Im
5G-Netz wird Telefonieren deutlich sicherer,
schreibt Matthias Monroy bei
Netzpolitik, denn die Gespräche sind
viel besser verschlüsselt als im jetzigen Handynetz: "Damit haben
Polizeien und Geheimdienste ein Problem. Das Bundesinnenministerium kündigt deshalb mögliche Änderungen des Telekommunikationsgesetzes und der Telekommunikations-Überwachungsverordnung an. Mobilfunkanbieter in Deutschland wie O2, Vodafone und Telekom sollen dafür sorgen, dass
die Metadaten entschlüsselter 5G-Verbindungen an den Netzknoten gespeichert werden."
Der
Tagesspiegel bringt einen Essay, den der Web-Entwickler
Maciej Ceglowski zunächst auf seinem Blog
idlewords.com veröffentlichte. Wir leben längst in einer
Überwachungsgesellschaft, schreibt er und fordert, dass
Datenschutz nicht nur bestimmte Kategorien von personenbezogenen Daten, sondern auch die "
Umgebungsprivatsphäre" schützt, also dafür sorgt, dass "unsere täglichen zwischenmenschlichen Interaktionen außerhalb von Überwachungsreichweiten stattfinden." "Ich bin überzeugt davon, dass die Umgebungsprivatsphäre eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben spielt. Wenn alle Debatten unter dem Radar einer Software stattfinden, also unter Beobachtung durch ein gewinnorientiertes Medium, dessen Ziel ist, Nutzerverhalten zu beeinflussen, kann das dazu führen, dass das Entstehen eines
gemeinsamen Realitätsbewusstseins verhindert wird. Das ist aber Voraussetzung für eine gesellschaftliche Selbstverwaltung. So gesehen wäre das Ende der Privatsphäre eine unumkehrbare Veränderung, denn wir wären nicht länger imstande, als
Demokratie zu funktionieren." "Wir sind definitiv auf dem direkten Weg in eine Ära des
digitalen Polizeistaates", schreibt auch Slavoj Zizek in der
Welt.