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Kolonialismus

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3 Bücher von insgesamt 187

Michael Rothberg: Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung

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Metropol Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783863315580, Kartoniert, 404 Seiten, 26.00 EUR
[…] Amerikanischen von Max Henninger. Michael Rothberg zeichnet eine erinnerungskulturelle Tradition von der Nachkriegszeit bis ins 21. Jahrhundert nach, die von wechselseitigen Bezugnahmen…

Ursula Schulz-Döring / Martin Zimmermann: Die Teilung der Welt. Zeugnisse der Kolonialgeschichte

Cover
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783803136978, Kartoniert, 160 Seiten, 28.00 EUR
[…] Mit Abbildungen. In einer eindrucksvollen Serie hat Ursula Schulz-Dornburg das monumentale Archiv der spanischen Kolonialmacht in Sevilla dokumentiert  - Bilder, die ahnen lassen, was…

Sarah Lentz: "Wer helfen kann, der helfe!". Deutsche SklavereigegnerInnen und die atlantische Abolitionsbewegung, 1780-1860

Cover
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2020
ISBN 9783525360996, Gebunden, 456 Seiten, 85.00 EUR
[…] Die geschichtswissenschaftliche Studie weist nach, dass sich deutsche AktivistInnen zwischen dem Ende des 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend mit AbolitionistInnen im atlantischen…
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3 Artikel von insgesamt 49

Ein Weltreich am Ende

Im Kino 05.11.2020 […] bereits beantwortet: Das Imperium erfindet neue Feinde, foltert und vernichtet sie. Es kann kaum als Überraschung gelten, dass Ciro Guerra, als Filmemacher, dessen gesamte Filmografie sich dem Kolonialismus und dem Überlebenskampf indigener Völker widmet, J. M. Coetzees Roman "Warten auf die Barbaren" adaptiert. Erstaunlich erscheint eher, dass der 80-jährige Literaturnobelpreisträger selbst das Drehbuch […] symbolischen Elemente des Romans direkt an Bilder gebunden werden. Die nicht heilenden Wunden der indigenen Bevölkerung etwa, die nicht nur emblematisch für die Geschichte von Imperialismus und Kolonialismus stehen, sondern von Guerra auch zum unmittelbaren ästhetischen Ausdruck benutzt werden: als Spuren auf den Körpern der Opfer, als Knochenbrüche, als Schnitt- und Brandwunden. Den grausamen Höhepunkt […] Von Ekkehard Knörer, Karsten Munt

Brühwürfelchen der feinen Art

Bücherbrief 05.09.2016 […] Unterwerfung der Welt Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415-2015 C.H. Beck Verlag, München 2016, 1648 Seiten, 58 Euro (Bestellen) Wolfgang Reinhards monumentale Geschichte des europäischen Kolonialismus, die jetzt noch einmal neu bearbeitet erschienen ist, dürfte auf Jahre ein schwer einzuholendes Standardwerk sein, glaubt taz-Kritiker Michael Brumlik. Von den frühen Anfängen der europäischen Expansion […] begrüßt Andreas Eckert die Berücksichtung aktueller Forschungen und die zwar gelegentlich "hemdsärmeligen", aber doch gut zugänglichen Reflexionen des Autors, auch wenn ihm die Rückwirkung des Kolonialismus auf Europa selbst zu kurz kommt. Michael Brumnik zeigt sich in der taz ein wenig irritiert, dass der Historiker die vom Deutschen Reich 1903 in Südwestafrika verübten genozidalen Verbrechen nur […]

Die vertauschten Opfer

Essay 23.02.2015 […] Kolonialreich aufrechterhält, was auch immer er sich für - in seinen Augen unbedeutende - Verfehlungen zu schulden kommen lasse, darunter Sklaverei und Polygamie. Da der Islam der beste Verbündete des Kolonialismus sei, müsse man die Gläubigen vor dem unheilvollen Einfluss moderner Ideen schützen und ihre Art zu leben wie auch ihre Überzeugen respektieren. Ein anderer Kolonialbeamter, der in Dakar lebende […] Form der rassistischen Diskriminierung und der Apartheid zu verurteilen. Doppelter Ehrgeiz also: Zunächst den Westen zum Schweigen bringen, der sich dreier Hauptsünden schuldig gemacht hat: des Kolonialismus, der Laizität und der Gleichheit von Mann und Frau. Vor allem aber ein Werkzeug schmieden, um die liberalen Muslime im Innern unter Kontrolle zu bringen, die es wagen, ihren Glauben zu kritisieren […] Der Philosoph Enzo Traverso erklärte, dass "die Islamophobie für den neuen Rassismus die Rolle spielt, die einst dem Antisemitismus zukam": die Ablehnung des Einwanderers, der seit der Zeit des Kolonialismus als der Andere wahrgenommen wird, als Eindringling und Fremdkörper, der sich nicht in die nationale Gemeinschaft fügt - und das Gespenst des Terrorismus ersetzt das des jüdischen Bolschewismus. […] Von Pascal Bruckner
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