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Kolonialismus

Insgesamt 461 Einträge in 3 Kategorien

3 Bücher von insgesamt 166

H. Glenn Penny: Im Schatten Humboldts. Eine tragische Geschichte der deutschen Ethnologie

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C.H. Beck Verlag, München 2019
ISBN 9783406741289, Gebunden, 287 Seiten, 26.95 EUR
[…] Aus dem Amerikanischen von Martin Richter. Mit 37 Abbildungen. Von den hohen Idealen Alexander von Humboldts bis zum erbitterten Streit um das Humboldt Forum führt ein langer und verschlungener…

Leo Schelbert: Von der Schweiz anderswo. Historische Skizze der globalen Präsenz einer Nation

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Limmat Verlag, Zürich 2019
ISBN 9783857918780, Gebunden, 320 Seiten, 40.00 EUR
[…] Mit 30 Statistiken. Nationen waren nie abgeschlossene Gebilde, vielmehr sind sie schon immer mit der Welt verflochten. Anhand von Hunderten von Schweizerinnen und Schweizern zeigt Leo…

Marianne Bechhaus-Gerst (Hg.) / Joachim Zeller (Hg.): Deutschland postkolonial?. Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit

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Metropol Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783863313937, Kartoniert, 579 Seiten, 29.00 EUR
[…] Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden…
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3 Presseschau-Absätze von insgesamt 247

9punkt 19.08.2019 […] Der Kolonialismus brauchte Diskurse, die die europäische Expansion rechtfertigte und besonders die vermentliche Überlegenheit der Europäer über die vorgefundenen Bevölkerungen erklärte, und ausgerechnet die Aufklärung lieferte diese Diskurse, schreibt der Historiker Christian Geulen in einem online nachgereichten Essay für die Zeit: "Ja, auch die Bewohner außereuropäischer Länder waren Menschen, aber […] erst noch zivilisiert werden mussten, um wahrhaft Teil des europäischen Konzepts von Menschheit zu sein. Dies war eines der überzeugendsten Narrative, um in den folgenden 150 Jahren den imperialen Kolonialismus zu rechtfertigen." Die Petersburger Schriftstellerin Elena Chizhova hat im Mai in der NZZ Stalin für die Hunderttausenden Toten der Belagerung Leningrads mitverantwortlich gemacht (unser Resümee) […]
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3 Artikel von insgesamt 48

Brühwürfelchen der feinen Art

Bücherbrief 05.09.2016 […] Unterwerfung der Welt Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415-2015 C.H. Beck Verlag, München 2016, 1648 Seiten, 58 Euro (Bestellen) Wolfgang Reinhards monumentale Geschichte des europäischen Kolonialismus, die jetzt noch einmal neu bearbeitet erschienen ist, dürfte auf Jahre ein schwer einzuholendes Standardwerk sein, glaubt taz-Kritiker Michael Brumlik. Von den frühen Anfängen der europäischen Expansion […] begrüßt Andreas Eckert die Berücksichtung aktueller Forschungen und die zwar gelegentlich "hemdsärmeligen", aber doch gut zugänglichen Reflexionen des Autors, auch wenn ihm die Rückwirkung des Kolonialismus auf Europa selbst zu kurz kommt. Michael Brumnik zeigt sich in der taz ein wenig irritiert, dass der Historiker die vom Deutschen Reich 1903 in Südwestafrika verübten genozidalen Verbrechen nur […]

Die vertauschten Opfer

Essay 23.02.2015 […] Kolonialreich aufrechterhält, was auch immer er sich für - in seinen Augen unbedeutende - Verfehlungen zu schulden kommen lasse, darunter Sklaverei und Polygamie. Da der Islam der beste Verbündete des Kolonialismus sei, müsse man die Gläubigen vor dem unheilvollen Einfluss moderner Ideen schützen und ihre Art zu leben wie auch ihre Überzeugen respektieren. Ein anderer Kolonialbeamter, der in Dakar lebende […] Form der rassistischen Diskriminierung und der Apartheid zu verurteilen. Doppelter Ehrgeiz also: Zunächst den Westen zum Schweigen bringen, der sich dreier Hauptsünden schuldig gemacht hat: des Kolonialismus, der Laizität und der Gleichheit von Mann und Frau. Vor allem aber ein Werkzeug schmieden, um die liberalen Muslime im Innern unter Kontrolle zu bringen, die es wagen, ihren Glauben zu kritisieren […] Der Philosoph Enzo Traverso erklärte, dass "die Islamophobie für den neuen Rassismus die Rolle spielt, die einst dem Antisemitismus zukam": die Ablehnung des Einwanderers, der seit der Zeit des Kolonialismus als der Andere wahrgenommen wird, als Eindringling und Fremdkörper, der sich nicht in die nationale Gemeinschaft fügt - und das Gespenst des Terrorismus ersetzt das des jüdischen Bolschewismus. […] Von Pascal Bruckner
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