Adriano Sofri entdeckt in den immerhin vier bisher veröffentlichten Büchern von Roms Vorzeigebürgermeister
Walter Veltroni,
das jüngste eine Autobiografie, einen Hang zur Nostalgie, und bestimmt Veltroni damit zum Prototypen eines neuen Menschenschlags. "Die Entwertung der Gegenwart, die Objekte, die immer schon ihr eigenes Ablaufdatum und ihre
Überflüssigkeit in sich tragen, bewirken im Menschen - der nicht mit dem Fortschritt mithalten kann, nicht einmal Bill Gates, nicht einmal Veltroni, weil die Welt modern und der Mensch antiquiert ist, wie Günther Anders sagt - die Wiederkehr der
Nostalgie, des Sammlertums, des Antiquariats, und darüber hinaus des Modernariats. Das
Modernariat ist die Leidenschaft für die persönliche Altertümlichkeit. Ich spreche von dem Telefon aus
Bakelit, das mitten in Walters Zimmer steht."
Weitere Artikel: Giulio Meotti zeigt sich (erst
hier und dann
hier) sehr beeindruckt vom konservativen Mitstreiter
Mark Steyn, der im
Spectator und auch in einem neuen Buch gegen den demografischen Kollaps Europas und den Vormarsch des Islamismus anschreibt. "Halb Jerry, halb Bernard Lewis, ein Hauch
Bible Belt, der Schwung des Schelms, der einen Nazioffizier im Ghetto nachäfft und eine Note
Irving Berlin, den Autor von 'Good Bless America'. Alles zusammengeben, schütteln und servieren." Und Stefania Vitulli
empfiehlt das Buch des Landsmanns Alessandro Scafi, der die
historischen Paradiese auf Erden im
Band "Mapping Paradise" versammelt hat.