
Zwei Jahre existiert nun schon das international nicht anerkannte
Staatsgebilde Liberland an der Donau, im Niemandsland zwischen Kroatien und Serbien, das nach dem Gründer und "Staatspräsidenten", dem Tschechen
Vít Jedlička, ein neues Monaco oder Liechtenstein werden soll, ein
Mekka für Libertäre, mit geringstmöglichem Staatseinfluss und freiem Handel. Noch ist auf dem sieben Quadratkilometer großen Gebiet allerdings keine Bautätigkeit zu verzeichnen, wie
Aktualne berichtet, lediglich ein etwas heruntergekommenes Häuschen ist dort zu sehen. Jedlička, der unermüdlich in diplomatischer Mission von Staat zu Staat reist, um um Anerkennung zu werben, bleibt optimistisch: Noch in diesem Sommer soll in Liberland gebaut werden, beginnend mit dem "schönen Projekt"
Liberdom, das als Hotel dienen soll. Außerdem gebe es unter der Marke Liberland bereits
Bier und Wein, zudem Fantreffen auf der ganzen Welt. "Wir haben ein Netz aus fast 90 Vertretungen auf dem ganzen Planeten und eine funktionierende Regierung", wirbt der Staatsgründer für sein Land. Immerhin gibt es weltweit bereits über 400.000 Interessenten und Unterstützer, die Staatsbürger von Liberland werden wollen. Wer allerdings den Ministaat (Motto: "Leben und leben lassen") betreten will, so
Aktualne, muss
auf der Donau anreisen, denn von kroatischer Seite aus sind Polizisten unterwegs, um gelegentlich einen Liberländer "Bürger" festzunehmen.