Magazinrundschau - Archiv

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188 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 19

Magazinrundschau vom 09.04.2019 - Eurozine

Alain Caillé ist - nach Marcel Mauss und Lewis Hyde - ein Soziologe der "Gabe". Aurore Chaillou und Martin Monti-Lalaubie führen mit ihm ein anregendes Gespräch, das ursprünglich in der Revue Projet erschien - unter anderem sieht er die Aktualität von Identitätsdiskursen darin, dass unsere Gesellschaft nicht mehr eine des "Habens", sondern des "Seins" sei. Anerkennung laufe über Identität. Auch über das Geben hat er interessante Dinge zu sagen, und mehr noch übers Nehmen. Wenn er sagt, dass die eigentliche Kunst sei, ein Geschenk anzunehmen, klingt er fast wie ein kluger Knigge. Wer eine Gabe bekomme, sei von vornherein in der Position der Schwäche. Und  "man muss recht stark sein, um seine Schwäche oder den Anschein der Schwäche zu akzeptieren. Man könnte sagen, dass der eigentlich Schenkende derjenige ist, der einwilligt, ein Geschenk anzunehmen und anzuerkennen, dass das, was er bekommen hat, ein Geschenk ist und keine Verpflichtung. Denn die Annahme und Anerkennung macht aus dem Geschenk ein Geschenk. Ohne das ist es kein Geschenk. Hier ein banales Beispiel: Es ist üblich, wenn man irgendwo eingeladen ist, etwas mitzubringen (eine Flasche Wein, ein Dessert, Blumen). Mich verdrießt das. Es ist so, als müsstest du von vornherein zum Tausch antreten."

Magazinrundschau vom 26.03.2019 - Eurozine

Vielleicht sollten wir aufhören, eine gemeinsame historische Ursache für den Aufstieg des Populismus zu suchen, überlegt die amerikanische Historikerin Holly Case. Was könnte geschichtlich auch die Länder verbinden, in denen Viktor Orbán, Jaroslaw Kaczyński, Donald Trump und Jair Bolsonaro an die Macht gekommen sind? Globalisierung, Kapitalismus oder die Moderne könnten vielleicht das Warum erklären, nicht aber das Warum jetzt? Umgekehrt werde ein Schuh draus, glaubt Case. Die Populisten verbindet die gemeinsame politische Strategie, die es erforderlich mache, die Geschichte umzudeuten: "Um zu erklären, was er mit illiberaler Demokratie meine, sagte Orbán: 'Illiberale Demokratie ist, wenn die Liberalen nicht gewinnen.' In seiner Ansprache zum Ende des Jahres 2006 bemerkte er genüsslich, dass alle, die dachten, die liberale Weltordnung sei unveränderbar', dass sich die Annahme, 'die Nationen sind am am Ende und können mit ihren Anhängern ins Museum wandern', als falsch erwiesen habe. Die Geschichte sei 1989 nicht an ihr Ende gelangt, schloss er, 'sie hat eine scharfe Wendung genommen, brach durch durch die sorgsam konstruierten Absperrungen und verließ den Pfad, der für sie vorgesehen war.' 1989 funktioniert nur als die Stunde Null des Liberalismus, die Ereignisse, die Francis Fukuyamas 'Ende der Geschichte' beflügelten. Wenn Orbán vorhatte, den Liberalismus zu unterminieren, dann musste er 1989 entsorgen."

