
"Es ist sinnlos, auf unerreichbare Ziele zu setzen",
sagt der dänische Politologe und Statistiker
Bjorn Lomborg, der mit einem Team von Ökonomen der Meinung ist, dass die Summen, die für die Eindämmung des
Klimawandels ausgegeben werden, besser für Forschung, Entwicklung und kosteneffektive Wohltätigkeit aufgewendet werden sollten. Auf die Frage, ob Ökonomen eine bessere Lösung für den Klimawandel haben, als Umweltforscher, antwortet Lomborg im Interview mit Norbert Izsak: "Ökonomen braucht man, um die Kosten und die Effizienz der einzelnen Programme zu berechnen. Wir behaupten lediglich, dass es billigere und
praktischere Methoden gibt als die traditionellen Methoden der CO2-Reduzierung. Unser Vorschlag ist, dass die internationale Gemeinschaft 0,005 Prozent des globalen GDP für die Entwicklung von alternativen Energiequellen bereitstellen sollte. Heute ist
Sonnenenergie etwa zehnmal so teuer wie kohlebasierte Energie. Einige reiche, umweltbewusste Menschen schmücken ihre Dächer mit Solarbatterien, was aber den Klimawandel kaum stoppen kann. Werden jedoch effektivere, billigere Solarkollektoren entwickelt, die sich auch
Indien und
China leisten können, könnten wir vielleicht das Problem des Klimawandels bis 2050 gelöst haben."