
Einem echten
Tabuthema in der ägyptischen Gesellschaft
widmet sich Karim El-Khashab -
Sex vor und in der beziehungsweise
ganz ohne Ehe: "Eine auf Familieninteressen basierende arrangierte Ehe, der es an Zuneigung und Verständnis fehlt, wird kaum zu einem
gesunden Sexleben führen. Für Männer ist das Masturbieren zu Pornos oder gar arabischen Videoclips eine bequeme Alternative zu den in jeder Hinsicht absurd aufwendigen Anstrengungen und Ausgaben einer Ehe oder den moralischen Problemen von vorehelichem Sex - schließlich es ist nicht teuer, Satellitenfernsehen zu abonnieren oder, wie es der Soziologe Said Mustafa nennt, '
das Fernsehen zu heiraten'. (...) Masturbation mag an und für sich eine harmlose Sache sein, aber die Tatsache, dass sie inzwischen in Ägypten
den Sex ersetzt, findet Mustafa alarmierend."
Außerdem zeigt sich ebenfalls Karim El-Khashab
bemüht um eine neutrale Berichterstattung über den in Kairo lehrenden Soziologen
Saadeddin Ibrahim, der in der
Washington Post heftige Vorwürfe gegen die ägyptische Regierung erhebt. Salonaz Sami
informiert über das bei den jungen Erwachsenen Kairos in Mode gekommene "
Cruisen", d.h. das ziellose Herumfahren mit dem Auto durch den dichten Großstadtverkehr und hat sich mit
ägyptischen DJs der jüngeren Generation
getroffen.