Das Altpapier(
ev) - am heutigen Freitag
MedienausleseLügenstatistiken, Republik-Rekord, CSU-Bot(
6v9) - von Lorenz Meyer
1. Manipulierte Statistiken entlarven (faktenfinder)
2. Journalistisches Crowdfunding (republik)
3. Schlechtes von gestern (sz)
4. Alles schick (taz)
5. Öffentlich-Rechtlichen & das Internet (boell)
6. CSU-Bot gechattet (motherboard)
EFU-Kulturrundschau
Als quasi-kommunistische Endzeit-Kommune
29.04.2017. Die
SZ fühlt den Pistolenlauf im Mund, wenn
Oliver Frljić im Münchner Marstall sehr unhipp eine
Revolution anzettelt. Der
Freitag erlebt mit
Jim Jarmuschs Film "Gimme Danger"
Iggy Pops hedonistische Selbstdemontage. Im
Filmdienst erklärt Regisseurin
Angela Schanelec: "Ich mache meine Filme, um nicht sprechen zu müssen." Und auch die
Welt übt jetzt mit den Schülern der Becher-Klasse den
frontalen Blick.
Überschuss an Schönheit
28.04.2017. - Die
Welt besucht den neuen Konzertsaal im
Dresdner Kulturpalast, die
NZZ besichtigt das Konzerthaus
La Seine Musicale in Boulogne-Billancourt. Nach wie vor hin und weg sind die Filmkritiker von
Angela Schanelecs "Der traumhafte Weg".
Le Monde fragt sich, was
Netflix-Produktionen auf einem Filmfestival wie Cannes zu suchen haben.
Computerspielemusik wird immer komplexer, berichtet die
SZ. Außerdem schreibt sie einen Nachruf auf
Joe Ouakam, Afrikas ersten modernen Künstler.
9Punkt - DebattenrundschauDie tägliche Revolution29.04.2017. Facebook gibt zu, im US-Wahlkampf von Russland für
Manipulationen und Meinungsmache missbraucht worden zu sein, berichtet
Zeit Online. Beim Thema Europa kommen
Emmanuel Macron und
Michel Houellebecq in der
Welt auf keinen grünen Zweig. Cora Stephan erinnert in der
NZZ daran, dass auch in Zeiten von Diversität die "
Normalos" die Mehrheit stellen. Die Novelle des
Wissenschaftsurheberrechts tritt Autorenrechte mit Füßen, schreiben der Germanist Roland Reuß und der Jurist Volker Rieble in der
FAZ. Und die
taz beschreibt, wie sich in
Israel das Klima für politische Aktivisten und oppositionelle Meinungen verschärft.
Auf ausdrücklichen Wunsch christlicher Kreise28.04.2017. Die
französischen Wahlen belegen, dass der
Links-Rechts-Gegensatz in der Politik ausgedient hat, meint der Politologe
Gérard Grunberg in huffpo.fr. Die taz erzählt, wie
Thomas Ostermeier in seiner Schaubühne das Wort entzogen wurde. Die FAZ schlägt vor, dass
alle Männer für einen Tag
Kopftuch tragen sollten - aus Solidarität mit Frauen, die zur Verhüllung gezwungen werden. Der österreichische Bundespräsident
Alexander Van der Bellen wird sicher mit gutem Beispiel voran gehen.
Presseschau vom 28. April 2017, 07:05 Uhr
(
dlf) - Ein US-Präsident, der nun fast 100 Tage im Amt überstanden hat, und ein SPD-Kanzlerkandidat, der sich eine Rüge des Europäischen Parlaments eingehandelt hat - das sind die Themen der Kommentare. Die Zeitungen befassen sich außerdem mit der Festnahme eines Bundeswehroffiziers, der einen Anschlag geplant haben soll.
... und die Feuilletons(
dra) - durchgeblättert
Titelblätter des Tages - u. a.
Weitere Kulturnachrichten
(
wdr) + (
dra) für den 28. April 2017
13./14. 06.Buchtage Berlin
(
bb) - Deutsch-französischer Austausch über Werte, Wandel, Verantwortung
Der Jahreskongress der Buchbranche setzt diesmal einen Frankreich-Schwerpunkt, passend zum Gastland der Frankfurter Buchmesse. Und Bundesjustizminister Heiko Maas wird bei der Hauptversammlung des Börsenvereins sprechen.