Magazinrundschau vom 12.03.2019 - Eurozine

Agata Araszkiewicz und Agata Czarnacka blicken in einem aus Esprit übernommen Text auf die Situation der Frauen in Polen, die sich nicht erst unter der nationalkonservativen PiS-Regierung gravierend verschlechtert hat: "Tatsächlich sind die politischen Auseinandersetzungen um Frauenrechte das wichtigste Merkmal der polnischen Transformation. Die Transformation - in Bezug auf individuelle Rechte und bürgerliche Freiheiten, vor allem über den eigenen Körper - basierte in der Hauptsache auf zwei Entscheidungen: Die Religion in die Schule zurückzubringen und Abtreibungen zu verbieten, die in den 42 Jahren der Volksrepublik von 1947 bis 1989 voll zugänglich war. Die Frauenrechte auf dem Altar eines Nichtangriffspakts mit der Kirche zu opfern, die ein wichtiger sozialer Akteur im Kampf für Demokratie unter dem Kommunismus war, wurde zu einem Wesenszug der polnischen Modernisierung. Wie schon die Kulturtheoretiker Jan Sowa und Przemysław Czapliński schrieben, wird die Modernisierung häufig als infrastrukturelle oder technologische Verbesserung verstanden, ohne von einem fortschrittlichen Verständnis der Menschenrechte begleitet zu sein (vor allem nicht der Rechte von Frauen und Minderheiten). Die Freiheit des Einzelnen verkümmert - moralisch und exitenziell."

Außerdem: Man könnte zwar glatt glauben, dass viele Russen, Ungarn und Polen gerade ganz verrückt nach Abschottung in jeder Richtung sind, doch Julia Sonnevend meint, dass jedem Osteuropäer eine Art postsowjetische Angst vor Grenzen und Autoritäten in die DNS geschrieben sei.
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Magazinrundschau vom 26.02.2019 - Eurozine

In einem aus der albanischen Zeitschrift Symbol übernommenen Interview mit Ag Apolloni spricht der spanische Schriftsteller Javier Cercas über seine Romane ohne Fiktion, die Dämonen der Geschichte und wie die spanische Literatur eine lateinamerikanische wurde: "Spanien hat keine substanzielle Romantradition - verglichen mit der englischen oder der französischen -, wir haben Cervantes, der nahezu ein Wunder war, nicht nur weil er den modernen Roman mehr oder weniger aus dem Nichts schuf, sondern auch weil er ihn praktisch ausschöpfte, wir finden im 'Don Quixote' in embryonischer Form alle oder fast alle zukunftigen Möglichkeiten der Gattung ... Zum Glück ist meine Tradition nicht Spanien, sondern, neben dem Universalen natürlich, das Spanische. Das heißt, dass der Argentinier Borges zu meiner Tradition gehört, der Mexikaner Rulfo und der Kolumbianer Garcia Márquez, denn sie alle schreiben in meiner Sprache. Ich halte mich für daher für ziemlich privilegiert, die narrative Tradition des Spanischen ist durch die lateinamerikanischen Erzähler im zwanzigsten Jahrhundert unermesslich bereichert worden. Tatsächlich haben ja erst diese großen Schriftsteller - angefangen bei Borges, der für mich der größte überhaupt ist - das spanische Erzählen so herausragend gemacht haben wie es zuvor nur unter Cervantes war." Cercas sagt auch, dass die "Garantie für das Überleben des Romans in seiner eigenen Natur liegt, einer Natur, die endlos frei, formbar, anpassungsfähig ist, was bedeutet, dass sich der Roman kontinuierlich verändern kann, während er gleichzeitig von anderen Formen genährt wird. In der Tat kann man die Geschichte des Romans so lesen: Mit Balzac assimilierte er die Geschichte, mit Flaubert die Poesie, mit den großen deutschen Schriftstellern der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts den Essay, und in letzter Zeit scheint es, als wolle er den Journalismus assimilieren, usw. Das ist der Roman: ein allesfressendes, mutierendes Monster, das sich verändert, wenn es andere Genres assimiliert, und seine eigenen Grenzen erweitert. Man sagte mir, meine Romane hätten etwas von Chroniken, von Philosophie, von Geschichte, von Biographie, von Autobiographie, und das ist alles wahr, aber es liegt eben daran, dass der Roman von sich aus das Miteinander der Genres zulässt, die sich dann gegenseitig nähren."

