Magazinrundschau - Archiv

Atlantic

238 Presseschau-Absätze - Seite 20 von 24

Magazinrundschau vom 11.01.2011 - The Atlantic

Als Reporterin hat Chrystia Freeland seit Jahren mit den neuen Superreichen zu tun. In ihrem Porträt dieser Kaste erläutert sie, warum die Reichen von heute die Wurzeln zu den Gesellschaften, aus denen sie kommen, zunehmend kappen: "Ihre Mitglieder arbeiten hart, sind bestens ausgebildet, ein meritokratischer Jet-Set, in dem man fest davon überzeugt ist, der verdiente Gewinner eines harten, weltweiten ökonomischen Wettbewerbs zu sein - und viele davon haben eine sehr ambivalente Haltung zu jenen von uns, die nicht so spektakulär erfolgreich sind. Was aber vielleicht am bemerkenswertesten ist: Sie entwickeln sich gerade zu einer transglobalen Gemeinschaft, in der die Mitglieder untereinander mehr gemeinsam haben als mit ihren Landsleuten zuhause. Ob sie ihren Hauptwohnsitz nun in New York oder Hongkong, Moskau oder Mumbai haben: Die Superreichen von heute sind zunehmend eine Nation für sich."

Komplett auf dem Holzweg ist ein Feminismus, der glaubt, die brutale männliche Dominanz beim Sex ließe sich domestizieren. Davon ist Natasha Vargas-Cooper überzeugt. Nach ihren Streifzügen durch die hardcore-pornografischen Seiten des Netzes sieht sie sich darin doppelt und dreifach bestätigt: "Es ist eine zum großen Teil finstere Präsentation dessen, was Frauen alles tun, um Männer zu befriedigen: junge Ehefrauen, die auf der Familiencouch an sich herumfingern, alte Ehefrauen, die sich den Freunden des Ehemanns anbieten, alternde Mütter im schäbigen Korsett, die ihre hängenden Hinterteile in die Kamera halten. In der Pornografie von heute sehen Porno-Stars nicht mehr aus wie Porno-Stars. Das Bild von Jenna Jameson, der berühmtesten professionellen Pornodarstellerin in den USA (auch eine Bestsellerautorin) - mit ihren absurd riesigen Brüsten, viel zu langen Blondhaaren und der künstlich gebräunten Haut - ist ersetzt worden durch das neue Gesicht der Pornografie: eine bleiche ungezogene 19-Jährige mit Körbchengröße A und schlechter Frisur, das Gesicht nur erhellt durch den blauen Dämmer ihres Mac."

Magazinrundschau vom 16.11.2010 - The Atlantic

"Freeman Dyson ist eine dieser intellektuellen Naturgewalten, deren Brillanz überhaupt nur von einer kleinen Unterspezies von Menschen erkannt werden kann", eröffnet Kenneth Brower sein Porträt des großen Physikers und Klimaskeptikers, um vor allem der Frage nachzugehen, wie "jemand so schlaues so dumm sein kann, wenn es um die Umwelt geht". Dass Dyson gute Argumente hat, findet Brower nicht, berichtet aber immerhin folgendes: "Dyson leugnet nicht, dass die Welt wärmer wird. Was er anzweifelt, sind die Modelle der Klimatologen, die von ihnen vorausgesagten schweren Konsequenzen und die Annahme, dass die Klimaerwärmung schlecht sei. 'Ich war selbst in Grönland, wo die Erwärmung am stärksten ist', sagt er. 'Und was man dort sieht ist ziemlich spektakulär. Aber die Wahrheit ist auch: Die Leute lieben es. Die Leute hoffen, dass es so weitergeht. Es macht ihr Leben wesentlich angenehmer.'"

