Juli Zeh antwortet in der
FAZ auf
Martin Schulz, der vor einem digitalen Totalitarismus
gewarnt hatte, und wendet sich noch einmal gegen die allgemeine Laxheit beim Thema Überwachung. Folgendes Aperçu: "'Ich habe nichts zu verbergen' ist ein Synonym für 'Ich tue, was man
von mir verlangt' und damit eine Bankrotterklärung an die Idee des selbstbestimmten Individuums." Nicht nett ist sie zu Twitter: "Ein
amerikanischer Privatkonzern wie Twitter kann kein neues Organ der Demokratie sein."
Auf
Spiegel Online informiert Ole Reißmann, dass heute der große Tag gegen Internet-Überwachung ist.
In Deutschland versucht man unterdessen den
Kommunikationsweg E-Mail zu verstehen. Alle Kulturjournalisten der Republik wurden mit einer
Flut von Mails belämmert, weil der
Sonderzahl Verlag eine Sammelmail falsch adressiert hatte. Man durfte Hunderte Antworten von Kollegen lesen (und deren Adressen sammeln, wenn man scharf darauf war). Sebastian Leber
resümiert im
Tagesspiegel: "Eine Redakteurin vom Schweizer
Tages-Anzeiger verschickt eine leere Mail. Diese aber
gleich drei Mal. Ein Redakteur des
Tagesspiegels lässt sich zu einem Kraftausdruck hinreißen und appelliert an seine Kollegen: 'Dieser Quatsch hört nur auf, wenn jeder das Antworten unterlässt! Keine Beschwerden, keine Bestellungen, keine Antworten...
Einfach: nicht antworten, an niemanden. Dann ist sofort Ruhe'. Die Frau vom
Tages-Anzeiger verschickt zwei weitere leere Mails."