Magazinrundschau vom 19.02.2019 - Eurozine

Eurozine bringt eine geraffte Version der Democracy Lecture, die Richard Sennett für die Blätter für deutsche und internationale Politik gehalten hat. Sennetts Vortrag war ein großes Plädoyer für die offene Stadt und gegen geschlossene Systeme, für Komplexität und gegen Klarheit, für Inklusion und gegen Schönheit. Vor allem huldigt er einer Stadt, in der Menschen anders sein können, nicht im "netten liberalen Sinne" anders, sondern richtig, verstörend anders: "Das Geschlossene zeigt sich heute vor allem darin, dass Menschen nicht mehr glauben, mit Komplexität klarzukommen, mit Unterschieden, mit Menschen, die man nicht mag, und Situationen, die man nicht kennt. Diese Unfähigkeit, mit Abweichungen klarzukommen kommt einer kapitalistischen Ökonomie zugute, die davon profitiert, dass die Leute nur noch wollen, was bequem und gewohnt ist. Ich will gar nicht über Facebook sprechen, aber es ist offensichtlich, dass Facebook ein System der Geschlossenheit ist, mit seiner davon profitierenden Vampir-Technologie. Städte können für Menschen eine Schule sein, sich kompetenter zu fühlen. Gerade wegen ihrer Komplexität ermöglichen Städte den Menschen, die in ihnen leben, sich kompetenter zu fühlen, klarzukommen, nicht gleich die Fassung zu verlieren, wenn man einen Schwarzen, einen Flüchtling auf der Straße sieht. Ein Großteil unserer politischen Probleme resultiert aus diesem Zusammenwirken von einem ersehnten Rückzug und einer Ökonomie, die aus der Personalisierung Kapital schlägt, aus der Bequemlichkeit, aus der leichten Bedienbarkeit. Nutzerfreundlichkeit ist eine schreckliche, wirklich schreckliche Idee. Nutzerfreundlichkeit bedeutet, dass man keine Stimulation bekommt. Eine Stadt sollte nicht benutzerfreundlich sein. Sie sollte in Ort sein, an dem man lernt, mit schwierigen Situationen und mit anderen Menschen umzugehen - das macht sie offen."

Magazinrundschau vom 29.01.2019 - Eurozine

Open Democray setzt seine Recherchen in Sachen Brexit-Finanzierung fort. Einer der wichtigsten Geldgeber von Nigel Farrages Leave.EU-Kampagne war Arron Banks, der mit seinen Geldern in den britischen Steueroasen großes Interesse daran hat, der ach so regelungswütigen EU zu entkommen. Aber auch die Vote.Leave-Kampagne der Regierung hatte recht undurchsichtige Geldquellen, wie Adam Ramsay berichtet. Einer führt über die nordirische DUP und den recht schillernden Vizevorsitzenden der schottischen Konservativen, Richard Cook: "Wir fanden heraus, dass Richard Cook 2013 eine Firma mit Nawwaf bin Abdulaziz al Saud gegründet hatte, dem früheren Chef des saudi-arabischen Geheimdienstes, und einem Mann namens Peter Haestrup, der zugab, 1995 Hunderte von Kalaschnikows an Hindu-Terroristen nach Westbengalen geliefert zu haben - auch wenn er auf Verbindungen zum Geheimdienst hindeutet und meinem Kollegen Peter Geoghegan gegenüber erklärte, dass er 'diesmal auf der richtigen Seite' stehe. Wir wissen, dass Cook, während er angeblich im Recycling-Geschäft war, von den britischen Behörden die illegale Verschiebung von 250 Tonnen alter Autoreifen vorgeworfen wurde, die mit falschen Papieren versehen und einfach in Indien abgeladen worden waren. Wir wissen, dass er vor einem kalifornischen Gericht stand, weil er wegen offener Rechnungen in Höhe von 1,5 Millionen Dollar gegenüber einer internationalen Transportfirma vor Gericht stand. Wir wissen, dass eine seiner Firmen, die Konkurs ging und den britischen Steuerbehörden 150.000 Pfund schuldig blieb, auf einer Bank in Kambodscha fünf Millionen in Gold hortet. Und da die BBC unsere Recherchen aufgegriffen hat, wissen wir jetzt auch, dass die Hunderte Tonnen ukrainischer Eisenbahnschienen nie existiert haben, die er zusammen mit einem überführten deutschen Betrüger recycelt haben will. Die Wahlkommission sollte eigentlich wissen, woher das Bargeld der DUP kommt und behauptet, dies auch zu tun, aber nicht preisgeben zu dürfen. Doch jüngste Dokumente lassen daran Zweifel aufkommen. Ihre Nachforschungen scheinen sich darauf beschränkt zu haben, Richard Cook zu fragen, woher er das Geld hat und ihm seine Antworten zu glauben."
Stichwörter: Brexit-Kampagnen, Brexit