Die Titelgeschichte fragt, ob es vielleicht doch saubere Kohle geben kann. Benjamin Schwartz präsentiert seine Bücher des Jahres, angeführt wird die Liste von Deborah Eisenbergs "Collected Stories" (mehr hier).
Stichwörter: Grönland, Klimaerwärmung

Magazinrundschau vom 19.10.2010 - The Atlantic

B. R. Myers bricht eine Lanze für die Zutiefst Unglückliche Liebesgeschichte, die heute ganz aus der Mode gekommen ist. Beispiele dafür sind Somerset Maughams "Of Human Bondage", Wolfgang Koeppens "Eine unglückliche Liebe" und vor allem Patrick Hamiltons "The Midnight Bell". In all diesen Romanen verlieben sich Männer maßlos in eine Frau, die sie herabzieht und die sie weder intellektuell noch sexuell besonders attraktiv finden. Der Grund? Pure Magie. "Kein Wunder, dass die Zutiefst Unglückliche Liebesgeschichte mit der Popularisierung der Psychologie und der Weigerung, das Magische in menschlichen Beziehungen zu sehen, verschwand. Unser Zeitalter kann die große zerstörerische Leidenschaft nicht mehr verstehen, außer als sexuelle Obsession, eine Phrase, die der Bantam Verlag auf der Paperback-Ausgabe von Maughams Buch druckte. Obwohl Philip Mildreds Körper geradezu abstoßend findet. Auch Koeppens Held schläft nicht mit seiner Sibylle, aber das hinderte den amerikanischen Verlag nicht daran, den Titel - Eine unglückliche Liebe - als - "Eine traurige Affäre - zu sexualisieren und damit zu trivialisieren. Nichtklinische Erklärungen sind unvorstellbar geworden. Der Mann des 21. Jahrhunderts muss sich fragen, was mit ihm psychisch nicht in Ordnung ist, dass er in einer 'ungesunden' Beziehung bleibt. Was Mildred, Sibylle und Jenny angeht - die so verschieden sind - so würde ihnen jeder Pschologen Unehrlichkeit, Sucht nach Aufmerksamkeit und Feindseligkeit gegenüber der leisesten Kritik bescheinigen und sie mit dieser Diagnose auf eine Größe zurechtstutzen. Aber wie wenig verstehen Psychologen das Herz in dem Ratschlag, den sie jenen geben, die Frauen wie sie lieben: Verschwinde!"

Weitere Artikel: Nicholas Schmidle porträtiert den mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten ghanaischen investigativen Journalisten Anas Aremeyaw Anas: "Als ich ihn nach seinem Vorbild frage, nennt er nur einen Namen: Günter Wallraff, einen deutschen Undercover-Reporter mit mehr als vierzig Jahren Erfahrung im Enthüllungsjournalismus." Sarah A. Topol geht mit einigen 13-jährigen palästinensischen Mädchen am Strand von Gaza City surfen - aber nur, wenn nicht zuviele Leute da sind. Und mit 17 Jahren ist Schluss: "Ich tue nichts Falsches. Niemand hat das Recht, etwas über meine Tocher oder mich zu sagen. Aber am Ende kann ich nicht außerhalb der Traditionen meiner Gesellschaft leben. Es gibt hier Grenzen für unsere Freiheit", sagt mir Shurouks Vater Rajab. Und Michael Hirschorn schließlich ist entsetzt, dass im Internet jeder behaupten kann, was er will.

Magazinrundschau vom 15.06.2010 - The Atlantic

In einem von Lesern online hart attackierten Artikel beschreibt Hanna Rosin das Ende einer von Männern beherrschten Welt. Mädchen gehen öfter aufs College, machen öfter einen Abschluss, arbeiten öfter und in krisensichereren Branchen als Jungs. Und immer mehr Firmen wissen ihre Qualitäten zu schätzen. "Eine Studie von 2008 versuchte den Einfluss eines mehr weiblich geprägten Management-Stils zu quantifizieren. Forscher der Columbia Business School und der Universität von Maryland analysierten zwischen 1992 und 2006 Daten der 1.500 amerikanischen Top-Firmen um die Beziehung zwischen Firmenleistung und dem weiblichen Anteil am höheren Management zu ermitteln. Firmen, die Frauen in Top-Positionen hatten, leisteten mehr. Und das war besonders dort der Fall, wo die Firmen das betrieben, was die Forscher 'innovationsintensive Strategie' nannten, in der 'Kreativität und Zusammenarbeit besonders wichtig sein können' - eine gute Beschreibung der künftigen Ökonomie. Es kann sein, dass Frauen die Leistung einer Firma hochtreiben, es könnte auch sein, dass leistungsfähige Firmen den Luxus haben, hochqualifizierte Frauen einstellen und halten zu könne. Aber die Verbindung ist klar: innovative, erfolgreiche Firmen sind jene, die Frauen fördern."

