In
Zeit online greift Eike Kühl die Diskussion um
Fake News bei Facebook auf (unsere
Resümees): "Tatsächlich versprach Facebook bereits
vor fast zwei Jahren, gegen Spam, Falschmeldungen und sogenannte Hoaxes stärker vorgehen zu wollen. Dafür führten sie eine Option im
Meldesystem ein. Wie bei mutmaßlich illegalen Inhalten können Nutzer einzelne Beiträge in ihrem Newsfeed melden und als 'falsch' markieren. Doch anders als illegale Beiträge, etwa Mordaufrufe oder das Verbreiten verbotener Symbole, werden Falschmeldungen nicht von einem Facebook-Team geprüft und gegebenenfalls gelöscht."
Zeynep Tufekci
benennt in der
New York Times eines der Hauptprobleme in der Fake-News-Debate: "
Nur Facebook hat Daten darüber, wie Fake News, Fälschungen und Desinformation sich ausbreiten, wie viel es davon gibt, wer sie liest und wie groß ihr Einfluss sein mag. Nur leider übt Facebook gegenüber externen Forschern totale Kontrolle über den Zugang zu diesen Daten aus. Es ist, als würden
Manager der Tabakindustrie den Zugang zu den Krankenakten lenken."
Zwar haben Facebook wie Google den Seiten, die explizit Fake News verbreiten, die
Werbeeinahmen beschnitten,
schreibt Olivia Solon im
Guardian: "Aber trotz dieser Gesten wird Facebook die vielen Optionen, die dem Dienst zur Verfügung stehen, wohl kaum nutzen, denn es hat wenig Motivierung dazu, so Experten. 'Obwohl Mark Zuckerberg sich in dieser Frage höflich äußert, ist es unvorstellbar, dass Facebook die Leute daran hindert zu teilen, was sie
teilen wollen. Das ist die Kernidee der Seite', sagt der Autor und Professor
Clay Shirky, der soziale Netze erforscht. Das Geschäftsmodell von Facebook liegt darin, dass die Leute auf Inhalte - Fotos, Memes, Meinungen - klicken und sich damit befassen, unabhängig von ihrer Wahrhaftigkeit."