Ugo Bertone
stellt den indischen Giovanni Agnelli vor, der nun, siebzig Jahre nach dem
Fiat Topolino, ein
Volksauto für 2.000 Euro entwickeln lässt. "
Ratan Tata, 68 Jahre alt, ein eleganter Herr von hohem Ansehen, der mit dem Stahlkönig Lakhsmi Mittal um den Titel als lebende Verkörperung des '
indischen Modells' ringt. Ein
Tycoon, der an der Spitze der Tata-Gruppe steht, ein Gigant, der verteilt auf 91 Firmen 220.000 Leute beschäftigt und ein wenig von allem macht: Stahl, Chemie, Telekommunikation, biomedizinische Apparate und so weiter."
Marin Valensise
trifft in Paris den Ethik- und Biotechnologieprofessor
Gregory Katz Benichou und schmilzt dahin. "Stellen Sie sich einen
europäischen Gregory Peck vor, aber ohne die Dreistigkeit." Das Gespräch dreht sich um ernüchterndere Themen wie die bald erschwingliche
DNA-Vorselektion bei Embryos. "Plötzlich unterbricht er sich, hebt seinen Blick und gesteht mit einem Lächeln, das schließlich die Schüchternheit besiegt: 'Wenn man diesen genetischen Test an dem Embyro durchgeführt hätte, der ich vor 36 Jahren war, würde ich hier nicht sitzen und mit Ihnen reden... Es wäre mir nicht erlaubt worden, geboren zu werden, weil ich
verdammt schlechte Chromosomen habe, ein furchtbares genetisches Erbe.'" (Das wäre
wirklich schade gewesen!)
Weiteres: Maurizio Stefanini
durchstreift literarische Landschaften, von Gabriel Garcia Marquez'
Macondo (das
vor kurzem fast real geworden wäre) bis zu Tolkiens Mittelerde. Der römische
Esquilin wird zum chinesischen Viertel der ewigen Stadt,
beobachtet Roberta Tatafiore.