Sandra Tsing Loh stellt nach Durchsicht einiger neuer Bücher und Filme fest: Frauen - vor allem im mittleren Alter - interessieren sich viel mehr für Immobilien als für Männer.
Stichwörter: Kreativität, Luxus, Columbia

Magazinrundschau vom 17.08.2010 - The Atlantic

Christopher Hitchens liest zwei neue Bücher über Antisemitimus - eine Geschichte des Antisemitismus in Großbritannien von Anthony Julius und Robert S. Wistrichs monumentale Weltgeschichte dieser düsteren Passion, "A Lethal Obsession". Aber beide haben ihn relativ kalt gelassen. Für Hitchens bleibt "der Hauptimpetismus des Antisemitismus theokratisch: Neuerdings ist er vom Christentum zum Islam gewandert. Eine tiefere Untersuchung über seine Ursprünge und Merkmale würde vielleicht mit der Frage beginnen, ob nicht der Glaube das eigentliche Problem ist. In diesem Zusammenghang würde sich auch die wesentliche Frage stellen, ob das Gift des Antisemitismus nur die Juden bedroht."

Auf die Titelgeschichte des Atlantic - Jeffrey Goldbergs große Recherche über die Gefahr eines Kriges zwischen Israel und den Iran haben wir bereits am Freitag hingewiesen.

Magazinrundschau vom 18.05.2010 - The Atlantic

James Fallows verspricht in seinem jüngsten Artikel für the Atlantic nicht wenig: "How To Save the News". Fallows hat Google besucht und lässt sich versichern, wie sehr der Firma an den alten Medien liegt. Interessant ist dann, worauf es - ausgedruckt - nach 16 eher trockenen Seiten hinausläuft: auf ein Ipad, nur dass es höchstwahrscheinlich nicht von Apple sein soll. Fallows zitiert die absurde Vision von Google-Chef Eric Schmidt: "In fünf oder zehn Jahren werden Informationen natürlich vorwiegend über elektronische Geräte konsumiert. Sie werden mobil und persönlich sein, mit einem hübschen Farbbildschirm. Stellen Sie sich ein Ipod oder Kindle vor, das intelligent genug ist, Ihnen eine Story zu zeigen, die auf einer Story von gestern aufbaut, ohne redundant zu sein. Und es kennt Ihre Freunde und weiß, was sie lesen und wichtig finden. Und es hat grafische Anzeigen mit vielen schönen Farben, aber viel persönlicher und zielgenauer, ohne aufdringlich zu werden. Und es hat GPS und weiß, was um Sie herum passiert. Wenn Sie sich all das vorstellen, finden Sie ganz schnell eine Antwort auf Ihre Fragen, und zwar inklusive Abos und Anzeigen."
Stichwörter: Ipod, Schmidt, Eric, Kindle