Magazinrundschau vom 18.12.2018 - Eurozine

Andrej Soldatow ist ein investigativer russischer Journalist, Mitbegründer des Blogs Agentura.ru, das sich mit russischen Geheimdiensten befasst. Er erzählt in einem Originalbeitrag für Eurozine die Geschichte des Internets in Russland seit den frühen Neunzigern, die auch eine Geschichte des Missbrauchs des Internets ist. Seine These ist, dass das frühe Internet bessere Empfehlungsmechanismen über Vertrauen hatte, während es im Zeitalter der sozialen Medien nur noch über die Menge der "Shares" läuft. Auch der Privilegierung seriöser Medien, die Facebook gegen Fake News einzusetzen behauptet, traut er nicht: "Das Konzept des öffentlichen Vertrauens ist so stark beschädigt, dass solche Versuche auch nichts mehr verändern. Wer würde denn heute Facebook noch glauben, dass es hinreichend ehrlich, intelligent und transparent ist, um Medien richtig zu hierarchisieren? Und warum sollte man die Entscheidung über die Hierarchisierung Facebook überlassen? Noch wichtiger ist aber die Feststellung, dass diese Methode keine Antwort auf die Frage bietet, was zu tun ist, wenn Millionen Menschen Fake News oder Beleidigungen weiterleiten. Die Vox Populi kann nicht ignoriert oder verboten werden, auch nicht ihr hässlicher Teil. Und in der schönen neuen Welt kann sie auch rein technisch nicht aus dem Internet entfernt werden."

Magazinrundschau vom 04.12.2018 - Eurozine

Der in Prag lehrende Politologe Mark Galeotti untersucht (ursprünglich für die bulgarische Zeitschrift Critique & Humanism) die Art der russischen Einflussnahme, die alle westlichen Länder in den letzten Jahren heimgesucht hat und macht - auch unter Zitierung russischer Militärzeitschriften - klar, dass die Russen diese Einflussnahme als "Krieg" verstehen. Es kommt in Putins Doktrin auf die politische Wirkungen an, nicht auf die Mittel, so Galeotti. Aber er weiß auch eine Abwehr: "In vielerlei Hinsicht ist die beste Abschreckung gegen die Form des 'politischen Krieges' nicht so sehr eine direkte Reaktion - obwohl sie zweifellos ihren Platz haben kann -, sondern die Schaffung eines ausreichenden gesellschaftlichen Widerstands, so dass die Subversion wahrscheinlich scheitern wird. Der Kreml ist pragmatisch, und er wird keine politischen und wirtschaftlichen Ressourcen für unrealistische Operationen verschwenden, die zu peinlichem Scheitern verurteilt sind. Wenn das Schlachtfeld also im Bereich des guten Funktionierens von Regierung und Gesellschaft, der Governance, liegt, dann werden sich die Waffen und Maßnahmen erheblich von üblicher Kriegsführung unterscheiden: Entscheidend sind effektive Abwehrdienste, angemessene Aufsicht über den Geldfluss und ernsthafte Kontrolle der Korruption im eigenen Land, Medienbewusstsein für eine neue Generation von Bürgern, um sie weniger anfällig für Manipulationen aus welcher Quelle auch immer zu machen, und vor allem Bemühungen, die Wirksamkeit und damit Legitimität bestehender politischer Strukturen zu erhöhen."

