
Kam zu spät für unsere gestrige
Magazinrundschau: Der
Atlantic stellt die interessante Frage "Warum ist das
Silicon Valley so grässlich zu den Frauen?" Das optimistische Resümee von Liza Mundys
Artikel: Das kann alles mit einem guten Diversity-Training bewältigt werden, und selbstverständlich geht
Google voran. Aber in dem Artikel gibt es auch einen interessanten historischen Aspekt: "Als sich das Silicon Valley nach dem Krieg entwickelte wurde das Programmieren von Software als Routine und unglamourös angesehen, irgendwie eine
Sekretärinnentätigkeit, und darum Frauensache. Die glitzernde Zukunft, so dachte man damals, lag in der
Hardware. Aber sobald Software ihr Potenzial und ihrer Profitabilität zeigte, kamen die Kerls an und Programmieren wurde
Männersache."
Justizminister
Heiko Maas möchte mit einem neuen Gesetz die
Sozialen Netzwerke unter hohen Strafandrohungen dazu verpflichten,
Hass-Postings und Fake News schneller zu löschen. Damit legt er unsere Meinungsfreiheit jedoch in die Hände dieser Unternehmen,
erklärt Markus Reuter auf
Netzpolitik: "Für
einen Nutzer, dessen Inhalte ungerechtfertigterweise gelöscht wurden, ist diese Art der Rechtsdurchsetzung allerdings ein gravierender Nachteil. Würde zuerst ein Gericht über den Inhalt entscheiden, wäre die Entscheidung vorgelagert. Bei der vorgesehenen Regelung kann der Nutzer nur widersprechen, um dann gegebenenfalls
Monate oder Jahre später eine gerichtliche Entscheidung in der Hand zu halten. Die sozialen Netzwerke werden mit dem Gesetz, unter Androhung von Geldstrafen bis zu fünf Millionen Euro, dazu gezwungen,
juristische Entscheidungen zu treffen."
Derweil geht auch die
pakistanische Regierung verstärkt gegen die sozialen Netzwerke vor: Sie sollen "
gotteslästerliche Inhalte" löschen,
meldet Zeit online: "Ministerpräsident Nawaz Sharif wies das Innenministerium an, umgehend alle Seiten und Foren mit solchen Inhalten zu sperren. 'Alle Agenturen sollen aktiv versuchen, die Schuldigen zu finden und sicherzustellen, dass sie dem Gesetz gemäß bestraft werden', sagte Sharif. In Pakistan kann Blasphemie
mit dem Tod bestraft werden. Sharif forderte das Außenministerium dazu auf, mit internationalen Institutionen und sozialen Netzwerken in Kontakt zu treten, um das Problem zu lösen."