Magazinrundschau vom 16.02.2010 - The Atlantic

James Fallows hat sich mit einer Reihe von Geheimdienst-Experten getroffen, um sich über die Bedrohung zu informieren, die von China im Cyberspace ausgeht. Ihm stellt sich die Weltlage jetzt so dar: "Die Chinesen gehören zu den drei, vielleicht zwei größten Probleme des Cyberspace', meint James Lewis, ein früherer Diplomat aus der Abteilung Sicherheit und Aufklärung, der mittlerweile am Center for Strategic and International Studies in Washington arbeitet. 'Sie sind bei weitem nicht das größte Problem, und ob sie die Nummer zwei sind, ist auch fraglich' - nach seiner Analyse ist Russland die Nummer eins, mit seiner Kombination aus staatlichen, organisiert-kriminellen und unorganisiert-individuellen Aktivitäten. Nummer zwei ist Israel - und es gibt noch mehr auf der Liste: 'Die Franzosen sind berüchtigt dafür, wie sie über ihre Geheimdienste nach wirtschaftlichen Vorteilen spähen', sagte mir Ed Giorgio, der für die NSA als Ober-Chiffrierer und -Dechiffrierer gearbeitet hat. 'Die Israelis suchen den politischen Vorteil. Brasilien ist dabei, in Sachen Finanzkriminalität aufzuschließen mit Russland, das sich alles gleichermaßen zuschulden kommen lässt."

In der University of California at Santa Cruz wird demnächst ein große Grateful-Dead-Archiv öffnen, Joshua Green beeindruckt vor allem, wie die Band ihre treuen Fans belohnte: "Die Band etablierte eine Telefon-Hotline, um sie vor allen öffentlichen Ankündigungen über ihren Tourneeplan zu informieren, reservierte ihnen die besten Plätzen und gewährte Nachlässe für die Tickets, die die Band selbst über einen eigenen Versand vertrieb. 'Die Grateful Dead waren Meister im Schaffen und Erfüllen des avancierten customer value', erklärt mir Barry Barnes, Ökonom an der Nova Southeastern University in Florida."
Stichwörter: Grateful Dead, Washington, Florida

Magazinrundschau vom 15.09.2009 - The Atlantic

Der Auslandsreporter Robert D. Kaplan schickt eine Liebeserklärung an den englischsprachigen Dienst von Al Dschasira: "Die Tatsache, dass Doha, die Hauptstadt von Katar, nicht die Hauptstadt einer Großstadt ist, erleichtert es Al Dschasira, sich auf alle vier Ecken der Welt gleichermaßen zu konzentrieren, statt nur auf die Brennpunkte imperialer oder postimperialer Interessen. Sender wie CNN oder BBC berichten weniger über das Ausland als vielmehr über die Auswirkungen, die die kollektiven Obsessionen Washingtons oder Londons im Ausland haben. Und sie heben oft Leute hervor, die zwar hervorragende Referenzen, aber wenig zu sagen haben. Al Jazeera dagegen hat den Dreh raus, Leute vors Mikrofon zu holen, die interessante Dinge sagen, wie den brillanten, unbekannten russischen Analysten, der erklärt hat, dass Russland und China das nordkoreanische Regime gleichermaßen brauchen, weil es einen Pufferstaat gegen das freie und demokratische Südkorea bildet."

Der Zusammenbruch des Journalismus in den USA hat Platz geschaffen für eine neue Spezies von Reportern, meint Mark Bowden und beschreibt das am Beispiel der beiden Videos mit Auszügen von Reden, die die Richterin Sonia Sotomayor vor ihrer Berufung zum Obersten Gericht vor Studenten gehalten hat (das eine findet man hier, das andere scheint aus dem Netz verschwunden zu sein.) Die Videos waren von einem Blogger ausgegraben, veröffentlicht und dann von allen großen Fernsehanstalten übernommen worden - ohne den Gesamtzusammenhang zu recherchieren und vor allem ohne die Quelle (das Blog VerumSerum.com) zu nennen. Für Bowden ist die Vorgehensweise des Bloggers "postjournalistisch. Sie sieht Demokratie, schon der Definition nach, als immerwährenden politischen Kampf. Die Rolle des Bloggers ist es, seiner Seite zu helfen. Verzerrungen und Ungereimtheiten, Fehlurteile, fehlender Kontext - all das zählt nur wenig, weil diese Sünden von beiden Seiten begangen werden, am Ende ist man meist quitt. Niemand hat mit irgendetwas Recht, egal wie sicher er zu sein behauptet. Die Wahrheit ist etwas, das sich im Hexenkessel der Debatte entwickelt. Nein, nicht Wahrheit: Sieg, denn gewinnen ist viel wichtiger als Recht haben. Macht ist die größte Errungenschaft. Daran ist nichts neu. Wir haben es nur nie für Journalismus gehalten."

