Unter der Überschrift "Chomsky wagt sich erneut in den
Sumpf der Holocaust-Leugner"
berichtet das Online-Magazin über einen offenen Brief des linken amerikanischen
Linguisten Noam Chomsky, in dem dieser eine Petition zur Freilassung des französischen Ingenieurs
Vincent Reynouard unterstützt, der wegen Leugnung der Existenz der Gaskammern im Gefängnis sitzt. 1979 hatte Chomsky in derselben Sache bereits den französischen Literaturwissenschaftler
Robert Faurisson verteidigt, seine Argumentation ist dabei heute die gleiche wie damals: Auch Holocaust-Leugner hätten ein
Recht auf freie Meinungsäußerung. Im Gegensatz zu den USA, wo man diesbezüglich keinerlei gesetzliche Einschränkungen kennt, gilt in Frankreich seit 1990 die "
loi Gayssot", ein Gesetz, das neben der Leugnung von Völkermorden auch rassistische, antisemitische und fremdenfeindliche Äußerungen ahndet. Chomsky schreibt: "Ich habe erfahren, dass Vincent Reynouard auf Grundlage der loi Gayssot
verurteilt und inhaftiert wurde und dass eine Petition gegen diese Maßnahmen zirkuliert. Ich weiß nichts über Monsieur Reyounard, aber ich halte dieses Gesetz für
absolut unrechtmäßig und für einen Widerspruch zu den Prinzipien einer freien Gesellschaft, wie sie seit der Aufklärung verstanden werden. Dieses Gesetz hat zur Folge, dem Staat das
Bestimmungsrecht über die historische Wahrheit einzuräumen und jene zu bestrafen, die sich seinen Verordnungen widersetzen. Das ist ein Prinzip, das an die finstersten Zeiten von Stalinismus und Nazismus erinnert."