Nachrichten aus der
real existierenden Dystopie namens China: Wer dort einen Telefon- oder Internetanschluss haben will, muss künftig sein
Gesicht scannen lassen,
berichtet Moritz Tremmel unter Bezug auf
Gizmodo (
hier) und
Quartz (
hier) bei
golem.de: "Um einen Internetanschluss oder eine Telefonnummer zu bekommen, müssen Menschen in China künftig ihren Ausweis vorlegen und mittels Gesichtserkennung ihre Identität bestätigen. Damit soll sichergestellt werden, dass Nutzer nur noch
unter ihrem echten Namen Anschlüsse registrieren können. Auch
bereits angemeldete Anschlüsse sollen von den Telefon- und Internetanbietern überprüft werden."
Die USA, Britannien und Australien setzen sich vehement für
Hintertüren in Verschlüssselungstechniken der großen Internetkonzerne ein. Auch die Bundesregierung hat kürzlich Facebook kritisiert, weil es eine end-to-end-Verschlüsselung für die Kommunikation der User einführen will. Im
Guardian warnt Edward Snowden vor den Konsequenzen: Hintertüren würden das
ganze Internet unsicher machen. Dass Verschlüsselung die Ermittlungen gegen Kriminelle unmöglich machen würde, nimmt er den Regierungen nicht ab. Die "bad boys, ziehen es in Wirklichkeit eh vor, ihre Verbrechen nicht auf öffentlichen Plattformen zu planen, insbesondere nicht auf amerikanischen Plattformen, die einige der fortschrittlichsten automatischen Filter und Warnsysteme einsetzen. Die wahre Erklärung dafür, warum die Regierungen der USA, Großbritanniens und Australiens die End-to-End-Verschlüsselung abschaffen wollen, ist weniger die öffentliche Sicherheit als
die Macht: E2EE gibt Einzelpersonen und den Geräten, mit denen sie Kommunikationen senden, empfangen und verschlüsseln, die Kontrolle, nicht den Unternehmen und Spediteuren, die sie weiterleiten. Dies würde also erfordern, dass die
staatliche Überwachung zielgerichteter und methodischer wird und
nicht wahllos und universell."