Interview mit Hanser-Verleger Jo Lendle"Da stand kurz das Tor zur Hölle offen"(
bb) - Preisschwellen überschreiten, den Absatz der Bücher stabil halten, bei Auktionen keine unkalkulierbaren Risiken eingehen, dem Buchhandel viel zutrauen - Hanser-Verleger Jo Lendle über Pläne und Taten.
Alles schickNeues "SZ"-Familienmagazin(
taz) - Die "Süddeutsche Zeitung" macht ein Heft für Eltern und Kinder. Das muss man sich leisten können. Und es transportiert ein exklusives Familienbild.
+ Bücherschau
Garantiert ohne Pathos 6 Esoterik
29.04.2017. Einfach mitreißend findet die
SZ Rachel Kushners Roman "Telex aus Kuba", der mit ethnologischem Blick aus dem
vorrevolutionären Havanna erzählt. Der
FAZ gefällt, wie in
Gerhard Henschels Roman "Arbeiterroman" immer wieder die
schmutzige Wirklichkeit hereinbricht. Glücklich macht
Klaus Böldl die
FR mit seinem Roman "Der Atem der Vögel". "Schön experimentell findet die
taz Hendrik Otrembas Road Novel "Über uns der Schaum". Und die
Welt findet bei
Gerhard Staguhn Abhilfe gegen den "Penis-Komplex".
Für fortgeschrittene Leser28.04.2017. Als herausforderndes Wortkunstwerk empfiehlt die
NZZ Olga Slawnikowas düstere Zukunftsvision "2017". Die
FAZ lässt sich von
Michael Köhler in "Recht und Gerechtigkeit", von
Christian Felber in "Ethischem Welthandel" unterweisen. Der Fotoband "The North Koreans" verschafft der
SZ aufregende Einblicke in den
nordkoreanischen Alltag. Und die
FR liest
Christian Bommarius' Geschichte des "Fürstentrusts" als spannenden Wirtschaftskrimi.
Nahe zu sachlich
27.04.2017. - Die
SZ bewundert
Philipp Schönthalers zwischen Literatur und Essayismus balancierende Erzählungen. Die
Zeit verliert sich in Helen Macdonalds Biografie eines
fliegenden Räubers. Großes Lob geht auch an
Christine Wunnickes hintersinnigen Roman "Katie", der die
esoterische Gespenstergläubigkeit im London des 19. Jahrhunderts aufspießt, und an die Bände 6,7 und 8 von
Anthony Powells Romanzyklus "Ein Tanz zur Musik der Zeit" über die britische
Upperclass kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.
+ Literatur im Hörfunk
Ein rundum trostloser SommerAlina Herbing: "Niemand ist bei den Kälbern"(
dlfk) - Die Ich-Erzählerin ist Mitte zwanzig, lebt in Mecklenburg-Vorpommern und will nur eines: weg. Alina Herbings Roman "Niemand ist bei den Kälbern" erzählt vom Leben fernab jeglicher Landlust-Idylle. Ein überzeugendes Debüt, findet unsere Kritikerin.
"Wörterbuch der Unruhe"Coolness als "Alltagswaffe"(
dlfk) - Philosoph Ralf Konersmann im Gespräch mit Dieter Kassel - Unruhe kennt wohl jeder. Doch wie facettenreich dieses Lebensgefühl tatsächlich ist, hat der Philosoph Ralf Konersmann untersucht, in seinen "Wörterbuch der Unruhe". Ein Eintrag darin: Coolness
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Dave Levitans "Not a scientist"
Wie Politiker die Wissenschaft diskreditieren(
dlfk) - "Not a scientist" heißt das Buch, mit dem der
US-Wissenschaftsjournalist Dave Levitan für Furore sorgt. Er beklagt, dass Politiker immer mehr in die Forschungshoheit der Hochschulen eingreifen und wissenschaftliche Resultate lächerlich machen.
- mehr zum Buch hier
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Kulturnews
(
dra-audio) - 28. April 2017