Spätaffäre

Vorschläge zum Hören, Sehen, Lesen. Wochentags um 17 Uhr

Die Story passte gut ins Schema

08.05.2014. Arte zeigt Marco Wilms' Dokumentarfilm "Art War" über junge ägyptische Künstler nach dem Sturz von Mubarak. Der DLF porträtiert den Hindunationalisten Narendra Modi, der als Favorit bei der indischen Parlamentswahl gilt. Und Slate erzählt, wie Paris im Jahr 1578 den Grundstein dafür legte, eine moderne Metropole zu werden.

Endlos, gestaltlos und ein bisschen traurig

07.05.2014. Aus Anlass des Todes von Tatiana Samoilowa lassen wir noch einmal die Kraniche ziehen. Synthetische Nahrung befreit das Leben von lästigen Essensunterbrechungen, berichtet der New Yorker. Arte spürt der Magie der Polaroid-Ästhetik nach. Und Jan Jelinek besiegelt im SWR "Das Scheitern der bemannten Raumfahrt".

Solidarität von unten

06.05.2014. 3sat hat Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Heiner Müllers "Zement" am Münchner Residenztheater aufgezeichnet. Daniel Day Lewis stößt in Paul Thomas Anderson Film "There Will Be Blood" erst auf Öl und dann auf einen Prediger. Der SWR feiert Cole Porter und Slavoj Zizek beschuldigt in der London Review of Books Putin, wie schon Stalin die vorrevolutionäre Politik des Zaren zu pflegen.

Glück und Gleichheit

05.05.2014. Neil Gaiman und Art Spiegelman unterhalten sich über das Wesen des Comics. Mo Asumang sucht den Ursprung des Arierbegriffs. Der Experimentalmusiker Asmus Tietchens stellt 12 Musikstücke vor, die für ihn prägend waren. Slate.fr präsentiert neue Erkenntnisse der Glücksforschung. Die NYT fragt, warum nach der Finanzkrise nur ein Banker in den Knast wanderte.

Abkehr vom Dogma der Originalität

02.05.2014. Michelle Williams und Ryan Gosling scheitern auf höchstem Niveau als Liebespaar in Derek Cianfrances Film "Blue Valentine". Ein weltabgewandter Wissenschaftler verfällt dem Wahnsinn in der Hörspielbearbeitung von Canettis "Die Blendung". Kameradrohnen sind die neue Pressefreiheit, berichtet die Columbia Journalism Review.

Terror der Transparenz

30.04.2014. War die Verhaftung des mexikanischen Drogenbarons El Chapo ein abgekartetes Spiel, fragt der New Yorker. Wollen wir im Glashaus leben, fragt eine Expertenrunde im SWR. Alexander Kluge rekapituliert den 30. April 1945. Der WDR erzählt die Frühgeschichte des Techno. Und die New York Review of Books versteht Stefan Zweig - als Gegensatz zu Thomas Mann.

311 Gottesdefinitionen

29.04.2014. Auf Bayern2 sucht mit Valère Novarina nach dem "Fleisch des Menschen" und stößt auf den unbekannten Gott. arte porträtiert "Fotografen gegen Apartheid". Rue89 stellt neue Instrumente vor. Und in The New Republic geißelt Vladimir Nabokov die schlimmsten Sünden des Übersetzers.

Nur Sand

28.04.2014. Zum Gucken: Wie Berlusconi Italien ruinierte  Und weitere Mabuses. Zum Hören: Die Zukunft der Kritik. Und Breton in Québec. Zum Lesen: Russland, Deutschland, Ukraine. Und Wired über die seltsame Welt der Start Ups.

Spezifisch menschlich

25.04.2014. Die BBC porträtiert Andrej Tarkowskij. Im Deutschlandradio verarbeitet Markus Metz kosmische Katastrophen. Und die New York Times fragt, ob Tiere justiziable Personen sein können.

Die nie dagewesenen Möglichkeiten unserer Epoche

24.04.2014. In einem Interview aus dem Jahr 2009 gewährt der am Dienstag verstorbene österreichische Filmemacher Michael Glawogger Einblick in seine Recherchemethoden. Der BR bringt drei Essays von John J. Sullivan. Der Guardian porträtiert den französischen Künstler, Autor und Filmemacher Chris Marker. Und Yann Kerbrat erläutert in La Vie des Idées die Grenzen des Völkerrechts.