus der Künstler. Roméo Dallaire erinnert an das Versagen der Weltgemeinschaft in Ruanda. Und Claus Guth läuft im Theater an der Wien mit Händels "Messias" zu hoher Fantasieform auf.

Ein Puzzle im Dunkeln

16.04.2014. Der New Yorker schildert die Schönheit und Gefahren beim Klettern und Tauchen in den tiefsten Höhlen der Welt. Die Regisseure William Friedkin und Nicolas Winding Refn halten eine Masterclass ab. Thomas Meyer erzählt im SWR, wie er lernte, Neue Musik zu hören. Und Osteuropa rollt den Ersten Weltkrieg noch einmal auf.

Das wimmelnde, isolierte Ich

15.04.2014. In The New Republic begreift Adam Thirwell mit dem ausgeschlossenen Gottfried Benn die Schande als ästhetische Form. WDR5 geht mit Italien auf Irrfahrt durch Europa, der Deutschlandfunk denkt über Helden in den neuen Fernsehserien nach. Auf arte singt Juliette Gréco. Und Peter Müller schickt eine Flaschenpost aus dem alten West-Berlin.

Klanglandschaften der Wildnis

14.04.2014. In der New York Times erinnert John Jeremiah Sullivan an unbesungene Blues-Heroinen. Telerama interviewt die Schriftstellerin Maïssa Bey zu den Wahlen in Algerien. die Autorin 3sat zeigt in seiner Mediathek die "Arabella" aus Salzburg. Der Deutschlandfunk sucht mit dem Klangforscher Bernie Krause den Ursprung der Musik. Und im SWR stellt Wolfgang Krieger klar: Geheimdienste tun nur das, was die Regierung von ihnen verlangt.

Hören Sie was?

11.04.2014. Bernd Eichinger wäre heute 65 geworden - die Dokumentation "60 Millionen für Phantásien" zeigt die Entstehung seines ersten Hollywoodfilms. Im SWR wird über Crowdfunding, im Dradio Kultur über Open Source Programming diskutiert. Zehn Jahre, nachdem Sido ihm ein Denkmal setzte, besucht der Tagesspiegel das Märkische Viertel. Und die NYRB setzt ihre Reportagereihe über Korruption in Uganda fort.

Hier beißt sich die Katze in den digitalen Schwanz

10.04.2014. In Christian Petzolds "Barbara" radelt Nina Hoss durch die DDR-Provinz. DradioKultur widmet dem Ersten Weltkrieg in der Kunst eine lange Nacht. Nautilus beleuchtet die Geschichte und Zukunft des künstlichen Lichts. Das New York Magazine schreibt eine Sozialgeschichte der Obama-Ära. Und der SWR sorgt sich über unsere Abhängigkeit vom Fluss der Datenströme.

Die schnellste Art des Karriereselbstmords

09.04.2014. Nicht etwa klassisch-griechisch, sondern ganz klar amerikanisch-christlich sind die Wurzeln des Superhelden "Captain America", stellt John Gray im New Statesman klar. Bayern2 feiert den 250. Geburtstag des prächtigen Museums Eremitage in St. Petersburg. Eurozine erinnert an Milan Kunderas großen Essay über "Die Tragödie Mitteleuropas". Und Arte erforscht die Phasen und Facetten im Werk David Bowies.

Die Sache an sich ist so gut

08.04.2014. Eine BBC-Dokumentation erinnert an Jacques Brel, der vor 85 Jahren geboren wurde. arte zeigt Alains Resnais' "Hiroshima mon amour". Auf SWR2 sorgt sich Peter Sloterdijk um den Fortbestand der Zivilisation. Und das Magazin der New York Times bringt eine Riesenreportage über den gerade verstorbenen Schriftsteller und Aktivisten Peter Matthiessen.