Seyran Ates ist nach London gereist, um auch dort nach einem Ort für eine Moschee zu suchen,
berichtet die "Religionskorrespondentin" Harriet Sherwood für den
Guardian. Bei der Londoner Moschee soll es nicht bleiben: Ates, die bekennt, vor den
Morddrohungen, die sie jetzt wieder verstärkt zur Kenntnis nehmen muss, Angst zu haben, "plant eine zweite liberale Moschee in
Freiburg für Ende des Jahres und arbeitet eng mit anderen progressiven Muslimen zusammen, etwa mit
Ani Zonneveld, einer Imamin in Los Angeles,
Shirin Khankan, einer dänischen Imamin, die eine von Frauen geleitete Moscheee in Kopenhagen eröffnet hat,
Ludovic-Mohamed Zahed, einem in Algerien geborenen schwulen Imam in Marseile und
Elham Manea, einem Experten für Scharia-Recht in Zürich."
Gibt es solche Initiativen in Berlin auch? In Leipzig fordert die Initiative "11. Gebot" Steuergelder von der
Evangelischen Kirche zurück,
meldet Klaus Staeubert in der
Leipziger Volkszeitung. Grund ist, dass der Staatsanteil an der
Finanzierung von Kirchentagen trotz blendender Finanzsituation der Kirche immer weiter zu steigen scheint. Beim Kirchentag in Leipzig in Mai soll er bei knapp
60 Prozent gelegen haben, schreibt Staeubert und zitiert den Sprecher der Initiative, David Farago: "'Alles spricht dafür, dass der Anteil der öffentlichen Hand an der Finanzierung sogar noch größer ist', so Farago weiter. Da weniger Besucher zu dem Kirchentag gekommen waren, dürften die Gesamtkosten niedriger ausgefallen und damit der prozentuale Anteil von Stadt und Land gestiegen sein.
7.500 Tickets wurden verkauft, geplant waren mindestens 40.000. Maximilian Steinhaus, Sprecher der Aktionsgruppe, sieht in der üppigen finanziellen Unterstützung den Versuch, die '
Rechristianisierung des Ostens' voranzutreiben."
In der
NZZ schildert Marian Brehmer die wieder erstarkende Kultur des
Sufismus in der Türkei.