Magazinrundschau vom 27.11.2018 - Eurozine

Die belgische Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe, großer Fan politischer Leidenschaften, erklärt in Critique and Humanism, warum sie mehr Populismus in der Politik will, mehr Affekte und echte Gegnerschaft: "In progressiver Form stellt der Populismus nicht eine Perversion der Demokratie dar, sondern das beste Mittel zu ihrer Verteidigung. Das größte Hindernis für eine populistische Politik ist jedoch, dass die meisten linken Parteien nicht verstehen, welche Rolle allgemeine Affekte für politische Identitäten spielen und welche Bedeutung Leidenschaften haben, um sie in eine demokratische Richtung zu bewegen. Sie stehen unter dem Einfluss der dominierenden Strömung in der politischen Theorie, derzufolge Leidenschaften aus demokratischer Politik herausgehalten werden und Politik sich auf rationale Argumente und wohlüberlegte Prozeduren beschränken sollte. Vor allem hieraus entspringt die Feindschaft der Liberaldemokraten gegenüber dem Populismus, aber darum sind sie auch unfähig, auf den Rechtspopulismus zu reagieren. Dessen Bewegungen wissen, dass Politik immer in verschiedene Lager trennt und dass sie die Schaffung eines Wir/Sie-Gegenübers braucht. Sie wissen, dass man die Affekte mobilisieren muss, um kollektive politische Identitäten zu konstruieren."

Weiteres: In New Eastern Europe wirft Agnieszka Pikulicka-Wilczewska einen Blick auf das Bitocoin-Geschäft in Russland.

Magazinrundschau vom 30.10.2018 - Eurozine

Eurozine übernimmt aus Osteuropa einen Artikel, in dem die Soziologin Marta Bucholc und der Jurist Maciej Komornik noch einmal Punkt für Punkt die polnische Justizreform diskutieren, die Argumente der polnischen Regierung berücksichtigen und mit anderen Ländern vergleichen. Und obwohl sie zugeben, dass die polnische Justiz zu Recht als dysfunktional eingestuft wird, ziehen sie am Ende ein erwartungsgemäß verheerendes Fazit: "Die PiS sieht im Pluralismus ein Problem. Wo immer möglich, zielt sie darauf, Diversität auszulöschen. Pluralismus in Poland war der Verfassung von 1997 eingeschrieben, die ihren Ursprung nach auf den Geist des Rundes Tischs von 1989 zurückgeht. Anders als Fidesz in Ungarn hat die PiS die Verfassung nicht durch eine andere ersetzt. Aber sie versucht, sie als 'reinen, erstarrten Postkommunismus' zu diskreditieren und am Ende aufzuheben. Die PiS will mit der Justizreform die letzten Überreste von Postkommunismus tilgen. Sie ist ein Schlüsselelement in der Ideologie des 'Wandel zum Besseren', bei dem es vor allem darum geht, den Staat von seinen angeblichen Feinden zu säubern, Schlüsselpositionen im Staatsapparat mit den eigenen Leuten zu besetzen und den institutionellen Pluralismus auszuradieren, der einer Gewaltenteilung innewohnt."

Osteuropa selbst bringt in seinem Sonderheft zu Georgien einen sehr instruktiven Artikel des Philosophen Giga Zedania über Georgien als autokratische Demokratie, die Konkurrenz zweier Eliten und die Gleichzeitigkeit von Moderne und mittelterlichen Traditionen.