Außerdem: "Gebt nicht dem Internet die Schuld am Niedergang der großen Medienkonzerne. Gebt unfähigen Geschäftsführern die Schuld", rufen Jonathan A. Knee, Bruce C. Greenwald und Ava Seave. In einem Offenen Brief bittet Andrew Sullivan George W. Bush, die Verantwortung für die Folterungen unter seiner Präsidentschaft zu übernehmen. Und Christopher Hitchens findet Jon Stewart, Al Franken und Stephen Colbert so selbstgefällig, dass er darüber jeden Humor verliert.

Magazinrundschau vom 18.08.2009 - The Atlantic

Jeffrey Goldberg, selbst Jude, der einst in der israelischen Armee gedient hat, fühlt sich recht unbehaglich bei Tarantinos auch in Deutschland einhellig bejubelter Nazischlachterei "Inglourious Basterds". Dieser Film sei der "feuchte Traum eines Juden", der so nur von einem Nichtjuden hätte realisiert werden können. Am Ende schreibt Goldberg:"Meine Toleranz für die Gewalt in Tarantinos Fantasiewelten geht ziemlich weit. Aber 'Inglourious Basterds' ist der erste Tarantino-Film, der sich auf reale historische Ereignisse bezieht. Vielleicht finde ich seine Anti-Nazi-Exzesse darum fehl am Platz. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich keine Racheträume mehr habe. Sie hörten kurz nach meiner Zeit in der israelischen Armee auf. Natürlich würde ich Mengele immer noch ins Gesicht schießen, aus moralischer Notwendigkeit. Aber ich würde ihm vorher kein Hakenkreuz in die Stirn ritzen. Es käme mir nicht jüdisch vor."
Stichwörter: Exzess, Goldberg, Jeffrey

Magazinrundschau vom 19.05.2009 - The Atlantic

Eine der faszinierendsten Langzeitstudien der Wissenschaftsgeschichte stellt Joshua Wolf Shenk in der Titelgeschichte vor. Sie wurde 1937 begonnen und wird bis heute fortgeführt. Beobachtet wird dabei eine Gruppe von (ausschließlich männlichen) Studenten, die in jenem Jahr ihr Studium in Harvard antraten. Rund die Hälfte lebt heute noch. Und es geht um nichts Geringeres als die Frage: Wie erlangt man Lebensglück? Die Ergebnisse freilich sind eher "paradox" als eindeutig, wie Shenk betont: "Wie George Vaillant, seit mehr als vierzig Jahren der Leiter der Studie, betont, werden Langzeitstudien, wie Wein, mit dem Alter immer besser. Mit dem Eintritt der Studienobjekte ins mittlere Alter - sie waren in den 60er Jahren zwischen vierzig und fünfzig - erlangten viele von ihnen großen Erfolg. Vier von ihnen kandidierten für den US-Senat. Einer war Kabinettsmitglied, einer Präsident [das war John F. Kennedy, seine Akten sind jedoch bis 2040 unter Verschluss, PT]. Ein Bestseller-Autor war auch darunter... Unter all diesen glänzenden Erfolgen lagen dunklere Seiten. Schon 1948 zeigten 20 Mitglieder der Gruppe massive psychische Schwierigkeiten. Im Alter von fünfzig hatte fast ein Drittel der Männer mindestens einmal die Kriterien für eine Geisteskrankheit erfüllt... Der Initiator der Studie Arlie Bock zeigte sich verständnislos: 'Sie waren ganz normal, als ich sie aussuchte. Die Psychiater müssen sie aus der Bahn geworfen haben.'"